Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 21 (23.5.1866)
- Date
- 1866-05-23
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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389 390 •כחוב בחידושי מה'׳רםהלויונע׳׳ר&,32־ק<*י«»ח׳מ קלוי׳ונער ו״נ בס, אלמנה ,לב" ג zu leftn lttib wer nur einen Fünfen von richtigem Urtheile hat. muß leicht eins-hen, daß statt הלוי ע״ד oder לנער nichts Anderes als קלוילנער gelesen werden darf, so daß Herr Dr. G. den entstellten Namen richtig erkannt hat und nur darin.irrt, daß er an den beiden von ihm zilirten Stellen מה״רא קללילנער lesen will und an den bekannten Verfasser der Minhagim. Abraham Klausner, denkt, während wahrscheitilich R. M. Klausner, der Verfasser des פיקדו־ gemeint ist. der wol identisch ist mit den am Schluffe von Klausners Minhagim genannten Mendel Klausner (stehe Zun; Ritus 216), von dem wir nunmehr auch wüßten, daß er Novellen zum Talmud und Be« merkuugen zu den bekannten Werken des R. Ascher geschrieben. Nur S. 7. d möchte auch ich והמנהגים של ר״א קלוידנעו־ lesen, da wir bislang nur R. Abraham Klausner als Verfasser von Minhagim kenneu. von welchem Maharil übrigens auch (NGA. Nr. 33) einen נימוק erwähnt. Zudem kommt der Name der Stadt Znaym in den RGA. des R. Israel Bruna viermal vor, nämlich p. 70, b. Nr. 193, und 195, p. 72, a Nr. 194, b und p. 74. b Nr. 196 und zmar immer richtig entweder לנליימא oder צוניימא oder צנליימא geschrieben; und es wäre doch wahrlich merkwürdig, wen» er jedesmal gerade neben dem Namen R. Möschel bis zur Unkenntlichkeit sollte verstümmelt wor. Len sein. (Fortsetzung folgt.) Korrespondenz. Emanzipation und bürgerliche Verhältnisse. R. Pest, 16. Mai. Unter den zahlreichen Petitionen, die beim Reichstage eingelanfen find, befindet fich eine von den katholischen Pfarrern zu Felsö-Viznize und Szelest, zwei ruthenischen Dörfern im Beregher Komitate. Die geistlichen Herren heißen; Johann Tormer und AmbrofiuS Pramer. Ihre sehr umfangreiche Petition beginnt mit den Worten: Zahlreiche Beispiele beweisen, daß die Juden an der Ruinirung der Christen arbeiten. Die Herren begehren, daß die Inden von dem Besitze der Urbarialgrundflücke ausgeschlossen werden sollen, weil sonst die geistlichen Herren in ihrem Einkommen beeinträchtiget würden. Sollte diese Ausschließung nicht geschehen, so sollen die Juden gczwungen werden, die Geistlichen zu entschädigen. Die Herren Petenten finden es nicht minder zeitgemäß, zn wünschen, daß die Dorfrichter von den Geistlichen ernannt und die Sträflinge härter behandelt werden sollen. Die Petitions-Kommission schlug vor, das geistl. Gesuch an die bezüglichen Ausschüsse zu weisen, was auch geschah. Große Eroberungen scheint die Kultur im B-'regher Komitate noch nicht gemacht zu haben. Vor zwei Jahren petilionirten Beregher Rabbinen gegen die Gründung eines Rabbuier-SeminarS; jetzt petitioniren Beregher Pfarrer gegen die Befitzfähigkeit der Juden. Beide haben den Wahlspruch: Es bleibe Alles beim Alten! Und doch kann es nicht beim Alten bleiben. Hf. Pest, 20. Mai. Wie wir vernehmen, wurde dem Gemein« dcvorstand durch eine MagistratSpersönlichkeit ein Verzeichniß jener 50 jungen Leute jüdischen Glaubens überreicht, die bei Gelegenheit der jüngsten Assentirung für untauglich befunden worden, in Folge höherer Weisung jedoch einer nochmaligen Prüfung nnterzogen werden sollten. Der Vorstand wurde aufgcfordert. die Kommission durch einige Mitglieder behufs Konstatirung der Identität zu verstärken, erklärte jedoch, nicht in der Lage zu sein, dieses Wunsche entsprechen zu können. Ohne diesem Vorgehen irgend ein gehässiges Motiv unterschieben zu wollen, müssen wir doch gestehen, daß obige Nachricht einen ziemlich üblen Eindruck aus uns gemacht hat, und ist es zum Wenigsten sehr ausfallend, heule, wo der Gleichstellung der Konfessionen allenthalben so eifrig das Wort geredet wird, diese Angelegenheit in so herausfordernder. beinahe möchten wir sagen, intoleranter Weise erledigt zu sehen. Paris, 15. Mai. Der jüdische Banquier Bischoffsheim ist von der Kaiserin an die Stelle des Großrabbiners Ullmann in das oberste Komitö des Vereins des kais. Prinzen gewählt