Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 33 (16.8.1864)
- Date
- 1864-08-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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681 662 jdljr 1885—1866 denjenigen kebeplan. welches in dem soeben abgrkau» scnrn Jahre an den Kommunal.Reatgymnafien bereit« den herrtichsteo Erfolg geliefert ha». Dahin gehören für die erste Klaffe die Gegen« stände: Deutsch, Latein, Geografie, Naturgeschichtr, Ma« »hematil (desonderdalausmLn»ische Rechne»), Zeichnen, Kal׳ ligrafie. Französisch und Jtalie»ijch; die beiden Letzteren find unodliga». Eia diesem ersteen Bestaiidtheil intensiv gle'chkommende« Maß auch im Studium der hebräischen Klaffifer, Bibel und Talmud, ohne Urberladiing antzustiideu, ist Gegenstand der steten Kombination. — Dieser Kombination also fäll» di, A״«glkich»ng jene« Mangelan Kenntiiiß der hebräisstien Literatur anheim, an welchem gegenwärtig zu. meist die au« der Vollsichnle Aus,leige,,den iu der Regel leide»; zumal die jetzt allgemein übliche Nutereich,-weise den hebräischen Religion,»n« »erricht rrirnstv und iiilenstv gar weit hinter den andern Lehrgegenstän« den jiirückläß». Zu der Einrichtung dieser Anstalt gehör» aber auch außer der besagten Kombination: ») Der ll»»erricht wird daselbst nur von solchen Personen erlheik», di, vom State alt G n niriasi a l- Pr »fr ssor en dosuinen« tarisch aiierlannt, breit« erprobt und besten« empsoblen sind. d) Die Sabbathe u»d ilraelitischen Festtage sind frei vom ll». terrichir. <-) Di, Co»», und christlichen Feiertage sollen meist zum hebrätschen Nnterrichte verwendet werdr». <l) Mi» dem Schluffe eine« jeden Monats erkalten die Eltern einen AnSwei«. in welche», sie über da- Betragen »ttd über den wiffen« schasllichr» Fortschritt ihre« Sohnes Berich, erhalten. C) Am Schluffe de- Schuljahres wird jeder Schüler einer legalen Prüsiitig unterzog,11. lind einpsäiigt hierüber ein stat-gillige- Zeiigniß. Di, bei ״״- ansgeiitiiiiiieiiei, Schüler löiinen je »och ihrer Ver« Wendung nach Z ״rückt eg ung unserer vier Klassen entweder iu das Obergvttiuasstti», odrr a» die Obrrrealschule oder in eine höhere Handelsasadeniie eiiiirrleiii »»d in jedem Fall, an» Erlangung jener glänz,»den Nesulialr rechiir» , dir ans ,euer Gleichmäßigkeit hervorgebe», welche die besondere Ausgabe unserer Lehranstalt ist. Bei drr Einschreibung der Schüler ist da- Borzeigr» de, i», jüngst abgelanseiien Schuljalnr erwordtiik» Schulzenguiffe- und des Gebiiil-icheiiiiS ersorterlich. Der Direktor Blücher, vormals öffentlicher Universitätslehrer bei drr filosofilchen Falultäl an der s. k. Franzens Nniverstiäl. Wohnung: Stadt, Stc,»gaffe Ne. 6. Stiege 2, Stork 3, Thür 26 in Wien. — Mio»», Auf. August. Die von Heee» I. H. Weiß jM hebräischer Sprache redigirle Monalschrist ״Bet-Ha Midrasch" bringt lehr intrressailtc Alistätze. tmb wird dieselbe bei Sachlcnnrrn ohne - Zweifel uttgetheilteii Beisall finden. I'. Pest, l3. August. Das heutige ״Pesti Naplü" bring, einen Artikel mit der Neberschris«: ,Die ungarische» Israeliten", worin die Zuversicht au-geiprochen wird, daß der nächste uiigarilche Reichstag dir Emanzipatiou drr Juden aussprechen werde. Die Hoffnung ist wohlbegründk» und sie wird wol »ich» zu Schanden werden. Der Schreiber diese« Artikel« irrt aber sehr, wen» er glaub», daß die unga« rische Predigt iu der Synagoge vor 1860 eiwa» Unerhörtes war. De, kaniitlich sind von dem Redakteur des ״!