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Ben Chananja · 1865-11-22 · 47 (22.11.1865) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
47 (22.11.1865)
Date
1865-11-22
Page
– (sequence 5)
Language
German
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strecken haben, mit denen die Juden während der talmudischeu Periode in Berührung kamen. 3. Da eS uns darum zu thun ist, leicht zu benützende Materialien zur Aufführung eines Gebäudes talmudischer Wissenschaft zusammenzutragen z so wird die Forschung schon jetzt bestrebt sein müssen, Zusammengehöriges inS Autze zu fassen. Wir erwähnen Beispielsweise die talmudische Geografie, welche die Akademie der Wissenschaften in Paris sogar zum Gegenstände einer Preisfrage gemacht hat, und die talmudische Mineralogie, Botanik und Technologie, für welche bisher noch weniger geschah, als für die Geografie. 4. DaS von Vielen auö leicht zu crrathenden Gründen gemiedene Gebiet der Halacha hat die gegründetesten Ansprüche auf eine sorgsame Pflege. Die Natur der Gegen« stände bringt eS hier mit sich, daß auch die nachtalmudische Entwicklung und dabei die Verschiedenheit der Länder und Schulen, — wie der germano-sränkischen und orientalisch, spanischen im Mittelalter, — berücksichtigt werden muß. Hier tritt die von den jüdisch-theolog. Disziplinen noch wenig benützte Archäologie des Mittelalters mit in den Kreis der Forschung. Schließlich bitte ich die verehrten Mitarbeiter, etwaige Belegstellen nur dann in extenso anzuführen, wenn diese!, den selteneren Werken entnommen sind, oder eS unumgänglich nöthig scheint, die Quellen selbst sprechen zu lassen. Hebräische Zitate bitte ich mit Quadratbuchstaben zu schreiben. Korrespondenz. Ausland. Paris, 15. November. Der wiffenschaitlich litcrärischc ifr. Der«» von Paris bat sich bereits konstituirt. Der Verein hat den Zweck. dir bedeutendsten Werke aus dem Gebiete der Theologie, drr Pocsir. drr Beredsamkeit. der Filosofie und drr Geschickte der Jseae« liteo berausziigeben. Bei der am 4. d. abgehaltenen Sitzung drr Grün« drr hielten die Herren Rod eignes und Frank bedeutsame Vorträge. Jährlich wird drr Verein das Minimum von srchStauscnd Franks ver» aiiSgabrn. Grünlende Mitglirdrr find dir Hcrrrn Munk (Eheenpeäff« drnt). Adolf Franc! (Präsident). Ceesbecr, Isidor, L. Levy (Großrobb, von Pari« n»d Bordraur). Alf. v. Rothschild, Furtado, Alb. Cohn. Halfen, KöuigSwartee. Grätz. Hrß, Erlanger. Mich. Levy, RodrigurS (Scfretär). Kommendes Jahr erscheint: Die Ursprünge drS Christen» IhumS von Grätz; ein Band mittelallerlich-iüdischer Dichtungen. (Arch. Jsr.) London, im November. Der Board vf DrvulieS richtktr nach-- stehrnde Koiidolenz-Adreffe an Lady Palmrrston: ״Der D. o. D. nimmt den ltbhasiestrn Antheil an dem tiefen Schmerze. welchen der Tod de« rhrrnwerthrn Lord Dtcomte Palmrrston. erstem Minister 3. M. drr Königin, dem Lande verursacht hat. Der ausgezeichnete Stal«» mann war der treue Freund und die feste Stütze der bürgerlichku und religiösen Freiheit. Sei» Tod.-den wir beklagen» ist nicht nur »ine na» rionale Kalamität. sondern rin großer Verlust für die Sache der Zivi» lisation in drr ganzen Well. Der »Boardbringt der Lady Palmerston den Ausdruck seiner Kondolenz über den nnersetzlichen Verlust, der ste soebeu getroffen hat. ochtungSvoN dar.* Dir Adreffe wurde von der Lady v. Moutestore überreicht. (Arch. 3>'r.) Inland. ß. Wien, 19. November. Die Syanuung aus die mit näch. -em SamSlag begiunendea Peoberedeu steigert stch mit jedem Tage, l Der Lokalanzeiger der »Presse* hat io deu Berichten zu sehr mit den Gemütbern gespielt, indem daselbst 14 Redner zu je 2 und 2 Wochen! angekündigt waren. Dir Zahl war um die Hälft, Überboten. S« wnr» den blo« 7 gewählt, durch welche die bedeutendero Krouläudrr Oesterreich« verlrelea find, und zwar: Hr. S. Shrrnt-eil, der erste deesrlbe». für den nächsten Sadb. vertritt Böhmen, Hr. U u g e r an« Iglau und Hr. W r i ß au« Pohrlitz Mähren, Herr Soaarfchriu au« Wara«diu Kroatir». und e« scheint, daß drr Aorstaud dir Integrität drr drr Ungar. Krone grhörigru Ländrr anerkenn», da von Zrnseit« drr Leitha sonst Niemand gewählt wurde; ferner Herr Dr. Prrlr« au« Posen, De. Äüdr« mann au« Magdeburg und Herr Z. Laad«derg, LanteSrabbiarr au« Hessen »Darwstadt. Deo Reigen der Probevorlrägr eröffaet Dr. E. Ehrrulheil, ihm folgen di, übrigen Oestereicher, sodann kömmt Drutsch« laud au dtr Reih». 