Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 33 (16.8.1864)
- Date
- 1864-08-16
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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687 688 fcUfi# Rabbi wirklich sonderbar. Herr N. hält, also die beste Gelegen« heit, durch die Drrlheidiguug dieser geistigro Dresche ans dem Gebiete der Naturgeschichte feinen Rittersporn ju verdienen. Ich ersuche Tw. Hochwürden. diesen Zeilen, wenn fi« dem großen und geachteten Leserkreis« vorgelegt zu werden flch eignen, in Ihrem ge« schätzten Blatte Raum zu gönnen. — Mögen die Feinde der Wissen« schaft au» ihnen ersehen, wie wenig ihre Verketzerungen den ausrichtigra WahrheitSsorscher zu beirren vermögen. Replik. Geehrtefler Herr Redakteur! Werihgeschätzter Freund! Zn Nr. 30 Ihre» geschätzten Blattes waren Sie so freundlich die von mir hcrausgegcbenc und kouimeiltirle Mechista zu besprechen, Für diese Zhre Freundlichkeit muß ich Ihnen meinen wärmsten Dank sagen und ganz besonder» deshalb, weil Sie hierbei mehr dem Werte, als der Person Zhre Aufmerlsamkeit schenkten. NichlSdrstoweniger muß ich mir erlauben, einige Ihrer Berichtigungen entschieden zurückzuwei׳ seo; weil ich sonst einen Vorwurf in Kraft erhalten würde, der, wenn er gerecht wäre, mich in meinen eigene» Augen einer unverzeihlichen Fahrlässigkeit, sowie bei meinen Lesern einer absichtlichen Jgnorirung der Wahrheit zeihen müßte. a) Bedauern Sie, daß ich. Chajulh Jggereth Bikvreth S. 5 nicht benützte, wo die Stellen im Soser Ha-Mizwot von Maimuni nainhast gemach: werden, die unS schließen lassen, M. habe eine Mcch. gehabt von größerem Nmsaiige, als die unsere. Meines Dafürhaltens ge« nügte das Zeugniß M.S selbst, der in seiner Einleitung zum Zad aus, drücklich sagt, daß sich die Mech. von 2 M. bis zum Ende der Thora ersttceke, was ich auch S XVII. zilire, wenn ich nun a. a. O. »och hiuzusügte. es gehe aus mehreren Stellen des S. Ha-Mizwo» hervor, daß dem Maini. eine umfassendere Mechilta vorlag, glaube ich nicht, daß mir CH.'S Resultate in diesem Punkte irgendwie v״:: Nutzen hätten sein können, höchstens, daß ich die Einleitung um ein Zitat berei« chert hätte. b) Im, Namenverzeichnisse der Schriftgclehrten, das ich der Ein« lrilung ansügte, vermissen Sie die Namen: Zsse den Zosr, Äbscholom Ha-Sake», Simson b. Tarson. Alle׳» Zsse b. Jose ist mir aus der Mech. nicht bekannt, wol aber ein Jose b. Zsse, der auch S. XXXI. Z. 15 ״on ,!nten genannt wird, ebenso Abs. Ha-Saken a. a. O. Z. 19 von oben, endlich S. b. T. wird in den Ausgaben, dir mir Vorlagen, nicht erwähnt. Dagegen werden zwei Midraschim i» der Mech. Trakt. bt-Chodrsch Abschn. 3. und Misp. zu בין שניהם (im Namen de» R. Nathan) gebracht und im Talmud Schebuoth 39. b. und 47, b. dem S. b. T. zugeschrieben. Diese SteNen sind schon in meinem מרות סוסן־ים ,uin. c) Räumen Sie mir wol ,in, daß Rab in Sifre de.be Rad kein anderer sei, als Aba Arecha, womit fle aber nicht zugestehca wollen, daß Rab an der Redaktion der fraglichen Midraschim lheilgenommen habe. Da muß ich Sie nun bitten, meine Sisra-Edition (Wien 1862) noch uachzulrsrn. wo ich in der Einleitiing S. IV. einige erbebliche Beweise für die an Maim-und andern vertretene Annahme geliefert bade. ä) Sagen Sir die Erklärung zu זקנים fei ganz gewiß verfehlt. Jedoch diese gibt sich nur als Hypothese, und daß sie denn doch nicht so ganz seblgeheu dürste, darin bestärkt mich dir Zustimmung unsrres großen Zunz, der wir schrieb: ״Die iilterrffantr Bemerkung zu 01^ני verdiene «eitere» Studium.