Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 11 (14.3.1866)
- Date
- 1866-03-14
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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teil, so kömmt diese von.dei: -Re s th al,t.un.gdes.Buchstaben; und wer weise, ob nicht verlorne Mischna’s und Barajtha’s dieselben Theorien enthalten haben. Das letzte Wort kann wol noch nicht ausgesprochen werden, denn noch lange besitzen wir nicht alle Werke, die der Orient in Handschriften birgt. . Ich habe hier zufällig das Sefer ha- M.izwoth von Aron II. aus Nikomedien vor mir. Da Aron arabisch verstand; benüzteund kompilirte er alle Quellen, die ihm zu Gebote standen. Ich kann Ihnen daher einen altern, wenn auch nicht viel altern Gewährsmann als Hedessi für die karaitische Doktrin von der Zeugenfähigkeit der Frauen nahmhaft machen. Levi b. Jefeth lehrte im 11. Jahrhundert: Weil .5. M. 19, 15. von עי־יים, und nicht von אנשים spricht, können auch Frauen als Zeugen zugelassen werden 2); denn die Hauptsache ist, dass die Zeugen gottesfürchtig seien. Wo Gottesfurcht vorhanden ist, -dort ist auch die Zeugenschaft gütig. Salmon b. Jerucham im 10. Jahrhunderte, Antagonist von Saadias Gaon und Feind aller Wissenschaften, die nicht zur Dogmatik gehören, macht schon die Lösung von Gelöbnissen den Rabbinen zum Vorwürfe, und zitirt schon das Kol Nid re, welches am Jom Kippurabende gesagt wird.3) Auch erwähnt er eine Beracha, welche lautet: על רחר מצות נדרים. Der Verfasser des DodMardechai erwähnt den vermeintlichen Unfug in seinem Werke Lewusch Malchut. über die Differenzen der Karäer und Rabbaniten. Aron sägt im Sefer ha-Mizwoth, dass die Rabbaniten wol selbst einsehen, dass die Theorie der Dispensation keinen Anhaltspunkt in der Bibel hat.4) ׳ Zur talmudisclieii Wort- und Sach* Erklärung. . Von Ernst Wehli. אביורנקי Taan. 14, b. Aruch liest כ statt ב und zwar mit Recht, denn das Wort ist, wie Dr. J. Levy in seinem chald. Lexikon nach Fleischer nachweist, arabischen, eigentlich persischen Ursprungs. Es lautet: הורנק Chawa-rnak, und bedeutet Plantage, Pflanzung. Raschi zu Erub. 25, b. erklärt: ״Es ist ein Baum, der schattenreich ist. Die Herrschaf- '■*). Mnskpt aus der Bibliothek des Herrn Horaee Giinzburg, Kap. 'דין. העדי) wo es unter Anderem heisst: שהמנה להיות. העדים יראי השם ובכל ״ . מקים שחיי היראה העדות כשרה• " a) Vrgl. ,aus der Petersh/ Bibliothek - S, 14. 110. Note IX. . ') Das. hebr. Text 8. ö,0. Die Worte מתחיה בנגון באזנימו (Forschungen 8p. 9) beziehen sich, wie ich glaube, nicht auf die Melodie. Er w.ll bloss sagen, dass Kol — Nidie als Pifiut, nicht alt Gebet gesagt wurde. Im Oriente gibt es heute noch keine geregelte Melodie für die verschiedenen Gebete. ton pflegen denselben in ihren Gärten zu pflanzen, lassen Bänke unter demselben rings-: umher anbringen , um sich im Sommer unter demselben aufzuhalten und sich zu ergötzen.:“ Hier ist offenbar eine Art Laube beschrieben. Tossaf. das. führen eine zweite, ursprünglich aus dem Halachoth Gedoloth stammende Erklärung Raschi's an, nach welcher es als eine Art אבסדרא — oder Halle aufzufassen ist. Landau bemerkt dagegen, dass auf eine Halle nicht das Verbum נטע angewendet werden kann (Wrtrb. I. 8. 20). Allein ein tieferes Eingehen auf die Quellen beweist, dass אכסדרא in zwiefachem Sinne gebraucht wird. Die Miscbna beschreibt nämlich die entgegengesetzte Richtung, welche die dienstthuenden Priester in einem gewissen Momente des Kultus im jerus. Tempel einschlugen, indem die Einen sich in die אבסדרא nach Osten die Andern in die אבסררא nach Westen begaben (Tarn. 1, 3). Die Gemara findet es nöthig zu erläutern, dass hiervon erbauten אכסדראית die Rede ist, indem אכס, die aus Bäumen gebildet sind, nach 5. M. 16, 21. im Tempel nicht angebracht werden dürfen. (Das. 28, b.) Man sieht hieraus, dass nach dem talm. Sprachgebrauch eso wol eine Allee, als auch ein Säulengang den Namen אכסדרא führen. Tossaf. a. a. 0. können also erstere meinen, so dass das Verbum נטע vollkommen gerechtfertigt ist. Der Kommentator zu Taan. 14, b. berichtet, dass es Gebrauch war, bei der Geburt eines Prinzen den Baum אבורנקי zu pflanzen, aus dessen Holz der Thron gezimmert wurde, wenn der Prinz zur Regierung kam, weshalb die Pflanzung eine freudige (של שמחה) genannt wird.*) Allein diess passt nicht zu der Miscbna, welche erklärt werden soll (Taan. 1, 7), da die Miscbna sicherlich nicht von Königen und Prinzen spricht. Daher der Kommentator die zweite Erklärung •hinzufügt, dass nämlich von einem schattenreichen Baume die Rede ist, den zwar ebenfalls Könige zu pflanzen pflegen, was aber auch audere vornehmen Leute thun können. Maimonides, der es Hebt, die speziellen Beispiele des Talmuds zu allgemeinen Begriffen zu erheben und so für die Praxis zu verwerthen, spricht von Pflanzungen, die zum Vergnügen angelegt werden, und nennt als Beispiel: Myrten und Aloen (Taan. 3, 8). R. Jos. Karo zum Tur 0. Ch. 575. wundert sich, woher Maim. diess genommen habe! Schliesslich bemerke ich noch, dass Toss. Erub. a. a. 0. ולי נראה statt 0 ולו zu lesen ist, da das ולו auf Raschi oder auf den Verfasser des Hai. Ged. bezogen werden müsste. Nun kommt *) Die Stelle daselbst ist korrumpirt. Nach בבוטחניה Ist ein'Pnrikt zu setzen. Das darauf folgende של מלכים ist das zu erklärende Schlagwort aus. dem Talmud, und darf nicht mit בבלסחניה zusamraengelesen werden. הוא bezieht sich auf den Resch Gulutha, das erste הוא ist überflüssig.