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Ben Chananja · 1865-10-11 · 41 (11.10.1865) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
41 (11.10.1865)
Date
1865-10-11
Page
– (sequence 7)
Language
German
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726 ז725 drkn, schloß rr mit folgenden Worten: »Auch Surr Gotteshaus finde ich anständig und brr hriligen Sache, der »S geweib», würdig, und fehlt »« ihm auch an so mancher inneren Ausschmückung. so entschuldigt Such Sure lchwache Araft. Non denn, ich bestimme heute an diesem Eurem heiligsten Abende alljährlich hundert Gulden österr. Währ. — so lange ich lebe — zur Verherrlichung Sure« GoiteShauie» und Got» te«di,uste». E« ist wenig, aber t« kömmt vom Herzen.- Die Anwesen» den hörten diese Worte mit den Gefühlen der innigsten Rührung und Dankbarkeit an. Ja so gewaltig war der Eindruck der ganzen Redr, daß kein Einziger eine- Worte» mächlig war; ich aber füblr mich ver» vstichtet, diese» seltene und erhebende Errigniß meinen israelitischen Gloubensbrüdern in Nah und Fern im Namen meiner und meiner Ge» meinde D. Mihoftac bekannt zu geben. Wer der Freiherr von Praudau ist. wa» rr wirkt und leistet, dar» über wissen die Gemeinden Dalpo und D. Mi1׳oljac »»d alle Armen und Unglücklichen in Nah und Fern unenblich viel Schöne» »nd Rührende» zu sagen. Seine Rede aber am DcrsödiiungSabendc im Gotteshause zu D. Miboljac. welche» letztere seine Entstehung auch nur seiner Muuisi« zenz verdankt, überstrahlt alle» Andere nnd werdet Ihr Glaubensbrüder. die Ihr das leset, aste einstimmen in meinem Rufe: Gott segne und erhalte lange, lange diesen Edlen, Gott behüte seinen Gin» und Aus» gang. Amen!!*) Sam. Spitzer, Oberrabbiner. 0. Krakau, im Oktober. Wenn sich auch der Tempel der hikflgen Fortschrittspartei oder , unser ״Chortempelvon den übrige» Chortempeln durch nichts uiiierscheidtt, so verdient eS dennoch von Zeit zu Zeit in Erinnerung gebracht zu werden, daß «in solcher Tempel in der Gemeinde, wo R. Mose» JfferlS lebte und lehrte, vorhand.-n ist. und nicht wenige Anhänger zählt. An den verflossenen h. Festtagen wurden mehrere überflüssige, den Geist ermüdende Pijjiitim weggelaffen, so daß die trefflichen Gesangsstücke SulzerS und Naumburg« brguem erekutirt werden konnten. Da unser früherer Kantor Beier nach Prag derusen wurde, ist die Kanlorstrlle au unierm Tempel unbesetzt. Der Dorstand wollte Herrn Oswald Weiß aus Lemberg berufen; Herr Weiß ließ sich aber leider nicht bewegen, der hiesigen Vokalion zu folgen. Derselbe fungirte bei seiner Durchreise nach Marienbad am 18. August als am GrburlSlagSsestc Sr. Majestät in unscrm Tempel, und dut er durch seine wohlgeübte Vortragsweise, seine kunstvolle Modulation. seine sonore, klang» und schmelzvolle Stimme, sowie durch seine Kraft, de» größten Tempelraum anSziisülle», sich Alle», die ihn zu hören den Ge» »uß hatte», unvergeßlich gemacht. Bad Ralltka (bei Gewitsch in Mähren), Ende September. (Schluß.) Selbst vor vier Jahren kostete eS dem damaligen Bürgermri» sler, Herrn Kraus, nicht wenig Mühe, den Ehoralgesong einzusührcn. Hätte man bei solchen Vorarbeitern noch solche starre Reformfeindlich, keit erwartet? Ach, der Mensch ist ,in GewohnheilSthier. wie man zu sagen pflegt, und die liebe Gewobnbeit macht einem das Unliebsamste lieb und!Heuer. Heute hat die Gemeinde sich schon ziemlich au die neuere Form gewöhnt und freut sich sogar sehr der schönen Gesänge, die von Herrn Kantor Rubin und dessen taleulvostem Sohne, als Chor« dirigeiiten. vorgrlragen werden. Ich habe Gelegenheit gehabt, über Rasch haschana in Gewitsch zu sein und war sowoi von dem gutge» schulten Cbore, al» auch von der schönen Vortragsweise de« Herrn Ru» bin» der die alten und neuen GesangSsorme» so schön zu verbinden weiß, wahrhaft entzückt. Ich erlaube mir nur, dir maßgebenden Leiter der Gemeinde auf Manche» aufmerksam zu machen. Wenn schon. wie hier, aste Pijulim gesagt werden müssen, sollten doch wenigsten« dir Stücke zwischen der Keduschah weggelaffeo werden, da fit rinerseit» dir gehobrnrrr Stimmung dr» hochwichtigen Gebete« und de« rntsprecheu» den Gesänge« unterbrechen und andererseits für den verständigen Beter nur al« höchst geschmacklos, ja sogar ol« rine Karrikaiur auf dir Ke» dnschah erscheinen müssen. Ist e« denn rtwa» andere« al- Karrikatur. wenn mau mitten in dir Lobpreisung und Heiligung de« göttlichen Wr» sru« eine vostständigr