Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1865-09-13 · 37 (13.9.1865) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
37 (13.9.1865)
Date
1865-09-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2542917-2543219-2543257--4397-2548369
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

647 648 nicht«! Fabrikant«» F .... uvb W ... ,i». au» «igknew Säckel »inr Orgel um 1100 fl. i. W. auzuschaffeu unb brach«,» zugleich b*0* jenigeo au» W . . . mit, brr sie aufstelll«. Obne all, Frag»» uub Aut« »orte» fiub wir mit«,» brin g,g,a eia faic sccompli, ba krioe Gelb« frage waltet uub ber Aerwere ohuebie« biirlaob» nichl» drei» zu rede» hat. muß jebe« Bedenken schweig,»!! Der Piut jedoch ifl gerettet, ba »w Sabbaih unb Feiertag auch השכמה gemocht wirb für Die Piut« frruvbeü So macht fich die Reform obne all,« Hinzuibuo von Seiten ber Rabbiner ganz allein unb al« Wunber galt r«. baß mau den Rabbiuer frug. ob nicht ber größte Theil ber קינות abgeschafft werden soll, sondern blo» welche! Ja. raisoniren die gut,» Leutchen : Wa« hat nicht alle« ber katholische Psorrer auf fich. er bat allerhanb Messe» zu lesen. Sterbende zu versehen, beu Religionsunterricht zu er« theilen. Taufen und Trauungen vorzuuehmen. Matriken zu fi'lbreo unb obendrein noch zu predigen. ond warum (so lautet da» Raii'onneoient wörtlich) scll fich ein Rabbiner vorzubeten schämen und nicht etliche Stunbrn täglich unterrichten?? Vor nicht langer Zeit wurde in brregter Gemeinde bat Projekt aus» Tapet gebracht, den alten Rabbincn zu penfioniren und einen juugen thalkrüftigeu zu acceplireu. da erhob fich Einer unb rief: Was? meine Herren, wollen Sie etwa einen in schwarzen Frack unb Glacä» Handschuhen, dem man mit dem Allerkleinfien schon nabe tritt. Ich be» werke hier nebenbei, baß dir Rabbrnen fich hier L In franfnise tragen, unb siehe da» die Gründe waren nur allzuschlagend und es blieb beim Alten! Wie die Eristenz der Rabbrnen hier beschaffen, dafür spricht kläglich genug folgendes Erempel. Eine G-meinde ichreibr einen Kon« kurS aus und bemerkt Eingangs desselben: Nachdem inner tüchtiger Rabbiner, der uns durch 30 (sage dreißig) Jahre als Rabbiuer. Scho» chet und Statt, und wie fich von selbst versteht, als Lehrer gedient, u»S nun zu unterm Bedauern verläßt. um fich in P . . . e eine Schule zu errichtco u. s. w. Also ein 10 tüchtiges Faktotum muß nach 30 Jahren schwerer Mühen fich erst in P . . eine Schule errichten, um leben zu können. Eine solche Annonce ist wahrhaft lehrreicher, als irgend welche föi.izit'che Keiltchris», und auch jiiteressaiit-c, deiin sie zeigt, daß eS bierlandS sogar pelrifizirle jüdische Herzen gibt. Ist es daher nicht volllommen konsequent. w׳nn die böhmischen Juden ihren LandeSfond nicht zu einem Seminar verwendet wissen wollen? Wissen sie ja nur allzugut, daß sie für alle Welt nur die dir gebratenen Kastanien au» dem Feuer holende Katze sein werden . . . - baß es aber »och Niemanden eiufiel. dem so tief gesunkenen Rabbiner» stand, oder den armen Gemeinden überhaupt den Land,Ssond als Stütze zu empfehlen, ist nur daun begreiflich, wenn man weiß, wie der Egois» m»a Lurch die früher» unerquicklichen politischen Zustände hier. wie nirgends ausgebildet ist, und wie mikrologisch hier überhaupt alles an» gelegt ist. — Im Gotteshause herrschen ganz etgenthümliche Sitten, worüber, so Gott will in unserm Nächsten! Photo Meter. Duna-Földviir, 4. September. Herr BezirkSrabbiner S ch ö n aus Gyon hat durch seine am verflossenen Sabbaihe hier gehaltene Pre» digt eine wahre Begeisterung in ber hiesigen Gemeinde hervorgeruien. Der verehrte Redner unb sein Borlrag werden uns unvergeßlich bleiben. 3. F. S. A. Ujhely, 1. September. Ihr geschätzte« Blatt bringt in Nr. 35 au« dem Kaiserbade bei Ofen in Aiigelegeubeit einer Ehetrennuog einen Angriff aus unfern würdigen Oberrabbtner Löv. Al« Bote io dieser Aligelegenheit bin ich in brr Lage, die ganze Kor» responbrnz al« unwahr zu dezeichoe». unb da« Ganze, insofern» unser Rabbi io Miileidcnichasr gezogen wirb, umsomehr für erdichtet zu er, klären, al« wrber ber Akt der Tbetrennung an einem Freitag, noch durch Herrn Oderrabbi Jeremia« Löv vollzogen wurde. 3. 