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Ben Chananja · 1866-03-14 · 11 (14.3.1866) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
11 (14.3.1866)
Date
1866-03-14
Page
– (sequence 8)
Language
German
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220 219 derungen an den Rabbiner spricht, daß der Rabbiner in Mähren nach dem 1842er Gesetze Filososte qbsolvirt haben muß. Dem ist aber nicht so. Was war. das ist nicht mehr. Zn jüngster Zeit wurden Rabbiner in Mähren angestellt, die gar kein Studium machten und keine Studienzeugniffe anf,uweisen hatten, denn die Gemeinde ist autonom und der Etat kümmert sich um die Kirche nicht, und daS Synagogenrecht weis! von keiner Filosofie. Daß andererseits Rabbinen angestellt wurden, die das Ruder aus dem Meere des Talmuds nicht zu führen verstehen, ist ebenso wahr. Darum ein Seminar, es ist die höchste Zeit. Pest, 11. März. Nach der Hand hat auch eine Gemeinde-' deputation dem Herrn Dr. Rüzsai gratulirt. Schulwesen. R— g. Pest, 1. März. Im abgclaufenen Wintersemester wurde die hiesige israelitische Gemeinde-Mädcheuhauptschule von 449 Schnlerinnen besucht. Dieselben werden in sechs Lehrzimmern von 4 Lehrern und 3 Zndustrielehrerinnen unterrichtet. Außer diesen wirken an der Anstalt seit November 1865 noch ein Schreiblehrer und eine Nnterlehrerin. ' Die VorbereitungSklasse, in zwei Abtheilungen geschieden, zählte 124 gratis, 19 retarirte und 41 zahlende Schülerinnen. Zu der I. Klaffe waren 45 gratis, 17 relarirte und 36 zahlende Schülerinnen. Die II. Klaffe hatte 26 gratis, 19 relarirte und 32 zahlende Schülerinnen. Die III. und IV. Klaffe zusammen besuchten 29 gratis, 18 relarirre und 43 zahlende Schülerinnen. Diese Daten sprechen deutlich genug und liefern den besten Beweis, daß der löbliche Vorstand bei der Aufnahme armer Schülerinnen nicht engherzig vorgegangen ist. ש Gyongyö», im Februar. Der in Nr. 6. des ״B. CH." erschienene Aufsatz über Kiddusch- und Chistul Ha-Schem hat gewiß seinen wohlthätigen Einfluß nirgends verfehlt; auf die Berichterstatter Ihres weitverbreiteten Blattes aber einen blcibendeu Eindruck geübt. Dieselben wissen demnach, daß daS Aufzählen von Mängeln ein wahrer Kiddnsch Ha-Schem sei. Unbeirrt von der in Form einer Widerlegunng von hiesigen ״mchrercn Schulfreunden" in der Eingangs erwähnten Nummer erschienenen Korrespondenz aus GyöngyöS, — welche unsere wahre Mittheilung zu bekräftigen, keinesfalls aber zu annulliren geeignet ist, — müssen wir aufrichtig gestehen, wie es uns freut, daß unser ausgestreutes Samenkörnchen in eine fruchtbare Aderkrumme gefallen, und allhier mehrere Schulfreunde hrrvorgebracht hat. Wir wünschen vom Herzen, eS möge fortan dem häufigen Lehrerwechsel, — gleichviel ob durch Hinzuthun der Gemeinde oder freiwillige Entschließung der Lehrer ver, anlaßt, kräftig entgegen gearbeitet werden; nochmehr aber fordert es daS RechtSgefühl, daß unserem verdienstvollen greisen Lehrer, Herrn M. Braun, der in unserer'Gemeinde eine ganze Generation herangebildet uud außer manigfacher pädagogisch-didaktischer Bildung auch im Ungarischen und Hebräischen Tüchtigkeit besitzt, — seitens unserer Schulfreunde für