Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 11 (14.3.1866)
- Date
- 1866-03-14
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2542917-2543175-2543187--4682-2548681- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
2Q9 Anfangs bet dem Pflanzen des Baumes ftattfand, die menschliche Mitwirkung also erst die entferntere und die Gefährdüng nicht die u n mittelbare Folge seiner That ist (Misch. B. Bathra 2, 11. nach der Halacha). Und'ganz ebenso in allen ähnlichen Fällen (s. Maim. v. d. Nachbaren, 10, 6.) Und dennoch, um auch die ängstlichsten Gemüther zu beruhigen, kann es zum Ueberflusse leicht eingerichtet werden, daß das Wasser aus der Pumpe nicht unmittelbar in die Badwanne fällt, sondern vorher in eine Vorrichtung, von welcher aus es erst in die Wanne fließt, wo dann an der vollen Gleichheit der oben angeführten Fälle nicht gezweifelt werden kann (s. T.'S. 1. 1. 8. 28. mit) ,40.) Der Widerspruch in dem GA. von N. Mendel Kärgau beruht auf der nngegründeten Voraussetzung, daß die Pumpe ein Mefäß bilde. Allein wir sind überzeugt, daß es gerade bei der Pumpe weder dieser besondern Einrichtung, Noch auch nur der anderweitiger Gründe bedarf. Der Mensch thut hier einfach gar nichts, als den Körper luftfrei schaffen, wie er anderswo die Körper Erde oder Stein wegschafft, und alle weitere Diskussion darüber kann nur entweder in Unkenntniß oder überspannter Aengstlichkeit und spitzfindiger Sylbenstecheret ihren Grund haben. Wir hielten letztere nur um der erstern willen, die jedenfalls in einem achtenswerthen religiösen Gefühle ihren Grund hat, einer Widerlegung werth. Denn wenn in diesen Sylbenstechereien überhaupt Geist ist, der mosaische, mildere, ist eS sicher nicht. -',; Man behauptet weiter in Bezug auf die Pumpe selbst, 'sie sei ein Gefäß, durch welches, auch abgesehen von der menschlichen Beihilfe, die Bildung eines Reinigungsbades nicht gestattet ist. Allein wir gestehen, daß wir mit der. schärfsten Brille an der Pumpe kein Gefäß zu entdecken permochten. Wo soll das Gefäß sich befinden? Daß das sögenannte ״Eimerchen", das sonderbarerweise auch heute noch in den Köpfen mancher Rabbiner spukt, besonders weil ״unser Rabbi", N. Wolf Hamburg von Fürth s. A., in! seinem Gutachten es festhält, eine Fiktion ist, sollte heutzutage jedem Schulknaben bekannt sein. Die Klappe am Kolben ist übrigens nicht unten, so.ndern oben angebracht, so daß bei die- . sem auch nicht einmal scheinbar von einem Gefäße die Rede sein? kann, da dieses ״Eimerchen" gar keinen Boden hat. Leute,! die sich überhaupt jeder eigenen Meinung begeben und diesen \ Unsinn nachplaudern, sollten wenigstens so bescheiden sein, in solchen Dingen mit ihrem Urtheile zurückzuhalten. Ihre. Aeußerungen können jedenfalls keinen Anspruch auf Urtheile; Machen; sie sind nur der Abklatsch Vorgefundener erschwe-! render Meinungen , die sie von allen Seiten eben urtheils-' los znsammentragen; von ihnen gilt das Wort כסיל 2השך הולך itt fehlet ganzen Schärfe. Oder sollte man gar an die Saugröhre denken, in welcher etwa unten Wasser stehen bleiben und sie dadurch ein Gefäß bilden könnte? Wir erinnern uns zwar nicht,, diesen Einwurf gelesen oder gehört zu haben. Allein alle Voraussetzungen stnd hier möglich, und. so ist es gut, sie im Voraus in ihrer Nichtigkeit darzuthun. Gestatte man daher die für den Kundigen allerdings unnö-! thige Bemerkung, däß die Saugröhre nie ganz durchgebohrt, wird, so daß sie etwa unten, wo sie aufsteht mit der Erde,; als Boden ein Gefäß bilden konnte , indem die Seitenöff-, Zungen, durch welche das Wasser in die Röhre dringt, nichts ganz am Boden angebracht werden. Im Gegentheil, sie bleibt j unten massiv und wird hier zugespitzt, um sie in den Boden: einzurammen, Ganz unmittelbare an diesem massiven Theil Wird von der gebohrten chtöhre ein. Seitenstück herausgenom-! men und durch ein Eisenstück ersetzt, das mit vielen Oeff-! uungen versehen ist, durch welche das Wasser in die Saug-׳ röhre eindringt, und unterhalb' welcher, abgesehen von der? 210 vollen fortwährenden Verbindung mit der Quelle — (nicht einmal bloße השקה , die auch im ersteren Falle stattfände)) was, ohnedies jeder derartigen Annahme ihren Werth nimmt Wst). 