Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 49 (6.12.1865)
- Date
- 1865-12-06
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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877 878 Seit,« de« Konsistorium« zu Kassel dt« tetreffniden Geistlichen eröffne» worden. sich der feroeru amtlichen Einwirkung auf di, Srzirbung und Devormundnog dr» Kindt« der N. Sk. mit Rücksicht auf die drrs,ld,u nach §. 3 dt« Religiou«g»setze« vom 29. Oktober 1848 zustehendr Di«« Position über die religiöse Erziehung ihre« Kinde« zn euihalteu. Dänemark, 19. November. Freitag fand eine selten, Feier, lichkeit in Fredrrizia statt, indem dir neue Synagoge der jüdischen Ge׳ meiode daselbst von Er. Hochwürden dem Oberrabbioer in Dänemark» dem hochgeehrten uud begabten Prediger der Kopenhagen» Gemeinde Dr. A. Wolff, R. de« D.» ring.weiht wurde. Zu dieser Feierlichkeit waren lämmtliche Beamten der Stad«, dir geistliche, militärische und zivile Obrigkeit, der Magistrat und so Diele ol« in der Synagoe Platz finden konnten, ringeladeo. Nachdem der Prediger einige Worte au der EingangSthüre» anschließend an JesaiaS 29, 2. gesagt hatte, in» troducirte die Musik, uud da« Gebet Ma-lobu wurde vom Ehor mit Instrumentalbegleitung gesungen. Dann fand die Prozession mit den Thorarollen statt, während die Musik präludirte und der Chazan den 24. Psalm David« reziti'.e. Als der Zug an den heiligen Schrank an» kam, sprach der Oberrabbiner Pi. 84, 2—5 wornsch der Ehazaa die beim Einsetzen der Thorarollen ollgemeiiie» Gebete hersagte. Jetzt wurde ein dänischer EinweibuiigS-Psalm gesungen, unter welchem der Prediger die Rednerbühne bestieg uud au« dem Terle Ps. 26, 6—9 entwickelte, wa« e« eigentlich sei, La« einem GotleShause!eine rechte Weihe gebe. Hierauf wurde der Schluß de« dänischen EinweihungSpsalme« gesun» ge» und Dr. Wolff dielt jetzt ein sehr erhebende« EinweihungSgebet. Die Svnagoge. die durch freiwillige Gaden aufgebaut wurde, steht auf demselben Platze, wie die srüberr. Sie macht einen erhebenden und flkunblichru Eindruck und zeichnet sich durch eine simple aber ge» schmackvolle Bauart au«, so daß sie verdient unter die schönsten Ge» däude der Stadt gezählt z» werden. (Hier folgt die Beschreibung de« äußezn u»d inneren Baue«, Mitlheilungen der versebiedenen In» slriplionen, sowie Auszählung der besonderen Gaben, als: Kandelaber. Leuchter «., die von Einzelnen gespendet wurden). — Als man ans der Synagoge zurückgekehn war, sammelten sich alle Gemeindemitgllcdec in der Wohnung des Dr. Wolff. statteten ihren Dank ab und überlieferten eine Gabe zur Erinnerung, aus einem Paar silbernen Bouillonschalen bestehend, woraus daS Portal k. eingegraben ist. — Freitag Abends war allgemeiner Sabdalhgotlrslienst. Dr. Wolss erbaute wieder die zahlen» cheu Zuhörer durch eine ergreifende Predigt. Dasselbe war auch der Fall Sonnabend beim MorgengotteSticnst. Diele Fremde, sowol au« Kepenhagtli, als auch von den Nachbarstätien. haben sich, um der Feierlichkeit beizuwobneu, eingesunken. — Schon 1692 wurde e« der jüdischen Gemeinde in Frederizia erlaubt, ein Gotteshaus zu bauen; 1719 wurde die erste Svnagoge eingeweiht, di, wieder 1753 erneuert und 1812 umgebaul wnrde, so daß dir Synagoge im erstem Stocke war, während der Kantor im Parterre seine Wohnung haue; und wel» cher Bau erst nach dre» Jahren, 1815, wieder benutzt wurde. Jerusalem. 16. November. Unter diesem Dato schreibt uns Herr nu-d. Dr.. Rothzirgrl eine energische Zurückweisung des ihn btlreffenden Korrespondenjartilel« io Nr. 42 d. Bl. Herr Dr. Roth* ziegel erklärt, daß er die Sesardim in Jerusalem drilthalb Jahre hin» durch grau« behandelt, und ihr Hektrsch, so oft er gerufen wurde, be» lucht hat, ohne sich von der Sonnenhitze oder von Rrgeugüsseu abhalteu zu lasse»; — baß er sich seruer niemals 50 kr. für einen Krausende» such autizipando zahlen ließ, soiiteru von dem Bikkur.Cholim»Dtrtiue der Nichltiiaflm a>« Ausforderuug zur Behandlung eine« Kranken stet« «ine Karle erhielt, welcher Derrin ihm einen Zwaoziger für die Visite entrichtete; — und daß «k endlich den Sohn dt« Elia« Nabon oiemal« dehaudeltt. Aus Thatsachea gestützt, erklärt Dr. Noihziegel den >u Nr. 42 d. Bl. euthaltrneu obenerwähnten Aelikel für Verleumdung. Daß Dr. Rothzirgrl vollständig im Recht» ist. beweisen die Schriftstücke, die er seinem Briefe beigelrgt hat: 1. eia Zeugoiß dr» Lbaham Daschi Sbajj iw David Ehazan, worin dieste ehr. würdige