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Ben Chananja · 1865-08-23 · 34 (23.8.1865) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
34 (23.8.1865)
Date
1865-08-23
Page
– (sequence 7)
Language
German
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605 606 fif{a Halberstadi au« Berli» zur Derpfirguag tinhriaischtr und durchreisrnder Krank״. 6) Zwei Personen erhallen jährlich je 100 Th kr. von der Brr» ltner Gemeinde für eiueu SLior; ,üblich 7) bestehen noch 5 Loui'Sd'or unb eine Mast, fleioer Schiur« Slifluagea für Zahrzeilrn. die in neuester Zeit fich noch immer ver« mehren. Dir ZahrzeitStagr find auf einer Tafel in der Synagoge ver» ,eichne». Dt« dortigen Klausner uub לומרים haben durch diese Schiu» rim eine schöne Eionahmr. Außerdem brsteben dort folgende Dohllhätigkeit-vereioe: Peri Ez Edajlim; Gemiluth Ehaßadim; 23tffür Eboliw; Schemer Sabbath (Fleischvrrthrilung für den Sabdaih); Hochnaßath Kallah: Talmud Tbora; Tlfrret Juschurun (zur gegenseitigen Unterstützung); Kuppaih Anijim (Brodverlheiiung); Brbek ha-Bajirh (zur Erballiing der Syna» goge): Zidala la-Anijr Ha-Ze Wcha-Oechim'; Hachnaßalh Orchiw (für durchreisende Arme): Errz Zsrarl. Aenßerst wohlihärig in jeder Beziehung sind die Gebrüder Hirsch, Großhändler unter der Firma Aron Hirsch und Sohn. Die fortgeschriltriien Gen,einte» mögen doch io Gründung von Stiftungen und Vereinen zu zeitgemäßen, wohlthätigen Zwecke» der zu Halberstadt oachahmeo. Ich kehre nun wieder in das Ausland zurück. Aus Warschau, Jassy und Odessa habe ich viele sehr inlerrssaute Männer kennen ge» lern». Die Zustände der Israeliten dort werden nicht gerühmt. 2» den beiden letzte» Ortcn steht die Masse noch auf einer niedrigen Sluse. Auch in Warschau haben die Chaßidim, die dort in bedeulrnder Anzahl find, ,ine» großen und verderdlicheu Einfluß. Dagegen vernehme ich nur Vorzügliches von unfern Glaubensgenossen in Dänemark und Schwrdr». BrionderS wurde mir die große unermüdliche Thäiigkeii des dorligrn LantrSrabbinerS, Herrn Dr. Wolf In Kovenhagen, von einem gebildeten dortigen Gemrindemitgliede sehr grrühm«. Srine Reden, — er muß oft läglich mehrere halten, und selbst bei Veschneedungeu, — seien ausgezeichnet. Auch Dr. Levisoh» in Stockholm soll nach der Aussage meines DerichterstallerS vcu dort sehr »׳ohlibätig wirken. So verbreite» den» unsere deutschen Kollegen i>> drn nordisch,» Staaten Religion und Lilduug, nachdem sir dort heimisch geworden, und per, digen i» der dortige» Land,«!brache vorzüglich gleich in ihrer teulschcn Mullcrsproche. 2" Paris arbeitet man jetzt ernstlich daran, wie mir mein Freund Herr Grand-Rabbin Ilidor minheilte. die beiden Ge» meinten der Alchkenasim »1!v Sefartim in eine zu verschliielzen, was bei den devorstelientei, zwei neuen Synagogen, die im Baue begriffen find, dringend nökhtg ist. Es ist bereits ,in Komuü von 25 Mttgliedein gewählt, dem Herr 2stkor versteht. und das die dortige» grlehr׳ testen und gebildriste» Männer zu seine» Mitgliedern zählt. Als Grund» Prinzip zur Brrrinigung hat man dir portugirsiiche Aussvrache des He» bräischen schon angenommen. Diese Fusion stößt dennoch auf große Echwierigkeiten wegen der Auswahl der Gebete, besouder« an dem 2a» mim Noraim. die in beiden Riten so sehe verschieden sind. Meines Er» achtens wäre vor Allem eine wissiltschasiliche geschichilichr Darstrlluiig des Ursprunges und der G-staliung des poriugiesilchen Ritus ersorber» lich, um hierdurch eine fichrrr Basis zu rrhatlr». von drk mau aus» gehen könnte. 