Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 2 (10.1.1866)
- Date
- 1866-01-10
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage zu ״Ben Ch,ananja“ Nro 2. 1866. des wissenschaftlich -talmudischeu Vereins. Verzeichntes der Mitglieder des wissens011aftli011־taln1udisGl1e11Terei11s. * jDem Vereine sind bis zum 8. L M. heigetreten die Herren: Landesrabbiuer Dr. Adler in Kassel. Dr. Albert Colin in Paris! Religionslehrer Heinrich Deutsch in Pest. Bezirksrabbirier Dr. Du schale ■in Gaya. Rabbiner Dr. F ri e d 1 ä n d e r in Jägern dort‘. Bezirksrabb. Dr. Grünebaum. in Landau. Rabbiner Dr. Hirschfeid in Augsburg. Rabbiner Dr. Hübsch in Prag. Rabbiner Hochmuth in Vesprim. Rafael Kirchlieim in Frankfurt am Main. Rabbiner Lengs fei der in Reichenau. Akademiker Prof. S. Munk in Paris. M. H. Pi 11 eies in Galätz. Hauptschullehrer Ignatz R e i ch in Pest. Rabbiner Schwarz in Csakathurn. Bezirksrabbiner Albert Stern in Lengyeltpti. Religionsprofessor M. S t. ö 88 e 1 in Brünn. Ernst W e h 1 i in Prag. /. v■ Dr. M. Wiener in Hannover. Kreisrabbiner Wi 6sner in Nachod. Religionslehrer Dr. W 01 f in Wien. .Oberräbbiner Dr. M. ZipseU in Rechnitz. H. Zirndorf in Manchester. 1 ׳ : Voitemerimnggii. ׳ a Verdienstvolle Gelehrte nah und fern hä-; ben unsern, die Gründung eines wissenschriftlich talmudischeu Vereins betreffenden, Vorschlag wohlwollend ge würdiget f urid zeitgemäss gefunden. Selbst Forstrlier von europäiscliem Rufe sind den! Vereine beigetreten. Dieser vorläufige schnelle und glückliche Erfolg legt uns die heilige Verpflichtung auf, an der Lösung der Aufgabe, die sich der Verein stellt, mit aller Liebe und Hingebung, welche die Wissenschaft ihren treuen Freunden einflösst, zu arbeiten > und G leicligesinnte, namentlich jüngere Gelehrte, zu beiharrlieher Mitwirkung aufzumuntern. Die hohe . Wichtigkeit des talmudisehen Schriftthums für die jüdische 1'heologie braucht Fachmännern sicherlich nicht erst bewiesen zu werden. Jeder jüdische Theolog, dem seine Wissenschaft fheuer und heilig ist, muss sich also mit Hi Hel, dem - Begründer der Mischna, sägen: ,,Wenn icrh nicht für mich wirke, wer soll es denn thun?“ (Ab. .1, 14). ';׳ Die gründliche Erforschung* der talmudisehen Quellen ist aber in biologischer,, aröhä-. ologischer *und religionsgeSchichtliclier Beziehung so verzweigt, dass ghwi^s mir Wenige sich rühmen können, das ganze, weite, zum ׳Theil nöeh we ri i g* aüfge h 6111 e Gebiet mit . g lei eher S p e z i a 1 k e-n n t.n iss zu beherrschen. Wenn irgendwo, gilt hier das Wort HilhälV: ״Wenn ich allein stehe, was vermag ich da zu leisten?“ Unser edler Freund, der gelehrte Al- . bert Cohn in Paris, findet ■die Begründung einer talmudischeu Alterthumskunde schon des-, halb zeitgemäss, weil dieselbe jezt noch auf Freunde rechnen kann, die ihre Jugend) ahre ausschliesslich ' talmudi sehen vStüdien gewidmet haben, und sich ohne Gefahr auch auf die hohe ״See des :Talmuds“ wägen dürfen. Auch hier fragen wir;also ' mit, H i 1je 1: ״Wenn nicht jätzit, wann denn?“ J Manche uns ׳ in lezfer' Zeit zugekommene Anfragen nöthigen uns die 5Erklärung ab, dass weder pilpulistische, noch allegorisirende Arbeiten unter den ״Fo r s c h u n g e ri“ einen Platz finden können. •Die pilpulistische Metliode verdient, einzelne,' Äusschreituifgeri' abgerechnet, die Anerkennung , dass sie dem Talmud lässt, was ihm gehört,' und dessen Aussprüche' und Diskussion ihrem natürlichen Kinne hach äuffässt. Indem sie aber die im 7Talmud1 gegebenen Fäden in's Unendliche weiter zu spinnen bemüht ist, verliert sie jederi Ärispfnch ärif wssen'schafiliöhe Bedeibungi