seine während eines VirteljahrhundertS aufgewieseneu tüchtigen Leistungen — die gebührende Anerkennung nicht nach Außen, sondern mehr nach Znnen zu Theil werde. ש Nrutra, im Februar. All unserer Schule werde» oft Lehrer gewechselt. Aus diesem Grunde find 2 Lehrerstettrn schon im jüngsten Sommerkurs nen zu besetzen. ש Lovasbereny, im Februar. Unsere einstens i» schönster Blüte gestandene und in öff. Blättern als Muster anfgesührte Schule leide» seit Mkhreren Zähren an einer allgemeinen Krankheit, an ״Lehrer- Wechsel", wodurch sie leider verhindert wird, köstliche Früchte tragen zu können. Ww übertreiben nicht, wenn wir rundweg mittheilen, daß während der letzten 6 Zähren mehr als 20 Lehrer neu affrutirt werbe« wußten. Ts gebricht nämlich unserer kleinen Gemeinde beim beste« Willen an nöthigen Mitteln, ihren Lehrer« einen die Bedürfnisse z« decken geeigneten Gehalt verabreichen zu könne», und s'RNVj? אם אין TNIN Unterstützungen aus dem ung. isr. Schnlfonde für hilfsbedürftige Gemeinden wären unserer unmaßgebenden Ansicht nach vollkommen geeignet, dem Umsichgreifen dieser bösen Krankheit Einhalt zu thun. Berichtigungen. In der Beilage der vorigen Nummer Sp. 204. Z. 6. vo« unten ist nicht der, sondern das zu lesen Bemerkungen. Aus Mangel an Raum mußten mehrere Artikel, auch der von Miskolez für die nächste Nummer zurückgelegt werden. Herrn A. N—r. Die früheren Briefe werden auch erscheinen, DerenbergS Schrill besitze ich nicht. Inserate. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde der Stadt Jägerndorf in österr. Schlesien ist die Stelle eines Kantors, dem die Funktion der שחיטה» die Ertheilung des Choral-, sowie des untern hebräi• sehen Elementarunterrichtes obliegt, erledigt, und sogleich zu besetzen. Der Gehalt ist 500Gulden nebst den üblichen Emolumenten. Bewerber haben ihre ordentlich instruirten Kompetenzgesuche bis längstens 5. April a. c. beim gefertigten Vostande einzubringen. Unverheiratete Kompetenten werden besonders berücksiebtigt. Dem Aoceptirten werden die Reisespesen vergütet. Jägerndorf, 7. März 1866. Spitzer, (1—3) Kultusvorstand. Lehnerstellen. Für die hierortige israelitische vierklaffige Hauptschule' mit Beginn des nächsten Sommersemesters zwei Lehrerstellen, und zwar: 1. Die Stelle eines hebräischen Lehrers mit 450 fl. 2. Die eines ungarischen mit 400 fl. Jahresgehalt zu besetzen. Bewerber.haben ihre Befähigungs-, ReligiöfttätS- und Morailätszeugnisse, sowie Nachweisungen ihrer bisherigen .Verwendung im Unterrichte an öffentlichen ungarischen Gemeiudeschulen bis zum 1. April l. franko einzusenden an die israelitische Lultnsvorstehnilg Miskolez. Miskolez, iw Februar 1866. (3—3) ׳ מ י ה.ש ל ו ח, Gutachten über jüdische Ehescheidung. - Von Oberrabb. Dr. M. Zipfer-in Rechnitz. Preis 40 kr. ö. W. Die Monografie, von der nur noch einige Exemplare vorräthig sind, kann vom Verfasser bezogen werden. Szegevin, j Leipzig, Selbstverlag -er Aedaktiou. LommWous-Verlag von Franz Sagner. Druck von Sigmund Burger in Szegedin. Hierzu ein Viertelbogen Beilage und Fünfviertelbogeu Forschungen des wifsenschaftlich-talmudifchen Vereine».

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