2ch schlicße diesen Bericht mit Portugal nach den Mitlheilungra eine« Israelit״!: Amram aus Lissabon. Sri« circa 80 2ahren find die 2udra wieder Lorl geduldet. Sr glaudt, daß jetzt 3-4000 dort wvh׳ uen, und in der Hauptstadt circa 400. Die meisten 2»dra kamen au« Morolko und England. Eie werden dort gut bebautet!, genießen Rechte und sind in ihr,» Gen-rrden nicht beschräiilt. Sir find religiös und thritweise auch gebildet. 2» Lissabon ist noch Inn, eigen, Synagoge und auch kein Rabbiner. Drr Gottesdienst wird in einem Prrvalziw» wer abgehalteu. Da ich nun am Sonntag drn 6. d. EmS wieder verlasse, so be» rüde ich hiermit mriue dirSjährigru Bericht, von hier aus. Mit Gottr« Hilf, gestärkt au Körper durch dir b.estgrn ,־tyWVJ כעיני uod an Grift durch den Umgang mit viclcu Sedilrrteo. besonder« meiora liedeu Kollegen, hoff, und wüusch, ich. dass dies, mein, Berichte für di, ver,Herr» Lrsrr de« ,B. Eh.* von Zalereffr sein, und zu deffra noch weiterer vertreilnug — wir rr solche« i> hohem Grsd, Verdi,u! — etwa« bei- «rageu wöge».*) I. Kahn, Oberraddiaer i» Tritt. (y Neapel, iw August. 2a unserw D'thaus, fand jüngst tiue rührende Zeremonie statt. Em Iskarlit, Namen« I. D. Roniaoo, h«tt» vor mehreren Jahren, gedrängt durch die unenibehrlichsten Lebeu-bedürfniste und durch dir Zotolrraoz drr päpstlichro Regierung, uutrr drr rr srusztr, dir Religion seiner Väter abg,schworen und deu christliche, Glauben angenommen; ober nachdem rr lange Zeit ria elend,« Lebe» forlgeführt hau, — teou rr wurde von Allen zurückgesetzt und verachtet — würde er schon gleich Anfang« in de» Schoß seiner väterlich״ Religion haben zurücklehren wolle»; ober ein solcher Entschluß wurde unmöglich gemacht durch die Furcht, von drm Zorne der intolrraule» Herrichast, der rr untreworsen war, getroffen zu wrrdrn: und da rr sich mit seinen geringe» Mittet» nicht oach einem sichern Ort brgrbr, konnte, um mit der gewünschten Seelenruhe feinen Entschluß aossühre, j" löniien, so schleppte er feine Tage in traurigster Bilteekei« h,a. Da cinstand glücklichrr-, und man kann sagru wunderbarerweisr dir Israeli» tische Gemeinde;» Neapel. Nun entstand in dem Unglücklichen der Ge» danke, einen Wechsel des AusentbalteS zu benützen, um seinen loben«» werlhen Vorsatz zur Ausführung zu bringen. 