Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 9 (28.2.1866)
- Date
- 1866-02-28
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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139 140 Anlass zur Unzufriedenheit zu geben, und an nichtjüdische Arme vertheilte; auch darüber war R. Amö noch ungehalten, weil die Königin nicht wie gewöhnlich selbst über die Bestimmung der Summen verfügt hatte 4). In der Folge gewann die Königin-Mutter eine wirkliche Zuneigung zum Judentkurae, sie lernte die jüdischen Gelehrten hochachten, unterstützte sie, war ihr Anwalt bei Hofe und suchte dem regierenden Sohne vergebens dieselbe Gesinnung einzuflössen. Kaba sollte einst, weil ein von ihm wegen unerlaubten geschlechtlichen Umganges zur Geisselung verurtkeilter Jude in Folge dessen den Geist aufgab, vom Könige eine Strafe und Zurück- Setzung erfahren; auf Ifras Vorstellung, der König möge sich mit den Juden nichts zu schaffen machen, da ihr Gott ihnen Alles gibt, was sie verlangen, hatte Sehabur kein Wort der Antwort; erst als ßaba angeblich im Monate Juli, da gewöhnlich Dürre herrscht, durch sein Gebet einen Kegen herbeiführte, so wasserreich, dass die Kanäle von Machuza ganze Ströme dem Tigris zuführten, scheint der König seine Ungunst wieder von ihm abgewendet zu haben. So lange Ifra lebte, erfreuten sich die Juden noch eines guten Schutzes. Sie war durch den Connex parsischer mit jüdisehen Bräuchen zur Adoptirung der letzteren gelangt. Bekanntlich haben die parsiseken Satzungen über die Kernigkeit der Frauen viel Verwandtschaft mit denen der jüdischen Lehre; auch dort zeigt sich hierin eine gewisse Kigorosität (vgl. Sommer bibl. Abh. I. S. 307). Ifra pflegte sich mit solchen Fragen in zweifelhaften Fällen an die jüdischen Gesetzlekrer zu wenden. Sie stellte ßaba auf die Probe und Hess ihn aus der Art und Farbe des vorgelegten Blutes untersuchen, woher und wieso es gekommen ist, und er errietk dies mit Hilfe seiner Schüler und Kollegen. ״Komme und sieh, wie weise die Juden sind“, sagte sie damals zu ihrem Sohne. ״So weise, wie der Blinde im Schornstein“, erwiderte er ironisch; sie bewunderte die feine Analyse durch die die jüdischen Gelehrten sehr viele Blutarten ihrem Charakter und Ursprünge nach unterscheiden wussten, ״die Juden sitzen in den ') Bab. bat. 10, b; דלא סייגי((", קמייה bezieht ßasclii wol auf ßaba, was aber nicht ausgemacht ist. Kammern des Herzens“, rief sie vor Bewunderung aus 5). Von Ifra spricht auch der Kirchenschriftsteiler Sozomenus (hist. eccl. II, 11), nur nennt er sie irrthttmlich des Königs Frau; auch ist ihr Name ihm unbekannt. Er erzählt, die Juden hätten die Schwester des Märtyrers Simon, der Erzbischof von Ktesiphon und Seladoria gewesen , Tarbuto , bei ihr angeklagt, dass sie sie zu vergiften versuchte, die Konigin habe diesen Worten Gehör gegeben, weil sie jüdischen Ansichten huldigte und nach jüdischen Sitten lebte. Nam ejusdem erat cum Judaeis opinionis et ad eorum morem vitam instituebat. Wenn auch der frühere Bericht (1. II, c. 8) dass Simon auf Anstiften der Juden, die ihn des Einverständnisses mit clen Körnern beschuldigten, hingerichtet worden wäre, und dass diese gemeinsckaftlich mit den Magiern während der Christenverfolgung die Zerstörung der Kirchen betrieben, noch der Bestätigung bedarf; so ist die Angabe von der Bedrückung der Juden durch Sehabur, Judaeos quoqae permagna affecit molestia, auch durch Andeutungen im babylonischen Talmud bekräftigt. Kaba beklagt sich, dass er viele Summen im Geheimen an Sehabur schicken müsse, ja einst wurde sein Vermögen konfiscirt (Chag. 5, b. und Tos. das.). Auf die Exilirung der armenischen Juden nach Susiana und Ispakan durch Sehabur II. hat Grätz (a. a. 0. 8. 363) schon hingewiesen nach Kitters Untersuckungen (Erdkunde X, 588). Die Judenkolonie Jehudia erhielt sich noch lange; Theophylactus (hist. 2, 7) kennt sie noch unter dem Namen Briiovöcae-;. Zur talmudisclieu Botanik. Von Kreisvabb. .1. Wiesner. יאמר רב הונא עץ אחד יש בכרכי הים וחנון שמו. ומביאין קיסם ומניחין לח 54.^8)בחסמח כדי שתתעטש, b). Dieses חנון ist offenbar nichts Anderes, als die Cu- 5) Nidda 20, b. Selbstverständlich ist רבא die richtige Leseart (vgl. Toss. z 8t.>;die Loseart קטלי ist vorzuziohen, da auch im Syrischen קלבלא dieselbe Bedeutung hat; תרונא (syr. חונא) ist die aramäische Form des hebräischen תא•