Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 46 (15.11.1865)
- Date
- 1865-11-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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m *1 •Für de» Psychologe» und Kllltll'rhistöriker könnb» üllch' diese Phautasiegebilde voa Interesse sein, der Morälfilosof onv Theologe maß sich. bescheiden,. wen» auch mit Weh« muth, mit dem ״aiquid veri“ begnügen -, daß er in diesen Hallucinatiouen findet, dem Touristen auf dem religiösen Gebiete des Orients jedoch werden die Beiträge nicht unchlllkommen sein, die ihm hier zur Geschichti deS GlänbenS an Unsterblichkeit, Gottesgericht und Vergeltung geboten werden. Und hierin liegt uach meiner Ansicht der eigentliche Werth der Schrift für die Wissenschaft, das sprachliche Interesse natürlich abgerechnet, daS eS au und für sich dem Orientalisten.abgewkvat. - Nach dieser kurzen Charakteristik deS ״^kitab" gehen wir nun zu unserem Gegenstände selbst über. 1. Ein einleitendes Kapitel handelt von der Sch 5« pfung Adam S. In demselben wird folgende Tradition vou dem oben erwähnten Jbn AbbaS . mitgetheilt. Adam wurde auS dem Staube verschiedener Gegenden der Erde geschaffen und zwar sein Haupt auS dem Staube Jerusalems. sein pars pudanda aus dem Staube Babylons''). Weil nun daS Haupt auS dem Staube Jerusalems entstand, wurde cS der Sitz deS Verstandes, der Intelligenz und der Rede.und weil sein pars pudanda auö dem Staube von Babylon gebildet wurde, wurde eS der Sitz der thierischeu Begierde. Die Parallele hierzu finden wir Synhedrin 38, a.: אמר •רב אוישעיה משמיה דרבאדם הראשון נוסו מבבל וראשו מארץ ישראל (ואיבריו משאר ארצוח). Es ist wahrscheinlich, daß durch נוסי hier gleichfalls daö Sinnliche im Menschen angedeutet werden soll. Raschi erklärt daS ראשו מא״י so, daß der Gedanke im Wesentlichen mit dem Vorstehenden zusammcntrifft: שהיא גבהה וחשובה מכל הארצות. Daß statt ״Palästina" an unserer Stelle ״Jerusalem" genommen ist, hat nichts Befremdendes. 2. In dem von der Schöpfung des TodeS (תצליק אלמות) handelnden Kapitel kommt folgende Stelle vor, die beherzigenSwerthe Lehren enthalt, wenn man nur die Gedanken ihrer Umhüllung entkleidet. ״Wenn der Tod an Jemanden gesandt wird, so stellt er sich in sichtbarer Gestalt vor ihn hin. Dieser frägt ihn dann: wer bist du und waS willst du? Dieser antwortet: Ich bin der Tod, der dich herauöführt auö der Welt und deine Kinder macht zu Waisen, deine Frau zur Witwe und dein Vermögen zum Erbtheil von Erben, die du während deines Lebens nicht geliebt. Und siehe, du hast nichts Gutes vorangeschickt für deine Seele und eS ist nichts Gutes bei dir an dem -Tage, da ich zu dir komme und nichts Gutes wirst du in der Zeit uach meinem Erscheinen thua können. Wenn der Mensch dieS gehört, so wendet er sein Gesicht zur Wand, aber auch dann sieht er dev Tod vor sich stehen. Da wendet er sein Gesicht nach einer andern Seite hin, aber wiederum sieht er den Tod vor sich. Und dieser spricht: Kennst du mich deun nicht? Ich bin der Tod, der weggeführt hat die Seelen deiner Kinder und deiner Eltern. Du wirst sie sehen, aber eS wird dir heute nichts nützen; ich bin der Tod, der da« hiuschwinben machte die früheren Geschlechter und diese waren an Vermögen und Kraft größer als du. Hierauf frägt der Todeöeugel den Sterbenden: wie hast du die Welt gefuu« den? Und er antwortet: ich habe sie betrügerisch und täuscheud gefunden. Da läßt Gott die Welt zu einem perfönlichen ÄLesen werden und sie spricht: o Sünder, schämst du dich nicht? Du hast in mir gesündigt und dich nicht vou ף Di, ander«», 00a 3ba Abba« brsvrochenrn Körptrtbeit« taff, ich hier wegfallen. weil ft, un« keine AukoüpfudgSpunkte