vladdi ausdrücklich sagt, daß Dr. Rothzirgrl, Arzt am Roth« schild'sche« Spital, während der Ehoierazei» Außerordentliche« geleistet hat (2;(הפליא לעש1ח■ einen mit OrigioaluulrrschrifttN versehenen Drief de« Gemiluth.Ehaßeim-Derrive« der Vschkenaflw Peruschim a» Herrn Albert Koba in Pari«. Die Dorsteher diese« Drreia« zoll», de» Berufaeifer und der Hingebung de« Herrn Dr« R. die «ärmste und dankbarste Anerkeuuung, hervorhebend, daß der edle Arzt selbst a, de» Tage, an welchem ihm der unerbittliche Tod seine Gattin entriß, ,ich, aufhör«,, den seiner bedürfenden Kranken beizustehen. Dieselbe Suerkeu. nung spricht auch Herr Melr Auerbach, früher Rabbiner zu Kalisch, in den wärmsten Worten au«. So sehr wir uuu rinerseit« bedauern. de, grundlosen Angriffen auf den Herrn Dr. R. im .®. Eh." Rau» gegeben zu haben, so gereicht »« na« avdererseit« zur Geouglhuno-, daß seiurm hohen Berdienste, für welche« schon rin Triester Korrespou« den« io Nr. 44 d. Bl. io dir Schranken getreten» nunmehr volle Gr» rrchtigkeit widerfahren ist. Dem Verlangen de« Herrn Dr« R., ihm den Urheber!ene« Artikel« zu neunen, glauben wir au« triftigen Gründen nicht entsprechen zu können. Wir batten Ursache, denselben für eine och» tenSwerlhe Person zu halten, weshalb wir die Veröffentlichung de« Ar« tikel« nicht verweigerte». Die vorliegende Erklärung reicht wol vollkow« men hiu, da« treue und treffliche Wirken Dr. Notbzirgel« iu« gehörig, Licht zu stellen (Die vorliegende Nummer wird den von Dr. R. be, zeichneten Personen zugcsrndet werden.) Inland. Wien, 2. Dezember, lieber die Probepredigt de« Dr«. Jos. Perles sind uns fünf Berichte zug,kommen, die wir au« Mangel an Raum nicht ihrem ganzen Umfange nach millheilen können. Dir Einen rühmen den woldurckdachten, mit würdiger Ruhr gehaltenen, von Effekt« macherei gänzlich freien Vortrag, und finden e« anerkennenswerth, daß der Redner seine Zuhörer nicht mit vielen hebräischen Zitaten belästigt ha«. Die Anderen tadeln, daß der Redner, den Wolhenabschnill uicht beachtend, über Thora, Abota und Geunluih Ehaßadim predigte. die lokalen Beihältnisse außer Acht ließ, und monoton sprach. Auch soll da- Erordiuw eine Art von Selbstltilik enthalten haben, die nicht am rechten Orte angebracht war. Selbst der Mangel an hebräischen Zitaten wird von dieser Partei »ich« guigeheißen. Indem wir die Herren Ein» sender bitten, sich mit diesem sachgelreuen Auszug« zu begnügen, können wir nicht umhin, auch nachstehende Worte au« einem uns von Wien zugekommeuen Briefe hiehcr zu setzen: .Die berufenen Prediger demü» Heu sich umsonst. E« wird dafür gesorgt, daß sie alle bei Seite geschoben werden, damit der bisher nicht berufene Dr. K a y serli n g berufen und gewählt werde.- Der Urheber dieser Profezeihung steht den Wieuer Parlcle» sehr ferne; er ist aber ui der Lage, sich genau unterrichten zu lassen. A Wien, 1. Dezemher. So wenig auch der Schleier gelüftet werden kann, der die dem lünftigen ungarischen Reichstage vorzulegeo» den königlichen Propofitionen in diesem Augenblicke noch bedeckt, so glaube ich dennoch vollkommen genau unierrlchtet zu seit:, wen» ich Ihne» miiiheile, daß die Emanzipatrou der Juden in d,r königliche» Propotttionen ausgenommen ist. Die Nachricht, daß Dr. Brentano zum Direktor der königlichen Gewerbeschule in Fürth rrnannt wurde, hat hier freudige Sensation erregt. 8. Szegedin, 3. Dezember. Unter den Jünglingen, welche nach altem Usu« von der hiesigen Stadt zu dem bevorstehenden Reichs« tage gelendet werden, um in ihrer politischen Bildung Fortschritte z» machen, befindet sich auch der jüdische jur. drück. Herr Isidor R o» fenbrrg. P. Pest, 1. Dezember. Dir Antwort drr hiesigen Gemeinde auf da« von der Großwardeinrr Gemeinde an erster» gerichtete, in der jüngsten Großwardeiuer Korrespondenz Ihre« Blatte« erwähnte Schrerbr» ist bereit« erfolgt. Ich d«o iu der Lage, mit Weglassung der Eingang«- und Schlußstelleo selbe Ihnen «n deutscher Uebersetzung au« dem uoga« rischen Trrie nachfolgend witzutheilen. .Wir lheilen vollkommen Ihre Ansicht, daß der nächste Reich«««! unserem Stamme dir so lange vvrenthaltrur religiöse uud politische Gleichberechtigung rrthrtleu wird. Wir vrrtrauru v.ollkowmeu aus den erhabenen Edelsinn unser»« allerguädigstrn Monarchen, sowie auf dir Grr«chligkeit«liebe der die Krone umgebenden weisen Käthe; auch wir glauben fest, daß die edle» Vertreter drr Natlou dir Frage drr Rrcht«glrichbei> uud Religloaßfrei«