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Ben Chananja · 1866-04-18 · 16 (18.4.1866) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
16 (18.4.1866)
Date
1866-04-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
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309 310 milien berechnet. Von Seite der hiesigen KultnSgeweinde wurden Schritte gethan, dem Verfasser der Flugschrift קול עמח auf die Spur zu kommen. Schulwesen. B. Pest, im April. In der am 7. März 1. I. abgehaltenen Sitzung hat das provisorische Komitü des israelitischen Lanbeslehrerveerins Herrn Abr. Lederer, Musterhauptschuldirektor, zum VizepräseS und Herrn L. M. Bauer zum Schriftführer gewählt. Die Lehrer Flesch und Hünik machten einige Bemerkungen über die Kompetenz des provisorischen Komttü's, die jedoch keinen Anklang fanden. L. Pest, 11. April. Bon Herrn L. M. Bauer, welcher als öffentlicher Lehrer und pädagogischer Schriftsteller glänzende Erfolge erzielend, sowol hierorts als auch in den weiten Gauen unseres Vaterlandes der besten Anerkennung sich erfreut, erschien soeben im Verlage der Gebrüder Lauffer in Pest, Waitznergasse Nr. 9: ״Deutsche Elemen rar-Grammatik" fünfte verbesserte und stark vermehrte Aufläge. Preis 30 Nkr. — Innerhalb zweier Jahre wurden von diesem Schulbuche vier starke Auflagen vergriffen. Dies veranlaßte die Verlagshandlung zur Herausgabe der fünften Auflage. Ohne den ursprünglichen Plan zu ändern, war der Verfasser beflissen, die einzelnen Ab. schnitte nach dem gegenwärtigen Standpunkte des Sprachunterrichtes und der Sprachwissenschaft zu vermehren und um den Zöglingen der Volksschule die Art und Weise, wie man zu einem korrekten schriftlichen Gedankenausdrucke gelange, beizubringen, Hai er in dieser Auflage un« mittelbar nach der ״Satzlehre" eine ״Anleitung zu Abhandlnngen über Sprichwörter" gegeben. K. Neutra, im April. Der in jüdischen Schulkreisen rühmlichst bekannte Schulmann Herr Wilhelm Ochs, Hauptschulvircktoc in dem uns nahen Verbo erhielt eine Berufung an die jüdische Schule zu Gisenstadt, welche Berufung in Form und Wesen ebenso die opferwillige und ehrenwerthe Gemeinde mit ihrem an der Spitze stehenden für Hebung der Schule sehr thätigen Rabbiner Herrn Dr. Hildesheimer, wie de» verdienstvollen Pädagogen Herrn Ochs höchlichst ehrt. (£>) S. A. Ikjhely, im April. Im Schuljahre 1867fiS wurden für Bibliotheközwecke seitens der Gemeinde aus den Schulgeldern 100 fl. ö. W. verausgabt. Unter den angeschafften Büchern befindet sich unter andern auch Kohn'S Haus- und Bibelschatz (!). Die Winkelschulen sind neuerdings durch hohen Erlaß der Statthalterei gesperrt worden. R. Pest, 5. April. Als ich vor drei Jahren in diesen geschützten Blättern die Geschichte der Bester isr. Mädchenhauptschule kurz skizzirte, habe ich auch darauf hingewiesen, wie zumeist das öffentliche jüdische Schulwesen Bests den Rücktritt jener Männer, die in den Jahren 1860 und 1861 an der Spitze unserer Gemeindeverwaltung gestanden, zu bedauern ein volles Recht hat, und wie die Zukunft es uns zeigen dürfte, was sie im Interesse unserer Jugend zu leisten beabsichtigten. Gottlob 1 diese Zukunft, sie hat nicht lange auf sich warten lassen. Jene Männer, die mit so warmer Liebe und Theilnahme an dem Gedeihen und Emporblühen unserer Schulen arbeiteten, sie stehen mit ungebrochener Kraft wieder dort, wohin sie eigen!- lieh berufen und bestimmt sind. Seit 6 Monaten wirkt unsere neue Gemeindevertretung und wie Vieles hat sie seit dieser Zeit namentlich für die Schule bereits gewirkt. Ich will nicht darauf hinweisen, dass sie einzelne Lehrergehalte aufgebessert, neue Lehrkräfte den Schulen zugeführt, durch Errichtung von Barallelklassen der Missionsschule ein bedeutendes Kontingent jüdischer Kinder entrissen hat, sondern will bloss heute die höchst erfreuliche Thatsache konstatiren, dass sie auf unermüd- Hohes Anregen des Schulpräses Herrn Bh. Hollitscher im Vereine mit der bestehenden Schulsektion ein aus 30 den angesehensten Männer Bests bestehendes Komitö einberief, welchem sie das Projekt zur Erbauung eines neuen