Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 45 (8.11.1865)
- Date
- 1865-11-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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811 812 Väter talmubischer Autoritäten, und diese selber, genannt Alexander, Antonius, CriöpuS, DositheuS, JustuS, JustinuS, Nikodemus, PerigoruS, Philippus, SymmachuS. Daher ga« den hochgestellte Männer, wie der Priester Joseph b. Tobia, JosephuS, Elieser der Große ihren Söhnen ausländische Namen, wie HyrkanuS, JustuS, Agrippa, EurydemuS." Selbst althebräische Namen bekamen ein griechisches Kleid, wie Chanina Annia, Jizcbak Jsak, Jehuda Juda, Levi Le« vitaS, Schimeo» Simon. Die Sage weiß von einer Verheißung Simeons des Gerechten an Alexander von Macedonien, daß alle jüdischen Knaben, die im lausenden Jahre geboren werben, nach ihm Alexander heißen sollen. So die nachtal׳ mudische Periode, das ganze Mittelalter bis hinein in die Neuzeit, 16. Jahrhundert, überall landeösprachliche, überall landesübliche Namen. Als nach anhaltenden grausamen Ver« solgungen (Zunz N. d. I. S. 80) die Juden zwischen den Jahren 1300 und 1500 aus West- und Mitteleuropa ge« trieben, in verschiedene Länder zerstreut wurden, entstand da, wo die Flüchtlinge sich wieder ansiedelteu, als sie zu Ge, meinten anwuchsen, ein Namen-Mischmasch. Man hörte englische und französische Namen unter den Deutschen, schweizerische unter den polnischen Juden; italiänische wurden ger« manisirt, und germanische Namen kamen, slavisch aufgestutzt, zu den Gemeinden nach Deutschland zurück: In Ungarn, wo eS im Mittelalter nur sieben jüdische Gemeinden gegcden haben soll, waren unter den Juden echt ungarische Namen gebräuchlich. In den letzten Jahrhunderten, von MoseS JfferleS, 16. Jahrhundert, bis MoseS Mendelssohn, 18. Jahrhundert, ist daö Judenthum mehr rückwärts, alö vorwärts gegangen, nicht etwa willkürlicher, sondern natürlicherweise. Bei unserem Lichte betrachtet, dürften wir so manche Jnstitntion aus jener Zeit für recht finster finden. Zn diesen Instirutiouen ist auch der Brauch zu zählkn, daß die Juden jüdische Namen tragen sollen, und der Zweck dieses BraucheS wäre auSgedrückt in dem umgekehrten Satze, daß die jüdischen Namen die Inden tragen sollen; und so figurirten wieder Jizchak ben Abraham, Eleasar den Ahron, wodurch die Juden unter sich kenntlich und von einander zu unter« scheiden waren; zu unterscheiden in ihrem Gemeiudeleben, in Svnagoge, in ihrer Korrespondenz, in ihren RechlSurkun« den. Biö zu dieser Zeit kennt die Halacha keinen jüdischen Namen religiöser Färbung, die Ausdrücke שם הקודש und בינוי sind in der rabbinischen Literatur früher nicht gekannt; der שם הקודש ist in gewisser Beziehung parallel mit den Taufnamen der Christen. Beide datiren aus einer Zeit, beide sind sanktionirt von der Kirche, beide bestimmt, für den Neuge« bornen in seiner Eigenschaft als Neligionögenoffe. Und wieder unterscheiden sich hierin die beiden Kirchen, daß während die christliche Kirche ihre Taufnamen von Heiligen, Mär« tyrern und sonst verehrten Personen entlehnt, bie jüdische alle biblischen und talmndischen Namen bis auf einzelne ausgeprägter schlechter Charaktere von Unglücksmenschen (B. S. 129), zu Synagogal-Namen, eigentliche Uebersetzuug für שם הקודש, erhebt; daß ferner, während der Tausname der ausschließlich bürgerliche geblieben ist, der Synagogal-Name den fremden, früher selbstständigen Namen als Nebennameu בנוי im Geleite behalten hat für den Verkehr mit der nichtjüdischen Welt, der auch bei Zeichnungen dem Syna« gogal-Namen beigesetzt worden ist. Die früher selbstständigen fremden Namen wurden Nebenuamen, und um diese mit den neuen Synagogal-Namen in einer Verkettung zu behalten, scheint, wo eS anging, eine gewisse Verwandtschaft zwischen Synagogal- und Neben««- men gesucht worden zu sein. Wie aus der Zusammenstellung in den rabbinischen Namenregistern zu schließen wäre, dürfte die Verwandtschaft gesunden worden sein: s) Durch Rückt,br und Urbtttragong. wi, 4»י(יוןק SfaafzrpnS’; 1*אכסילרד «ediere, oxeoisas; —*,ס»׳**״'» זיייןנשטש;ברוך ביבאנם;אליקים viv»nt—בענדיט;ה״ם ak>g. בנעט benedictu* von bcn,d,i,«—בער :ברוך Bär—; ידידיר=&»וו״ג® נאטליב;רוב וינטורא;זאב=)1״0 וואלף;צבי=*זזו»=הירץ הירש veatara= 8 זובריל;שמואל-1»«0«8 זנוויל;צמה»vant זעליג;הנוך s,l׳g— הקין;אשר ebogusur—1>0>0 טודרוס;?