6. Nagy-Kttll", 5. September. Der Eine bat die«, der Andere da« — die Edaßltäer von Nagh-K:'»'l6 haben Red Eisegel, ber seine Residenz, genannt Kamarna, säbrlich einige Male verläßt, um Szeged»«, SelbSvrrla, brr Lrbalrkk«». ba« nördliche Ungarn mit feioeu Rundreisen zu beglücke». Da gibt'« uatür« lich Stationen, größere nub kleinere. Di» Hauplüatioo ist Nj FrjSrtS. Dahi, pflegen fich die Küllüer zu begebeu, um tu« Rebbr« Rath uub Eege, einzobolen. Zur selben Zeit pflegt in Nagv-Küllü großer Selbmange! z, herrschen. E« will mir nicht eiusaklen » die Anwesenheit be« Rebbe «ob den großen Geldmangel in irgend welche Brrbindong zu bringen. Bo» rigru Sabbatb war eine ähnliche Wallfahrt nach NjFejLrtü. wo der Hei» lige leine Getreuen bereit« erwartete. Der diesmalige Wahlspruch de« Rebbr war: ״Wer meiner N2k2 bedarf, zahlt so viel, Gulden, wie viel ber Zablenwerth der Buchstaben ,120־ au-macht.* Unb die Getreneu vo» Nagy-Källü bezahlten jeder beu Zahlenwerth von D2!2> Wi, ich höre, bat Jemand für die nächste Tar, den Zahlenwerth von vor» geichlagrn! A. B. Senta, End, August. Unser neugewählte Rabbiner htelt dieser Tag» ״inen Einzug. Der größte Theil der Gemeindewit» glierer begrüßte ibn beim Station-Platz und geleitete ihn unter großem Jubel io seilie Wohnung, die sehr schön Hergerichte« war. io welcher Beziehung fich insdeionvert die Frau R. Braun groß.» Berdlenstr erwarb. Bon seiner Wobnnng verfügte fich unter Radbioer in den Tempel und hielt dort eine kurze, aber gehaltvolle Ansprache. Die biefige Gemeinde knüpft au ihren Rabbiner große Hoffnungen. Da« erste Werk des Herrn Klein rechisertig« dieselben vollkommen. Deun könnte rln Rabbiner sein Wirke» schöner btgiiinen, als mit der Erweiterung der Bolkvichitle? Der hieraus bezügliche Vorschlag de« Herrn Rabbinerv wird in ber nächsten G-meind-fitzung verhandelt merden. Ich zweifle nicht, daß der Vorstand dir Noil,Wendigkeit einer Erneuerung und Organisation unserer Volksschule erkeiinrn und in diesem Sinne seinen B.schlnß fassen wirb. Zur Cbarakierifirung de« Zustandes, in de,״ fich gegenwärtig die Schule befindet. möge dienen. daß fich der von ber Siatlhallerei bestellte Schnlaufseher, Herr Dr. Joi'ua Wech«. ler. in Folge drs verwahrlosten Zustandes der Schute bewogen fühlte, seine Funktionen einzust-lle». Er wird natürlich incht säumen, die,eiben wieder aufzunehme» . sobald fich da« Bestreben zeige» wird, in der Schule dir »öihigc Ordnung etiizusühren. Wir wollen hoffen, daß die« recht bald geichchen wird. Zur freundlichen Beachtung. Jrrihümer auf dem («ebicic des jüdllchen Kalende,wesen« gehören nicht zu lettenen Ertcheinniigen. Selbst ei» S. D. Luzzatto konnte in dieser Rücksicht irre»! Er beliaupiei Nr 27 de« L Bl. v. 1.1846 gegen Carmoly. daß Raichi nichl 1108. ionrern 1105 gestorben Irin müsse, weil der 29. ThammuS. an welchem Ra'ch! starb, nur in letzterem Jahre auf ernen Donnerstag fiel, und es seststehr, baß Raschi'S Sterbe» lag eln Donnerstag war. Da aber beide Jahre nicht הש.!andern ך,ך waren, io fiel der 29. ThammuS >» beldeii Jahren auf einen Donnerstag. 11 n, äbnliche» Beiirhen vorzubrugro, und um de»!üdliche» Geschichisfori'chern nach einer gewiß nichl uiigewichiigen Seile h,n ihre Arbeit zu erleichtern, habe ich Tabellen a u s g e a r b e i t c t. welche beim Jahre 800 der üblichen Zeitrechnung beginnen und bis znui Jahre 1900 rei» chen, und i» denen jedem Tage de« jüdische» Kalenders der entsprechende Tag de« bürgerliche» Tages gegenüber gestellt ist D>e Tabelle» find mii möglichster Sorg,alt auSgearbeil't. Berleger, die geneigt wäre», die Herausgabe dieser Tabellen zu übernehmen, werden Hiermil ersucht, sich mit ihren Anträgen an mich wenden zu wollen Szegebin. 1. Sep«. 1665. Wilhelm Nagel. Sur Beruhigung de« Herrn Neumann in Waiyen b merke ich, baß die ihn betreffende Notiz in Nr. 34 d. Bl. grundlos ist, wie bie« bereit« Nr. 35 vbo Herrn R. ausgesprochen wurde. L ö w. Berichtigung. Schon unlerm 8. v. M. schrieb mir mein sehr gelehrter Nitb verehrter Freund Ras. Kirchheim: ״Ich muß Sir bitten, da« kn meinem jüngsten Artikel vorkommeiide Zua» au« ber Tofifra Iowa e. f. zu streichen, da ich soeben den Jrrlhum wahrgeuomtueo habe.' Au« Versehen blieb ba« Zitat stehen. Bemerkungen. Herrn R. St. in Fr. a. M. Ich danke unb bitte ergebenst '»« bie Fvriietzung. Ich bin mit Vergnügen bereit. Spenden für den ״V rr» ein kür allgemeine Angelrgeubette'o de« Jubrtithum«* auzunehmrn, und dieselben ihrer Besttmmuog zuzufübrea. Herrn A. B. in Z Angenommen Leipzig, llomwislious-Verlag vo« Frau« Va,«rr. Druck »on Sigmund Burger i, Szrgebi». Hierzu ein ganzer Bogen Beilage.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.