bieten. Nach einer attdrtk Tradilicu soll er gelebrl habe», daß da« Hüupt Adam« au« dem »Staub« der Kaaba- (d. tz. »atStlich de« Orte». «0 svtter die Kaaba stand), gebildet »krbd. Uebelthate» zürückgehalteH du'hast nach tnki? begehst» kvärend ich kein Begehr nach dir hatte; du hast nicht gefchk^ den zwischen dem Erlaubte» uud Verbotenen; du ioürdek nicht von der Welt scheiden müssen und nun bin ich benaöch frei von dir und deinem Thun. Da sieht er sein Vermögen/ daS bereits in den Besitz eines Andern gekommen, und diespricht: Sünder, du hast mich mit Unrecht erworben uützi nicht Almosen von mir gespendet den Armen und Dürfte gen, so bin ich heute in die Hand eines Anderen gefalle»/ Hierauf bezieht sich der AuSsprnch GotteS: ״bin Tag, aü^ dem nicht Vermögen, nicht Kinder uützen, sondern (das allein), baß man komme zu Gott mit einem aufrichtigen, frommen Herzen.") Dann spricht der Mensch: o mein! Herr! führe mich zurück ins Leben, vielleicht werde ich dan»' GuteS thun!b) Aber Gott antwortet ihm: ״wenn der Men-׳ scheu bestimmtes Ziel herangenaht ist, dann vermögen sie, nicht, dasselbe um eine Stunde hinauSzuschteben, noch zu befördern."ע׳ (י Trägt schon dies ganze Stück daS Gepräge deS Mi- drasch, so sind eS noch besonders einige Stellen, in denen, haggadische Elemente unverkennbar sind. WaS hier von de» indirekten Besitzthümcrn und den Kindern im Gegensätze z», den guten Werken und dem gotkgeheiligten Herzen gesagt wird, erinnert auf den ersten Blick an daS schöne Gleichaiß, von den drei Freunden deS Menschen (Pirke R.! Elieser 34, a. daraus in abgekürzter Fassung Jalkut zum Jesaj. 58.) und hat sicherlich darin seine Quellt. Für die Bitte deS Menschen, inS Leben zurückkehren zu dürfen und die darauf erhaltene Antwort finden wir eine vollständige Parallele in der bekannten Stelle (Midr. z. Spr. 6, 6)::: עתירין הרשעים לומר לסני הקב״ה הניחנו ונעשה תשובה , וחקב״ה משיבם שוטים שבעולם עילם שהייתם בו דומה לע״ש וחעדדו דומה לשבת א□ איו ארם מבין בע״ש מה יאכל בשבת דומה לים וליבשהאם אינו לוקח מן היבשה אין לו מה לאכול בים . Vgl. hierzu noch Midr. Koh. zu d. Verse: . ובד מעוות לא יובל ׳לתקן 3. In dem Kapitel, daS über den TodeSengelhandelt, heißt eS von diesem: er ist am ganzen Körper voll ׳ von Augen fand Zuugenj. (ממלו נמיע נכדה באלעיון) So heißt es auch Aboda Zara 20, b. ׳אמרו עליו על מלאך המות שמלו מלא עינים;!, \ 4. In demselben Kapitel kommt folgende Erzählutig ' vor: Der TodeSengel kam eines TagrS zu Süleiman, demיי Sohne DaudS, (König Salomo), und richtete einen scharfeu Blick auf einen bei ihm sich beflubendeü Jünglickh.' Da erröthete der Jüngling heftig vor ihm. Ali) »bet der Engel sich entfernt hatte, sprach er: ö Proset Gottes, Möchte! eS dir doch Gefallen, dem Winde zu befehle»; mich nach China zu tragen! Süleiman erlheilte deM Winde Viesen ' Befehl und er trug den Jüngling nach Chiüa. Darauf kehrte * der TodeSengel zu Süleiman jurück nnb dieser fragte ihn,׳ weshalb er deuJüngling so angesehen? ES. ist mir befohlen,׳ worden, gab er zur Antwort, an dem heutigen Tage i» .: China seines Geist zu nehmen; da sah ich ihn bei dir und ן ich wunderte mich darüber. Süleiman erzählte ihm nun de».- Verlauf der Sache ünb wte jener ihn gebeten, dem Winde.' zu befehlen, ihn uach China zu tragen. Da sagte ker Tv'-' deSettgel: ich habe l» Vet That aü diesem Tätze seiära Geist in China geholt? ׳ ׳ ׳ Diese Erzählung wird hier zur Bestätigung des (an Sur. 3148 angelehntep) Satzes angeführt, daß der Mensch- ן von der Stunde der Geburt au euvaS von dem Staube•! der Erdgegeud, iu welcher er sterben soll, bet sich trägt und ׳ *) ©ur. 26. 88 uud öS. ' ־ ־ 7. 6© (י ׳K 23. 16t iA 102. " ד Eue. 7. rr. - ..־_־ ־ V —, 46