Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 18 (2.5.1866)
- Date
- 1866-05-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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335 336 «ach. 85, a. — •) Sanh. 67. b, Die gemaristische Bermittlmig lassen wir auf sich beruhen. — ') Nachm, zu 6. M. 16, 10. Brgl. Zsak b. Scheschei Nr. G. A. Nr. 92: Wie weit diese Gewalt gehe, zeigen Raschis Worte: 3 (* — •שעל מי שנגזר לחיים ממיתין M. 19, 26. — 9) Don נחש, Schlange: — '°) Sanhedr. 65, b. — ") 1 Sam. 28, 3. — Vi) Cholin 95, b. Nach Zer. Sabb. 6, 9. gilt das Erzählte auch von Simon b. Lakisch. i— 13) Gittin 65, a. — ״) Ibid. 56, a. — '*) 1 M. 24, 12-14. - 3 (״׳ M. 19. 26. — ”) V. d. Abgott. 11, 4. — ">) Cholin l.-'b. — '9) 1 Sam. 17, 8-10. — a0) Maim. ibid. 11, 5. — a') Medar. 32, a. Brgl. jer. Sabb. 6, 9. — aa) I. Dra 179, 4. — aa) M. Abr. 426, 2. — a') Chron. Nr. 46. — as) Der 7. Tag des Laubhüllenfestes. — aÄ) O. Caj. 664, 1. — a7) B. d. FroMm. 548 nach Kerit. 5, b. — a3) Jtolbo Kap. 41. Vrgl. Tur. O. CH. 198. — a9) Jebom. 64, b. — ") K. Mischne v. d. Verb. Ehen 21, 31. - 3') T. E. Ha-Ez. 9. — aa) N.Bih. I. G. Haes. Nr. 9. — 33) Bon Anderen werden auch psychologische Gründe geltend gemacht. — ״) Brgl. Sukka 28, b Mischna und Raschi daselbst. Zn der Regel begann die Regenszeit in Palästina erst nach dem Laubhüttenfeste. — 3s) Nimm. Jos. Sanh. 7. Ende. II. Dea 179, 2. Eb. Ha-Ezrr 64, 3. — ae) Zer. Kethub. 1, 1. B. das. 4, b. Maim. Zschuth 10, 14. — *7) Ascher Kethub. 1, 3. R. Niffim das. Hag. Maim. Zschuth 10, 14. Eben ha.Ezer 64, 3. Minh. Maharil 6d. Sab. 82, b. G. A. R. Mos. Zss. Nr. 125. GA. Binj. Ze'eb. Nr. 54. Zustände der jüdischen Gemeinde in Amsterdam. Von Zos. Kahn, Oberrabbiuer, zu Trier. (Fortsetzung. *) Zur Geschichte dieses Seminars bin ich im Stande, folgende Furze Data anzugcben, eine ausführlichere Geschichte desselben einem mit der Sachlage bester Vertrauten in Amsterdam, etwa Herrn Dr. Dünner selbst, überlastend. Das Haus, in welchem das Seminar sich befindet, wurde früher von Herrn Dr. Holländer — Affociö der berühmten und wohlthäiigen Gebrüder Lehren, deren Banqnierhaus noch jetzt unter der Firma Holländer und Lehren besteht, Rabbi Akiba Lehren, ist der Bruderdes bekannten Rabbi Hirsch Lehren, — geschenkt, hui in demselben unbemittelte Talmubjünger zu unterrichte». Ein bestimmter Fond war nicht vorhanden, und wurden die Kosten nur durch freiwillige Gaben bestritten. In den dreißiger Zähren übernahm der Etat dasselbe und bestimmte cs zu einem Rabbiner- und Lehrer-Seminar. Der Lehrplan wurde erweitert durch Ausnahme von neue״ Lehrfächern als holländische Sprache, allgemeine und vaterländische Geschichte, Geographie, etwas Mar thematik und Naturgeschichte. Dem Seminar stand kein Direktor vor, und wurde es von einem Kuratorium verwaltet und geleitet. Ich als Fremder unterlasse es, mich in eine Kritik des während eines Zeitraumes von vielen Jahren auf einer solchen Stufe stehen gebliebenen Seminars, sowie der Leistungen desselben einzulassen — was besser ein eingeweihkerer Einheimischer thun kann und vielleicht auch lhun wird; jedoch bemerke ich, daß während dieses ganzen Zeitraumes nur folgende Rabbinen aus ihm hervorgingen, nämlich vor 20 Zähren der gegenwärtige Oberrabbiner in Meppel, die gegenwärtigen zwei RabbinatS-Assessoren in Amsterdam und vor 10 Jahren der Oberrabbiner in Surinam, welcher letztere seine Ausbildung iheilweise außerhalb des Seminars erhalten hat. — Wie ׳ viel Lehrer das Seminar ausgebildet hat, vermag ich nicht anzugeben. — Der Etat hat seitdem baS Seminar mit einer nicht unbedeutenden Summe unterstützt, die nicht jmmer dieselbe war und besteht diese Etatssubvention jetzt in 7000 fl.,,jährlich.; Erst.mit dem Jahre 18si3 hat das Seminar eine sehr bedeulende und vorzügliche Umgestaltung erhalten, durch die Anstellung deS Dr. Dünner aus Krakau als Rektor desselben. Derselbe ist den Lesern des ״B. CH." schon bekannt durch seine vorzüglichen kritischen ״uv erläuternden Anmerkungen zu dem von Herrn Gabriel Pollak in Amsterdam' herausgegebenen ״ חותם תכניתhebräische Synonymik ') S. Nr. 14. von Bedarjchi." — Herr Dr. Dünner ist als ein bedeutender und