Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 47 (22.11.1865)
- Date
- 1865-11-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Häusern al« ®ouvananU sich verweudete. uob für ihren Beruf sich wir nur Wenige ihre- Stande« auSbildetr. Ihr zur Sette steht ihr Gemal» «in rbeuso erfahrrarr al« gewandter Erzieher. Luch dir Leistungen der hier bestebeodeu Talmud « Thorafchule vrrdeo gerühmt. Der au derselben lehrende Lehrer. Herr Dooat, ver« fleh» sein Lehramt mit großer Gewissenhaftigkeit und regem Eifer. Luch da« Wirken der höher» Talmudschule unter der Leitung und Anweisung de» al« Talmudlehrer rühwlichst bekannten Herrn Tr« welr« für jüdische RabbinalSkandidaten wird al« ein sehr gedeihliche« allgemein anerkannt. Vermittelnd für di, auder Talmud.Thoraschule enllaffenrn, sowie die Schüler der Gymnasten für den höheren Talmudunterricht, vorbereitend, wirkt der methodisch geordnete und wahrhaft Wissenschaft« liche Unterricht in der Mischna, den der Rabbiner und Prediger Dr. Stein unentgeltlich durch mehrere Stunden in der Woche rrtheilt. Dr. Sltin versteht es, den Unterricht in der Mischna lehrreich und an« ziehend zu wachen und seine Schüler für da« jüdisch-theologische Slu« dlum zu gewinnen. Seine Leistungen werden von dem Vorstände de« sonder« gewürdigt. Sein Verdienst uw dir jüdisch-theologische Ausbil, düng ist ein nicht genug anzuerkennrude«. (Schluß folgt.) Schulwesen. «Odcrrihekm (in Rhei,!Hessen), 20. Oktober. Eben loinmt mir Nr. 37 Ihrer sehr geschätzten Zeitschrift zu. Ich bedauere recht sehr, daß der geehrte Herr Oberrabbiner Kahn in Trier es der Mühe werlh su!,d, die gegen unseren ״Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger tsr. Lehrer. Lehrerwilwcu und Waisrn in Deutschland" agitirende Partei durch Wiederholung ihre« Pamphletauch in dieser würdigen Zeitschrifl zu ehren. Wozu das? Nicht also jener unbedeutenden, aunicdri« gen Motiven entstammenden Angriffe wisten, sondern aus Achtung vor Herrn Oberrabbiner Kahn und den Lesern dieser Zeitschrift erlauben Sir mir. jcue AilSficllungen an unfern Statuten mit wenigen Worten zu berückstckligeii. Eingehend — eingehender als sie e« verdienen, habe ich die Herren in Nr. 30 de- ״Jsr. Lehrer" berücksichtigt. Ich gestehe, daß ich mich im ersten Eifer für dir mir so heilige Sache zu sehr habe hinreiße» taffen. Diese Ausstellungen hätten nur eine kürzere und käl« tere Desprechnug — oder gar keine verdieni. Aber wer kann, wenn er von einer Ausgabe ganz erfüllt -ist, immer ruhig bleiben bei au« niedrigen Motiven enlspriugenden Querbeinen? Erlauben Sic mir, meiner — im eigenen Namen, nicht im Namen de» HanptkomitöS, da« selbstverständlich einer solchen Polemik fern bleibt — unternommenen Berücksichtigung einige Andeutungen über den herrlichen Stand unsere« Unternehmen« voranSzuschicken. — Wir konnten im Laufe diese« Zähre« eben nur überall a»fangen zu wirken. Da« Geschäft mit der ״Achawa" konnte nur als ״Versuch" gelten, die Spenden find auch noch sehr unbedeutend im Vergleiche zu dem großen Felde, da« sich un« bietet, während im Gegentbeil die Ausgaben für die erste Instandsetzung unsere« Verein« sehr namhaft sind. Und doch hatten wir nach dem eben auSgegebenen Rechenschaft«« berichte eine Einnahme von 3924 fl. 7'/, kr. (zu welcher bi« heute wieder circa 300 fl. kommen) und nach einer Ausgabe von 1534 fl. 52 kr., wobei 235 fl. 22 Pensionen an 2 Witwen uud 3 dienst« «nsäbige Lehrer, einen Ueberschuß al- Gcsammtvermögen von 2339 fl. 15'/, kr. Dir Mitglieder,ahl ist 179 und 30 Ehrenmitglieder. Sir ersehen, der Erfolg ist ein bedeutender, obwol dagroße Publikum noch fast gar nichtgetban hat; eine schöne Zukunft steht unserw Ver» eine bevor. Sollen wir un« gegenüber solchen Erfolgen von einigen Schreiern beirren lassen? Herr Krönend,rg sagt: Sr bade auch einen solchen Verein gründen wollen, e« sei ihm aber nicht gelungen; ist da« י eia Grund. daß e« auch Anderen nicht gelingen kann? Mau ist un« auch bi« beute noch auf unsere schon hundertmal wiederholte Behaup» tung, daß ein solcher Verein, wir alle Vereine dieser Art, wie jede Le« beuSversicherung-ankalt. um desto sicherer sei, je größer da« Terrain und dir Mitglied,rzahl — jede vernünftig» Gegenrede schuldig geblieaen. Noch nicht einmal «in