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Ben Chananja · 1865-08-23 · 34 (23.8.1865) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
34 (23.8.1865)
Date
1865-08-23
Page
– (sequence 6)
Language
German
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604 tincm Buche bei 3fr0flilf« und Nichlisrarliken -rlese» hoben.- So Boi! will, werde ich nächst,o« noch »ioe ander» ioteeeffaat, Stelle au« diese« Manuskripte witlheileu nud über di, aoderra im hieflge» Museum be« fiodlichea Gegeostäude von jüdischem Jalereffr referireu. AeSer ItCe .siemLivörler imMharis.(ת נשואים)*) Bau Dr. E. Carmolp. Herr Kirchheiw bat mir Ihren Brief, geehrter Herr Redak. teur. zug,stellt. Ö« war mir aber unmöglich, Ihnen bi« jetzt die ver» laugten Erklärungen der Fremdwörter zu geben. Diese Wörter, »bei!« franzöflsch, «beit« deutsch und tbeil« rabbinisch, siud durch den Druck so entstellt, daß einig, fast nnkennbar geworden find. So z. B. statt ,מקדרהשל הרס שקורי׳ קרוי sott e« heißen: 2שקוי־ין קרו ein irdener Topf, den mau Krug nennt. מטרין Mitren, schwarze Kopftecke, von dem sraozösischeu Dort Mitre, Bischofsmütze, Schornsteinhaube gebildet. Letztere beüebt! an» einem schwarzen Tuch, da« über den Kopf geworfen, durch e!ne j Schleif, am Halse befestig, wird. mid dessen Zipfel bcrniilerdängen. j (Sin, solche schwarze Kopsdecke war in Frankfurt bi« Ende de« vorigen j Juhrhuiidert« Sitte nnd Schudt grdenkt ihrer bri ber Beschreibung drr Iudenhochzeit, (Jnd. Merkwürdigkeiten V. B. 25 Kap. p. 3.) ן mit folgenden Worten: ״Die Braut ha« ihr Angesicht mit einer vor» hängenden Decke, der Bräutigam aber seinen Kopf mit einem schwär» zeu Tucke säst wie ein Schornsteinfeger, wenn er in deu Schornstein steigen will, verhüllt, zum Andenken au die Zerstö» rilllg Jerusalem«.'׳ שרניס Sargncs Todlknhtiiid. EliaS kevita (Tischbi Art. סרו^ס) teilet dieses Wort rem fraiizösiiche» Serge, Sarclie ab; mir , schein« e« von den, deutschen Worte Sarg. Todlculade obzustammen.; סרבל Lnrkel. Mantel: so erklärt Elias Ltvila dieses rabbi» ' »ische Wort nach allgcineinem Gebrauch in seinem Ti s ch b i - Artikel j Sarbol.; קורוין Pl1״ Piflnubr קורוטין Corsctin, P ara dirsle ib» j chen, von dem sranz. Lvrsot, Lerbchcn. ist das. g. ״Gan Eden-! Mäntrlchrn". das bri den Frauen über da- S.-rrgonos angetban! wird. Dir Worte im Maharil lantrn so: ״Die Braut trug ei» Lar«! gen« oder Tcdtenhemd über alle ihre Kleider, einen schwarzen Schleier! über dem G,sichle, und da- Oorselin, ParadieSleibchen an der Stelle! des Mantel«." ' מיין. נלאיין äl a;׳ en > verweilen. Iiiiterhalkk«'. war drr Name der ersten Zeremonie bei einer beutschc» Hochzeit. Sie bestand darin, daß am frübeir Morgen da- Brautpaar zilsainmenkam . bei einander verweilte und fick unterhielt. um sich einigermaßen kenne,, zu lernen, weil bei den kenlschen Jude» Sitte war. daß sich oft Braut und Bräu» tigam vor der Hochzeit nickt gtsehen hatten, und es unschicklich gewesen wäre, sich trauen zu lassen, ohne sich ganz und gar zn kennen In den ollen deutschen Minbagim. neu herau-gegeben mit vielen Hclzschnit. ten, zu Amsterdam 1043 in 4. durch Elia- Abuad", S. 65 lesen wir folgend, Brschreibung über diese Zereinonir: ,De« Morgens geht man zur Mayeo. E» ist darum drr Minhag (Gebrauch), daß der Bräutigam nicht soll der Braut so gar sremd fein, wenn rr sie Mrkaddisch ist (traut). Und der Bräutigam nimmt sie der der Hand »l,d führt sie r»n wenig. So wirst denn da« Kahal (die Gemeinde) Korn aus Bräuti» gam und Brau, u»d sagt: סרו (רבו sruchtbar und vermehrt Such)! Da« Kor» brdrutrt. daß ®riete toll zwiickr» ihnen fein, nach Pf.!47,!4. I» rtlichrn Grwkiudc» lluii man auch Geld in daSi'rldr Korn; hernach »thmru ,S dir Armen. Und Bräutigam und Braut srtzrn sich rin wenig btirinandrr. Hernach nimmt der Rabbiner den Bräutigam und führt Um wilder hiuwrg, und die Frauen nehmen die Braut, nnd dir Braut hat da« Flaugrun (?) vor. Dakommt her von Rrhrlka: da ihr Jiaak brgnr», nahm sie den Schlricr und deckte sich da- Gesicht zu von Zeniuih (Züchtigkeit) wegen. Ja eitichen Gemeinden tanjt man auch den M'zwah.Tanz: die Minner mit dem Bräutigam und dir Frauen mit drr Braut." '-Hu Nr. 25. 