2n der Thar stclltr er fich am jüngsten ersten Paschahtage hier ei» und offenbarte seine Absicht unserw Rabbiner. Dieser nahm ihn mit Freundlichleit aus. ermntbiglr ihn kräftig in ,einem Vorsätze, bereitete ihn durch die strengsten Eemahnniigen zu dem wichtigen Schritte vor, z» dem er sich anichickte. unterwarf ibn außkrtei» den überzeugendsten . Prüflingen seiner wahren Reue, und bestimmke ihm endlich den odrnrr» wäbineii Tag. daß er sich öff.nilich zeige, um den Ast seiner Rückkehr zu seiner nnpnuiglichen Neligioii zu vollziehe». An diesem Tage war da« Goileshans gesülli, und »ach eine!» weihevollen Vortrag »Niere« geift» lichen Hirten ries dieser die Anwesenden auf, einen, der rührendsten Beispiele für die Macht der Festigkeit der religiöse» Gruiidiätzk im Herzen de- Israeliten deizuwohnen.!»de», er ikue» dr» verireien Den» der verstellte, der jetzt zu unserer Religio«, welche rr »ur grzwnngea verlasse» hatte, zueückziikedeeii steht,. Die Zereinoiiie war ungemein rühreiid, alle Anwesenden wurden zu Tkeäneii bewegt, als sie den Büßenden. ter mit fronitiirr Gederdr vor der heiligen Lade stanv. bejahend ans di, Frage» antworten hörte, welcher der Rabbiner an ihn über die Autiichiigkeit sriner 'Reue und teiiies seeieii und iiiibeeinflußien Willens zur räieelich«» Religion zu» rück,»kehre», richtete. Aber als er Le» Eid ausiprach, ibr ewig freu z» btnbcn. wurde dre Rührung der Gläudigen »nbnchreibtich, und der ireffllchr Prebigrr benntzic sie, um mit ,111,1» warme1« ״,b ledhafte» Aut» in! a» dar reiigiöie Gelühl der Zuhörerschaft z» tchli.ßen. Die sreiiligstkii Beweise des Aiilbeiles wurden von Aste» dem neuen GlaUbeiisaenostkN erwiesen, und der Voestanb verlehlie Nicht, ihn am folgkiilen.Tage mit dem ersten Ausrufe zur Vorlesung der Thora und mit ber Tbolnahme an andern reiigiöie» Zeremonie» zu beehren. Diele» Ereigniß zeigt deutlich, wie die Gewiss,״sseeiden beulzu» tage in Italien nicht mehr dies Tbeorr« rst — tcndern daß tu Neapel, wo noch vor eint», Deieniuui» kein Iiraelit sich blicke» taffen duistr, wieder rrboni wirb, was man in Rom so. barbarisch nietereeißt. 1^. 3. Nrw-Vork/ m November. (Foriletzung drr astgk» meinen Geithe.") IX. Von drr gesetzwäßigro Weit,. Log,» zu brsucheu. und von drn Rechte״, die hierdurch gesichert werden. §. I. Ei» Bender, der irgend eine andere al« seine eigene Loge betuche« will, kann nur daun ,ugrlaffen werden., wenn er sei»» Berech» tigiing »achwcist. durch die Mriiel, die jeder V'ulrr von drn vo,sitzen» den Braunen!einer Loge erlangen kann, wenn er grsetztich zu d-NIeld״ derechiig, ,st. z. 2. Eia Bruder auf Reisen, und dieserbalb nicht im Stand», za festgesetzten Zeit,» die gewöhnlichen Mt,el zu ״langen, um nach,»««,» sen. daß ״ Mitglied ״ner Loge ist. soll von seio.r Loge mit einer gr» hörige» Ntiselarlk vniedr» werde», und wenn lnnr and״,» gesetzlich״ Einwendungen vorhanden.!0 soll eine solche Karle al« hinläugltch, Ur» luntt detrachiet Ir». z z Eia Bruder-auf Reis,», «der wohnhaft an einem O'te. entfernt vom Litzr der Loge, der rr al« Mitglied angehör«. kan» vo» fr in« r Logr dir Befugoiß ״lang,», von einer Log, >u oder uadr «eiue» Wohnorte oder drm Platze seine« jeweilige» Ausenihalir« dt» völhige» *) Di» brbareNch, warme Tbrllnabwe de« »brw. Heren Eins,»» der« für deu ״'&- (Sb.* verpgrchtN d,r Lestr und den Redalirut desiet» den zu daokdaeer Anerkennung. E. ", E. Nr. W.

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