Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 2 (10.1.1866)
- Date
- 1866-01-10
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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11 12 en des Urchristenthums ,6). Das mit so vieler Entsagung und Selbstverleugnung verbundene Leben derselben musste ihren jtidisehen Zeitgenossen imponiren, und ihnen das junge Christenthum von einer gewinnenden Seite erscheinen lassen: Grund genung für die jüdischen Schriftgelehrten, über jede freiwillige, im Gesetze nicht begründete Entsagung den Stab zu brechen! Spätere Schriftgelehrte, welche die Quel- 16 dieser Polemik nicht kannten, und denen vielleicht die Polemik selbst nicht bekannt war, lehrten: es wäre verdienstlich, zur Zeit der Noth Gelübde zu thun (Midr. R. 1 M. 70), indem sie sich auf des Beispiel Jakob’s des Patriarchen beriefen (1 M. 28, 20). Schwankend zwischen der ältem und jUngern Doktrin lässt R. Josef . Karo nur die Zulässigkeit der Verlegenheits-Gelöbnisse gelten (J. D. 203, 5). Genau genommen war jene den Gelöbnissen günstige Doktrin aus dem Leben hervorgegangen, wie denn die bis auf den heutigen Tag üblichen Spendengelöbnisse in der Synagoge bereits üblich geworden waren, als es die Rabbinen unternahmen, dieselben vom Standpunkte des Thalmuds zu vertheidigen 17). Zur talmudisclieii Geografie. Von Kreisrabbfner Wiesner. סרוקדא Erubin 3. a. u. a. a. 0. Porsika nach Ptolemeus eine Stadt am Euphrat, zwisehen Samosata und dem Zeugma. Männert (V. 2. 8. 273) findet es wahrscheinlich, dass Porsika mit dem Capersana Ammians (XVIII. 9) identisch sei, welcher erzählt, dass hier, so ,fi) S. Stäudlin 6680b. der Sitteal. 2, 40 ff. Neander KircheDgesch. 1, 473 ff. R. Akiba hatte noch keine Veranlassung, gegen Christi. Asketik zu polemisiren, daher sein Ausspruch: נדרי־ 6ינ לפרישות• n) R. Jom Tob b. Abraham in Sevilla kennet nur die Spendengelöbnisse am Neujahrs- und Ver- 8öhnung8tage (Auf. Nedar). Er lebte in der zweiten Bälfte des 13. Jahrhunderts. R. Josef Chabiba spricht im 14. Jahrhundert von Gemeinden, in denen die bezüglichen Gelöbnisse auch an anderen Festen und an Sabbaten stattfinden, und er sucht auch diese Gepflogenheit zu rechtfertigen (Auf. NedarJ. Ohne diese Rechtfertigung zu kennen, bemüht sich R. Dav. b* Zimra neue rechtfertigende Motive zu finden. (R. G. A. ed. Fürthi Nr. 441). Es ist hier lediglich von dem Momente des Gelöbnisses, nicht von dem des Sabbates die Rede, lieber lezteres 8. 0. Chajj. 306, 6. wie beim Zeugma, eine Brücke über den Euphrat führte. דוריא דרעותא Erubin 7. b. Diridotis, eine grosse Handelsstadt an der Mündung des Trigris gelegen. Als Nearchus mit seiner Flotte in die Mündung des Tigris kam, fand er zunächst an der Küste einen beträchtlichen Handelsplatz Namens Diridotis, wohin auch die Kaufleute Weihrauch aus dem Handelslande (Arabien) bringen. (Arriän Ind. c. 41. Männert Geogr. 5. 2. 8. 373. vergleich Ritter X. 8. 30). Die Seestadt Diridotis konnte auch die weiter (F. 12. a.) erörterte Entscheidüng R. Jehudas veranlassen: בדורא דרעותא לשון ים הנכנס לחצר ובו בערביא בית גרם Erubin 19. a. Jerim, Stadt und Gebiet im südlichen Arabien. Die Gärten Jerims werden bei den Arabern als das irdische Paradies betrachtet. Niebuhr (Descript. de 1. Arabie T. 2. p. 70.) findet diesen Ruf nicht begründet und soll das Gebiet von Jerim gegenwärtig in Bezug auf Fruchtbarkeit mancher andern Gegend Jemens nachstehen. הרפניא Erubin a. a. 0. und sonst. Hipparenum , nach Plinius (H. N. 6. 30.) Stadt in Babylonien am Nahar Malka. In Hipparenum hatte eine berühmte Sekte der baby- Ionischen Weltweisen, die der Hipparener, ihren Sitz, und dies war wohl die Ursache, weswegen diese Stadt bei den Talmudisten in üblem Rufe gestanden (1. Jebamoth 17, a). Hipparenum dürfte von Nahardaa nicht weit entfernt gewesen sein, aber an eine Identifizirung beider Städte wie Männert (5,2.8. 386.) und Ritter (X. S. 146.) annehmen, ist nach dem Talmud nicht zu denken. מברנש לבי כנשתא דדניאל ובו Erubin 21. a. Die Synagoge Daniels wird jedenfalls in der Nähe der Stadt Babel zu suchen sein. ״Nach dem J. 399." sagt Ritter (X. S. 60), ״ward zu Babylon, wo bis auf des Kaisers Theodosius Magnus Herrschaft sich noch immer viele Denkmale des Alterthums erhalten hatten, eine neue Kirche und ihr benach- . bart ein Kloster erbaut, dessen Lage in der ״Ecelesia Babylonein lacu, quem Danielis vocant,“ angegeben wird, eine Aussage, die uns also wiederum an die analogen wasserreichen Lokalitäten von Hira und Kufa zu verweisen scheint, in Babylons Nähe, wo Denkmale an den Propheten Daniel uralt sind.