Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 42 (18.10.1865)
- Date
- 1865-10-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2542917-2543219-2543262--4447-2548424- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
737 738 16. §k. Schalom aus Neustadt. Akt man 1378 schrieb, ledle in der Wiener Neustadt 0). Scha» 10m h. Isaak, genannt Schalem au« Oesterreich, auch Scha« lom au« Neustadt, aber nicht Schalom au« Dirn, denn er wohnte weder in dieser noch in einer andern Stadt, sondern blieb immer au« religiöser Rücksicht in Neustadt, dem Wohnorte seiner Vor» fahren. אמהר״ש לעולם ידור אדם במקום אבותיו נמצח הכמים לולי וה כבר העתקתי אהלי כמה פעמים מעיר נייאשטט (M-, haril לקוטים מהר״ר שלום מאושטרייך) Sr war blo« einmal in Schweidnitz (ibillow, Hilcho« Sabbat) und in seiner Jugend stu» dirte er zu Znaym bei R. Möschel. R. Schalom war ein berühmter Gesetzlehrer und unterrichtete mit vielem Erfolg zahlreiche Schüler, die au« Deutschland, Oesterreich und Griechenland zu ihm eilten. An der Svitze dieser Schüler standen Jakob Levi Mölu; Doffa b. Mose«, der Grieche; Josef Oestreicher, sein Enkel. Er schrieb auch üb«r die Gebräuche der Gemeinden und andere Chiddui'che Dinim, in denen er die Arda Turim von Jakob b. Ascher wenig beachtete. (Maharil. Hilch. שמהות)- Aber von seiner Schrislstclkerei ist nur da« Wenige bekannt, welche« sein Enkel Josef oder Juspa Oestreicher redigirte und da« dem Verfasser de« Mabaril vorlag. R. Schalom au« Neustadt hatte einen Sobn Namen« Jona (Maharil.. ibld.); auch zog er zwciWaisenknaben'au« >KremS auf. die gut unterrichtet waren; der Eine hießN. Aberle, der Andere N. Sal» man; r« waren zwei Drüder. I» den dürren Notizen de« De. Zunz, die mehr verwirrend, als belebrend sind, wird ׳der Vater unser« R. Schalom. der laut Maharil Hilchot Sabbat. R- Jia a k hieß. אמהדי׳ש שראה מאכיימה״ר יצחק דל. bald Seckel (Gesch. u. Lit.p. 104), bald Eisak genannt (Ritus, p. 35). Auch nennt ihn der gelehrte Doktor R. Schalom au« Wien. 17. R. Abraham Klausner. Das Verdienst des R. Abraham Klausner wurde allgemein an« ersannt. Er war Schüler des R. Möschel aus Znaym, de» er häusig zilirt, und Genosse des R. Mclr Ha-Lrvl in Wien lRga. Jakob Werls Nr. 151 und Rga. Israels Jsserleinö Nr. 125). Gleich seinem Lehrer gründeie er eine Jeschiba nnd schrieb die Gebräuche der Gemeinden in Oesterreich nieder. Es sind aber »ich! ,enc Minbagim, welche 1558 in Riva di Trema unter seinem Namen gedruckt worden. Diese äußerst seltene Ausgabe scheint die Minbaglm des R. Ehajilm Paltiri zu enthalten, denn sehr osi steht im Terte dieser Name kurzweg: היים סלטיאל und nur ein Tkeil der beigcsügie» Noten, die ״R. Abraham Klausner" zur Unleiichn» haben, sind au« seinen Minhagun entiehnl. In diesen Noten erwähnt N. Abraham seinen Lehrer R. Möschel au« Znaym. die Gebräuche vom Rhein, rtnen alten Koder. der sich in Wien befand und clncn R. I.. der rdeusalls et» Jünger des R- Möschel war. Die vuflständlgeu Mlnhagim unseres Gesetzlehrer« von Wien befinden sich handschrisllich laut dem Katalog איצרות היים Nr. 465 und 466 in zwei Kodice». R. Abraham Klausner genoß hohe Achtung; Eisak Tyrnau er« wähn« ihn mit Lob. Salman aus St. Gewer (St. Goar) nennt ihn 31001 .גדול בדורו affחרב הנרול :»״!״- Der Talmud in seinen Seziehungeu zu den indischen und persischen Gesetzbüchern. Von Rafael Kirchhrim. (Fortsetzung. ') Dir Analogien zwischen dem Talmud uud den gendbüchern blieben selbst christlichen Forschern, so weit ihre geringe Bekanntschaft mit dem Talmud reicht,, nicht verborgen, und Spiegel macht schon auf« merksam auf die Lehre von der Wage, mit welcher die Thaten der Men« scheu abgewogen werden. — die sich bei den Persern. Juden und Men« düern fände. Ebenso fei die Aehnlichkeit in der Auferstehung-lehrr. wie flr brr Dunduebesch ausstellt, dieselbe, wie sie in den erstes christliche» Jahrhunderten gelehrt wurde. Und wen» auch nach der Meinung derer, dir da« Alter der vorbandenro Zeudbücher außer dem Deudidad tief herabrücken, dir Entstehung de« Bd. in« 7. Jahrhundert fällt, so iß darum nicht auch dessen Inhalt al« spät verdächtig. ,Der Wunsch der Parsen — schreibe Spiegel (2. S4) — aste« auf älter« traditionelle Ouelleu zurückzufübrea, macht) e« von vornherein unwahrscheinlich, daß da« Buch sich allgemeine Achtung verschafft haben würde, wäre sein Inhalt erst in der Zeit entstanden, wie da« Buch selbst.