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Ben Chananja · 1865-12-13 · 50 (13.12.1865) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
50 (13.12.1865)
Date
1865-12-13
Page
– (sequence 5)
Language
German
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895 896 ihn nicht inkerrffirt, zu lefett und vermeidet, Langeweile hervorzurnsen. Wie oft wird mau nicht durch falsche Titel irregeführt und bedauert, die sosibarr Zeit, die mau vergeudet, diesen oder jenen Artikel gelesen zu habe». Dem Literotea par ercellenee bleibt nicht» andere« übrig, wie dem Weir.bändlrr: all, Sorten zu kosten; nicht so aber der Masse der Abonnenten, die mit dem ersten Blicke wissen wollen, worüber man fle zu belehren sucht. <8« wird wol nicht egoistisch sein, wenn ich von meinem armen Ich spreche, wenn ich erzähle, wie ich durch Titel getäuscht worden bin- Ich sab z. D. angezeigt dir ungarische Enziklik לב עברי ohne natürlich zu wissen, wa» diese« Büchlein enthält. Zch vermuthe Her» zenSsachen, da- Zudenthum betreffend, darin zu finden; ich werde mich erbauen, denke ich. und schaffe wir e« an. Was ich vorgesunden, wissen die Leser dieser Blätter, denn ihnen ging e« wahrscheinlich wie mir; hätte nur der Autor den Titel korrekter לב עורי angegeben, so hätte jeder gewußt, wo« er davon halten soll. Zch machte unlängst Zemand einen Besuch und fand auf dem Tische eine Nummer de« כעיר — zum Nliterschiede vom berühmten Dubner ״Maggid", der nicht so orthodor war, dafür aber mehr Geist hatte; — im Hiueinblicken bemerkte ich einen Artikel, über« schrieben תולתת ר״ש״י• Nun frage ich Jedermann, der nur irgend« wir für jüdiiche Literatur sich intereffirt, ob er die Nacht hätte ruhig zubringen können, ohne de» Artikel gelesen zu haben? wie, nachdem Zunz die Frage erschöpft, und wa« hinzuzufügeo war. von Bloch geschehen ist, kommt nun Jemand mit einer Biografie deS berühmten französischen Kommentator«: welche Questen wurden entdeckt, die diesen Artikel nothwendig wachtcn? Al« ich nun anfing, denselben gierig z» verschlingen, la« ich wunderliche Dinge; Raschi sei Profcssor der orientalischen Sprachen auf der Nniversilät zu Prag. Ich reibe mir die Augen und betaste meinen Kopf. um zu sehen, ob ich ihn noch habe oder nicht; zu »leinem Vergnügen aber bemerkte ich, daß der Schreiber dieser Biografie den Kopf verloren haben mußte. Wäre eS denn nicht viel besser gewesen, den Aufsatz mit הולרת ר׳שיי zu übrrschreibrn! Natürlich ist die Eitelkeit, *eine Biografie schon bei gesundem Körper und frischem Leben gewid« mel zu detominen. dadurch gesteigert, wenn man auch noch die Anfangsbuchstaben eiurS in der Literatur allbekannten Mannes zu tragen die Ehre erhält! Warum hier nicht noch einen ähnlichen treffenden Fall ansühren, wen» er auch nicht ganz zu dem Obigen paßt? Seit einer Reihe von Jahren, — ich glaube wenigsten« sei» d׳ri Jahren — ist die jüdische Kiassiker-AuSgade von drm berühmten Grlehrlen Senior Sachs in Paris angezeigt. Wie viel Zänkerei Halle ich nicht durch diese, frühzeitige Anzeige niit meinem Buchhändler; um GotteSwilleu schaffen Sie mir doch die erste Lieferung der Klassiker! worauf ich stetdie Autwort erhielt: ״noch nicht erschienen." Ich wende mich darauf durch drille Hand an einen Gelehrten in Paris, uw Genauereüber den Ge« genstand zu erfahren, und dir Antwort ist: ״S. Sachs hat die Manu, slripie in Händen, hat auch schon einen Theil der maleriellen Mittel, die leider so oft den jüdischen Literaten hindern, im Besitze, ist aber faul, sehr faul, Hand an« Werk zu legen." Faulheit ist eine sehr faule Eigenschaft, aber man kann Nlemand zwingen. zu arbeiten. und »och weniger, sich für Andere den Kopf zu zerbrechen; aber man sost auch nicht etwa« aiizeigrn. wa« noch nicht einmal Embrpo ist. אין אדם מקנה דבר שלא בא לעולם; freilich fällt hier die ganze Schuld auf den, der die Anzeige gemacht, ich mag ihn nicht nennen, da er anonym bleiben wist. Bei Reklamen ist dir Sache der Aufschneiderei und der ungenü, genden Angabe de« Inhalte« eine« Buche« begreiflich; so wird e« Nie, manven aussallen. wenn Hr. Bloch, Red.der ,Coivsrs israülitu" ui Pari-, — nicht zu verwrchseln mit dem ,(Inivers eatholique", der denselben Charakter hat — einen Artikel au« dem Mainzer ״Jsrarl i«ch