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Ben Chananja · 1865-09-13 · 37 (13.9.1865) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
37 (13.9.1865)
Date
1865-09-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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657 653 Uch ist, nicht eifert, nicht MuthwiUen treibt, sich nicht ringedcrdig zeigt, auch nicht nur l>aS Ihre sucht, sondern Alles verträgt, Alles glaubet und Alles duldet, und niinmer aufhört (1 Kor. 13, 4—8.)״ für Gott, der uuS allezeit Sieg gibt in Christo und offenbaret den Geruch seiner Erkemttniß durch uns an allen Orten (2 Kor. 2, 14.): — o mögen wir zufammeugefaßt werden in der Liebe zu allem Reichthum deS gewissen Verstandes, zu erkennen das Geheimniß GotteS und Christi, in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erlcnnlniß. (Koloss. 2, 2. 3)." Ja! wir bedenken daö Wort und die Prophezeiung deS Apostels: ״Hat kenn Gott sein Volk verstoßen? DaS sei ferne! Gott hat sein Volk nicht verstoßen, welches er zuvor versehen har, (Röm. 11, 1. 2)." Ich will euch nicht verhalten, liebe Brüder, dieses Geheimniß (aus daß ihr nicht stolz seid), daß Blindheit Israel nur so lange widerfahren, bis die Fülle der Heiden euigegangen sei, — und daß also ganz Israel selig werde, wie geschrieben steht: ES wird kommeu auS Zion, der da erlöse. Den» gleicher Weise, wie ihr weiland nicht geglaubt habet an Gott, nun aber Barmherzigkeil überkonimen hat, so werden auch jene, die jetzt nicht glauben wollen an die Barmherzigkeit, die euch widerfahren, einst Barmherzigkeit überkommen." (Röm. 11, 25. 26. 30. 31). ״Wir dedenken, daß die Juten, obwol nach dem Evaugclio Feinde, nach der Wahl Lieblinge GotteS sind um der Väter willen. (Röm. 11, 28)." Daher verharren wir, die wir Gott zu folgen verpflichtet sind, nicht ferner unser Herz, verhindern wir nicht die Aukunst und Vererbung deS Reicheö, wo kein Jude noch Grieche ist, sondern wir allzumal einig sind in Christo. ״Und ihr Hirten und Weisen! — die Jesus bestellt, daß die Heiligen zugcrichlet werden zum Werke des Amtes» dadurch der Leib Christi erbauet wird, lasset unS rechtschaffen sein in der Liebe, und wachsen in allen Stücken an dem, der daö Haupt ist, Christus, auS welchem der ganze Leib znsaminengefügt und ein Glied am andern banget durch alle Gelenke, dadurch eins dem Andern Handreichung ldnl, nach dem Weit eineö jeglichen Gliedes in seinem Maße und machel, daß der Leib wachset zu seiner eigenen Besserung und das alles in der Liebe. (Epes. 4, 11. 12. 15. 16.)" Ihr Wei>en, Lehrer der Wahrheit, Tröster der verwundeten Herzen! ״Tröstet, »röstet mein Volk, spricht euer Gott; sprecht Jerusalem zum Herzen und ruft ihm zu, daß vollendet ihr Dienst nnd gesühnet ihre Schuld! Bahner den Weg deS Herrn, ebnet eine Dahn für unsern Gott, daß sich enthülle die Herrlichkeit deS Herrn und sie schaue alles Fleisch zumal, denn der Mund beö Herrn hat eö geredet. (Jes. 40, 1—5). Wie lieblich ist auf den Bergen der Fuß deS Freudeboten, der Heil verkündet, der gute Botschaft bringt, Rettung verkündet und zu Z,on spricht: Einuimmt dein Gott die Herrschaft! (Jes. 52, 7. vrgl. Röm. 10. 15.)״ Ihr, christliche Fürsten! die ihr glücklich seid, da ihr Tausende beglücken könnet — o daß zu euren Thronen gelangen könnte der Ruf meiner gebrechlichen Lippe! — ״Höret das Wort deS Herrn! so spricht der Herr: Richtet srübzeitig gerecht, und entreißet den Beraubten der Hand deS Nuterbrückero, daß nicht auöbreche wie Feuer mein Zorn und brenne unauslöichlich. (Jer. 21, 11. 