Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1865-10-25 · 43 (25.10.1865) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
43 (25.10.1865)
Date
1865-10-25
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2542917-2543219-2543263--4457-2548435
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

786 786 $rof. Stählio au« Basel, Prof. Eteiuthal au« Berlin. Diakonu« Dr. Truwpp (ehemaliger Missionär in Assen) au« Pfullingen. Prof. Weil tu« Heidelberg, Stadtpfarrer Dr. Wolff au« Rotweil. Manche andere ß Koriphäen der Orieotalistik wurden ungern vermißt. Den Vorsitz führte I Prof. Hitzig au« Heidelberg. Al« Vizepräsident fuogirte Roth. Sekre» p thu waren Dr. Mühlan au« Leipjig und Privaldozent Dr. Steiner ff au« Heidelberg. Gehalten wurden folgende Vorträge: Von Hitzig über | die Verwandtschaft de« Semitischen mit Arischem, Keltischem. Turani- 8 schem auf Grund einer frühesten nichtsemitischen Bevölkerung Palästiö na«. Syrien« und der Euphrat- und der Tigrisländer — von Trump p über dir indischen KafiS — von Roth über gelehrte Tradition im Alterthume — von Dr. Ley über Alliteration im Hebräischen (wurde jedoch als zu weil führend uud vom eigentlichen Thema abschweifevd nich t vollendet). Professor Fleischer la« auszugsweise den von Prof. Gosche in Halle 0l1«gcardeite1eu wissenschaftlichen Jahresbericht für die Jahre 1859 — 1861. Al« besonders interessant erwähne ich die Vorlegung und Erläuterung von Druckprvben und handschriftlichen Kopien mandäischer | Werke von einem jungen Gelehrten aus Slullgart NamcnS Dr. Euting. || AesouderS bcwundernSwerth sind die von ihm selbst auf Pergament an, U geserliglcu Kopien wegen ihrer musterhaften technischcu Ausführung. Es f kann denn auch dieser strebsame Gelehrte, wie Prof. Brockhaus vcr- W sicherte, der Unterstützung der deutschen morgeuländischen Wiffenschast A zum Zwecke der Herausgabe von Denkmälern jener Literatur gewiß sein. J Wie nur Herr Euting äußerte, gedenkt er das Studium der von ihm 8 dereinst publizirten mandäischen Werke durch ein eigenes Glossar zu M fördern. Nicht zu übergehen ist hier auch der von dem mit Palästina W so vertrauten Wolff gestellte Antrag, ob nicht vou der Versammlung ein A Gruß geschickt werde» soll an die englische Gesellschaft zur Ersorichung A Palästinas und;»gleich das Erbielen, LaS Nnlcrnehmc» desselben wis« I senschastlich so viel als möglich zu fördern. Die Versaiiimlung erklärte II sich itldstvceständlich damit einverstanden, dieser Gesellschaft ihre Auer, I lknnnng zu bezeuge». Fleischers, eigentlich auch der Orienlalistensektion N augehörende Vortrag: Der Morgenländer in Europa wurde in der all- S gemeinen Sitzung gehalten und riesen die naiven Ergüsse dieses moder- :J neu, seine Reise durch Europa schildernde» Oeicnlalen selbst unter den A gcslrcugen Herren Schulmeistern nicht geringe Heiterkeit hervor. I Für die gesellige Seite der Versammliilig war Folgendes ge.- I boten: Ein gcmclnschastlichke, Fcstnial im Baukclsaalc des Heidelberger I Schlosses (27. September Abends um 6 Uhr), das aber bei dem Preise H von 2 st. EM. lmit einer Flasche Weines) selbst hinter den allerbe- 4 schcidcnstcu Erwartungen zurück blieb. Und dabei speiste mau bedeckten | Hauptes und a..f zusan1.nengrziminerten hölzerne» Bänke», deren einige | gleich im Anfänge sitzunsähig wurdet:. Es geht halt nichts über die deutsche Gcmülhlichfeit! Ein Glück, daß die nach diesem höchst ungc« mülhlichcn Mahle vcraustaltete bengalische Beleuchtung des Schlosses (ein herrliches Schauspiel) die Qualen dieses Abends so ziemlich wieder verwischte! eine gemeiuschastliche Fahrt nach EarlSruhe (zum Preise | von 1 fl. 45 kr. für Hin- und Rückfahrt (am 28. September um 2'/, Ubr) zur Besichtigung der dortigen Sammlungen und einer Festvorstellung im gtoßherzoglichcn Hoslheaier*). von wo man um 11 Uhr Nachts wieder zurücksuhr — endlich am 29. September, Nachmittags 2 Uhr, Spazierfahrt nach Neckargemüud uud Ncckarsteinach auf Einladung der städtischen Behörden und Abends um 8 Uhr rin Fcstdall im Museum. Was den Ort der nächsten Versammlung anbelangt, so war allgemein vou Halle die Rede. Korrespondenz. Inland. 