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Ben Chananja · 1865-09-20 · 38 (20.9.1865) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
38 (20.9.1865)
Date
1865-09-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
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673 674 Vesser iss rin guter Name, al« köstliche« Oel. und der Lag de« Tode«, als der Tag der Geburt. Kabelet 7, 1. 53. £,in Sterblicher- Rücke diesen Schleier, bi» ich selbst ihn habe. Da« verschleierte Bild zu Sai». Du vermagst nicht mein Angrfich« zu schauen. denn wich schaut kein Mensch und bleibt leben. Exud. 83, 20. 54 Gheoe die Frauen.' flr flechten und weben Himmlische Nosen in« irdische Leben. Würde der Frauen. Wer ein biedre« Weib gefunden, köstlicher al« Perlen ist solch ein Besitz und ff. Sprw. 31, 10 und da» ganze übrige Kapitel. Korrespondenz. Ausland. A Leipzig, 13. September. Der von jüdischen Forschern bisher so sehr vernachlässigte Sir ach ist von Dr. I- Hör o wist in Breslau zum Gegenstände einer tief eingehenden Monografie gemacht Worten. Von dem rübmlichst bekannten Adolf Neubauer find in Brötuier» Druckerei in Frankfurt am Main unter dem Titel מלאכת השיר einigt Moiiografice» »IId Gedichte nach alten Handschriften edirt worden. (Beide Schriften werden in diesem Blatte eine ausführliche Besprechung finden. Sied.) Inland. M. Wien, 15 September. Dem Großhändler Rttirr Etnard v. TodeSko ,st bi« Annahme des ihm verlicbenei, Postens eines k. sächfischen Konsuls in Wie» gestattet und dem beiüglichen BestallungS» dtplcme das Attciliöchstc Erequakur crlhetlt worden. Inder Mariahilfer Straße wurde am 9. d. M. eitle neue Synagoge eingeweihl. Dr. Löw hielt die GinweibunzSpredigt, die dem Vernehmen Nach im Druckt er« scheinen wirb. Das sehr tnirreffaiilt 32. Heft des tdochbe Iizchak von M. CJ. Stern ist vor Kurzem verscildet worden. Daß Sulz er die Kanzel in dem Tempel der Stilenstriiengaffe benützle, »in da« ihm — wirklich oder vermeintlich — ziigrfügkc lltirccht abznwehren. lind daß Dr. Jelliiirk und die Vorsteher das Gotteshaus verließen, als Snlzcr die Kanzel betrat, wird aus verschiedenariige Weise benrtheilt, und von den oriliotcren Gegnern des Tempel« nicht ohne Schadensreude auSgr« beut,«. 2» eiiiir Koiiversation. die in dem vrihodorr» Bet Ha-Mideasch hierüber statigesmidc» hat, machte ein Talmudist gelienk, daß nach dem Bericht, der Tbvra dir Traiirr über Moleg Tob 30 Tage nach dessen Abltbeil gänzlich ihr Endziel erreicht hat. (5. M. 34, 8.) Wäre diese» Beiipiet, meinte er. auch in Bezug ans den verewigten Mannheimer befolgt Worten, so hätte» solche Telnpelszenen nicht stailfinden können. Als Augen- und Ohrenzeuge der vieldcsprocheiien Tempelizene muß ich hiuzusüge», daß Sulzcr VaS auf seine Ansprache folgende Mußafgebet mit einer alt, Aiiweseiidr»! hinreißenden Begeisterung vortriig. Nainellt» lich war r« die Krduscha, bei welcher rr die ganze Fülle der ihm noch immer zu Gebot, stehenden Mittel entfaltete. Dieser Vortrag der sechs iuhallschwereu Worte dt« Schema wird Allen, dir ihn hörten, UNvergeßlich bleiben. X. Wien, 17. Srptember. Die milgetheilte Nede de« Sn. perinteiidenteu Török hat »ich» verfehlt, einen befriedig,nden Eindeuck hervorzurusen, und wenn auch dir homiletische Vorzüglichkeit fich nur Kennern erschließt, so kann doch mit Recht erwartet werden, daß dir, selbe auch von Laien al« dir schönste Zierde der wahren Duldsamkeit Irheruden christlichen Oratvrik in Oesterreich bleibend in Erinnrrung »rbalten Weeden wird. — Die in Graz vollzogene Einweibniig der Syna« gogr hat prinzipielle Bedeuinng. von der Tagespress, wird fi, auch darnach gewürdigt, ein vielgeleseue« Wiener politische« Blatt widmet derselbrn sogar einen leitenden Artikel, in welchem e« gmweinenb, rich» tigr Anfichirn über Juden und Neligion-duldung entwickelt. Zn wün« scheu wirr r« freilich, daß mit den GolleSHLusein. für dir fich in un« serrr Zeit unter unjrru GiaudeuSbrüdern rin ganz besonderer Eifer de. thäligt, Friede und Eintracht, Belehrung und Bitbung al« Begleiter und Wächter fich einstelle» würde». — Die Jubiläumsfeier, zu welcher der j Berner Prof. Lazaru« sich hier einfaud. ist zwar liogfl vorüber, doch I dürft, Folgende« über den geistericheo Tölkerpsychologea «och jetzt ' mit Jute,esse gelesen werde«. Al« Rektor der Berner UmverfllLt