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Ben Chananja · 1865-11-01 · 44 (1.11.1865) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
44 (1.11.1865)
Date
1865-11-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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801 Dramioeu genießen die übrigen Sterblichen ihr Leben. — Einen (Iclehrteo beschenken, ist so verdienstvoll, wie ErstliogSgaben darbringen sAetöub. 105. vgl. Derach. 10.); so auio Afrin (L. ISO.) als wenn er tausend Schafe gäbe und bei Menu (7. 85) »ein Ge« schmack an Einem, der DedaS gelesen hat, bringt unendliche Frucht.* — Die Zorooster durch Inspiration wußtr, was gewesen, was ist und was sein wird (2, 116), so zeigte Gott dem Adam alle kommenden Geschlechter uod ihre Schicksale (A. Sara 5. Ber-Rabba 21.) vud viele« andere noch, was die talmudische Sage von Adam erzählt, stimmt in vielen Punkten mit dem übereiu. was die Parseu von Djewschid er« zählen. — Der Mittelpunkt der Erde ist den Parsen KhuneretS sJrau 3, 72׳), den Griechen Delphi und den Judcu Palästina. Unter den fatclbancn Vögeln der Parseu ist der Vogel Eorasch (1, 120. 2. 237.). der als verständig und frruschaurnd geschildert wird; ähnliches wird von dem Vogel *)2 (vgl. Rabba s. 5.) erzählt, der auf 18 Meilen seine Sprise wittert. DaS talniudischr Koresch ist dem Parfischen KoreSd gleich und ist rin Schasbock mit einem Horn (Bund. 14.), der dem Ncinen im Jenseits zu Theil wird, wie der Leviathan. — Der Erfolg der Reinigungswasser der Sota (Brr. 31.) wird auch der Neililguug des Beraschmau (2, 31S.) zucrtheilt: ״wer früher keine Kinder halte, bekömmt deren." Im Talmud (Joma 21.) heißt es in einer Barairha: Es gibt 6 Arten von Feuer: 1) ein Feuer, das verzehrt und nicht trinkt; 2) das trinkt und nicht verzehrt; 3) das trinkt und verzehrt: 4) das Feuchtes und Trockenes verzehrt; 5) das Feuer verdrängt und 6) Feuer verzehrt. Der Talmud erklärt uun: 1) ist unser Feuer, 2) die Hitze der Ficberkronktli, 3) daS Feuer von EliaS (i St. 18, 38.). 4) das Altarfeucr, 5) Gabriel, 6) die Schechinah. Der Midrasch Aba Toric» liest 4) trinkt nicht und verzehrt nicht, das ist daS Fener der dienenden Engel und erklärt 1) der Mond und 2) die Sonne. Mas. Gihnam zählt nur 5 Arten und 4) fehlt. Wie in dieser Barailha werden in Afrin (2. 144.) 6 Feuer mit Namen genannt und im Dun- Lckcsch (88.) gleichfalls 6 oufgcstestl und 5 gezählt und wie folgt erklär!: ״Das Gesetz redet von 5 Arten Feuer. Eine verzehrt Wasser und Nahrung (d. h. es kan» weder durch Wasser noch durch feste Stoffe gelöscht werden), nämlich das in, Mcnschenkörpcr; das zweite trinkt Wasser und läßt d:e Nahrung uiivcrzchrt; dieses Feuer ist in allen Pstanzen, die lebe» und im Wasser wachsen; das dritte verzehrt sestc Tbeile, aber nicht Wasser, wie das gewöhnliche Feuer; das vierte verzehrt weder flüssige neck feste Theile, wie Dazcfcht. das sünftc Derrzesengb geht von Lruiuzd ans und findet fich in der Erde, den Bergen »nb allen Geschöpfen OrmuzdS." (Forts, folgt.) Korrespondenz. Ausland. Zürich, 20. Oktober. Die Schweiz bietet in diesem Augenblicke rückfichtlich der Juden ein neues, noch «iewalS dagewcseneS Schauspiel dar! Dir franzöfische Regierung wollte nämlich in ihrem erneuten Handelsverträge durchaus leine Ausnahme iu Betreff der Juden gelten lassen. In der Folge werden mithin die franzöfischen Juden i» der Schweiz so behandelt werden müssen, wie die franzöfischen Chri« stcn. Hieraus erwächst die Abnormität, daß in manchen Kantonen die franzöfischen Juden ohne Vergleich günstiger behandelt werden müssen, als die einbeimischen Juden. Soll diese Abnormität fortdaueru? Eine Mincrität in der zur Revision der Verfassung niedergrsetztcn Kommission antwortet: Ir! Die Abnormität soll so lange bestehen, bis ,« den ein. zelnen Kantonen gefällt, ihre die einheimischen Juden beschränkenden Gesetze zn abolrren. Die Majorität der Kommission dageger» will eine gänzliche Revision der VundrSverfaffung vorgenommen wissen; sie schlägt daher der Bundesversammlung vor. iu der Verfassung nicht nur die Kultus., sondern anch die GlanbenSfreiheil zu gewährleisten und zu bestimmen, daß Niemand des Glauben« willen in den bürgerlichen oder politischen Rechten beschränkt werden dürfe. Wie ich höre, soll hie und da sich klerikaler Einfluß gegen diesen freisinnigen Vorschlag geltend zn machen suchen. Die studirende Jugend