201) 10. II;),‘ auch nicht ein Tropfest Wässer stehen, bleibt. ׳; :׳ - י׳: Wichtiger erscheint der Einwurf in dieser Beziehung-, daß der Raum im Stiefel, wenn׳hie Klappe der Saugröhre!geschlossen ist, was doch abwechselnd mit der Kolben׳- klappe geschehe, ein Gefäß bilde, in welchem das Wasser stehen bleibe, ehe es durch die Kolbenstange austritt, ' Allein , auch dieser Einwnrf hat kaum einen größeren Werth, als die andern. Die.Röhren werden erstens vor ihrer Befestigung mit einer weiten Oeffnung durchbohrt und die S.augröhre, mit welcher die Kolbenröhre verbunden ist, in die Erde ctngerammt, und hat damit ein für allemal aufgehört, ein Gefäß zu sein (I: D. 201, 7. u. Komm.) Sodann ist die Kolbenröhre nicht gemacht, utn Wasser aufzunehmen, resp. zu halten, sondern um es aus der Tiefe in die Höhe zu leiten. Wir haben hier also ganz den Fall der Mischna 3. Kap. 4. Mikw.: ״Eine Röhre, die an beiden Enden eng und in der Mitte weit ist, macht, das Sammelbad nicht untauglich, weil sie nicht zur Aufnahme gemacht ist", d. h. sagt Maim. in seinem Kommentar, weil dieser weitere Raum nicht dazu gemacht ist, um das Wasser zu Halten, sondern umeS aus dem engern Ende durch den größern Druck um so stärker ansfließen zu machen, und wir können daraus/ fügt Maimonideö hinzu, den wi cktigen Grundsatz entnehmen, . d a ß n i ch t All e s, was Wasser aufnimmt, bei der Bildung von Sammelbädern ungeeignet ist, sondern nur d as, was zum Zwecke 'der Aufnahme (des Halten s, in cht zur b l o ß en L ei tun g) g entci ch t i st.! Ebenso geht daraus hervor, fährt er weiter fort, daß die Leitung deS Wassers durch Metallröhren nicht untersagt ist, weil sie eben nicht zur Anfnahme, sondern zur Leitung des Waffers dienen (letzteres werden , wir später brauchen). Jenen Grundsatz hält!Maimonides auch in seiner.Gesetzessammlung fest, (von den Sammelbädern 6, 1. 2.) und ist derselbe I. Di 201, 34. ohne Widerrede als-Gesetz aufgenömmen, wobei von den Komm. (s. Siphthe Khoheu z. St.) ausdrücklich bemerkt wird, es müsse in der Absicht ״daö Wasser darin zu benützeu" (לצרנגיר) gefüllt werden. Dies aber ist hier nicht der Fall , und kann darüber gar kein. Zweifel sein. Einen sprecheuden Beweis liefert hierzu auch die Mischna Mikw. 2, 9.: ״Wenn Jemand, heißt es hier, Krügern ein Wasserbehälter stellt (um die Seiten sich einsangen zu lassen, Maim. Komm.), und sie haben sich dann mit Wasser gefüllt, so kann man, wenn auch der Behälter später sein eigenes Wasser eingesogen hat, die Krüge zerbrechen und das Wasser zum Ritualbade benützen." ״Das Wasser darin, b^- merkt R. L. Heller im Namen des R. Ascher dazu, WH nicht als geschöpftes betrachtet, weil man beim Hineil(- legen nicht diese Absicht hatte." Dazu tritt aber in uuserm Falle noch ein ganz anderer wichtiger Punkt. Die aus Blei roh gearbeiteten Klappen schließen sich nämlich nie ganz hermetisch , wie die Erfahrung lehrt, und weil sonst das Wasser nach physischen Gesetzen bis - zu 32 Fuß Höhe steigen müßte, waS nicht der Fall ist. Der Raum oberhalb der Klappe kann daher schon deshalb nicht als Gefäß betrachtet werden in der Art, daß sogar der, Durchgang des Wassers zur Bildung eines Bades in einem geeigneten Raume verboten wäre, selbst wenn er außerdem als Gefäß betrachtet werden wollte. Wir haben hier ganz den Fall, welchen R. Moses Trani in seinen G. A. aus Chämöth Rabba anführt, besonders wenn wir das Wasser, wie vben pemerkt , nicht unmittelbar m den Badbehätter, sondern zuerst außer-. . ... י llt -