Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 25 (20.6.1866)
- Date
- 1866-06-20
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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7S '*einem gleicbmässigen Verbrennen nöthige Verfahren haben jedoch seinen Gebrauch zn die- 8cm Zweck sehr beschränkt. Ncuerdigs ist jedoch eine Methode entdeckt worden, um den flüssigen Theil des CocosrNussOhles von dem Festen zu trennen, wodurch man eine helle, durchsichtige, geschmacklose Flüssigkeit erhielt, welche ebenso verbrennbar war, wie das beste Spcrmöhl, während die feste fettartige Substanz zur Verfertigung von Lichtem und andern Zwecken anwendbar ist, zu deneu man sich fettiger Materien gewöhnlich zu bedienen pflegt. Diese Methode war den Mischnalelirern unbekannt, daher sie die Erleuchtung mit dem Cocos-Nussöhl am Sabbat verbieten. Dass שטן קיק Cocos-Nussöhl bedeute, scheint mir auch der jer. zu sagen. R.. Jose im Namen des R. Leie sagt nämlich •קיסוסא, wofür ich קיקזסא Cocos lesen möchte?) Zur Wortn. Sacherklärung des Midrasch. Von JRabb. Dr. Hübsch, Midr. r. zu K'gl. 3, 45 סהי למאוס•lautet•, die kurze Notitz "מאסייא ססילאייא“• Mathnoth Kelmna erklärt diesen Ausdruck dabin "כך קורי□?-*"!זרתנו העמים מאוסים ופסולים"• Wir wissen nicht was, laut dieser Erklärung, der Midrasch mehr sagt, als das trockene'Schriftwort Es finden sich wohl Stellen im Midr., wo nicht sweitcr angeführt wird, als die einfache Uebersetzung des Schriftwortes, dann aber hat auch diese Uebersetzung ihren hcstiram ten Zweck; so z. B. Klgi. 3, 63 אני מנגינחס; ‘darauf der Midr. .»אנא זמירהץ“; es gab da nemlieh verschiedene Lesarten, LXX im 0q>&ak/t6vi• avtoiv liest על עיניהם״“, der Syrer רגיהון״ p“ liest "מן הניונס“, der Midrasch stellt also durch seine Uehersötznng hier die .richtige L..A. fest, und ihm tolgt auch Hieronymus *) Die Mischna hat aber, wj'e ich glaube, :an .das oleum cicinuin (Kiki) der Aegypter gedacht. Dieses 01 wird aus den Körnern des gemeinen Wuudor.haumes f Ricinus communis) gewonnen. Um es zu gewinnen, ^stampft man die Körner zu einem Brei, kocht’fdiesen mit wenig Wasser und schöpft das O’el ab. Auf Java röstet man die gestampften Kötner in einer Ptanne, tliut sie in.einem dicken Tuch in einen Korb und lögt Gewichte darauf. Dieses ist das oleum cicjnum der Aegypter, welches schlecht schmeckt, nur zum Brennen gebracht wird, aber wie Th ran stinkt (Oken, Bot. 1594).“ Den Namen Wunderbäum hat der ricinus communis daher , weil man glaubt; «b sei derselbe, welcher zu Ninive in. einer Nacht zu einem Baume aufgeschossen ist, um dem Profeten Jonas als Schirm zu dienen.. Solchergestalt wäre die Etklärimg Rcsch Lakisch’s. ״Kikajon de Jonah“ die richtige. Herodot erzählt zwar, dass das Aegyptische Kiki, welches aus dem Sillicyprium bereitet wird, sowohl als Brennöl, als auch als wohlriechende Salbe benfizt werde״ könne {II. 94). Der Wohlgeruch mag aber anderen Ingredienzen seinen Ursprung verdankt haben. Nachträglich bemerke ich, dass auch Sachs an das ägypt. Kiki .dachte (Beitr. 2, 25), ohne jedoch..«flf den Gegenstand näher einzugehen, und ejiue «Umführen, dass soliqn Herodot das Kiki keq. riet un(| nennet Obige Bern, sind mithin nicht überflüssig. , Red. 80 in der Vulgata ״ego enm Paalmus eorura״ und eben so das aramäische Thargum; an der zuerst angeführten Stelle aber stimmen die Uebsrsetzer alle in der L. A. überein und geben den Sinn richtig, der Midr. hätte es also nicht nöfhig סהי למאוס durch «כלאיסים וסכומים“ •zu paraphrasiren. W|r haben in hiihcrn Aufsitzen schon mehrfach Gelegenheit genommen. darauf aufmerksam zu machen, wie vorsichtig man bei der Auslegung der midraschiscben Ausdrücke zu Werke gehen müsse, wenn nicht über ein missverstandenes Wort der eigentliche Sinn der ganzen Stelle für uns verloren gehen soll, und wir sind hier in den Stand ges tzt, die frühem Erfahrungen durch ein interessantes Beispiel zu bereichern. Es ist bekanntlich eine .Lieblingsmanier des Midrasch, zu gewissen Bibelstellen Illustrationen aus seiner Zeit zu bringen; reiches Material bietet sich ihm hierzu namentlich da, wo cs gilt, den Hass der Völker gegen die Juden durch Beispiele zu beleuehten. So wird Klgi. 1, 9. ״Sieh, Ewiger und schau, wie herabgewiirdigt ich hin!“ durch folgendes Geschichtchen illustrirt. ״Zu Askalon geriethen zwei Hetären in Streit, da sprach die eine zur.andern, fürwahr du gehst mir nicht von der Stelle, (ich habe dich denn zuerst mit dem Schimpfe belegt), dein Gesicht gleichet dem einer Jüdin! * ״Nach einiger Zeit söhnten sie sich aus, da sprach die Eine zur Andern : Alle Beleidigungen seien vergessen und vergeben, aber dass du mir sagtest, mein Gesicht gleiche dem einer Jüdin, das kann ich dir nicht vergessen und nicht vergehen/! So. werden zu Klgi. 3, 14, ״ich hin der Spott meines Volkes“ die verschiedenen Spiele und Witze angeführt, durch welche Römer und Syrer die Juden verhöhnten, und so wird auch an unserer Stelle ein Schlagwort zitlrt welches landläufig war und zur schmählichsten Beschimpfung der .Juden gebraucht wurde. Mathnoth Kehuna hat wohl Recht wenn er sagt כך קוראים אותנו ׳העמים!״“ den Ausdruck selbst aber versteht er nicht. Zum Verständnisse desselben genügt cs, sich, mit zwei griechischen Wörtern bekannt zu machen ״/«ntfoy“ unflätig, stinkend; v׳«xo,-, sine piaeputio; man »lese, nun das מאסייא פסילאייא des Midr.: rpv60t 1pü>X0tu und man hat einen Ausdruck der seiihet in die verschiedensfen Sprachen übertragen noch gar oft, in so manchem unflätigen Munde die traurige Illustration wurde des Biblischen סחי ומאוס תשימנו בקרב ״ <י>.' י .העמים Talmudiscl1*pM1010giscl1e Bemerkungen. . Von A. Harkavy. An drei Stellen in der räbb. Literatur (Berach. 8 a. Moöd Kat. 29, a. und Vajikr. rabb.) kommt der Vergleich כסימורי בסי ישט vor, dcu die Commeut» und Lexicographen nicht befriedigend zu;erklären wissen. So heist es im Aruch s, v. שריצה להוציא חבל d. h. wie . wenn jemand ein Tau mit einem Knoten durch 's Mastloch..,durchziehen will, was sehr schwierig sei. Die etymologische Begründüng dieser ,Erklärung bleibt er den Lesern schuldig.