anatomische Beschreibung de» Menschen rinschiebt? Und gibt r« Widrigere«, al» wrvn man dir fünf Bücher der Thora *) Wir stimmen vom Herzen in diese« Amen ,in. und zollendem edlen Baron unser» wärmst» Dankbarkeit und Aoerkeoauog. Red. mit den 5 Ausgängen au» dem menschlichen Körper «1VVN vergleicht? Ueberdie» ist noch von dem in dir Schacharit»Keduscha «in» geschobenen Stücke zu bemerken, daß fie selbst in der alten Zeit in de» meisten Gemeinden weggelaffra wurden. Eia, Folg, diese« Zuvielsag,a» ist wahrscheinlich, daß sehr wichtige Gebrtstück» wegen Zeitmangel» daa» uor allzuflüchtig abgemacht werden; ich habe in keiner Gemeinde noch am ,1-1 da« Gebeth אבינו מלכנו f» ordoung«. und weihelo» heran« t,rarbeit,n gehört. Hätte aber die Gemeiudr bei dem Feuer brr יאש Pijulim sich nicht so betheiligt und erschöpft, so hätte fir mehr Kraft und Zeit für א*מ gewonnen. Höchst auffallend und mit dem Chorgr« sauge gar nicht in Einklang zu bringen, ist dir Beibehaltung der allen Duchanwrise der כהנים• Wie lange soll man noch auf den Priester« fegen den von Lichtwer auf da« Katzengeschrei •) ausgesprochenen Der« anwendeu können: ״So rin Lied, da» Stein' erweichen. Menschen rasend machen kann?" Die neue Duchanweise ist ja so einfach und leicht, daß, wenn dir □כהני sich nur nach einem au« ihrer Mitte gewählten Chor« führet richten, der Priestersegen höchst weihevoll erscheint. Und grht auch das nicht, sind die Aaroniden gerade nicht gesang-fähig; nun so müssen fie ja gar nicht fingen! wäre e» vielleicht nicht würdiger und weih,« voller, wenn die ,1ברכ so wie der Segen deklamatorisch gesprochen würde? Wo finde» sich denn, daß dir Aaroniden im Tempel den Segen gesungen haben? Ober daß fie sogar für jede« Fest einen besonvrrll Nigun halten? Ich richte dies, Fragen nicht blos an die Adresse Ge» witsch, sondern auch an die Adresse Brünn; auch dort pflegen selbst bei der neuern Duchanweise lächerliche DiSharmoiiien vorzukommea. weil die כו־ינימ den harmonischen Ton oft nicht treffen können. Wollten dir כהנים doch bedenke», daß ihr Srammvater Aaron wol mit der ganzen Wett in Harmonie gelebt □)או1ב של und den Segen über da» Volk gewiß mit aller Andacht gesprochen, aber nicht gesungen hat, und wollten au^ sie den Anforderungen eines geläuterten Geschmack«» sich fügen und den Priesterscgen so erlheilen, daß die Zeremonie nicht znm Gelächter der Jngend diene und zum Gripötle der Nichljuden, die rS nur für einen Scherz halten, wen» fie hören, daß unter dem ha, ha, da der Segen über die Gemeinde gesprochen wird. Ich glaube, daß in Gewitsch die vorgeschlagenen Verbesserungen um so eher angenommen werden, als die Gemeinde ja schon vor langer Zeit zu einer reformistischen Einrichtung geschritten, die ich noch nir« gendS gefunden habe, ich meine die Einrichtung, daß ,11״ nach Scho» charilh der Gottesdienst unterbcochrn wird, nm, also vor dem Scho, far-Blasen, das Frühstück einnehmen z» können. Sollte da gerade die Ettifernung de- Katzenjammers andem Priestersegen, die Ausscheidung de» dazu noch falschen anatomischen Systeme« und der feuerspeiende» Pijulim au» der Keduschah so schwierig seien? In Gewitsch hatte ich auch Gelegenheit, den gewandten hebräisch«» Schrift« steller Herrn B. Kewall. Verfasser de« EpoS יהשע »Nd de« 'RIO □קד kennen zu lernen, und würde ich, wenn der Herr Redakteur d. Bl. eS gestattet"), diese Merkchen, welche die zweite Auslage jetzt erlang«» sollen, nächstens zu besprechen mir erlauben. Nm schließlich noch eia Sckärfchcn zur נא,ילה bei,»tragen, will ich 121 בשם אומת mit« theilen. Herr Rabbiner Weiß in Gewitsch macht, mich aufmerksam, daß das in Nr. 32 von Photoweter in Frage gest.Nte נמלך במלאכי 1,ש1ה wirklich im Midrasch Nabbah Breschilh aorkommt. also )1בא לציו und auch für den Leser rine Erlösung von meinem Aussatz». M. Stöfsrl. Professor. Schulwesen. א־׳ון. Pest, 4. Oktober. Uebcr da« bereit« in diesen Blättern erwäbute hohe Reskript, brtreffeod di, Wahl riuer geeigneten Persön« lichkeit. welche den zu bildenden jüdische» Lehr,»verein gegenüber vo, Behörden und dritten Personen vertreten soll — ist gestern den Z. Ok« »ober im Konferenzzimmer der kön. ifr. Musterbauptschulr in einer Brr« sammlung von Vertretern au« den jüdischen öffentltche» Schulen »o» -) Oder muß diese» se sein, weil die Abbreviatur von V2-«atz kautet? ' **) Mi» Vergnüg»,. °וצי? 0t(».

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