6. 416-418. Nr. 27. S. 466. Rrd. So rrespo irden;. Ausland. Bad EmS, 3. August. Mein, Schilderung drr Ehaßidi« tu Nr. 3V dr« »B. CH." hat bri dra nieten hier aawrsrodeu Kurgästrn au« Russisch-Polru große Srusaiiou gemacht, und wurde dieselbe von den mristru mit Drisoll oi« ganz der Wahrheit gemäß ahgrfaßt, auf» geuommru. E« find mir von wrhrrrru drrselbru noch weitere Mittheie lullgeu ziigeiagl, die ich vielleicht später wiizuiheileu im Staude sein werde. Vorläufig nur Folgeude«: Der Rrbbr Jtzig Magst in Gutta (?) soll stch dadurch von den andren Rrbbe« vorthrilhaft auSzeichnen, daß er ein großer Talmu» dist, und auch nicht ohne Bildung rst. Dagegen ist der Wnudrimann in Bietrrhan mit Namen Brukker kein Rrbbe, sondern sein,« Stande» Steinklopfer, der sich durch die Uiiwissrnheit und Dummheit drr große« Masse zum Wundermann hiiiausgeschwungeo hat. Al« Eharalteristik sein,« glorreichrn Verfahr,n« wird mir solgrnde Anekdote, die wahr sein soll, erzählt. Ein Manu mit feiner verrückten Schwester kam zn ihm. Hilfr für diese verlangend. ״Wo« fehlt Eurer Schwester? Sie ist משונע (wahnsinnig). Ihr müßt ein• Pidjon von so vielen Ranklich (Dukatrii) machen lassen, als משוגע in der Zahl hat: 419 nämlich." Meine arme Schwester ist aber nicht allein משוגע, sondern auch מטורף (vrrrücki »Md verwirrt). Nun io müßt- Ihr noch >0 vikle Rand» lich als Pidjou gebcn. al« auch מטורף in drr Zahl hat. (noch 335). Bon uikinrm Ausfluge nach Nussisch-Polrn kehre ich nun wieder zu uitinrm likbru dcntichrn Batrrlande zurück, da r« mir murr den Cha» ßidim nicht so ganz grheucr schrin». Einer ihrer Wuiidcrmäniier könnte mich in ciiikn stummr» Fisch verwandeln n»v mich am Saddalh beim drillt» Mahle verschlingen. I» der Mitte DciilschlalitS. ja sogar i» drr Nähe der Grmrindeu. die weit fortgeschritten sind, gibt rS noch sehr viete. in welchem Alles beim Alten gebliebc». «ud die au nichts rülket» lassen. Hierin sowol, als auch durch dir vielcu Stifliiiigeli zrichucl sich die israclitische Ge» uieiude z» Ha lbrr stabt in der Nähr Magdeburgaus. Folgendes wurde mir vo» rinrui echt sroinliicu u»d birtrrli dortige» Gemciiidebtbeamte», »irinciu hiesige» nächste» Zimmernachbar, de» ich recht lieb* gcwonilcil habe, über die erwähnte Gemeinde »lilgtlheilr, was ich hier «reu »viedergedt. Die Gkmeinde zählt circa 100 Fauiillen. hat eine große schöne Synagoge im allen goihischen Style. Im GotleSdienste ist auch nicht das Geriligstc abgeändert. Dcp Borbcier leite! tenselben ohne (5kor und ohne Säuger und Bast. Jrdcch soll Ordnung und Ruhe i« drm» felbrn srin. Rabbinrr ist feit tiiiige» Jahrru Dr. Aurrbach, drr frühere gladbiurr zu Darmstadt. drffcn Richnuig hiiirrichcnd betau nt ist. Fclgentr brdnltcudr SlisiMigr» bat die Gemeinde: 1) Jiracl E h r e n! ran z'fchc Stisiuug vou dem brrübmlen sei. Jakobsohn gestisirl (60—70 Jahre all) nnt 10,000 Thlr. Kapital, von dr» Zinsen crhaltr» wöchrntttch 3 Männer je Z'/t Thlr. uud 3 ÄUWen jr 17 Sgr. Dir Sliflung wird von zwrj Vorstehern verwaltet »nd steht unter Fürsorgr drr Rrgirrung. 2) Behreiid'i'che Sliflung 0000 Thlr. Kapital. Dir Gemeinde muß die jährliche» Ziusen ü 300 Thlr. auSzahlrn, weil ste in früheren Zeilen das Kapital verwendet hat. um Schulde» zu zahlen. Diel'e Zinsen werden.an zwei Klausrabbineu vertbeilt, die außerdem von derselben Slif» liuig au» Hannover «och 850 Thlr. erhalten. Aussicht und Bcrwailuug führt drr Bauquirr Hrrr Koßmann Brhrrnd io Hannover. 3. צואת. צבי Stiftung von Hirsch Kößlin: 12.000 Thlr. Kapital für dir Tatmud-Thoraschule. Diese ist mit de, Gemeiadeichule verdundeu, in welcher 6 Lehrer, iniler deucn 2 Christen, und eine Leh» rerin fuirgirra. Der Oberlehrer bezieht 350 Thlr. jährlichen Gehalt. Unterrichtet wird auch Raschi, Milchna und Grmara. Beaufsichtigt wird sie vom Rabbiner und noch sechs Grmeiodrgiirderu (Maschgichim). 4) R- Mordechai Haller Sliflung für Schiur.Lerneo unter Aufsicht de« Gkweiudevorstandr«. Fünf Personen erhalte» jährlich je 45 Thlr. für einen täglichen Echiur. 5) נחלח בנימין Sliflung 5000 Thlr. Kapital von Ben ja-

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