* Dem hohen Werthr. den ich Ihrem Nrtheile deimeffe. war ich e« schuldig, mich gegen Ihre Vorwürfe in Schutz zu nehmen; ich glaube aber auch von Ihrer WahrheitSlredr hoffen zu dürfen,- daß Sir meine Berichtigungen würdigend, diesen Zeilen in Ihrem geschätzten Blatte Raum scheokea werde». Ich habe die Ehre zu zeichnen mit freundschaftlicher Hochachtung Wien, 31. Juli 1865. Ew. Ehrwürdeo ergebenster I. H. Weiß. Antwort des Redakteurs. Sehr geehrter Freund! Hoffentlich werden wir un» über die vor« liegenden Fragen leichter verständigen, als wir unS in unserer Jugend über pilpulistischr Probleme zu verständigen vermochten, die unzu jener Zeit ausichließli-i׳ beschäftigten. Zudem ich meine Besprechung Ihrer Mechiltha überlese. finde ich. daß ich dem klaren und treffliche» Kommentator zu wenig Anerkennung zollte; die« wird jedoch in einer der nächsten Nummern de» ״B. CH.", von unserw gelehrten Freunde Kirchh eim geschehen. Der Erwähnung Ihrer Vorgänger in der Kritik der Mechiltha redete ich das Wort, weil mir die» die lilerärische Ge« rechtigkcit zu fordern schien. Die Zitate im S. ha-Mi,woth geben außerdem ein Mittel an die Hand, die Maimonidische Mechilta mit den vorhandenen Midraschim zu vergleichen. Ihr Sisra ist mir leider nicht zu Gesichte gekommen. Die Sekenimfrage habe ich stndirt. Uebrigen« sind Sie gewiß weit entfernt, deu auch von mir hochverehrten Zunz für unfehlbar zu halten. Hat ja dieser berühmte Veteran der jüdischen Literaturgeschichte die ק״ש שבערבית und die תפלה של ע׳ konfundirt! (G. V. S. 370.) Ihrem lilerärischen Wirken den besten Erfolg wünschend, zeichne ich mit wahrer Hochachtung Ihr Freund Szegcdin, 13. August 1865. 8 ö w. Bemerkungen. Herrn N. N. in Srmlin. Erscheint in der nächsten Nummer. Herrn ש «» V- Erscheint in der nächsten Nummer. Inserate. Lehrerstelle. Für die hicrortige israelitische Hauptschule 4. Klaffe ist die Steste eines Lehrer« für nächstes Schuljahr mit einem JahreSgehalte von 450 fl. zu besetzen. Bewerber haben ihre Moralität»-, NeligiösitätS- und Besähtgiingszeugniffe, sowie über ihre bishlrigr Verwendung im Unterrichte der ungarischen, deutschen und besonders der hebräischen Lehrfächer an öffentlichen Schulen bis zum IS. September l. I. franko einzuseudeu. An die israelitische KultuS-Vorstehung. MoriZ KoHak, Miskolc,. 27. Juli 1865. Präses. (3-3) BaMstenstelle. Ein musikalisch gebildeter Bassist oder Tenor findet sogleich i» dieser Eigenschaft mit der Obliegenheit eines Cbordirigenten (»nverhei« ratete bevorzugt) eine Anstellung für den neuen Tempel der hiesigen Gemeinde mit 300 fl. IahreSgehalt. Bewerber habe» glaubwürdige Nachweisungen ihrer Befähigung und ihres streng religiösen und sittlich moralischen Vorlebens bis KV. September I. I. franko cinzliseuden An die israelitische KultuS-Vorstehung. 3to־k- Wall, MiSkolcz. 27. Juli 1865. Präses. (3-3- Szege-in, Leipzig, Srldllorrlag Ser VkSaktto». LomtntstioasVkrlas vo» Fron» Vagnrr. Druck von Sigmund Burger in Szrgrdia. Hierzu ein Viertelbogen Beilage.