worden. Die k. Gesellschaft der Akkimatisatiou hat eine Abhandlung des Herrn I. Car. vallo mit ungetheiltem Beifalle aufgrnommen. Herr Crömieur ist in Angelegenheiten des Hauses ״Brüder Oppenheim" nach Konstantinopel gereist. (Arch. Jsr.) Kultus und Kultusgemeinde. Paris, 15. Mai. Die Wahl des Gcoßrabbiners Isidor zum Großrabbinen des Zentralkonflstoriums ist so gut als entschieden. In Brüssel schwankt die Rabbinerwahl zwischen Herrn Aristides Astruc, RabbinatS-Adjunkl in Paris und Herrn Js. Levy, Rabbinen in Verdun. (Arch. Jsr.). San Franziseo, 30. März. Am 25. d. M. hat hier die Ginweihug einer neuen Synagoge stattgefunden, wobei alle Glaubensgenoffenschaften vertreten waren. Die Einweihungspredigt hielt der Rab« biner Dr. Elkan Cohn. Den von der Orgel begleiteten Gesang leitete der Kantor Neisler. Die Baukosten überschreiten den Betrag von 158.000 Dollar, während die Gemeinde nicht über 280 Mitglieder zählt. (Arch. Jsr.) K. Lätrany, im Mai. Herr Peter Löwensohn, eine verdienstliche Persönlichkeit, hat dieser Tage seinem einzigen hoffnungSvostem - Sohne, Moriz, gestorben voriges Jahr, im hiesigen Friedhofe ein Monuaient gestellt, das seinesgleichen in Somogy zu suchen hat. Die Weihe wird eine andauernde bleiben, schon durch die unzähligen Thränen, die bei der Enthüllung durch diejungarische Rede unseres verehrten BezirkSrabbincrS Heern Stern von zahlreicher Versammlung gemischter Konfessionen vergessen worden sind. Viele Bauern drängten fich, ihren DankeStribut durch Handkuß abzutragen; wir glauben dies besser zu thun durch unsere öffentliche Anerkennung. 1. K. Effegg, 14. Mai. Der hiesige Oberkantor, Herr Löwinger, hat sich sowol durch seinen eminenten Vortrag , als durch die geschickte Leitung des Chors um den öffentlichen Gottesdienst so bedeutende Verdienste erworben, daß derselbe auch weiteren Kreisen be, kannt zu werden verdient. Solche Kultusbeamte gereichen ihrem Stande zur Zierde. — H. M. Däfärhely, 16. Mai. Der hiesige Kantor, Herr Stößel, ist nach einer abgelegten glänzenden Probe zum Kantor drr orthodoxen Synagoge in Pest gewählt worben. So ungern wir auch de» allgemein .geachteten Herrn Stößel verlieren, so gratuliren wir ihm dennoch vom Herzen zu dem wolverdienten Avancement. לר. S. A Ujhely, 16. Mai. Die in Angelegenheit des Synagogenbaues cinbernfene Generalversammlung war fast von 80 Personen besucht. Nachdem vom Präses der Baukommiffion der Zweck der Versammlung erörtert war, wurde von einer Minorität die SuSpendirung des Tempelbaues der kriegerischen ,Verhältnisse halber gefordert, und unter anderm geltend gemacht, daß die Gemeinde vor allem ein koscheres Frauenbad. besitzen müsse. Nach heftiger Debatte wurde beschlossen, das Baukomite, dermalen aus 10 Personen bestehend, um- 30 Mitglieder zu verstärken und diesem verstärkten Komitö die Gntjchei« düng in der fraglichen Angelegenheit zu überlassen. — Chaffidäer waren in der Sitzung nicht erschienen. 2- S. A. Iljhely, 14. Mai. Ein vom Herrn Dr. Hildes-, heimer an den hiesigen Gemeindevorstand angelangleS Schreiben bedauert die Vorgänge zwischen ChaßidiSmuS und Gemeinde und fordert energisches Handeln gegen erstere. Ob die Majorität des Vorstandes sich dem Szandezer gegenüber feindselig benehmen wird, ist um so mehr zu bezweifeln, da wie wir vernehmen, die Chaßlbäer alles daran setzen ihre Autonomie der Muttergemeinde gegenüber aufrecht zu erhalten. Pi־. Pest, 20. Mai. Es freut mich, Ihnen heute die Mittheilung machen zu können, daß die Arbeiten, des in der Predigerfrage niedergesetzren Komitös bereits so weit gediehen sind, daß dieses dem Ausschüsse einen direkten Vorschlag über die anzustellende Persönlichkeit unterbreiten iönnte. Es ist dies nämlich Herr Dr. Samuel Kohn aus Baja, der seine Studien am Seminar zu Breslau beendigte und über den die empfehlendsten Nachrichten von allen Seiten eingelaufen find. Man rühmt sein theologisches und klassisches Wissen nicht minder al» seinen biedern versöhnlichen Charakter, der ihn würdig machte, Rabbiner einer großen Gemeinde zu sein. Wie die Kommission aus seinen Briefen zu ersehen Gelegenheit hatte, ist er auch der ungarischen Sprael!« voll