Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 41 (11.10.1865)
- Date
- 1865-10-11
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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:719 fl, int Licht" üb״ da« Kalendtrwekea. Dir ״Vorhalle" ('0 NNNIO'1) und endlich ..Li,blich und anwuthig" Lrbrbnch der Astrovomir. Daletzter, wurde iw Jab« 1742 vou JoSl dea Jekutiel au« Groß-Glvgau. einstmaligem Rabbiner in Austerlitz ^4‘״ אוי0טר?5יץt OßtrKfr in Böhmen, wie I. Cb. Hebenstreit iu der Beschreibung de« Buch,- weint) auf Kosten von Brr Heß au- Halber, stadt in JeSnitz edir« uud vou einer befürwortenden Rezenfiou I. Cb. Hebeustreit'«. Professor« der bebröischen Sprach, tu Leipzig. begleite«. David Gäu« war ein Zögling de« R. Mose« JsserlS, wie er selbst in der Einleitung zu Nechmad we-Naim sagt: ־ אשרV'V2 "PEiin אמצני וג״לני und kam von Krakau nach Prag. wo er anfangs ein Zubörer de« Rabbiner- 91■ Sctot b. Bezalel war, ib. מורי הרב חנדלל, dann aber seinen stetigen Wohnsitz dort nahm und sich mit Geschichte und Natiirivissenichalien beschästigte. E« scheint sogar, daß er vor einem jüdischen Zubörerkreise astronomische Dorlrsunqen gehalten hat, renn I. c. Nr. 184 spricht er die Absicht an-, einen schwierigen Punkt den Jüngern klarer auSeinauderzusetzeu und Nr. LOS sagt er ebenso ראיתי לבאר במקום הזר. אל התלמידים גדר המולד (vgi.04״ die Schluß. bemerkung p. 82. b). und Laß davon un« bervorgehobene Buch al« dir Frucht und der Leitfaden derselben zu betrachten ist; e« ist sein letzte« Werk. denn sowol auf da- ״Zemach David", als auch auf LaS ״Maor Ha-Kaion" wird darin bereitverwiesen. (i. Einl. uud Nr. 94). Die Anregung zu astronomischrn Siudirn erhielt Gans durch drn An׳- schwuiig, den diese Wissenschaft damals durch die von Rudolf II. nach Prag bcruicucn Gelehrten erhielt, wir die von Prof. Stöffel angeführte Schlnßbcmrrkung zu seinem mehrerwähnten Werke beweist. Gans besaß astronomische Karlen und Tabellen von Tycho de Brahe (Ib); er hatte mit ihm sowol. als auch mit seinen Kollegen häufig wiffenschaftlichc lliiterreduug.» und er holte sich von ihnen Auskunft über gewisse Fra» gen, deren Lösung ihm zu hoch war, so z. B. a» welchem Punkte der Erde der astronomische Anfang des Tages sei (Nr. 161). Diese Frage, sagte er. hat schon ältere jüdische Gelehrte. als CbaSdai, den Rech- »er'). Abraham b. Chaja. Jsak b. Baruch Albalia, Inda Haleoi. Scrachja Gernndi u»d Jsak Jiraiili beschäftigt; aber selbst die Prager Gelehrte», denen ich die Frage vorgelcgt hatte, gestanden mir, nachdem sic sich einige Tage darin vertieft und uilt mir lange darüber dcbattirt hatten, daß sie hierüber feine sichere »nt׳ ausreichende Auskunft geben können. Wir siiidc» i» dem Buche oft Miltlicilungcii Tncho Le BraheS, von dem die Zeitgenossen behaupten, es hätte seit PtolomäuS keinen solchen Forscher gegeben (Nr. 164 vgl. Nr. 46) von Kepler (Nr. 99, 108, 241 u. N.) von Jobann Müller (Rr. 130. 140). Za. Gans le>- stete Tycho de Brahe einen wesentlichen Dienst, indem er ihm die im Jabre 1258 von Zsak ibu Sid versaßlen uud 1260 von Jakob AIkorsi ins Hebräische übcrietzten alphoiisinrschcn Tafeln 1» einer dculscheu Ncbersktzuvg lieferte.') Gr mag ihm wol noch manches in diese Wissenschaft einschlägige aus dem jüdischen Schrisithnme. ui dem er wol bewandert war, mitgcthcilt haben. Einst zeigte er ihm die berühmte Taimudstellc Pcs. 94, k.: »Die Schristgelehrien ZsraclS lehren, der HiinmelSkreiS stehe still und die Planeren bewegen sich, die Weisen der andern Völker bchuupteteu dagegen, der HimmelSkrciS drehe sich und die Planeten stehen still. Darauf tagte Rabbi: Ihnen (die jüdischen Weisen nämlich) »st zu ent, grgnen, daß wir nre drn Wagen im Süden und den Krebs im Norden finden, (sie behalten also ihre fire Stellung und sind unbeweglich!) Tycho de Brahe erwidert, ihm. daß di, jüdischen Weiten im Rechte seien und ר<םרא הדייק (י Eine nähere Auskunft über denselben wäre «!wünscht.r י) Gans setzt die Berufung! von Astronomen an Alphonso X. Hof in da- Jahr 1225 . welcher Jrrthum gewiß ans einer Verwechslung mit der Zahl 1252 hervorgegangen «st. Juchaßiu spricht von einem Jsaal ך שר. der für AlphvnS astronomische Tabksten verfertiget ha«. Heber diesen Jsak ibu Sid Bd. VH. S. 460. Dort wird über die Zr»t der Abfassung der alphousinischcu Tafeln nichts gesagt. Der In» chasin liegt mir toeden zur Vergleichung nicht vor. das Datum י״א, da« ich berichtige, ist jedenfalls falsch.