Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 39 (27.9.1865)
- Date
- 1865-09-27
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/2542917-2543219-2543259--4421-2548395- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
«dl So rrespon-e«j. י’'׳.־ן ,; Iulaud. ' ± Wie«, 24. September. Dr. Ludwig August Franke!! -vod De. Ludwig Komp er» hadeu Orden erhallen: jener «inen lchwr» bischen, dieier einen wtimorischen. Dr. Kompert ist. wie ich dörr, eben damit brschäsligt, einen größer» historischen Roman für den Druck vor« zobereiteo. Pest, IS. September. Die letzte Nummer Ihre» Blatte» war schon gedruckt, al» wir dir Nachricht zukam. daß unter den gewählten Vorstehern nur die Herren Sat. Herz, Vorsteher der Wobltbäligteil«» Sektion und Ignaz Leopold. Vorsteher der ökoaomilcheu Sektion, dir aus sie gefallenen Wahlen anuahmen. Die vorgruommeiir Neuwahl ergab folgendes Resultat: Phil. A. Baumgarten. Präse«; Ignaz Brüll, Vorsteher der KuliuSsektiou; Pnil Holitl'cher, Vorsteher der Schulsektion; Beruh. Deutsch, Vorsteher der Kaffaseklion. Der ,Prster Lloyd". der mit dieser Mittheilung dem ״B Cd." zuvortam, spricht die Erwartung aus» daß ״die KulluSgemrinde ihr Neorgan-iaiionS» werk nunmehr ohne weitere Störung forlzui'rtzen in der Lage sein wird." Wir wünschen, daß nicht nur die Fortsetzung dieser Arbeit, soa» Lern auch deren Schluß recht bald erfolge, damit die Tbätigkeit de» «hiefigcn GemrindevorstandeS, nicht ganz von lokalen Angelegenheiten und Ausgaben adiorbrri, Zeit gewinne, in Fragen, welche die ganze unga« rische Zudcnhcil betreffen, dir der Vertretung der ersten jüdischen Ge« weiude des Vaterlandes zukomwende Initiative zu ergreifen. W. Szegedin, 24. S-Pt. D!e Feier des Neujahrsfestes, welcher unsere Gemeinde iminer im vollsten Umfange Gerechtigkeit widerfahren läßt, wurde in dielen» Jahre dadurch erdöht, daß unser Rabbiner zum 25. Male am NenjodiStage predlgte, und solchergestalt sein 25jährige» Jubiläum feierte. Zu den Glückwünschen der Gemeinde gesellten sich die Glückwünsche christlicher Notadilitäien, namentlich die des Kasino, wel, che« durch eine von dem Präses, Herrn Eman. Dabüß, geführte Der puiotivn vertreten war, deren Reden den Geist wahrer und echter Brü« derlichkeit aibmete«. <Sv SskgedlN, 24 September, llnser verdienstvoller Präses, Werr Samuel Bamderger, hat an dem abgelausene» Ncujahrsf.str Nicht nur alle Wohlibäiigkettsvereine mit Spenbeu bedacht, sondern auch dem SchuldeniilgungSfonde 200 Gulden zugewenbet. Der muck. Jenvck. Saunirl Löw bat gestern Abends lm hikfigrn Lesevereine in ungarischer Sprache einen populäre« Vortrag über die Entwicklung der Chemie gehalten, und in e« ihm gelungen, die zahlreiche Zuhörer» schaft, dir sich eiiigrsunden Halle, zu seffelu nnd auf eine instrukuve Weise zu unt-rbaliru. E Temeovar, 19. September. Die Einweihung unserer Pracht» rosten Synagoge >u IM Briseiu vieler Noiabitiläien der Stabt und de- Doniilais und zahlreicher jüdlscher Gäste auden benachbarten Gemein» den iu feierlichster Weis« vor sich gegangen. D«e metsterdafle Fesipre»! d>gt Dr. HirschfelbS, uu>'׳reS verehrten OderraddiuerS, Wird im Drucke erlcheiueu. Oberkantor Weiß hat alle Auweieubeu entzück«. Der Cbor bat seine Aufgabe trcfflich gelöst. Die von den Herren Schar» mann und Eisenstädler geipendeuu zwei Parocheib find wahre Kunüstücke. Der Fri.de unserer Gemeinde ist nunmehr für d»e Dauer stchrrgestellt. (Ein anderer Korrespondent meldet uu«. daß auch die Herren Freund, Goltbilf, Grünbaum und Valentin Weiß bereu» lende Opf»r zur Erdanung brr Synagoge drachien. DieE'öffuuag der» selben geschah Nicht, wie ioust in Ungarn üblich, durch einen Repräsea» («Hirn drk weltlichen Obrigkeit. loudern durch Herr, Oberrabbioe» Hiiichfrld. Ei» dritter Korrespondent verbreiiei flch über dir tröstliche Meinangsdrveegruj zwilchen dem Vorstaude und dem Rabbiner, indem .!rhireer fich der Iuleulioo de» erstrro. einige deuachbarte Raddinru au der E»>w״hung«s»»,r «däiigeu Aulbeil nehmen zu taffen, standhaft wideri.tzir. und auch dea Sieg über den Vorstand daoonreug. Dreiem Ümstauvr wurde «t auch zugeschritdeu, daß der zweite Theil der Pie» digl der Gemeinde.,io hart au den Leid ging." Uuserr freundlichen Kornspoudemen in T. wollt» t» uo» zu Gut» halten, daß wir dtrsma! 