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Ben Chananja · 1866-02-28 · 9 (28.2.1866) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
9 (28.2.1866)
Date
1866-02-28
Page
– (sequence 12)
Language
German
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135 136 lich-talmudischen Vefems mit dem Bemerken empfehlen, dass uns auch Aufhellungen einzein er Namen sehr willkommen sein werden. Rapoport hat diese ״Grenzorte“ nach der venetianischen Ausgabe des Jeruschalmi zitirt, und die bezüglichen Lesearten für die einzig korrekten erklärt (Er. Millin 208). Den ersten Erklärungsversuch lieferte Jos. Schwarz (Das 11. Land 13—17). Aber manche Namen, wie מלה דזרבאיי und בית סבל, lässt ergänz unerklärt; Uber manche stellt er nur Vermuthungen auf. Zu vergleichendem Studium fehlten ihm wol die nichttalmudischen Quellen. Jedenfalls bleibt noch Vieles zu erläutern und zu berichtigen übrig. Die Texteskritik muss natürlich auch hier jeder Erklärung vorangehen. Gleich der erste Name bietet auch hierin Schwierigkeiten: Kapoport liest כרשת, Schwarz פרשת. Vielleicht entschliesst sich der ehrwürdige Rapoport, seine bezüglichen Artikel der Oeffentlickeit zu übergeben. Wir stellen ihm mit vielern Vergnügen diese Blätter zur Disposition. Eine Art von Basis für die vorzunehmende Operation liesse sich vielleicht dadurch gcwinnen, dass man im Anfänge die Grenzbestim - mungen mit Sifre, Toss. und Jalkut פרשת אשקלון liest, da Aschkalon auch sonst als die Südwestgrenze Palästinas betrachtet wird (Gittin 1, 2). Es is demnach von dem Scheidewege bei A. die Rede. Hätte Robinson diese Stelle gekannt, würde er eine Bestätigung für seine Vermuthung darin gefunden haben. Er sagt nämlich: ״Eine gerade Strasse von A. nach der h. Stadt würde nicht weit von Teil es — Safieh vorbeikommen; in der Nähe dieses Punktes theilte sieh der Weg wahrsheinlich (Pal. 2, 751). Auch an anderen Stellen spricht er von zwei Armen einer Strasse bei A. (3, 220). Von dem Scheidewege bei A. ausgehend nimmt unser Verzeichniss eine nördliche Richtung, um nach Vollendung seines Kreislaufes bei den Gärten von Askalon im Süden dieser Stadt sein Endziel zu erreieben. Dass hier mit dem jer. גנייא zu lesen ist, erhellt aus der Diskussion über die Gärten A’.s. Der ״grosse Weg, der in die Wüste führt“, ist eben ein Theil des erwähnten Scheideweges. Die Einwendung, dass Askalon nicht zu den Städten gezählt werden könne, welche die babylonischen Exulanten nach ihrer Rückj kehr ins heilige Land in Besitz nahmen, würde es mit dem Ausdrucke עולי בבל zu genau nehmen. In Wahrheit soll damit nur der Besitzstand in der Periode des zweiten Tempels bezeichnet werden. Dem für den jlingern Antiochus zu Felde ziehenden Hasmonäer Jonathan unterwarfen sich die Bürger von A. (1 Makk. 11, 60); dadurch fand man die Verheissung Zefänjah’s (2, 7) erfüllt, und A. wurde zum jüd. Besitzthume gerechnet'). Die Supposition der theilweisen Erhaltung der alten Strassen bedarf wol keiner weitern Rechtfertigung. Ist das Gesagte stichhaltig, so ergibt sich schon aus dem ersten Namen des geografisehen Registers die Unzuverlässigkeit der von Rapoport ausschliesslich adoptirten Lesearten der Editio princeps des Jeruschalmi, und es ist daher unerlässlich, bei Eruirung der Ortsnamen auch die anderen Lesearten sorgfältig in Erwägung zu ziehen. So lange die fraglichen Ortsnamen nicht eruirt sind, kann auch das Verhältniss dieser Grenzbestimmungen zu denen der Misclina (Schebiit 6, 1. Challa 4, 8) nicht festgestellt werden. Doch scheinen die Grenzen der jüngeren Quellen mindestens im Norden und Osten enger gezogen zu sein, als die der Misclina, was vielleicht mit dem sich auch sonst kundgebenden Streben zusammenhängt, einzelne Orte und Gegenden von der Last des Sabbathjabres und der Deputate zu befreien. Die zahlreichen hiehergehörigen, bisher unbeachtet gebliebenen Zeugnisse, die von nicht geringem religionsgeschichtlichem Interesse sind, werden wir bei einer andern Gelegenheit zusammenstellen. Die Judeafreimdlichkeit der persischen Königln Ifra. Aus mehreren Erzählungen des babylo- ׳nUchen Talmuds ist ersichtlich, dass Ifra, Gemalin des persischen Königs Hormisdas ') *) 8. Toss. 011)1. End-1, wo darüber i/estriften wird oh A. ׳/.um Inodo! Auslände gehöre. Da es im zweiten .Inhihurido.t kein״ ,•׳der nur ent! geringe jüdische BevöUiiuuy hatte, wollte es R. Juda b. Hai in Bezug auf 8011 ideln-bde als zum Auslande, g« hörig b• trachte! wissen (S. Toss. Gift a Schlgw. ואשלן־ון)• 0 D u Nnm-n der Königin •suchten-die mten Kommentator n etymologisch, zu et küren vul Rischi Nidda, 29, b, Pseudo Raschi Taun. 24, b; Tossat' bab.

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