- Daß Jakob Alkorfi mit dem iu einem Manuskripte der Are«, lauer Sennoarbidliothek genannten Jakob Aikorsano (f. Grätz VH. 230. VUI, 415) identisch ist, steht kaum zu vermuthen. 720 der vorgebracht, WiderleguugSgrund nichtig sei, und da-selde Urtheil vernahm er auch au« Kepler« Mund (Nr. 25.) Wa« da« Werk selbst anbelangt, so zerfällt e« in 12 Abschnitte, ans die sich 305 Paragraph, vertheilen und enthält iu der Einleitung eine Geschichte der Astronowie von den ältesten Zeiten bi« zu Coper» oiku«. Hebenstreil gelangt, nachdem er «ne ausführliche Inhaltsangabe der Einleitung, eine lateinische Uebersetzung der Ueberschrrften der ein׳ zelnen Paragraph, und einen Auszug de« geschichtlichen Schlußworte» geliefert ha«, zu dem Urtheil,, daß auch die neuere Zeit Juden von beträchtlicher Gelehrsamkeit aufweise. Da Hebenstreit mehrere in der Einleitung erwähnte Namen nicht zu erklären wußte, so dürfte r« am Orte sein, schließlich einig, zu beleuchten: Der }קירי, der nach ®an« zur Zeit des trojanischen Kriege« lebte, ist Chiron, der die «a^ara Olv^irov (s. Weidler hist Astr. p. 383. p. 5.) und es ist demnach )קירו zu lesen. סילום מםיליוס ist Thal es MilesiuS. Wer der -)סירי ist, der zur Zeit Daniel« lebte, weiß ich nicht, und ebenso wenig gelingt rS mir. einige andere Namen zu entziffern. Don chaldäischei, Filoscfen nennt er טיאוקרוס und ״ארטילוס die etwa 50 Jahre vor Alcrander lebten. Bei letzterem mag ihm der Ahriman j</<d>׳>j?) vorgeschwebt haben, denn dieser Name wird auch in Lea, von Jellinck etirien meffianischen Apokalipsen so genannt. Die übrigen Namen sind bekannt, nur ist in אריםטיק<ם das ק fehlerhaft; es ist Aristippus Cyrus. Ans teil eigentlich.״ Inhalt des Buches einzugehcu, ist mir nicht verstallet; vielleicht türfie sich ein Fachgelehrter mit einem Kenner de« ncuhrbräischen SvrachidiomS in Verbindung setzen und diese« zur Zeit und unter dem Siufliiffc KePplcrS. Tycho de BraheS und Kopernil's euistantenc Werk in einer deutschen Uebersetzung weiteren Krciie» zugänglich machen. Der Talmud in seinen Beziehungen zu den indischen und persischen Geschbiichern. Bon Rafael K >rch h e i m. In dem nenestrn Hefte de« Ehalnz bat Schorr über da» überschriftliche Tbema eine höchst gediegene Albrii geliefert, welche — »>!׳ geachtet seiner lcnlciitiöscn, aniiialmudischcii Richtung, die er mit cynischer Freimnll,»gleit S. 149 bekennet, so baß man nur be,echtigt ist, uilt der größten Vorsicht von seinen Forschiiligei, «Gebrauch zu machen. — den» loch io!:iicrfchiittrrliche F1111da1»,11lal!ütze cuibält, laß dir uubcsangcncii Taluiutkuntlzcn dieser Arbeit sich nicht verschließe» dürfen- Bevor wir jedoch zu SchorrS Untersuchniigeii übergehen, muffen w»r noch darauf ansmerksaili uiachcil, daß die Uebcrciiistiliiinung und Bezic» Hungen der Thora zu dem hinduschen Gesetzbuch, das zuerst JoncS (luslit. ok Menu) aus dem Sanskril übersetzt hat. (das 5. Kapitel ״über Reinigung und Diät" hat Munt üdrr>etzr. nnd es ist dem 4. Band, des Bibelwerkcs von Cabn beigetriukt) die sehr nahclirgcndc Streitfrage erregte, ob dieses dem mo'aiiche» zu Grunde gelegen, was Jones dehauptete, oder ob beide», den moialschen »ud biudiiichc» Gesetzen, Eine Quelle zu Gebote grstande» habe, was Sanglüs verinulhet, und diese sollten die egyptischen Gesetze gewesen sein. Pristclry (Vergleichung u. s. w.) hat in seinen veegleichenderi Ziisammcnstekliingen dargelhan, daß den mosaischen Gesetzen jedenfalls der Vorzug gebühre, welchem Nriheile jeder Nubesangene beistimmen muß. Die Analogiccn beider Kulten sind aber zu oft ziltreffeud, »m ein Werk des Zufalles sein zu könueu uud die gegenseitige Adlehnung findet ihre Ursache nur in der Einheit der Ur, fitz« (vrgl. ״Inder und Hebräer" ״B. CH." 1. Jhrg. 257 ff.) Dir Di׳ vergenzcn find aber audererseiis überwiegend genug, daß dir Analogie« drr Ursprüliglichk.it des mosaischen Kultus nicht Abbruch lhon könueu uud nach der maimonidischen AkkomoeationSlheorie verlieren selbst solche Gesetze nichtan ihrer Heiligkeit, die notorisch egyptischen Ursprung,« sind, wie z. B. da« Gesetz von der rothen Kuh. die ihr Analogon an den Typbonopsern hat, die von rolher Farbe sein mußten uud nicht eia einziges schwarze« Haar haben durften. Daß egvptisch, Anschauung,« bei den Israelit,» Eingang fanden, hat schon Abn Esra zu Exod. IS, , 9. ausgesprochen; ,r sagt: die Egypter und Inder sind beide Chamite»