Schulhauses zur Berathung und endgiltigen Entscheidung vorlegte. Gestern am 4. April fand die erste Sitzung dieser Korn- Mission im Gemeindehause statt. Mit hinreissender und schwungvoller Beredsamkeit schilderte Dr; Hirschler die Nothwendigkeit der konfessionellen jüdischen Schule und wie jedes Opfer, welches diesem Kleinod einer jüdischen Gemeinde gebracht wird, das Interesse und Gemeinwohl des Judenthums fördern muss. Eine im Dienste der Gemeinde ergraute und allgemein geachtete Persönlichkeit, die bei dieser Sitzung anwesend war* äusserte sich in den erhebendsten Ausdrücken über den mächtigen Eindruck, welchen Dr. Hirschlers Rede sowol auf sie, als auch auf die übrigen Anwesenden machte. Das erfreuliche Resultat dieser Rede war, dass die Erbauung eines neuen Schulhauses mit Akklamation angenommen und bereits ein Subkomite ernannt wurde, welches über die Art und Weise der nunmehrigen Ausführung des Baues die geeigneten Vorschläge auszuarbeiten hat. Literarische Änzeigen. שדש רבד לבר Grammatisch - früifd) - lexikalisches Hilfsbuch kür Leyreude und Lernende des Pentateuchs. Von Hermann Freund. Mit einer Einleitung von S. L. Rapoport, Ober, robbiner zu Prag. Wien, 1866. Buchdruckerei von I. Schloßberg. Selbstverlag des Verfassers. 8. 5 uugag. Bl. XVI, 274. ״Sämmtliche im Pentateuch vorkommenden Wörter, nicht eines ausgenommen, find — in dem vorliegenden Buche — lexikalisch behandelt, und alle primären und sekundären Stamm- und Wurzelwörter sammt allen Ableitungen uild Nebenbedeutungen angegeben." Mit diesen Worten charachterifirt der Hr. Vrf. selbst sein Werk, und der aufmerksame Leser wird gerne bekennen, daß das Werk selbst der Beschreibung vollkommen entspricht. Der Hr. Vrf. har die ihm bekannten Quellen sorgfältig benützt, und seinen Gegenstund mit vieler Liebe und Hingebung bearbeitet. Die eigenen Vergleichungen und Bemerkungen des Vrf'S sind häufig sehr richtig und treffend; Manches wird sich jedoch kaum des Beifalls der Sachkundigen zu erfreuen haben. So ist die Erklärnng zu 1 M. 3, 12.; ״Das Weib, welches du mir zum Wldersacher, zu meinem Nachtheile gegeben" jedenfalls als verunglückt zu betrachten. Ein Blick aus die äußere. Oekonomie des Buches zeigt, daß der Hr. Vrf. seinem ursprünglichen Plane nur bei der Ausarbeitung der Noten zum ersten Buche der Thora ganz treu geblieben ist. Wahrscheinlich bestimmten ihn äußere Rücksichten, sich bei den späteren Büchern kürzer zu fassen. Um so auffallender ist es aber, daß er hie und da Bemerkungen herbeigezogen hat, die zu der Tendenz seines Buches in gar keiner Beziehüng stehen. Wir verwerfen nur auf 5 M. 30, 2. Die daselbst angeführte Eintheilung der Buße ist in den Quellen begründet; sie gehört aber nicht zum Plane des Buches. Die Ausdrücke contritio und attritio sind der christlichen Dogmatik entnommen, und dürsten dem Kreise, für welchen der Hr. Vrf. sein Buch schrieb, schwerlich geläufig sein. SM. 21, 4. zieht er sogarHalachisches in den Kreis seiner Besprechung. Gelegentlich bemerken wir, daß der hier berührte Gegenstand sehr interessante Punkte darbietet. Besprochen wird derselbe von R. Jos. Kolon Nr. 158, Lipm. Heller Sota 9, 5., Zebi. Aschkcnass Nr. 32., (die bei letzterem angeführte Talmudstelle findet sich im Peßach. 53, a.) und von R. Mos. Margolith zu Jerus. Sota a. a. O. Eine sorgfältige Prüfung der bezüglichen Stellen führt zu der Gewißheit, daß Maim. hier nicht mit dem Talmud in Nebereinstimmung gebracht werden kann, und daß die bab. Gemara Peßach a. a. O. die Tendenz des angeführten AusspruchesN. Simons gar nicht gekannt hat. Wer den Ausspruch Thoscfta Schobiith 7. nachschlägt, muß die Frage nach der praktischen Tendenz (V"J למאי) ganz unstatthast finden. WaS die orthodoxe Bibelgesellschaft mit dem 0"1ל איתן anfangen werde, ist in der That schwer abzusehen. Der Talmud in Nebereinstim-> mit der Septuaginta und Pfeudonathan spricht für ״Thal" (S. auch Nidda 8, b. und R. Sam. b. Melr B. Bathra öS, a), Maim. für Bach; von der Ueberlieserung wird man also im Stiche gelassen.

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