Wort hat mau un« ans diese Beb nvtuug ent« gegeohalteu können. die sich auf so allgemein anerkannte Wahrheiten gründet, daß wir ,« lächerlich finden, erst Beweis» auf,ud, »,gen. 5h, spricht von der Schwierigkeit der Derwaliung! Ist Schwierigkeit gleich« bedeutend mit Unmöglichkeit? Zst nicht besser, ein gut suudirter Verein mit schwieriger Verwaltung, al« rin kleiner Verein, der mit den beste» Auspizien beginnt, der aber, weil er zu wenig Mitglieder hat, dir ,in ungünstige« Geschick in wenig Jahren dahinraffen kann, gar keine Ga» rantie zu bieten vermag? (Wir verwerfen z. B. auf die Rabbiner» witwrokaffe)! Zu dem mehrmals besprochenen Libell wird dann die Verwaltung der DereiuSkaffr als unsicher dargestellt, ja, Herr Dr. Krooenberg hält in einer neueren Darstellung eine Sicherstellung für überhaupt unmöglich, so daß die einfachste logische Folgerung wäre: e« kann kein Verein eristiren, deuu die DereiuSkaffr ist nicht zu sichern! — Wir haben aber den einfachsten Weg ergriffen, der Einsichtsvollen gewiß al« hinreichend rrscheinen wird. Unser Rechner ist Kaufmann, ein sehr edle» gebildeter, solider Kaufmann. Aber da die. Geschäfte dr« Vereine«, in«» besondere durch den Verkauf der Achawa sehr bedeutend, anstrengend und zeitraubend sind; so besorgt der Geschäftsführer diesen Verkauf, die Einnahme uud Ausgabe, die Buchführung. Die Einnahmen werden wöcheutlich im ״Jsr. Lehrer" quittirt, und am Schluffe einer jeden Woche zahlt der GeschäsiSsührer nach Deckung der durch den Präsidenten anzuweisendcn »ud den Kontrolleur zu koiitrollirendeu Ausgaben die Ueberschüffe auf Grund der Quittungen im ״Jsr. Lehrer" an den Rech« ner, der. sobald es 200 fl. sind, sichere Staispapiere aukauft und dies» von den Koupon« irrunt. so daß die Obligationen unter doppeltem Verschluß beim Komrolleur. die KouponS beim Rechner find. Jeder Sachverständige weiß, daß in solcher Weise, wenn nicht Rechner, Kontrolleur. Präsident und Geschäftsführer alle zusammen Spitzbuben sind, ein Verkaus der Obligationeu oder der Koupon« unmöglich ist und Nnierschleife ober Verlust, nicht oorlouimen können. Ein klein wenig Vcrlrauen wirb man immer noch haben müssen. Ader wo ist bei Verwaltung einer öffentlichen Kasse da« nicht nolhwendig? Und seit wann sind die vertrauenswürdigen Männer in Israel so selten, daß man in Dcuttchlaud nicht sieben Männer finden könnte, denen man in solch heiligen Dingen ein wenig Vertraue» schenken darf? Mir ist bis« her kein einziger Fall bekannt geworden, daß eine israelitische öffentliche Kaffe verunlrcul worden wäre. Und doch haben sicher uur wrnige solche strenge Dorkcbriiligen getroffen. NebrigenS Kaden wir, um allen derar« tigen Angriffen für die Folge auszuweichen, noch Folgende« beschlossen: 1) Wir werten später, wenn wir einmal ein größere« Vermögen haben, die Skatspapiere auf den Namen de« Vereine« eintragen lassen. 2) bei einer Landesbank deponireo. - Do« Hauptkomilö betreffend, so hat der Herr Kr. absichtlich oder au« Jrrlhum Unwahrheit gesagt. Nur vier sind Hessen, (Simon Levi au« Landau ist in der Pfalz, Stein in Frankfurt, Loui« Lehmann in Homburg v. d. Höhe. Wir wüßten bei ben heutigen Verkehrsmitteln gar keinen Grund, warum diese Herren nicht auch weiter auseinander wohnen dürften. UebrigenS, wa« hat r« zu bedeuten, von wo die Männer her sind, wenn e« unr die rechten Männer find. (Schluß folgt.) SikloS, im November. Wiewol dir hiesige Gemeinde mit dem Lehrer Heller zufrieden war, wurde ihr doch behördlich ausgeira» gen, denselben augenblicklich zu entlassen, da er kein BefähigungSzeugniß besitz». Lehrer Löwinger. der zugleich Kantor ist, wurde auf drei Probejahre bestätigt. Die Unterricht-zeit wurde auf 5 tägliche Stunden beschränk», während an vielen öffentlichen Schulen sech« Unterricht«׳ stunden vorgeschrieben sind. Möchte doch di» Zeit kommen, wo da« jü» . dische Volksschulweseu durch «iufichtSvolle jüdische Fachmänner gere» gelt würde! B. Preßburg, 16. November. Die hieflgt Primärschule be« stebt Gottlob, sie bat aber unter den gegenwärtigen GeschästSverhält« . oiffen mit allerlei Schwierlgkeitru zu kämpfen. Unter den Wohlthäter» derselben nenne ich die Herren Heinrich Kliuger. Jos. Fischer, duozl uud Biach; auch Herr Aid. Sohn in Pari« fährt fort,,di«