0. Pest, 20. Oktober. Am 18. d. M. hielt Herr Dr. Jgn. Hirschler im ung. isr. Vereine vor einem großen und gewählten Publi« kum eine treffliche Getächtnißrede aus den sel. Jakob K«rn. welche von allen hikfigen Blättern die verdiente Würdigung erhielt. Pest, 16. November. Die letzte Nummer des in ungarischer Sprache erscheinenden protestantischen Kirchen» und Schuldlatle« Pole« mifirt gegen einen Hirtenbrief des Fürsten»Prima«, wegen der in dem» srlben enthaltenen Aufforderung, nur Katholiken in den Reichstag zu wählen. Padua, 18. November. Don Prof, drlla Torrr ist eine treffliche Denkrede auf den skl. L » z z a r t o erschienen. Ein Luzzatto» Komilö bat sich soeben gebildet. Padua, 16. November Das Llizzallo-Komitö besteht au« den Herren Oberrabb. Te de Schi in Triest, Prof. ASkoli in Mailand und Dr. Alb. Cohn in Paris. Das Berliner Komltö hat bereit« eine Subskription eröffnet. Putnok, 17. November. Herr Darihol. Hevesi'u wünscht, beim nächsten Reichstage an der Legislatur lheilzunchmen. Die Juden will er im Prinzipr emanzipirt wissen. Die wirkliche Emanzipation toll davon abhängen, ob sich die Juden drn stallichen Verhältnissen fügen!! Die Unduldsamkeit maSkirt sich auf verschiedene Weise. li. P. Körmend, 16. November. Herr M. L. Ehrlich rechtfertigt, ja überlrifft die hohen Erwartungrii, wrlche wir von ihm hegten. Sein Wirkrn in Synagoge ״nd Schule hat ihm bereitdie Liebr und Vrrehrung der ganzen Gemeinde gewonnen. Jeder seiner Vorträge enizückl irine sämmtlichen Zuhörer. Am Schlußfeste Hai er dem verewigten Luzzalto rinrn mcistrrhastrn Nachruf grwidmrt. In drr Schule werten tie wackrrru Lehrer dem Dirrktor, H. Ehrlich, sichtlich kie Hand birten. um Unterricht und Erziehung zu hebe». So könnin wir mit voller Brruhigung auf das Emporblühen unserer Schule rechnen. — Prag, 1. November. (Forts.). Bei diesem Zustande der in einem UebrrgangSstadium befindlichen Josefstädter Schule und bei dem mit jedem Tage sühlbarrr werdenden Bcdürfniß höherer Bildung, das insbesondere. — zu ihrer Eher sei r« gesagr, — von den hiefigen Israeliten so lebhaft gefühlt wird und um derentwillro jeibst dtr Arrmstr siinen kümmerlich rrworbrnrn Gulden hingibt, ist e« nicht zu verwua» drrn und sehr begreiflich, daß Privat» Lehr» und ErziehungSinstitvir für Israeliten. von denen man noch vor zwei Dezennien nicht« wußre, neben der Josesstädter und vielen andern in der neuesten Zeit iu« Leben gerufenen öffentlichen Schulen, in ausfallenter Weise überhand nehmen. Zu den am meisten von einheimischen und fremden Zöglingen besuchirn und durch ihre Leistungen accreditirlen Privatinstilulen gehören tie ter Herren Frei, Singer und Stern, dir ihrer rrprobteu Leistungen und de« ihnen astgemein geschenkten Vertrauens wegen auch vom Ministerium das Recht; staisgillige Zeugnisse auszustellen. erhalten haben. Der erst Genannte, ein gewandter, vielersabrener Lehrer und Erzieher har vor Kurzem auch noch die Ministerial'Kouzeffioo erlangt, sein Institut wi» einem Uinergymnafium zu erweitern, da«, wie ich höre, mit dem de» gönn,neu Schuljahre schon ins Leben getreten ist und unter der.Leiluag de« Direktor Fr« und de» sehr gedildeteu Pädagogen Dr. Noieoweirr steht und zu schönen Erwartungen derechiigi. Auch an Privaierziehung«- anstallen für israelitische Mädchen hat Prag dermalen keinen Mangrl. Eine« vorzüglichen Ruse« erfreut stch besonder« da« der Frau Holzarr geborneu Pappeuhetm. di, eine Reihe von Jahren iu den achtbarste»

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