Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 9 (28.2.1866)
- Date
- 1866-02-28
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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137 138 und Mutter seines Nachfolgers Schabur II. (309—380) den Juden gegenüber eine freundliehe Haltung beobachtete, an jüdische Riehter und Schulhäupter Botschaften richtete und eine hohe, fast unbedingte Verehrung• und Freundschaft für sie besass. Während der Ju-, gend des Königs, der, wie mau sieht, als Kind den Thron bestieg, führte sie wahrscheinlich. die Vormundschaft über ihn; damals muss sie schon den Juden eine gewisse Zuneigung bewiesen haben, wenigstens ist es konstatirt, dass sie schon an R. Josef b. Chaja, der im Jahre 333 als Schulhaupt von Rumbadita starb, ein Kästchen Denare sendete mit dem Aufträge, es einem wichtigen wohlthätigen Zwecke zuzuwenden לי הוי למצוה רבה. Aus einer Lehre R. Samuel b. Jehudas, dass selbst, wo es sich um die Auslösung von Gefangenen handle, man den Waisen keine Armensteuer auf legen dürfe, schloss er, dass man in dieser Verwendung den Willen der Königin wortgetreu vollstrecke (Bah. bat. 8, a)"). Die erste Gunstbezeugung unter R. Josefs späterem Nachfolger Raba (338—352) scheint die Sendung eines Opferthieres an denselben gewesen zu sein. Sie verräth da noch eine Unbekanntschaft mit den damals bestehenden gottesdienstlichen Bräuchen des Judenthumes, die man ihr nicht zumuthen könnte, wenn sie schon längere Zeit hindurch einen freundschaftlichen Verkehr mit jüdischen Gelehrten unterhalten hätte. Der Talmud berichtet: Ifra habe einst an R. Josef, jetzt an Raba einen kurzen unklaren Auftrag über die Darbat. 8, a; 61't. II, a; Synh. 39, a; Ar. 8. v. הורמין In Raschi las Jost (Geschichte des Judenthums S. 195) falsch שדים für שדים. Dieses Wort soll ja, wie man sich leicht überzeugt, die Uebersetzung von חולמיו sein. Betreffs לורמיו hat übrigens Rapoport (E. M. p. 182) das Richtige; אסרא ist noch zweifelhaft. ארנקא (ג das. hält Mussafia für das griechische ä^vaxis (Schafpelz), was nicht recht zutrifft. Vielleicht ist es mit dem Suffix קא von ארון gebildet und bedeutet Kästchen. Dieses Suffix ist im jüngeren Syriasmus nicht selten. So ist auch Chnl. 60, b ארנקי die richtige Leseart, da dieses Wort aut dieselbe Weise von אדון gebildet ist. Sowol Landau’s Ansicht, dass es eäv<l(1xos ist, als auch Frankels Vorschlag אלונקי —ij&wvMos zu lesen (Mtsschr. I S. 356) ist nicht annehmbar. Das richtige hat R. Natan, denn אלנקא, wie auch die Nebenform אלנדקי, die Mose von Narbonne hier vor sich hatte, kommen auch im mendaitischen Dialekte in der Bedeutung ״Herr‘׳ vor (s. NorbergLex, öd. Na 8.). briuguug des Opferthieres gerichtet mpDN ניהליה לשם שמים, darauf habe er angeordnet, dass man das Opferthier von zwei schönen Jünglingen begleitet, an das Ufer des Meeres führe, dort eine Düne aufsuche, mit einer neuen Zange Feuer aus einer neuen Pfanne hole, das Thier damit verbrenne und dabei sage, man bringe es zur Ehre Gottes dar 3). In wieferne diese Art von Opferung mit der persischen Sitte Zusammenhänge, wird man bei näherer Untersuchung noch eruiren können. Die jüdischen Gesetzlehrer hatten zu der Gunst der Königin anfänglich kein Zutrauen'; sie mochten einzelne Akte derselben für Täuschung oder Erprobung ihres Verhaltens derselben gegenüber betrachten. An R. Am6 sandte sie einst 400 Denare, er nahm sie nicht an, bis Raba sie empfing, um keinen 8) Sebachim 116, b מלאי das. übersetzt Grätz (a. a. 0. 8. 364) ״unbefleckte", welche Bedeutung wir sprachlich nicht nachzuweisen vermögen. Jost (a. a. 0. II 8. 196) übersetzt, ״ausgesuchte“ wahrscheinlich nach Raschi, nach dessen Erklärung man aber eher ״gleichaltrige“ übersetzen könnte. Eine Leseart, die Samuel Edels in En-Jakob aufbewahrt hat, lautet: גלראי; sie verdient insoferne Beachtung, als wir finden, dass Raba einen Riemermarkt manchmal zu besuchen pflegte Baba mez. 24; b ...הול! שקיל כשוקא תלדאי; Chul. 49, a unten: 1* ך^אDN‘ כי הוה מסגינן .... בש1קא דגלראי (In letzterer Stelle hat Ar. s. v. אזליגן , גלד für מסגינן, was dem Sinne nach dasselbe ist; מגא heisst im Aram. und Syr. gehen; hebr. סוג Ps. 53, 4 u. a. a. St.) Vielleicht st. גולא mit dem arab. dschala verwandt und bedeutet ״glänzend“. Am ehesten bedeutet גולאי das Heimatland der Jünglinge. Rosch. hasch. 26, a. erzählt R. Akiba, er sei nach גליא gezogen; dies ist wahrscheinlich die Landschaft am Südsaume des kaspischen Meeres, deren Bewohner nach Bar-Hebraeus (chron, syr. dyn. 3) גאליא hiessen. Dorthin kam R. Akiba bei Gelegenheit seiner Reise nach Gazaca, da es ihm besonders darum zu thnn war, die für die nationale Sache begeisterten Juden in den Euphratländem für die Bar Kochbaische Erhebung zu gewinneri. Man wählte deshalb zwei galäische Jünglinge, weil diese mit den Gegenden des kaspischen Sees, der zunächst lag, wohlbekannt waren, En-Jakob liest sonst עגלא תלתא für קרבנא , der Passus ושקלו ־! צ־יבי חדתא ואציקו נירא ממראיחדתא!utetdas, וש" צ־יבחא ח׳ ואי נ׳ ממנא ח׳. Also nicht von neuem Holze, sondern von einer neuen Zange ist die Rode. Auch die Leseart מנא gibt dem Ganzen einen ungezwungenem Sinn, als מלא, wie Raschi las vgl. Landau מרפא לשון Berach. 52, b) מלא syr• מאלא , ägypt. mer, lat. marra bedeutet eine Hacke und ist hier nicht am Orte.