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Ben Chananja · 1866-03-14 · 11 (14.3.1866) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
11 (14.3.1866)
Date
1866-03-14
Page
– (sequence 11)
Language
German
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das Richtige erfasst, um aber lezteres sogleich wieder fahren zu lassend Seine Erklärung ist ebensowenig stichhaltig, als die Voraussetzung, auf welcher sie ruht. Dehn הוראה und גמרא' werden in den talmudischen Quellen nie mäls ideiitifizirt, und סברא wird wol lezterem Ausdrucke, niemals aber ersterem entgegengesezt 7). Wenden wir uns also zu den Quellen selbst. Das Verbum הורה bedeutet schon im biblischen Hebraismus nicht nur ״unterweise n* oder ״unterrichten“ überhaupt, sondern auch ״über religiöse, besonders rituelle Din_ ge unterweisen“ (Micha 3, 11). Der Priester heisst daher: 2) כהן מרה Chron. 15, 3), ohne dass hinzugeftigt wird, worüber er Belehrung oder Unterweisung ertheilt. Jeremias, Ezechiel und Maleachi lassen den Priester als alleinigen Vertreter der תורה erscheinen (der. 18, 18; Ez. 7, 26; Mal. 2, 7). In der Volkssprache der talmudischen Zeit, und zwar in der ost- und westaramäisehen, wurde, wie die Targumim zeigen, הורה mit dem Verbum אלף ausgedrückt, ohne dass jedoch ein von lezterem derivirtes Nomen zur Uebertragung von תורה gebraucht worden wäre. Diesem entspricht vielmehr אוריתא zur Bezeichnung der geoffenbarten göttlichen Lehren, und das fremde ני מוסא zur Bezeichnung menschlichen Unterrichtes : eine Unterscheidung, die bisher nicht beachtet wurde 8);אולפן wird zuweilen, wie Jesaj. 2, 3., mit אוריתא in Verbindung gesezt; lezteres bleibt aber der technische Ausdruck für die göttliche Lehre. Die spezielle Unterweisung des Priesters über rituelle Gegenstände nannte.man אולאה (Uz. 7, 26; Mal. 2, 7). In lezterer Beziehung ist die Sprache der Schulen der Vulgärsprache treu geblieben, nur dass sie durch Verwandlung des א in ein ה, — wie iu הולכה הוצאה,. — das Wort hebraisirte: 1% ולאה welches in den Talmuden sehr oft vorkommt, und zuweilen in der ר Sanii. 5, a. :דגמרנא י ו,סביךנא *, Gittin 6, b.: היא מלתא. דתליא בסברא לחיי הא'גמרא; Ab. Zara 1.י, a :מרב אחד הני.’מילי סברא אבל נמרא Sabb. 63, a::י ׳ ליסבר אינש והדר לנמר ף wenn P8. 1, 2.בנימוסא רה׳^!-»-בתורתה׳ übersezt ist.sogeschieht dies, weil derTargnmist. אורי für das zweite Stichon zurückhäU; vorgl. dieselbe Erscheinung Spr. 28/4. ' ” ' Mischna, konstant aber im palestinebsischen Talmud חוליה lautet*. Es hat eine dreifache Bedeutung: 1. die Ertheiluhg von Ent- Scheidungen oder Belehrungen über rituelle Materien ראוי להוראה (Hör. 1, 1); הנס לבו בהוראה (AbJ 4, 7); 2. die ausgesprochenen Entscheidungen und Belehrungen selbst: מורה הוראה (Gittin 58, a); שמשם יצאה הוריה לעולם (jer. Berach. 4, 6; Ber. R. 55); 3. die Befähigung, solche Entscheidung‘ oder Belehrung zu ertheileri: תלמיד הבס שהניע למראה'(Sota 22, a). Im Gebrauche des Verbums weicht die' Schulsprache von der Vulgärsprache darin ab, dass sie, wenn ihr auch אלף ebenfalls nicht fremd ist, doch konstant הורה oder אורי gebraucht, so oft Sie Entscheidungen oder Belehrungen über rituelle Materien erwähnt, ohne Unterschied, ob dieselben Einzelnen ertheilt, oder öffentlich verkündet werden °). Als nun unter R. Jehuda I. auch zu der, bis dahin gänzlich freigegebenen, Belehrung Uber Ritualien die Ordination erfoderlich wurde, (Sanh. 5, b), ertheilte man dieselbe mit dem Worte: יורה, wie man die Ordinätion zum Richteramte mit יהין ertheilte. Es ist sehr natürlich, dass nunmehr auch' diese formelle Befähigung den Namen ולאלוH erhielt. Die vielbesprochenen Wörter רב אשי ורבי נא סוף הוראה wollen mithin nichts Anderes sagen, als: R. Asche nnd Ilabina waren die Lezten, die für Ritnalien ordinirt wurden. Diese Bedeutung des Wortes הוראה muss einer der Quellen, aus denen der im Jahre 884 schreibenden Verfasser des Leder Tanaim wa — Amoraim schöpfte, noch bekannt gewesen sein. Er berichtet nämlich: רכה הוא התחיל בהוראה.!®). Der Sinn dieser Notiz wird aus dem Talmud vollkommen klar, 9) Beispiele für Ersteres: jer. Schebiit 6, 1; b. Hör. Erüb. lezteres: 62, b: für 1, 1; Pessach. 33, a. :וכן מורן בבית מדרשא כוותי in diesem si,i״e wird auch דרש gebraucht: Chul. 100. a. Da« Verbum und Nomen sich ausschliesslich auf Ritualien beziehen , erhellt aus vielen Stellen; s. bes. Korith. 13, b, und Rasch! das. Uk. wa-Jakhel Anf. 10) Ker Chem. IV. 8. 188. Fürst sagt in Bezug aut Kab: ״Er bildete den Anfang der Horaa, weil er bei seiner Rückkehr nheh Babylonien.von Jehuda ha “ Nass! mit den Worten: יורה ידין ordinirt wurde.‘‘ Er sah mithin das Richtige ein, ohne es anzuwenden. Irrthümlich ist die Angabe , das Rab den Anfang des' Horaa bildete; die anch von F. zitirte Talniüdstelle, Sanh. 5, a. beweist, dass Rabbah sein Vor- 3*

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