* Die stat» liche Stellung uud der geistige Einfluß der babylonischen Juden waren aber auch zu untergeordnet und zu unbedeutend, al« daß man vermu» then sollte. die Parsen batten in ihren Traditionen und Schriften jü« bische Ansichten und Lehren ausgenommen. Andererseit« find aber auch die Analogien so bedeutend und erkennbar, daß, wenn man auch — wie Schorr ti ausspricht — eine direkte Entlehnung au« dem Parst«, mus nicht zugestchen will, man doch zugeben kann und muß, daß sich durch Umgang und Verkehr persische Ansichten, Gebräuche nnd Sitten, dir LaS mosaische Judenthum nicht unmittelbar berühren, bei dem Tal, wud Eingang gefunden haben. Was nun aber keine biblische, gesetzlich, Begründung hat und sich nicht auf diese Urquelle zurück»,hrrn läßt, hat keine höhere Bedeutung. al« dir einer Privatmeinung und ist durch nicht« berechtigt, die Autorität eines Gesetze« zu beanspruchen; mögen nun solche Ansichten einem anderen Dolksstamme. «ner anderen Reli« gion entlehnt, oder dem eigenen erfinderischen Geiste entsprungen sein» wie R. Zasef schon der Meinung: «Die Geißelung hebe die Kareth, strafe auf" dir nüchterne Frage entgegenwarf: ״Wer ist von der Ober, weit herabgrkommeu. um die« zu lehren?" (Maccoth 23. b ), so dürfen wir diese Frage unzähligen eSchatalogischen Talmudstellen entgegenrufen, bei deren Wcrthbestimmung es »ns ganz glcichgiltig sein kann, ob sie originelle Gedanken oder aus einer Schriststelle berauSgedeutelt oder persische Pbantafirstücke seien. Die Analogien erstrecken sich aus das ganze theologische und re» ligiöse Gebiet, zuweilen weisen selbst Divergenzen darauf hin, daß man dem ParsiSmuS opponiren wollte. Daß die Engel« und Dänionenlehr« mit ihrem supranaturalistischen Anhängsel das Danäergcschenk war, mit dem die ans dem babylonischen Eril zurückkehrenden Israeliten beglückt wurden, hat selbst der Talmud ausgesprochen und die Analogien find daher hier nickt so überraschend und unbekannt, wie bei anderen, z. B. halachischen Stellen; wir revroduziren sie aber dennoch, weil Schorr auch io manches Neue ermrt hat. Schorr'S Nebertragungen an« den übersetzten Zendbücheru find aber io treu der lalmuvischen Sprache an« gepaßt, daß mau zuweilen versucht wird, eine sachliche Aehnlichkeit zu finden, wo sie nur in dem übertragenen Ausdrucke liegt; wir haben daher in dieser Mittkeilung Vieles zurückgelaffen, wobei nur Schorr'« tendenziöse Forichung einen Vergleichungspunkt finden konnte. Vergleichungen in der Engel- und Dämonenlehre. Der Grundgedanke im Parsismus, daß der Ewige, Andeginnlosr au« göttlichem Samen zwei Wesen erschaffen, Ormuzd und Abriwan, das gute und böse Prinzip, die im steten Kampfe find, um da» Gute und Reine in der Natur und Welt zu erhallen oder zu vernichten, ist der reinen GotteSle'yre im Judentbuwe so dtameiral entgegen, daß e« höchst vermessen ist. die zwei Prinzipien mit dem Midoth ha.Din und Nachamim (Ber. Radba 12.) zu ideulifiziren, die nicht al« selbstständige, unabhängige und fich stet« belämpsende Weseu prrsonifizikt, sondern uue als je vorwattend, Ausflüsse der Gottheit gedacht werden- Ebenso find Jezer lob wera weiter nicht«, als die edlen und schlechten Triebe im Menschen. Dagegen find voo der Geilheit abwärts alle geistigen Wesen, die kein sterbliche« Auge je erblickt, womit aber die liudische Pbautafl« de« Alterlhum« dir lustigen Räume de« Universums bevölkerte, parst, scheu Ull'vruog-. Die fiebeu Geister — die Amschospand«. die Ormuzd'« Tdroll umgebeu, sind die 7 erst geschaffeueu Engel im Pirke dr׳R. Slieser c. 4. und die 7 Midoth in Adolb v. R. N. 0. 37. Die Am, schaspand« habe» bei Erschaffung der Welt mitgewirkt (Duudch. 57.) Aehnlicht« lesen wir Saohedr. 38. Die zweite Geisterschaar find dt» Jzrd»; der erste untre ihueo Miihra ist der taiwndischr Metattro». Aber, der Jzrd de« tzeure«. ist drr Blitze speirud» Hadarniel in der •) €>. dir vorig» Nummer.