12.) Denn wehe den Hirten, die da verkommen lassen nnd sich zerstreuen die Heerde meiner Hut. Darum spricht so der Herr, der Gott JiraelS, über die Hanen, die Hüier meines Volkes: Ihr habt meine Heerde zerstreut und versprengt und sie nicht wahrgenomnien; siehe ich nehme wahr an euch die Bosheit eurer Handlun. gen, ist der Spruch des Herrn. Und sammeln will ich den Ueberrest meiner Heerde aus all den Ländern, wohin ich sie versprengt, und will sie zurückbringen zu ihrer Behausilng, daß sie fruchtbar seien und sich mehren. Und seyen will ich über sie Hirten, die sie hüten; und nicht sollen sie fürder zagen, noch beben und nicht vermißt werden, ist der Spruch des Herrn. (Irr. 23, 1—4).״ Ihr Mächtigen! ״Warum zermalmet ihr niein Volk, laßt ihr die Leidenden vernichtet stehen? ist der Spruch deS Herrn. Siehe ich nahe euch zum Gerichte und ich werde ,in rascher Zeuge sein gegen die, die den Fremdling weqstoßen und mich nicht fürchten, — spricht der Herr der Heerschaaren. (Jesaj. 3, 16 ) Ihr möget bedenken, daß er siehet den Armen Uarecht thuii, der ein hoher Hüter ist über den Hohen (Pred. 5, 7.), daß er viele der Stolzen vernichtet und stellet Andrre an ihrer Statt (Job 34, 24.): und lasset erweichen euer Herz, löset die Fesseln deS um seine Freiheit Flehenden l Dich auch, der du ohnmächtig, doch zu flehen stark genng und fähig bist, mahnt der Herr: Leg-Fürbitte ein für den noch vorhandenen Ueberrest deS Volkes! (Jes. 37, 4.) Ihr alle aber: ״Wenn etwa christliche Ermahnung bei euch ist, wenn Trost der Liebe, Gemeinschaft deö Geiste-, herzliche Liebe, Barmherzigkeit etwa bei euch wohnet, so erfüllet meine Freude, daß ihr Eines Sinnes seid, gleiche Liebe habet, einiiiülhig und einhellig seid!" (Phil. 2, 1. 2.) ״Ziehet an, als AuSerwählte GotteS, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demuth, Sanftmuth, Geduld. Und vertrage Einer den Andern und vergebet euch unter einander, so Jemand Klage hat wider den Andern; gleichwie Christilö euch vergeben hat, also auch ihr. Ueber Alleö aber ziehet an die Liebe, die da ist daS Band der Vollkommenheit. Und der Friede GotteS regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in Einem Leibe und seid dankbar! (Coloss. 3, 12—15.) Ferner seid allesammt gleichgesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht BöskS mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet und wisset, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen beerbet! (1 Petr. 3, 8. 9.) — So werdet ihr Gott geziemend lieben, denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht? (1 Joh. 4, 20.)" So werdet ihr vollkommen sein, denn die Liebe ist daS Band der Vollkommenheit. So werdet ihr wahre Glieder deS Reiches Christi, wo kein Jude ist noch Grieche, kein Knecht noch Freier, kein Mann noch Weib, da wir allzumal einig sind in Christo. So werdet ihr würdige Gaste am Tische der Liebe, welcher am WeihnachtSfesie für nnS bereitet wird, und zu welchem ich euch labe. So wird der Gesang, den wir, gleichgesinnt mit den himmlischen Chören, am Tage der Geburt Jesu anstimmen, ein Gesang sein, der aus dem Herzen stammt: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede aus Erden und den Menscheu ein Wvklgesalleu! (LukaS 2, 14.)*) Aus Prag. — Leipziger Jiidensrkfferei. — Peaaer Zustände. — . ' . X. Womit sollen wir heute unsern Bericht beginnen? Mit der Snlzer'schen Oper, an der sich daS musikalische Prag in letzter Zeit ergötzt oder mit der jüngsten Mache, welche n»S die Leipziger Presse znm frommen Entzücken aller Judenfresser im besten Sommer hereingeschneit hat? Von ersterer hat ein hiesiger Korrespondent in Ihrem gesch. Blatte bereits gesprochen, von letzterer aber genügt eS bloß den Titel anzuführen, um sofort die Ueberzeugung zu ge- Verständige jüdische Leser werden keinen Anstoß daran nedmen. daß '» der vorliegend,n Uebrrsrhung auch die svezefisch chrrft» lrchen Lullen irr» wiedeegsgede» w»rbrn. Gib, »S ja ״och kleine und große Journale, denen J»re»ire»nrltchl,i» für nicht-Andrer», al» ״A»»- ged»!, dr« gotlloü:» Ral»ünali-mltS* glllü Red.

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