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Ben Chananja · 1866-03-14 · 11 (14.3.1866) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
11 (14.3.1866)
Date
1866-03-14
Page
– (sequence 13)
Language
German
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41 42 Anschauung, dass nur permissive Ent- Scheidungen den Namen הוראה verdienen (Kethub. 7, a. 8. Rasch! das) Der Zusaminenhang zwischen dem Traktate Horajoth und dieser Anschauung ist bisher nicht erkannt worden. Andeutungen auf die Pehlevischrift im Talmud. Von Josef Löwy. Herr G. A. Egger, Redakteur der Wiener numismatischen Monatschrift hat mit seinem jüngsten Augusthefte nicht nur der Numismatik, sondern unmittelbar auch der jtid. Alterthumskunde einen nicht zu unterschätzenden Dienst geleistet. Wir müssen, ohne das Alter der Pehlewi- Schrift bestimmen zu können, vorausschicken, dass wir solche noch auf den Münzen der Sassaniden (226—624 n. d. g. Z.) sehen, in welcher Zeit einerseits die Redaktion des Talmud’s stattfand; anderseits können wir nicht unerwähnt lassen, dass die jtid. Gelehrsamkeit eben an der Grenze Persiens (Sora, Pumbaditha, Nehardea) ihren Sitz aufschlug. Wir dürfen weiters nicht übersehen , dass die pers. Könige, namentlich die Schapurs, wahre Gönner der jüd. Wissenschaften waren (B, Me-, zia, Ende) und dass zwischen ihnen und den jüd. Gelehrten jener Zeit sogar ein, freundschaftl. Verhältniss bestand, wie aus dem Umstande hervorgeht, dass Schapur II. mit ihnen scherzte und sie mit Früchten bewirthete (A. Sara, Ende). Die Mutter dieses Schapur, dem Uebertritte zum Judenthume nahestehend (Nidda 20 b.), war eine persönliehe Freundin des רבא (Tanith 24 b.), an welchen sie Opferthiere sandte (Sebachim 116 b.) und durch welchen sie jtidisch-humanitären Zwecken eine ansehnliche Summe Geldes zufliessen 11688. (Bathra 8 a.) Solche Faktoren konnten nicht verfehlen, eine gewisse Annährung zwischen Perserthum und Judenthum in Schrift und Sprache Umsomehr herbeizuführen, als die Perser jener Zeit nicht mehr den Götzen, sondern dem unsichtbaren Wesen als Urquelle dienten; auch beschränkte man sich in der Thal, höchstens noch das untergeordnete Prinzip des Dualismus anzugreifen, und Ormuzd ה ורמי ו und Ahriman אהורמין ironisch darzustellen (Synhedrin 39. a. Tossaf.) Wir entdecken in der Pehlewischrift viele Buchstaben, welche sich den entsprechenden hebr. (assyrischen) Buchstaben ganz assimiliren, namentlich das מ, ל, ט, ו, י; nicht minder finden wir darin die Eigenthümlichkeit, dass für das P und F ein und dasselbe Zeichen figurirt, so wie in der hebr. Schrift. Weiters sieben wir in der Pehlewischrift א und V von gleicher Bedeutug; diess kommt uns zu Güte, wenn wir auch in der hebr. Sprache öfter diesem Austausche begegnen, wie z. B. על im Genes. 30, 40 anstatt אל oder עפר Num. 19, 17 anstatt אסר (s. Tanith 15 a. Rasch!). Ausser dem א und ע finden wir in der Pehlewischrift noch das ה mit ח, das מ mit D identisch, was uns unwillkürlich an die Vorschrift (Sabb. 103, b) erinnert. Am sonderbarsten erscheint uns die frappante Aehnlichkeit des מ zum ס zu einander in der ersten Periode, beide geschlossen, was uns auf die Vermuthung führt, dass diese zwei Zeichen auch in der ur-assyrischen Schrift geschlossen waren, wodurch Rabbi Chisda’s Aussage (das. 140 a.) gerechtfertigt wird. Für למ und 1מ weiset die Pehlewischrift einen und denselben Schriftzug auf; es ist. daher leicht erklärlich, dass auch in der hebr. Sprache dieselben Verwechslungen Vorkommen, wie in Jesaj. 13. 22; so wie die semitischen Sprachen überhaupt gern das L mit dem R und umgekehrt vertauschen. Es ist endlich noch zu bemerken, dass wir in dem Pehlewialfabeth das harte צ vermissen,, welches durch das mildere ג ersetzt wird. Wenn nun der Talmud (Joma 73 b) in der Angelegenheit des השן fast erschrokken mit der Frage einfällt: ״wo war das צ?“ ohne Rücksicht auf das frühere ה und ט, welche beide nicht im השן vertreten waren, — so mag sein, dass er durch Vergleichung mit der Pehlewischrift in überraschender Weise geleitet wurde, zuerst das fehlende צ zu beanstanden. Das Natron im Talmud. Von Dr. M. Duschak. In der Mischna Sabbat 89 heisst es, dass man von קמוליא ,בוריח ,נחר ,מי רגלים und אשלג am Sabbat nicht so viel in den verbetonen Bezirk bringen dürfe, als man braucht, um ein kleines Gewand damit zu reinigen. Was ist nun vor allem Me Raglaim? Die Kommentatoren Und Lexikographen übersetzen es mit ״Urin.״ In Kerithot 8. wird auch an die Möglichkeit gedacht, dass man es hätte zu den Spezereien des heiligen Räucherwerkes gebrauchen können; man gebrauchte es nicht מפני הכבוד• Aber schon die Vermuthung und der Gedanke an die Obscenität, Urin beim Räucherwerke, wollte. dem Verfasser des Kolbo nicht in den Sinn, er meinte daher Me Raglaim sei das Wasser einer Quelle, die Raglaim hiess, aber auch die Ideenassociatiou an Urin wäre die Ursache zu seiner Nichtverwendung gewesen. Da aber weder der Urin , noch das in Rede stehende Wasser die chemische Wirkung hervprbrin^t; welche; ihr hier, und in ,Nida auf Blutflecken zuge-

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