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Ben Chananja · 1865-09-06 · 36 (6.9.1865) · page 6

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Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
36 (6.9.1865)
Date
1865-09-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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636 636 al« Kaozrlrrbnet, als de» erste« uud befLhigtesteu der ueneruZelt, ferset i> seloew Wirken i« Vereine mit Sülzet zur Herstellung eines verr besserir» Gotte-dieustrs i> einer der größten Gemeinden und endlich nach seinem friedliebenden und liebenswürdigen edlen Charakter geschil» dert hatte, wendet» er ans ihn den ersten Vers des Wocheuabschaittrs sehr paffend an: »von diesem nun sek. Zsak Noah löunen wir auch mit vollem Rechte sagen: ״er wa, ein gerechter, aufrichtiger Nana in seinen Zeiten", und zwar nach der «inen Auslegung de« ,in feinen Zeiten" לשבח da er selbst «in seinen Zeiten", in welchen so großer Unglaube und ZorifferentiSmu« herrschte, dennoch gerecht, aufrichtig und mit wahrem Feuereifer mit Gott wandelte und viele Andere zu einem frommen Wandel mit Gott onleitete. — Er hat daher gleich dem ersten Noah durch sein Wort (חבה) viele von der Fluth der Sunde und den stürmischen Gewässern de« Verderben« gerettet. Er ist und bleibt daher allen Gemeinden Israel«, sowie auch der uoierigru, in welcher der Goltr«dieost mit Eher und Predigt, ähnlich dem Mannhriwer« io Dien — nur io kleinerem Maßstabe — sich gestaltet hat — zum ewigen s,gen<voll,o Andenken ־זכר צייק לברכת Dieser Vortrag wurde mit allgeweiuer Theilnahme ausgenommen. Schulwesen. Fünfkirchen, 30. August. Die hiesige ist. Musterhauptschule ha, soeben di» Klassifikation ihrer Zöglinge, vou einigen interessaniea Notizen begleitet, iu ungarischer Sprache veröffentlicht. Sie ersehen au« derselben, daß die Schule im vorigen Zahre von 196 Kiltdera besucht wurde. Den Unterricht ertheilen 7 Lehrer und eine Lehrerin. Dir sorgfältigere Pflege der ungarischen Sprach, wird besonders hervorgehoben. Das Schuljahr wurde am 10. August geschloffen. Die Ferien dauern bis zom 16. Oktober. Dir Wohlthäter der Schule werten be. sonders namhaft gemocht, und gereicht die darin sich kundgebende Tbeilnähme der Gemeinde für die Schule jener wie dieser zur Ehre. (Die dtsvrcchenk Klassifikation ist auch uns zugekommen, und wir empfehlen dieselbe der Aufmerksamkeit aller Schulfreundr. Zrrthümlicher Weise wird S. 12 das Schemonc Eßre als 18״ Lo bgedele" bezeichnet. Bekauritlich besteht dasselbe zumeist aus Bittgebeten. Red.) Literarische Anzeigen. DieMcchilta-AuSgabe von LSeist. Besprochen vou Ras. Kirchheim. Die biblische und talmudische Kritik hat erst in neuerer Zeit die Aufmerksamkeit auf die alten halachischeo Midraschim, Sisre, Sifra und Mechilta gelenkt, die durch ihre Bearbeitung vou Männern, welche die talmudische Kennlniß her alteu Schule mit den wissenschaftlichen Bestrebuugen der neuen vereinen. dem allgemrinen Berständniß näher ge, bracht wurden. Dir Herausgabe der M'chilta mit einem so vorzüglichen Kommentare vou Weiß verdient daher eine nochmalige Besprechung um so wrhr. weil der verehrte Herausgeber de« ״B. CH." e« in seinem eingthendeu Referat dem Verfasser zum Vorwurfe machte, die Arbeiten seiner Vorgänger nicht benützt zu haben. Da nun aber — wie wir weiter sehra werden — die betreffeudrn Arbeiten von Frankel (Monatschritt 7. 2 und 3) und Geiger (Urschrift ,c. ,c.) dem Verfaffer uicht unbekanat waren, so könnte man ihm höchsten« znm Vorwurf, wachen, seine Vorgänger nicht an den Stellen, die st« besprochen, zitirt zu haden. Wer aber, wir W., dir verstecktesten Quellen herbeibringl, den feruliegeodsten nachspürt"). womit er den Tert berichtigt und erläutert, der hat wahrlich nicht nothwendig. bei den naheliegenden Parallelen dir Srluudairqurllen zu zitirrn. Wir Frankel findet der Verfasser iu einigen agadischeu Stellen historische Beziehungen und find nur beizu, fügen di« Bedeutung von Olam chadasch (Derach. c. 4), womit nicht dir Welt der Auferstehung, sondern die Befreiung vom römischen Zöche zu verstehe» ist; und dir Worte Mose«, mit denen rr Iosua zum Kampfe *) Tie z. D. die ParaNelstell« zu Zer. Kama 6. 