eu" übersetz», wo Bloch der jüdische Chateaubriand genannt wird nnd dabei diese« Kloakendlätlchen al« eine« der ersten jüdischen Blätter und den Redakteur als einra der drrühmtrsteu jüdischen Gelehrten au-giebt. E« geht daher beiden Herren wir den zwei Bettlern, dir sich gegeusrilig mit Crztllrnz und Durchlaucht betitelt hatten, und gefragt» warum sie sich solche Titel beilegen, dir Autwort gaben: weil wir solches, wenn wir'« nicht thua, von Ander« gewiß nicht erwarten können. Da Bloch sein Buch, ״foi d'I'srael* - da« übrigen« nicht schlecht ist, denn Bloch schreibt gut und geistreich, aber Chateaubriand, ne vous en deplai&o, ist er doch nicht — gelobt ha, bell wist, so würde e« unnütz sein, zu sagen, daß seiu deutscher Kollege in fide nichtvom Zudeuthume verstünde, wenn er nicht da« Kochbuch Rebekka gelrsen hätte, und daß er die Frankfurter Enzykliken (ישורן) für die gemischte Garnison io Mainz in« schlechte Deutsch übertrage. Doch genug hirrvon! Zch will in diesen Briefen nun von Zeit zu Zeit kleine Skizzen über gegenwärtige Leistungen in der jüdisch«, Literatur etwapopulärer Art geben, und zwar wist ich wich der Na, tionalitäten-Theorie anichließen und in meinem nächsten nur von Frank, reich sprechen. Zch hoffe, daß ich dem berühmten bibliografische» Blatte keine Konkurrenz machen wedcr, denn ich wist weder ההמת anzeigen, noch auch Druckfehler rügen. Varia. Von A. N ...... r. I. Habont 8ua fata libelli — ist sehr treffend auf die hebräischen Werke anzuwenden, die in Paris gedruckt werden sollen. Ist e« ja traurig genug, daß eine Weltstadt, die eine Nabbiuerschulr in ihrer Mitte bat und eine der schönsten Bibliothesrn besitzt, Nichtin hebräi» scher Sprache in die Welt schickt. Durch welche« Schicksal sich doch rin Mann aus Jerusalrm dahin verirrt hat, um eine Zeitschrift in hebräi« scher Sprache herauSzugeben, kann ich nicht angeben. Wenn nun auch anfangs der לבנון nicht viel sagen wollte, so gibt er jetzt um so mehr Interessantes. Ich erwähne nur drn Kommentar über ,ר״ר von Mai« monide« und da« höchst mrrkmürdigr Düchlri» ׳ שעישועיםD von Io» scf Scbarah, welches sich meinem Wissen nach nur als Jnlnnabl« in Orscrd vorsand; beide Schristcn find in der genannten Zeitschrisl nach Manuskript.׳» deS Herrn Horace Gnnsberg aus Petersburg abgedruckt. Ncbrigens schreibt der Herausgeber des Blatterech» gut und liefert mein Freund Sen. Sachs Artikel in seinn» gewöhnlich schönen poetischen Style. Die französischen Rabbincu liefern nicht«, sie erwarten erst de» 2. Theil des Herr. WöiierbucheS von Trenel-Sauder, welcher französisch-hrdr. eingerichtet sri» wird. Um gerecht zu sein, muß ich dock einige Stelle», die unlängst vom Rabbiner Astruc als Ueberichrifteu in seinem srfardischen Machsor gegeben wurden, zitiren. Die Nachwelt iu kOOO Jahren wild es Rti‘. vielleicht Dank Wissen, wenn Jemand e« untcrnimiut eine Geschichte der hebräischen Sprache im letzten Jahr» tausend zu schreibe». Wir lesen Kol »idre S. 33 72 מי ש2רך על אחינו האסורים בבית הסהר מן החקירה l>E los viotiwe» du tanatmno religioux. ibid. 55. בעןף שש״ץ זיעבר נוהגים לומר• ibld. 20. יועיל זח (?) כשלא יזכיר לתנאי בשעת השבועה כמבואר גד״ד ibid. 27. החכם שעל הקהל עומר לשני ההיכל Mußas. 6.33 (M0M)!עומדים העם ונוסלים על פניהם und viele andere DarbariSmen; was für Formen בנגריה עושיך ,יוצריך. u. s. w. im Keddusch Lebanah S. 217 find, weiß ich nicht. Herr Crühange, der französische Psalmist, ist auch Mitar, beiter bei diesem Werke; daß natürlich die Approbation von Nltmaun und Isidor nicht frhlt, versteht sich von selbst. Entfernen wir un« nicht vom Libanon l Rabbiner Klein, err nach der Meinung der Pariser und Elsässer Orthodoreu den Talmud mit Löffeln gespeist, will nun durch Aufsätze im Libanon Aleharisi au« dem Sattel heben; er schreibt nur in kt.reuzirter Prosa, vielleicht ist ihm dieser Styl leichter, al« brr gewöhnliche prosaisch,. Wohl ihm und wohl dem Lande, da« ihn be« sitzt! Da« הלבנה in der Zeitschrift liefert De. Hitdröheimer. Flügel, adjutaut de« Herrn Sofrr iu Prrßburg. Leider wird jedoch diese Zeit« schris» wenig unterstütz», uud wird fle kinm ihr Jubiläum feiern, wen» nicht andere Länder an der Unternehmung lebhaften Theil oehu,,» werde». _

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