jubelt der Ausführnng de« selben entgegen. Sin Techniker. Zürich, 24. Oktober. Der Artikel der VundrSverfaffunj, wrkcher wodifizirt werden soll, lautet: ״Der Bund gewährleistet all,» Schweizern, welche einer der christlichen Konfessionen angehörru, da« Recht der freien Niederlassung im ganzen Umfange der Tidgenss» senschast Dieser Anachronismus soll in der Folge au« der schweizerischen Gesetzgebung schwinden. Inland. . B. Triest, 27. Oktober. Die in Nr. 42 Ihres Blatte« «nt, halten» Notiz über da« Wirken des mock. vr. Rothspiegel iu Jerusalem kann ich. da ich dir dortigen Verhältnisse aus Autopfie keune, nur al« schändliche Verleumdung bezeichnen. Dr. Rothspiegel hat während der ganzen Zeit, wo die Epidemie in Jerusalem graffirte, eine wüsterhafte Pflichtlrenc und Selbstverleugnung an den Tag gelegt, wie er denn auch selbst von der Krankheit nicht verschont blieb. Ihr Korr«, spondeut scheint mit seiner falschen Notiz-Nebenabsichten im Auge gehabt zu haben. p“2 Fünfkkrchen, im Oktober. Kaum find noch die angrnehmen Töne des Halle» iu unseren Ohren verhallt, als wir au« dem naheo Bonyhüd das Aechzen von dem Krankenlager eines daselbst fürchterlich zerschlagenen Ehrenmannes vernehmen. Herr R., der der Ge« mcinde lauge Jahre als Vorsteher und Obergabbai mit der größte» Selbstverleugnung, mit Aufopferung seiner Selbstinteressen , mit der größten Gcmeiiniützigkeil diente, war am SimchaS Thora, wo sich jeder Juden freuen soll, das traurige Opfer wilder Bosheit, roher Ignoranz und schnöden Undankes. Er nämlich, als abgesetzter Vorsteher, jedoch fungirender-Obergadbai. stellte sich, wie eS in allen jüdischen Gemeinden Gebrauch ist, zur heiligen Lade, um dir Thora» vertheilen zu lassen. Da springt in wilder Wuth die Partei de« dortigen neugewähltcn VorstandcS heran und schlagen de» um die Gemeinde verdienstvollen Herrn R. schonungS- und rückstckiloS derart, daß derselbe seit dieser Zeit leider das Bett hüten muß. O daß doch derlei Fälle, derlei Ausflüsse von Rohheit und Unwiffenlicit schon einmal ein Ende hätten. Es wird dieser traurige Fall mehr a» Prozcßspcfc״ kosten, als ein tüchtiger Rabbiner dort Jahrrügehall bekäme. Schämen mögen sich aber die Thäter, einen Mann, wie es Herr N. ist, derart behandelt zu haben. Grofnvardein, im Oktober. Lange waren die Verhältnisse der hiesigen Genicindc mit Sllllfchwcigcn übergangen worden, weil eS in der Thal nichts erfreuliches MittheitenSwerlheS gab. Nun aber fallen die Schranke», der Hader und Zwist scheint geschlichtet, weil man eS doch begriffe» bat. daß Eiulracht ein heiliges Baud ist. daß fich wohl» lhucnd um die Verhäliiusse schlingt, so daß die Gemeinde in Bälde einem cisrculichen Gedeihen enigcgcnsiehl. Die Schule erblüht unter fach- und gesinnnngöiüchligen Lehrern, die aus allen Kräften bemüht find, den Anforderungen der Zelt gerecht zu werden. In der Synagoge hören wir außer den üblichen Vorträgen de« hiesigen Herrn Rabbiners von Zeit zu Zeit eine. gute, wohlgeordnete Predigt und Drascha von Herrn Dr. Diamant. dem Schwiegersöhne des hiesigen Rabbiner«, der nameiillich am letzten Schlußfeste in der großen Synagoge durch seinen Vortrag bewies, daß er den Anforderungen der Zeit gerecht werden kann, denn nebstdem. daß er Uiiiversilärsstudien gemacht nnd eine bedeulentc Belesenheit auf allen Gebieten de« theologischen Wissen« hat, besitzt Herr Dr. D. ein tieseuigehendes talmudlschcS Wissen. Wünschen«- werth wäre es, wenn diese jugendliche wissenschaftliche Kraft einen schöneen WieluiigSkreiS in einer Gemeinde als Rabbiner bekäme, üuf daß fich seine innere Gediegenheit durch Wort und That nach Außen beluude. Möge die hier angedahntr Ruhe und das Einvernehmen zwis-sto Rabbiner und Gemeinde audanernd sich befestigen. PhilaletrS. 8- Gr. Becskerek, 20. Oktober. In Nr. 42 des ״B.CH." finden wir iu einer Nachschrift der Redaktion zu dem Artikel de« hochgelehrten und hochgeachteten Oberrabbiuer« H. B. Fasset in Gr. Kanizsa den Schlußsatz, daß die Orlhodorir vermöge ihrer .Elastizität viele Schaltirungen zuläßt, und daß über die eine oder andere Spezialität eine Erörterung zu führen zulässig ist. | ES möge un« nun gestattet sein, einen bescheidenen Beitrag zu! liefern, indem wir vor allem die in Bezug auf die Orgel auSgespro«! chene Auffassung der drei VerglrichungSgradr anerkennen. Allein daselbst.

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