1. Wien, 24. Oktober. Der Verein zur Unterstützung mittelloser Studtrrnder hat soeben seinen vierten Jahresbericht veröffent« licht. Der Verein verausgabte 2760 fl. Unter den 119 berücksichtigten Petiuten waren 5 aus Wien. 62 aus Ungarn» 16 aus Böhmen, 16 - *) Di, gemessenen Worte de« auSgegebenen Tagblatte« vom 27. September: ,Die Herren haben, in Frack und weißer Kravatr zu er- .scheinen" hielieo, obgleich sie am folgenden Tage zurückgenommeu wur- 'den. dennoch viele von der Thrkluahmr ab. au« Mähren, 14 au« Galizien. 3 au« Schlesien. 3 au« Kroatien, 1 auder Bukowina, 1 au« dem Küsienlandr, 1 au« Rußland. Außerordeotliche Spenden: Karl Löweustein'schk Stiftung SO fl.; Erben Sfrusfi'« 200 fl.; ein Aoooymu« 150 fl.: Emil Edler v.HofwanuSthal 100 fl.; Ans. ». Rothschild SOO fl.; BethauSspenden 412 fl. Die größten Jahre«, beiträge spenden Rothschild uud Weikersheim: je 50 fl. An der Spitze dr« feowmeu Vereine« stehen die Herren: Rabbiner Horovitz, E» -Biach. Ed. Mannheimer. W. v. Wertheimstein. I. v. Goldschmid«. Dr. Schiffmann, Dr. G. Wolf. Der Bericht widmet dem verewigten M a on« heim er al» dem kräftigsten Anwälte deS Verein« einen warmen Nach» ruf. Möge der Aerriu von Jahr zu Jahr einr immer umfassendere Wirksamkeit zu entfalten in der Lage.sein! Al. Pest, 16. Oktober. Da Sie bereits dir Namen unserer Vorsteher mitgeihrilt haben und es für Ihre ungarischen Leser von Interesse sein dürste, auch die Namen der Ausschußmäuner zu erfahre», erlaub, ich mir. Ihnen dieselben mitzutheilen: Abele« EliaS, Allstädter Rud., Feuer Dav.. Fisch! Karl, Freibaum Ed.. Fuchs M. R., Fuch« Phil., Groß Phil. Dr., Gruber Jak., Hanover Mar. Hirsch Jgn., Hirschler Jgn. Dr.. Hostänter Ludw., Hürsch Karl. Kohu S. L., Löwy Golll., Nagel Herm., Pollak Heinr. Dr., Rüzsay Jos.' Dr., Schönberg Herm. Dr., Schwarz Herm., Schweiger M. L., Stein Nathan, Straßer Alois, Taub Gustav, lllmann M. G., Valalin Jos., Wahrmann Mor., Zwack Jos. II. Mohol, im Oktober. Herr Hermann Pollak übergab der hiesigen Synagoge eine von dem Sofer David Veck vorzüglich schön geschriebene Tborarollc mit einer dazu gehörenden prachtvollen AuSstattnng. Unser chrw. BezirkSrabbincr M. L. Weber hielt bei dieser Gelegenheit eine gehaltvolle Siede, welche alle seine Zuhörer mit Begcisteruug ersülltc. Herr Hermann Pollak spendete außerdem hundert Gulden als Legat zu wohlihätigcn Zwecken. Gott segu: den ctelmüthigeu Spender! R. Wcntzen, 17. Oktober. Unser»! chrw. Herrn Oberrab» bincr Ulmann hat der iinerbittlichc Tod wieder ein theures Wesen entrissen, seine Mutter nämlich, Witwe des 1839 verstorbene» Zsambeker Nadbincn Beer lllmann s. A. Dieselbe wurde unter allgemciucr Lhcilnähme der ganzcu Geuicinde zur Erde bestallet. Ruhe ihrer Asche! Essegg, 16. Oktober. Ich »heile Ihnen gewissermaßen als Nachdang zu meiner jüngsten Korrespondenz vom 1. Oktober nächstehcndra Aktenstück mil, welches die Kultusgemeiute Valpo am 13. Ok« toder, nämtlch am Feste der Thora,Freude erhaltcu. Mögen eS Viele lesen und sich daran ein Beispiel nehmen. Präs. Nr. 969. Sr. Wohlgeb. Herrn Jos. Schwarz, KulluSvorstaud Seine Hochgeboren der Herr Barou fand unlcr heutigem Folgende» zu erlassen: »An mein Rentamt allhier! Zur Bestreitung der, der hiesigen isr. Kullnsgemeinde auslausenben Auslagen in Bezug auf den Gotte«- dienst finde ich mich bewogen, ihr den Betrag von 50 fl. österr. Währ, zu bewilligen. Das Rentamt erhält demnach den Auftrag, diesen Betrag dem jeweiligen Kulluövorstande in rinvierteljahrigen Raten iw Vorhinein gegen Quittung auSzubezahlen.'' Prandau w. p. Wa« hiermit zur angenehmen Wissenschaft mitgrtheilt wird. Valpü. 13. Oktober 1665. Auf hohe» Befehl Sam. Spitzer, Oberrabb. Mikolic m. p., Eraktvr. Z. Gran, 18. Oktober. Ein Kandidat für die Vertretung der hiesigen Stadt beim bevorsteheuden Reichstage spricht in seinem durch den Druck veröffeoilichten Programme von seiner Achtung vor den rezipirten Religionen. Wenn der gute Mann iu dieser Ausschließung der Juden seiner persönlichen Passion folgt, so lohnt eS sich wirklich der Mühe nicht, mit ihm zu polemifiren. Anders verhielte e« sich, weuu er im Namen einer politischen Parte» spräche. Vorläufig berechtigt nicht« zu einer solchen Annahme. Al. Ali« dem Cfanüder Komitate, im Oktober. Da unser Komitat im Jahre 1861 so freisinnig war, auch Juden in den Au«- schuß zu wählen, so find diese Gewählte», die HH. Dr׳ Abele« und Grauer

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.