692 ihr« Mtttheikurrg«» nicht ihre« ganzen Woetlaatk nach «rscheinin taffen. Red.) L. Temeövar, 25. September. Unser hochverehrter'Dorükbrr, Herr S- Scharmanu, ha» seinen vielen Werken der Homaullär und der Wohllbätigkeit noch ein neue« hinzugefügt, iodew er am verfloss,uea Neujahrsfeste zur Begründung eine» Peämiensoudr» für di» hirstge tsr. Musterhaupischule 400 fl. widmete. Auch dir Herren Eiseostädter, Schak uud Weiß haben den verschiedenen hirfigen Bildung«» und Wohllhätig» kritS'Zllftituten namhafte Summen gespendet. Fünfkirchen, 20. September. Die biefigr Sparkaffa hat der israelitiicheu Tempelbau-Kommiffion einen Kredit von 15.000 fl. auf 25jährige Amortisations-Abzahlung gewährt. ל. D. 2k. IIi fielt},. 18. September. Eine Feuersbruost wü» thete vor mehreren Tagen fürchterlich in unserer Stadt uud wurden vom Unglück inSdcsondere Israeliten heimgesucht. Ein Chaffid dieser Gegend ha» 500 fl. den Bedrängten im heiligen Lande angrwttseo. N. Prag, 24. September. Herr Oberrabdiner Rapoport hat am vergangenen Bußeladba,he in der Meiselsynagoge eine sulmi» nante Deroscha gegen den Gciger'schtll Verein gehalten. ,Ich will nicht mebr leben", sagt« er unter Andrem, ,wenn dieser Verein hier io Prag Anklaug finden sollte." Da der Verein bisher nicht dir geringste refor, matorische Tendenz an den Tag gelegt hat, so kann r« nur Geiger» Name sein, der den alten Herrn so sehr allarmirt hat. Eta Theil der biestgen Gemeinde ist erst durch diese Philippika von der Eristenz de« Vereines nnlerrichtet worden. Schulwesen. Die Gründung eines ifraelit. Lehrervereines in Ungarn» Von Heinrich Burdaum in Pr.ßvurg. In den polilii'chen Blättern war vor einigen Wochen die Notiz zu lesen, daß die P»st-Ofncr jüdischen Lehrer von dem köu. ungariichea Slolthaltereiealhr die Erlaubniß erhielten, in Angelegeudeil de« zu gründeiiden israelitischen LehrervernnS die geeigneten Scheit», rinzulritrn. Die nachstehenden Bemeekungen wurden eben von dieser Notiz provozirt. Es war im Jahre 1859. als ich in diesen Biäuera die Gründüng eine« ״Lchrer-Wiiweu. und Waisc»-Ders or gu n g-.Vereines" anregtr." Der Redakteur de« ,Ben Cdananja" empsahl diesen Ausruf aus« wärmste und die maffenhailen Beitrittgerkläeungeu der Lehrer ua» sere« Vaterlande« gaben tauieS Zrugniß von der Noikwenbigk-it eine» solchen Inst'.luleS. Das Jahr 1860 hatte diel, un'ere Angelegenheit nicht begünstigt . und der Redakteur de« ״Ben Edanansa' glaubte dlk Sache so lange auf fich beruhen taffen zu muffen, bi« da« Dateeland pazifizirt sein werde. So schwiegen wir deuu fünf lange Jahre, eilt Zeitraum, in welchem de- Guten viel hätte können geschaffen werden, in welchem aber für die jüdischen Lehrer — um Ausnahme der an den Mustrrichulen wirkenden, die durch dir DertraaellSuiänner bedacht wurden — nicht«, gar nicht« gesibahk Wie aiigrnehm und freudig nun mich. der ich doch nicht alle» lesro kann, auch nicht soll, die erwähnte Noiiz überraschle, beweiset der Umstand, daß ich mich beeile, den Herren Kollegen. dir diesbezüglich «hälig find, heezlichst zu danken und zuzueufea: למק אחינו בני 3 ישראל חוקו ואמצי ויהי* די עמכם!- ,riaub, m« auch *»« Herren. Vir für den Verein ldäug find, darauf aufmerksam »u wachen, daß un« am dringendsten ein Verein notd tbu«, wie »ch ido »oe weh« rerru Jadren anrrgie und dessrn ich oben bereiis Eiwädnung tdal. Uedrr den Zweck eine« solchen Vereines «st man io ziemlich im Klaren. orcht aber über dir Beschaffung und Verwalinug der Mutet. Ich crlanbr mir daher fibtr drn letzirn Punkt Einige» aozutüdrro. Vor Jahren, nämlich zur Zeit meine» ersten Aufrnfr». »heilte» dir meisten Kollegen dir Ansicht. daß der Verein vorerst «ine» Fon» aufdringen muff», nnd zwar lowol durch Beiträge der Lehrer, dir d»r«» durch nur für fich selbst ,orgtea. ata durch Beiträge der Gemeinden, welch, hierdnich ihr» Guiwilligkrtt dem Lebeer gegenüber belvudrie,, fich selbst aber de, später vorkommeudeu Pruflonirungen SrleichieruuH