gründlicher Kenner des Talmuds und der rabbinischen Literatur in Amsterdam anerkannt. sowie auch als ein ausgezeichneter Gelehrter in den philologischen. filosofischen und orieutalischen Wissenschaften. Auf der Universität in Bonn hat er mehrere Jahre hindurch sehr fieißig studirt, nachdem er — und zwar in seinem 20. Lebensjahre — auf einem Gymnasium in einem kleinen Städtchen in der Eifel (Rheinvreußen) sich in wenigen Jahren die Vorkenntnisse erworben hatte. Als Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde schrieb er seine Monographie über Aben Esra, die thcilweise in dem ״Israelitisch Weekblad" (Wochenblatt), das seit einer Reihe von Jahren in Amsterdam erscheint und gegenwärtig von Herrn Goldsmib redigirt wird, abgedruckt ist. Es sei hier noch erwähnt, daß seit August 1865 noch ein ״Nienw Israel,. Wechblad« (neues israelitisches Wochenblatt) von Herrn Roest, Mitarbeiter an der hebräisch-bibliographischen Zeitschrift in Berlin erscheint. Herr Roest ist ein scharfer Kritiker, zuweilen nur etwas zu schroff und bissig über Personen und Gegenstände, aber durch und durch wissen»׳ schafllich. Sein Wochenblatt verspricht eine sehr gute und segensreiche Wirkung auszuüben auf die jüdisch-holländischen Zustände, die in vieler׳ Beziehung noch sehr verwahrlost sind, sowie auch auf jüdische Wissenschaft. (Fort ׳ etzung folgt.) Lorrespo « den z. Inland. /X Wien, 26. April. Wiewol Nord und Süd sich vereinigen,, der Tageskonverfation Stoff in großer Fülle zu bieten, so ist es doch auch der galiz.-jüd. Deputation gelungen, die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich׳ zu ziehen. Die Deputation besteht aus den Herren KreiSrabb. Rapaport aus Tarnow, Pred. Dr. Löwenstein. Dr. Blumenfeld 86»., Dr. Oswald Hönigsmann, MiseS aus Lemberg. Dr. Schorstein, Kallir aus Brody, PineleS aus Jaroslaw, Dr. Blumenseld jun. aus Tarnopol, Dr. Reiner ans RzeSzow, Dr. Bardach aus Stanislau und Ranunkel aus Sambor. Vom StatSminjster Belcredi wurde dieselbe 'vorgestern in sehr wohl-׳ wollender Weise ausgenommen. Die heutige Nummer der ״Debatte" bringt einen längern Artikel über die ״Judenfrage in Galizien", in welchem über die Unduldsamkeit der Rnthenen und vieler Polen, sowie über den selbst Sprache und Tracht betreffenden Separatismus der Juden Klage geführt, und die Absendung der Deputation als onpolikischbezeichnet wird. Ohne mir hierüber ein Urtheil zu erlauben, glaube ich und:mit mir wol jeder einsichtsvolle Jude, daß es die nächste Aufgabe unserer Glaubensbrüder in Galizien ist, durch Wort, Schrift und That ans die öffentliche Meinung in ihrer Heimat zu einzuwirken,. um durch ein beharrliches Streben nach der sozialen Emanzipation einen günstigen Umschwung zu ihren Gunsten herbeizuführen. א. Wien, 29. April. ״Sehr gut!" rief ich unwillkürlich aus, als ich die Festrede laS, welche Herr Ez. Pollak, Beamter an der isr. Armen- und Speiseanstalt, am 2. Peßach-Abende hielt und die der-, selbe zu Gunsten der Anstalt herausgab (Druck von Jak. Schloßberg). Und gewiß werden alle Ihre Leser in dieses Urtheil einstimwen, sobald sie dieses Büchlein gelesen haben. Herr Pollak weiß zum Herzen zu sprechen; er ist auch ein witziger Maggid, der die alten Sprüche sehr passend zu verwerthen und anzuwenden versteht. Ich habe nicht, das Vergnügen, ihn persönlich zu kennen; aber ich muntere ihn auf, sich öfters hören zu lassen. §. Wien, 27. April. An der heutigen Börse erzählte mau sich, daß Baron Lionel Rothschild in London in den PairSstanb, eine Fabrikantensamilie in Pest in den Adelstand erhoben und der Lordmaycr׳ Philipps in London von der City ein Ehrengeschenk erhalten soll. Die jüd. Deputation aus Galizien wurde von Sr. Maj. huldvoll empfangen und wird deren Begehren in Erwägung gezogen werden. Beim Jnstizminister verweilte dieselbe eine ganze Stunde. Um meine Notizen mit dem Adel zu schließen, melde ich noch, daß Se. Majestät dem Herrn Philipp Schey v. Koromla gestattet hat, den Adel auf dessen Neffen, Herrn Karl Schey, zu übertragen. kr. Pest, 29. April. Es war uns gegönnt, einen Einblick in das Elaborat zu thun, welches das in der Predigerangelegenheit wirkende SubkomtlS der großen Kommission unterbreitet hat.