3. zu d«m von Fravkel hersorgkhodtneu intereffanteo Bericht der M. (M»chp. 14) von riurm Brande, der sich vom dttSsrttigeu zum jenseitigen Ufer de« Zoe. bau« verbreit«» halt». gegen Smalel aufsorderte. dir aber indirekt ,ine Aufforderung an Dar Cochba zu fein scheinen. Dagegen «st es nicht wahrscheinlich, daß flch hie Stelle (So 14 o. Sud,) auf di, Blirtbeschuldigung einer kpätera Zeit beziehe, wenn ß» nicht rin späterer Zusatz ist, wie ohnehin Frankel so viele i» agadischeu Theil al« solche bezeichnet hat. Richtiger ist hier jedkufall« dir Lesear» im Zalkut, die mit dem Talmud überriustimw«. Daß R. Slieser, der fast immer dir Schrift nach ihrem natürlichen Worifinue deute«, das Gesetz ״Auge um Auge" wir die Sadduzier wörtlich avffaß». ist bekannt. Der Talmud, welcher natürlich dieser saddu,äischen Deutung uicht durch di, Autorität von R. Vlies,r ein, Geltung verschaffen wollte, suchte feinen Worten ,inen andern Sinn bei» zulezeu <B. Kama 83). Frankel in seiner Hodegetik finde« dir« vom talwudischeu Standpunkte an« richtig, Geiger (Chaluz 6, S. 23) führt dagegen die betreffende Stell, au« der Mechilta an, au« der, so korrupt fie un« auch vorliegt. doch die sadbuzäische Deutung zu erkrnoen ist. Weiß kommt zu demselben Resultate und korrigirt wie G. di« korruptr Stelle dahin, daß R. E. iu dem kompensatorischen Verfahren bei Körperverlrtzuiig nur einen Untrrschieb wache zwischen adflchtlicher uud uoabsichtlicher Verletzung und nur bei dieser könue die Bekchädiguog durch Geld komprnsirt werden. Geiger wacht (Urschrift S. 372) darauf a(1fmerksam. daß dir Mechilta au« 2 M. 18,7 ״und r« ging Mose« seinem Schwiegervater rntgrgen, bückte sich vor ihm und küßt« ihn," die Lehre zieht: man solle sich bereit zeigen, den Schwirgeroater zu verehre», während der Samaritaner, den Satz umkehr,nd. vor Mose« hinzufüglr. Zn einer Note macht er die Bemerkung, daß den Kasuisten (Z. D. 240) diese Mechilta entgangen sei. Dassrlbe sagt auch W. nur mit dem unrichtigen Zusatz, daß sich die Kasuisten, di, iu der Sache der M. bejstimwken. sich ,inen Drasch ersonnen hätten. Dieser Drasch findet sich abrr in Mid. Tillim c. 7 und zwar in der gesetzlichen Form מכאן שח״^יין בכבוד חמיו und deshalb scheinen fie auch die Mechilta hierin nicht brrückfichtigr» zu habr«. in brr r« uur heißt שיהא ארם מוכן וכר• Moimoaide« hat ober auf diese agadischeu Stellen wenig Werth gelegt und sie gänzlich in seiner Gesetzsammluug ignorirl. Mil Recht weicht der Verfasser aber vou G. ad und findet keine Divergenz zwischen der alten und neuen Halacha iu der Deutung von 2 M. 21 , 29, daß der Eigenthüwer eine« stößigen Ochs׳n nach M. Mitchp. 10 getöbtet werden sollte, eine Deutung, die allerdings dem einfachen Schriflworte nach richtig ist. aber doch R. J-mael nicht beigelezl werden kann, der hier und Kethub. 7 nur voll בירי שמים spricht. Do», der größtru Bedeutung und Wichtigkeit ist die Untersuchung über die Authentizität der Mechilta — die Frankel mit dem agatifchen Theil begonnen (Monatschrist 1854). aber bisher noch nicht fortgesetzt hat — und über dir Frage, ob den Amoraim die Mechelea bekannt »rar. Frankel giebt darüber (Mooatsch. 1853) folgendes Kitrrium. Al« rcht find solche Stellen zu rrkronrn. dir im Talmud al« Baraitat angrführt werden; unecht solche, wo rin talmudischrs Zitat ihnen catgegrüstiht. oder wo sir der Talmud nicht bätt, ignorirrn können. Diese« Kriterium stützt sich auf leine inneru sachlichen Beweise und uur auf die usuepirte Autorität de« Talmud«, drr außer feinen adoplirltll Deutuugcn und Normen, die in drn babylonischen und paläüinenfischru Schultu di«ku- * tirt wurden. keine anderen aufkomwrn lassen »vollte, rin Machlsprnch. drr bis zu den später» Kasuisten") flch rrhatteu und entscheidend aus di, GesctzeSprari« einwirklr. Mil diesem Diktat läßt sich 'nur hie uud da dir Nichtdrachlung drr Mechilta bri drn Talmudisteo erklären, aber nicht dir Uurchthrit ihrer Aussprüche brwrisrn. Wenn z. B. die Mechitta (Jllbro c. b.) dem einfachen Wortssaur gemäß au« Zes. 53 da« Nachdenken übrr Wrrksachklchr« am Sabbath verbietet, während der Talmud gerade uwgekrhrt au« derkrlben Stelle »« erlaubt, so beweist dies«« uicht die Unrchiheit drr Mechilta. sondern nur — nach dem adoplirleo technischen Ausdruck — daß hier die alte Halacha vou der oenea abwricht. So ist auch noch der Mechilta gegen den Tal. mud da« arbeiten durch einen Nich'jovrn am Sabbath, sowie auch jrdrr Schrbuth mosaisch orrbotrn. M. d. Nachmann, bei Lew, sowie bri Raschi ') Außer drn bekannten Stellen verweisen wir auf Nr Srrua II. $ 754, der sich «m schärfsten hirrüdrr ausdrückt.

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