סג*?ס*0 טבל;יצחק«f>oc -3 יוזם; מנהם=״1)0ז5 טרוישטל;טוביהos,phu« ליב יוסף Löw,-מרק״ :אריה Mario-;ישועהב:*«*»»?"* סרנין;מדרבי 0*0<*#»״ סרנרס;שרגא=-»״?/*״הי פייבש;שועל=»*50 פוקסc צהר״ס;מנחם Zatario«-קופא;זבריה cupldus—יעקב. b) Durch BrdrutunzSverwandlschaft drs ganz,» Ausdrucke», wir אלסנוט alles GUI,-נסלק rig. בוניאן;נומלהפד boa divu t— בונים :יחיאל buonmo—.דורנט .שמהר dnrani—*מ1לוץ . משולם יועץ:=וו86ו»!50 שולמן;ח״ם=. c) Durch Sylbrn- oder Wurzelverwandtschast nach nächstre oder «aber Debeuiung. wie בים1כלן Guimann. נוטקינר Guikind—;טוביה נרוסמן Großmanu-געטשעליק;גדליה Goiischalk—זוונדיל;אליקים aouvenir—.טריסטליין :זבריר Tröster—פילט^;נהמיה ptlüto פר״דמן;שלום=״״3זה^״5פרידמן :אלימלךF״udma»—;שמהה קורט׳ ourntor שוורצמן :קפריאל Schwa,,!»»שחור—»״- (1) Durch ivmbolisch, Zusammengrbörigkeit. wie היר^—הירש» Hirsch-וואלף :נפהלי Wolf-ליב;בנימןLöwe ליאן Hon; ,יהודה פישל Fisch .(27 ,21 ,16.49,9 .18 •י**״® •@) אפרים י e) Durch Anknüpfunz an Schriflstrll,» und Personifikationen evler Tigenschaflen »nd Geistesgröße». wie בונפנט bon enfent— שמואל; (Sam. 1.1. 26)בערpair—׳ששבר (Nicht. 5.15); ואלקינד Sol von Soniirnkind—שלמה personifistrl Weisbtii; פולווטה nokodtmf—יוסף (Genes. 41, 49); פופיר pauper—;(17 ,41 .3,1) ישראל פשטור pastor—שמואל pcrs. Hirlem eil (Sam. 1.12. 2—5);קושמן z«׳j/משה—־01״ pers. B.schcidciibeit (Nun!. 12. 3); שוועטשקא savio tosellio—אליהו, dcr alle Zweifel löiende Ellas (Mczia M. 1, 8); der Regeurraior Israels in bumauiiärer Drzirhung (Mal. 3. 23—24). t) Durch Glrichhcit der Alange» oder der AnsaugSbuchstabrn, wie אברוש tt/rr-60-ארה;אלקנה אליקא;אברהם Aurel —אנגיל;אהרן angelus, אנשל an^oio—בונמי :אשר bon ״Mi, ברנש b״nus; סנפט Donifac:,,»—בצולקא;בנימן גרוש;בצלאל Gades (Siavt i» Spanien)—דונדא;גדליה donatus -:=*>»* הי1-הה;שלמר.-801 ול;המך-?«^.,' הענוך;דור מלין;יחזקאל d>,1i-m»8—יופל;ייע^ן jovi»!—יוסף; Loui»—;לוי נלנלי Mcneiaus^rנטרונא;מנחם «otartus-ענזיל;נה an״e10= פילטא;אשר p1>0m—קשתו;פלהיאל castus—שענקא;קסריאל Senec-r,—שפטיל;שמעון. dißaoris. שבתי שעפס. Frauennamen hat die neue kirchliche Institution fast unberührt gelassen, die Zahl der hebräischen und aramäischen ist eine sehr unbedeutende. Daß diese Institution nicht gleich Wurzel gefaßt habe, und daß man überhaupt damit nicht sehr rigoreuö war, spricht schon aus folgendem Zitat heraus. ״Hat man Jemanden nach seiner Geburt frespektive Be« schneidung, hierbei Namen zu geben, ist schon uralte Sitte. S. Schabbath 13-1, a. LukaS 1, 59j Chajim genannt, später aber Vivant, und wird er unter diesem Namen vor die Thora gerufen, und zeichnet er auch Vivant, so ist auch für Scheidebriefe Vivant als der eigentliche Name anzusehen, (B. I. T. E- H. 129). Aber auch in späterer Zeit, wo die 6) Kon»», vor 3 -ברוך רמי בענריט .ה׳ אכפילרר«,,r,flau» ist (um'i'iifolg,»:, filolcgischrD״n,ll,,»z. Wi,מדרביvouמיראדכיא (311 im Talmud rin bloß,- Wortspiel. M. ist pr,fisch), so אקסל gleich אהלות unbTv««•ורר »nd t« u«1־,tf. ist Ros,nn,lk,n (?) (T. q. litt; 4)1״1,6ל .שדת הוחיאיר_א von בוליסא ,iaoulich /צן״ג״״ן«*.": Stammt vou בולי rrich. ähnlich 'פרוזבול von בולי «ich (rigrntlich nL,utsßolrlt fikkk Laura») so בולאות שביהודי di» Nkichrn in Juda (wadrschrinlick auch dir NL1H, in Juda, wir ßovX^tu Nalhshcrr, unb' auck r,k dtkrefftnr, Errzcs, (G. 37) <שברר.י גאון עיזבן אלו בולא:ת שביהודה wi,r ratmch »,dob,1) (!.׳. G א״ב ש״ג).