hatte Herr Lazaru«. der bekanutlich ein Jude ist, die Diplome zweier christ-! licher Kandidaten uoterichrirdeu, die da« Doktoeat der Theologie er« ' langt hatten. Auch ist ua«ee seinem Rektorate einem Schweizer Bürger, ' der fich um die Emanzipation der Jude» verdient gemacht halte, das Ehrrndoktorat pro humanitate ertheit» worden. Die gelote» der ״Kie» ' chenzeitnng". dir in ihrer letzten Nummer den Name» de« gelehrte«! Professor« in ihr ungewaschene« Maul nimmt, würde den Untergang j der. Welt für den erwähnten Fall prophezeit haben. ׳ T. Peft, 17. Siptember Die Borstaob«wahl ist soeben voll«! zogen worden: Dr. Hirschter Präses; Baumgarten, S. Herz. Leopold, Dr. Pollak, Wahrmann Vorsteher. Da« Porträt de«; letzten, ist soeben im ^Orerrlx tvlcrs" (RetchSipirgel) rrschiruen. Di, Biografie schildert di, Verdienst, W.'s. der unbrstreitdar zn den gebil« . delesteit Kaufteuien linieeeS Vaterlandes gehört. Da« eben genannte Blatt wirb vom 1. Oktober an unter dem Titel ״Ungarn und da« I Ausland" erscheine». Dasselbe verdient wegen seiner liberalen Richtung,! von Lcn ungarischen Inden niiterstützt zu werde». Pest, 17. September. Der in Wien erscheinenden »Debatte". I schreibt man von hier über die Besi tzfähigke il der Juden Fol«! geitdes: ״Wir wir ersähe,11. hat man fich hier in maßgebenden Kreisen! ncliksttNS vielfach mit der Frage der B e si tzsä higleit der Jlrae» ' lilen bezchästlgt und versicheek mau un«, man habe sich dahin geäu«! ßert, es sei ktesclbe nicht allein de» einheimische» , sonder» auch den : aiisländi'chen Jieaelile» ziizileik.iuirii. Dieses lst der Kern einer Prin«! zipienfeagc. welche »nlängst im Schoße des Stalilialtrreiralheö zur Ver« ׳ Handlung gekommen sein loll; dir merilorliche Begründung le« Falle« wiederzugrden, si»d wir nicht in der Lage, jedoch höre» wir. die Re» i giernng selbst werde Sorge trage», daß die Jiidenfragr! üdrrbanp, vom nächsten Landrogr zur??>>.!«2 gebracht wrkdr. D»ß niun eine LdmNg dr> silbr» , ״t'vi «chr»t Im AuschuriiiligrN : der Gegenwart aiisteeben werte, wird »ns von allen Seile» verfichtst. T Pest, im S-piembee. AIS rin ichöneS Zeichen der geistigen Tl'ätigse'k lei erwähnt, daß in Franfreich fich fteil eine Gelelllchast bildet, »nt durch llebees.tzitilgeii aiisläiidiichee gediegener Werke die jü» dllch-fraiizön'che Literatur z» bereichein Dlkscs Vorgehen piirftr auch j in Ungarn Auilang findr», zumal als hierdurch auch die vaterländische Llleratlir duich Ansnakme des tchwach veelreleiten jüdisch,,! Eleinente« gewinnen würde. Das zur Ueberietziing g>lang>»de eiste Weil ist Grätz'S! Geschichte der Inden. ' L. Szogedin, 18 Seplember. Der cand. phil. Moriz! Klcinmalin hat geiler» Abent S im hiesigen Leseverein eine ungarische J Vorlesung .über Bildung" gehalle1 .״,»b seinen gebildeten Zuhörer« ׳ unv Znbörcriiiiie״ eine wahrhaft geiiiißreiche Stlinde verschafft.! X Szegkvl'n, >7 Sevlember. Um einem aritten jütischen 1 Studentin, d.r feine Gymnafialstnrien glänzend ablolvtrtr, den Be» such riner UniverstlLt möglich zu machen, veranstalteten zwei seiner bra» ven Kollegci, eine Kollekte, die i» kiitzer Zeit über süinzig Gulden ergab. Sammlrr und Spender verdienen gewiß dir ehrenvolle Eewäh« nnng, die Innen hiermit z» Tbeit wird. F. Baven (bei Wie»,). 7 September. Seit vierzehn Tagt» Verkündet der Lchofar in allen Synagog.n die Nähe de» neuen Jahre«, ohne daß ״B Eli " bl« zur Slnnte über die neuen Jihebücher Be» richt erstattet Kälte. Da« Wiener Jahrbuch ist an einen neuen Redak« teur übergegaiigen, d,e sich aber — rin, merlwüetige Bescheidenheit auf dem Gebiete de- Scheiftstellertbnms! — aus dem Tiletbtalte nur sud paeentliesi nennt: Herr S. SrLatS. Die »ngarii'chen Juden wer« den bekrhel, daß fl, ״einen polt,ende» G.ift haben, der bi« zur Stunde noch wenig geichaffen hat." Die ansILiilitcheu Juden eriahren, da- ״all» Juten Oesterreich« in einem geistigen Glaubensbunde leben." (Drk Herr Einsender möge «nt'chuldige». daß wir dir hier folgende» Polemt» scheu Beweelungeii nicht veiössenilichen. Red - Der m betchritenem Foe« wair oiiflrrlendt, billige Kalender von PasLelr« in Prag behauptet sich auf seinem populären Stanrpnnk'e in Ehe״,; doch soll«, Herr P. au« Achtung skr seine Leser alte Anekdoten nicht aullischen. Et vano

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