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Ben Chananja · 1866-06-20 · 25 (20.6.1866) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
25 (20.6.1866)
Date
1866-06-20
Page
– (sequence 11)
Language
German
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73 uh» darbieten•, an ihrer Hand da» innere Leben zu erkennen , ja es nur zu ehren, bleibt doch immer der wahre Ertrag der 66schichtsforschung. Frankfurt am Main 3. Juni 1866. Zur talmudisclieii.Geographie." Von Kreiarabbiner J, Wieso er. דרשיש Joma 18, b. Darziz, Ardjisch, eine Stadt in Armenien. ״Die unter dem verstümmelten Namen Darziz bei Marco Polo aufgeführte Stadt“, sagt Ritter (X. S. 271.) ״ist keine andere als die alte Arsissa, die heutige Ardjisch, deren Lage am Van-See uns schon aus frühem Untersuchungen bekannt ist, deren , genauere Beschreibung wir aber erst im J. 838 durch J. Brants Besuch daselbst erhalten haben.“-— Die Gemara berichtet, dass Rab und R. Nachman, wenn ihre Amtspflicht sie nach den von ihrem Wohnsitze entferntem Bezirken von Sakasene lind Darziz rief, für die Zeit ihres Aufenthaltes daselbst eine eheliche Verbindung suchten. Derartige Heiratlien sind im Oriente nicht ungewöhnlich. So gestattet Mohamed den Männern für die Zeit des Aufenthaltes in Mekka den Abschluss einer Ehe auf Zeit. Diejenigen abyssinischen Christen, welche sich ihrer Geschäfte halber von Zeit zu Zeit an verschiedenen Orten aufhalten, haben gewohnlich an jedem derselben eine Frau, mit welcher übrigens derselbe Mann selten längere Zeit verbunden bleibt (Klemm, Morgenland S. 114 und 431). In Bezug auf Persien sagt Polak (Persien 1. B. S. 208): ״Es ist. Sitte, dass der Perser auf Reisen, Expeditionen oder Bedienstüngen; in der Provinz nie seine Frau mitnimmt, sondern fast an jeder Station, wo er länger verweilt, eine Sighe» (eine Frau auf vertragsmässige Zeit) heirathet. ln der Stadt Kirman pflegen die Mulas jedem Ankömmlinge, der nur einige Tage sich dort aufhält, ein Weib zur Sighe auzubieten.“ חני רב." שמעיה בקלנבן שברי כלי הרס נבלעו במקומן וכר (Joma 21, a). קלנבר ist nicht der Name des Wohnortes R. Sehemajas, denn in diesem Falle müsste es heisen מקלנבו. sondem die Benennung des Platzes in der Nähe von Jerusalem, wohin Asche, Scherben und drgl. aus dem Tempel geschafft wurden. Nach Parclii (Caftor wa Perach cap. 6. edit. Edelmann S., 14), soll der Ort, wohin die Opferasche gebracht worden, im Norden Jerusasalems geWesen sein. Auch Frankel (nach Jerusalem 2. B. S. 202) fand die sogenannten Aschenhügel im Norden der Stadt. Nach der christlichen Tradition war auch eine Richtstätte vor dem Nordthore, und soll dies 74 der Ort sein , wo Stephanus gesteinigt worden (8. Raumer Palästina S. 312). Es scheint daher nicht unwahrscheinlich, dass unter קלנבו die eigentliche C a f v ä r i a, die Schär delstätte oder der Richtplatz zu verstehen sei, welcher in späterer Zeit nach einem ganz andern Orte versetzt wurde. מירושלם ועד צן־ק תשעים ריס וכד (Joma 66, b.). ריס oder □רו ist das römische sta.- dium (8. Aruch 8. v. 4 ר ס), es war daher der in Rede stehende Felsen (90 (צוק Stadien d. i. 2'/4 geogr. Meilen von Jerusalem entfeint. Höchst wahrscheinlich ist dieser Felsen kein anderer als der in den Evangelien genannte Berg Qu ar an tan ia. ״Von Jerusalern“, heist es bei Raumer (Palästina S. 46), ״setzt das Gebirge fünf Stunden ostwärts fort, da es wieder in die Jordansaue bei Jericho abfällt. An diesem östlichen Abfall des Gebirgs ist der steile Berg Quarantania, der Sage nach: Berg der Versuchung Christi־. Seinen Namen hat dieser Berg von dem vierzigtägigen Fasten Ch., während dessen, nach der Sage, C11. in einer der Höhlen dieses Berges sich aufgehälten habe, und dann von dem Teufel auf den Gipfel desselben geführt worden sei (Matth. 4, 2—8). ״Der Berg“, sagt Hasselquist, ״ist sehr spitzig und hoch, der Aufgang zu seinem Gipfel ist so gefährlich, als man es sich vorstellen kann. Zur Seite hat raai) einen liefen Abgrund. Auf dem höchsten Gipfel sind Üebcrbleisel eines alten griechischen Klosters. In den Seiten des Berges sind viele Höhlen und Löcher, in welchen Einsiedler;wohnten; an seinem Fusso entspringt eine : Quelle, der Sage nach, die von Elisa, gesund : gemachte.“ י— Dieser Felsen, welcher schon : früher als der Aufenthalt eines bösen Geistes (Asasel) betrachtet wurde, bot den geeignete-; sten Schauplatz für eine Legende, in welcher der Teufel eine so grosse Rolle spielte. מפרינהו לשעירים שדרינהו.לביחוזא דללוז רכו; (Sukah.53, a vergl. Sotah 46, b.). לה ist hier höchst wahrscheinlich identisch mit L i z a n, einem Dorfe in Kurdistan am obern grossen Zab. Von diesem Lizan wird berichtet: ״An ־:einer der ׳ benachbarten Felswände zeigt d:־ s Volk die Stelle , wo seine Urväter, als Heiden einst vor der Annahme des Christenthums, der Sage nach, ihre alten, schwachen Väter und Mütter herabzustürzen pflegten, um s'e aus dem Elend des Lebens zu befreien (Rit-,; ter XI. 8. 611).“ — Uebrigens konnte die > gesunde Gegend der fruchtbaren kurdistani-; sehen Gebirge, welche von der im, Oriente 5 so oft gtassirenden Pest immer verschont bleiben, bewohnt von nestorianischen Christen,! die höchst wahrscheinlich von Juden äbsfammen, und Überdies den frenriclen Reisenden , nur schwer zugänglich sind, leicht5 die Sage 5%

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