Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 11 (14.3.1866)
- Date
- 1866-03-14
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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49 60 Zur talmudisohen Q־eograpMe. Vom Kreisrabbiner J. Wiesner. שלנייא Sale Moed Eaton 12; b. unterhalb des Al Kasr, ander Stelle des alten Diacira folgt etwa auf halber Stromfahrt von da bis .Hit die grössere bewaldete Euphrat- Insel Salya (Ritter XI. S. 738). Auf dieser Insel besass R. Aschi, nach dem Berichte der Gemara (a. a. 0.) einen Wald, woselbst er in den Halbfeier־ tagen schlagen liess. מזיגת קסרי Caesarea Mazaka, die Hauptstadt von Kappadokien, welche 400,000 Einwohner enthalten haben soll, wurde von Schabur I. um das Jahr 260 belagert. Durch die tapfere und umsichtige Verteidigung ihres Befehlshabers Demosthenes wurde das Schicksal dieser Stadt lange verzögert, und als sie endlich durch die Treulosigkeit eines Arztes verraten wurde, fielen viele Tausende ihrer Bürger als Opfer eines allgemeinen Gemetzels; Schabur wird beschuldigt, seine Gelangenen mit muthwillger und unerbitterlicher Grausamkeit behandelt zu haben (s. Gibbon Geschichte d. Verfalls u. 8. w. deutsch v. Sporschiel S. 215). Bei dieser Gelegenheit sollen auch 12,000 Juden ihr Leben verloren haben. (Moed Katon 26. a.) (Rasch Haschana 25, a.) א" ל דבי לו־ הייא זיל לעין יטב וקרשיה לירהא ושלח לי ־סימנא דוד מלן ישראל הי וקים עין טב Aintab, eine Stadt in Syrien,. etwa zehn Wegstunden im Norden von Aleppo, Aintab (Harnte 1 der Kreuzfahrer, Antab gesprochen) tritt zur Zeit der Kreuzzüge in den Kämpfen mit den türkischen Stämmen und zumal mit Sultan Saladin, von dem es im Jahre 1183 nebst mehreren Festen zwischen Haleb bis Beira erobert ward, als eine sehr bedeutende Feste im Norden von Haleb hervor, welche die Wege von da zum Euphrat wie nach Cilicien beherrschte. Nach den orientalischen Geographen hatte sie ein sehr festes Schloss, es gehörten noch andere feste Burgen in der Umgebung dazu, unter denen auch Doluk genannt wird und viele Dorfschaften. Abulfeda nennt es eine schöne grosse Stadt, mit einem in Fels gehauenen Schlosse; es sei reich an Wasser, habe grosse Märkte, werde von vielen Kaufleuten besucht und liege drei Stationen im Norden von Haleb, ebensoviel im West von Kalat 01 Rum. (Ritter X. S. 1034. vergl. Pococke Beschr. d. Morgenlandes 2. B. S. 226. Volney Voyage T. H. p 95.) — Weil aber die Bestimmung des Neumondes eigentlich nur in Palästina vorgenommen werden soll (s. Synhedrin 11, b.) Syrien (סוריא) aber, das Gebiet, welches die Eroberung des Königs David dereinst dem Besitzthüme Israels hinzugeftigt hatte., nicht in allen Stücken dem eigentlichen Boden 18raels gleich geachtet wurde; darum wird der Nachricht über die Bestimmung des Neumondes in Aintab (in Syrien) der Ausspruch beigegeben: ״David, der König Israels lebt noch,״, d. h. wir erkennen die Thatsache, welche dereinst durch unsern grassen König David vollzogen wurde, als noch gegenwärtig zu Recht bestehend, an, und betrachten Syrien in dieser Beziehung als einen Theil des gelobten Landes (8. Gittin 8, b. Abode sara 21, a.) Wieder, versetzt Schwarz (d. h. Land S. 133) Ain Tab ganz ohne Grund nach Galiläa. Treber talmudisolie Anatomie und Physiologie. Von med. Dr. Sigmund Alexander in Verbö. Erschrick nicht, 1. Leser, über den pompösen Titel, den diese Aufsätze an der Spitze tragen werden. Erwarte auch nicht die Darstellung eines eigenen Systems. Kennst Du ja die Quelle, aus der ich geschöpft. Weiset Dü ja, dass nicht nur des Geistes, sondern auch des Messers haarspaltende Kraft von Nöthen war, um die Anatomie auf ihre heutige wissenschaftliche Stufe zu erheben, und dass ferner zur gedeihlichen Entwickelung der Physiologie zwei Schwestern, die Physik und die Chemie, ihre Brüste reichen mussten. Aber Du sollst auch nicht in Abrede stellen, dass die im Talmud zerstreuten, Anatomie und Physiologie betreffenden, Körner gesammelt und in ein Wissenschaftliebes Gewand gekleidet werden können. Die erleuchteten Thahnaiten und Amoräer hätten sicherlich nicht eigenmächtig eine oft nachsichtsvolle Entscheidung, besonders in Ansehung der Menstruation getroffen, wenn ihnen nicht die Ueberliefung und die Wissenschaft Gewährleistung für ihr Vorgehen geboten haben würden. Ich errinnere nur an das חמוד LN k Es soll daher meine Aufgabe sein, ihre Ansichten und י Meinungen, wo es nur halbwegs thunlich ist, mit dem jetzigen Standpunkte der Wissenschaft in Einklang zu bringen. Mit der Menstruation, als mit der wichtigsten Partie, will ich beginnen. . Eine Mischna lehrt: ״Die Schriftgelehrten haben die Gebährmutter durch folgendes Bild veranschaulicht: Kammer, Vorhof und Söller (Boden). Das Blut aus der Kammer (als aus der Quelle) ist unrein; das im Vorhofe gefundene ist der Ungewissheit wegen ebenfalls unrein, weil die Annahme gegründet ist, dass es ans der Quelle stammt (Nidda 2P, 5).“ Dazu R. Huua in der Gemara: ״Die Kammer befindet sich nach innen; der Vorhof nach aussen; über beide ist der Söller gebaut. Zwischen letzterem und dem Vorhofe ist eine Lucke angebracht. Abaje sagt: Dem natürlichen Gange (חזקה) gemäss ist von der?Lucke einwärts das Blut sicherlich unrein, auswärts sicherlieh rein. Dieses, für den Laien in der Medizin schwer zu veranschaulichende Bild sucht Maimonides in seinein Mischnakommentar, freilich nach dem damaligen Standpunkte der Wissenschaft, zu beleuchten. Ich erlaube mir die Uebersetzung dieser Stelle zu geben, weil die im Texte angebrachten Schlusspunkte mich überzeugten, dass die in der That sehr komplizirte Fassung von Abschreibern oder Druckern missverstanden wurde. M.’s Erklärung lautet: ״Die Kammer ist die Gebährmutterhöhle, obschon aus zweien bestehend.