Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 11 (14.3.1866)
- Date
- 1866-03-14
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage zu ״Ben Chananja“ Nro 11. 1866. 1866. wmMMmmtmM ^»- des wissenschaftlich-lalmudischen Vereins. Dem Vereine sind Ms zum 1. 1. M. neuerdings Mgetreten die Herren : Babbinatskandidat Brlill ^ebemias in Wien. Friedmann M. Lektor am Beth ha zi Midrasch in Wien. Löwy Josef in Gross-Kanizsa. Med. Dr. Sigmund Alexander in Verbö. Kabb. D. L. Strass er in Kula; Dr. M. Wolff, Babbiner in Gothenburg, in Schweden. Die Horath (הוריה ׳הוראה). Käme der überschriftlich genannte Ausdrück bei den Astrologen des Mittelalters, oder bei den Nachtretern Kalir’s vor, so wäre die neuere Forschung wahrscheinlich über dessen Bedeutung schon in's Keine gekommen. Einen darauf bezüglichen, eingehenden Versuch hätte man jedenfalls schon gemacht. Der Ausdruck bezeichnet aber einen rein theologischen Begriff! Grund genug, dass man sich noch in neuester Zeit begnügte, denselben mit der Brille einer mangelhaften- Ueberlieferung anzusehen. Die älteste Erklärung gibt B. Samuel ha-Nagid in seiner bekannten Einleitung in den Talmud '). Die Erklärung lautet: ״H 0ra’ah sind die Lehrsätze, welche . ') Dr. Steinschneider iqf geneigt, die Autor- Schaft B. Sam.s in Betreff der. ״Einleitung“ in Zweifei zu ziehen (Cat. Bodl. 2473). Dieser Zweifel vorliert aber so ziemlich allen Grund, wenn man hedenkt, dass weder B. Samuel b. Chofni, noch überhaupt ein Schriftsteller in Persien sich im 11. Jahr* hundert bemüht hätte, mit möglichster Vermeidung des gemaristischen Dialektes einen; rein hebräischen Ausdruck anzustreben, wie dies in der Einleitung in den Talmud geschieht. Man vergleiche nur das Send schreiben B. Scherira’s! Auch folgende Spezialität dürfte Beachtung verdienen. Die talm. Fragen, heisst es in der Einleitung, sind entweder von. einer Ge- Bammtheit an eine Gesammtheit, oder von einer Ge-;sammtheit an einen Einzelnen, oder.von einem Einzelnen au einen Einzelnen gerichtet. Als Introdukden Gelehrten in den Gemeinden entstanden sind und die Schrifterklärungen über irgend ein Gebot“: eine Erklärung, welche allenfalls für die Bedeutung des Ausdruckes in der Zeit ihres Urhebers hinreichen mag, bei weitem aber nicht den Sinn begrenzt, den man in der talmudischen Zeit damit verband. Nach Baschi ist Hora’ah soviel., als Amoräerthum. Die historische Notiz der Gemara, nach welcher mit B. Asche und Babina die Hora’ah ihr Ende erreicht hat, erläutert Baschi, indem er das Wort Hora’ah mit den Worten »alle Amoräer“ umschreibt, hinzufügend, dass die Gemara erst durch B. Asche und Babina nach der Reihefolge der Mischna geordnet worden sei (B. Mez. 86, a), Nun versteht es sich von selbst, dass Baschi keine Worterklärung gibt, denn Hora’ah und Amora hängen etymologisch durchaus nicht zusammen. Das Dunkel schwindet aber nicht, selbst wenn man die gegebene Erklärung als Be aberklärung auffasst. Denn die beiden genannten Amoräer waren ja gewiss nicht die lezten Urheber religionsgesetzlicher Entscheidungen! Da die angeführte Notiz der Gemara sich auch im Scherira —. Briefe findet, sollte man sich von dieser alten Quelle Aufschluss versprechen. In Wahrheit wird aber die Frage durch das daselbst Gegebene mehr verwikkelt, als gelöst. Der Brief widerspricht sich nämlich, indem er die Hora’a^ bald mit Bäbina, bald mit einem spätem יז K. Josse zu tionsformef der ersten Gattung gilt dom Vorf. das ökters vorkömmende: -איבעיא •להן• Nun ist ■aber איבעיא ־ das Präteritum ׳des Itbpeel, und :die; Formel bedeu* tet: es wurde ihnen frag!ich. Von einer Person , an welche dm Frage: gerichtet •wurde, ist also gar nicht die. Bede. Das aramäische Sprachgefühl muss in. dem Verf. schon sehr abgeschwäoht gewesen, was sich von einem Schriftsteller in Persien, wo die aram. Spr. unter den Schriftgelehjten fast• poch |ebend war, nicht voraussetzeu lässt.!. > .׳ 3