ö. Eh." schon in den vierziger Jahren mehrere Predigten in «ngarischee Sprach, veröffentlicht worden. Neber die Aestäliguiig uiiserer Gemeind,wähl verlautet in diesem Augeublieke noch nichl« Gewiss,«. □ SjknteS, 12. August. Dir iu den Hintergrund znrückgedrängt, Radblurisrage wird allem Aulcheinr nach schon in der nächsten Zukunft in den Vordergrund treten. Dir Gemeindr ist zu der Neberzru. gung gelang», daß sie riueu Rabbiner haben muß. und wird drr Gr« wählte voraussichtlich kein andrrrr sein, ol« drr Rabbiner Stern au« Lengyeltüti, dessen homiletische Gewandtheit uns ebenso unvergeßlich gr» bliebe» »st, al« sei»» etnnrbmenbe Persönlichkeit. Hoffentlich wird der grist« und geniülhvoklr Seelenhirt nach wir vor bereit sei», unserw Ruf, zu jolgen. Ll. WaraSdkn, ro. August. Dr. S. H. Soonroschrin, der treffliche Rabbiner der hieflgen Gemeinde, hat am verflossenen Sab« bathr Malhoih u—Maß', di, »VMuuev iatadlito universelle zum Ge» genstandr einer sehr gelungenen Predigt gemacht, welche, Erümleur ge. widme», soeben bei Fischet in Groß-Kanizsa im Druck, «,schiene» iß. Seine» Ter«. 4 M. 32, 18., ge,streich benützend, schildert der geehrt» Redner da« Wirken der Aklianre Mt» de» Farben der Wahrheit und der Liebe, und schließt seinen Vortrag mit folgende» Worten: »Sehrt also mit Eifer an« Werk; trete» ohne Zöger« und Bedenken zusammen zu diesem beiligen Bunde. Wer von ״ich möchte nicht für eine gering« Summe untchätzbaee Perlen kaufen? — Jen, zahllosen Tbräuen, di« der allgemeine israelitische Verein durch seine Hilfe und Rellung lrock« ne», wahrlich!-sie werten zu sosibarrn Perlen im Schmucke de« Juden» tb»m«. ans die jede« VreeinSmiiglird rin heilige» Anrecht hat. — Wrblan. meine andächtigen Zuhörer, ״auch wir wollen wacker gerüstet rinherscheeite» vor den Kinder» Israel«, biwir fit dem Ziele ihrer gerechten Wünsche nahe gebracht!" Auch wir wollen nicht dir Hände müßig in den Schoß legen, wo e« die Berwirklichung de« Proseten» Worte« gilt: ״Jede Waffe, die wider dich geschmiedet wird, sost miß» glück,n. jede Zunge, die dich beschuldigen will, du sollst fle für strafbar erklären. die« sei La« Erbe der GotleSdiener und ihr Heil von mir, sprich» der Ewige." (Jrs. 54. 7 ). 8. Körmeud, 7. Anglist. Die Borlräge. welch, drr den Lr« fern de« ״B. Eh." sehr vorlheilhast bekannle, treffliche Rabbinat-kau» didat Hr. M. L. Ehrlich an zwei auscinauler folgenden Sabbaten i« unserer Synagoge hielt, hatte» den Erfolg, daß terselbo zum Rabbi« naiSv.rweler und Schiilkireltor in unserer Gemeinde gewählt wurde. Hrffeinlich wild Ne Wal't für lie Gemeinte NNk für den Gewählt,n znm Segen sein! 8- Scmlin, 7. August. Einem Israeliten au« Komorn, Na« men« Jieae! Hieschter, ist von Seile de« hiesige» k. k. Miliäe-Kommu« iiiläiS.Magistrate« der Aufenthalt in hiesiger Stadt linteesagt worden. Diese Euls.heiniug de« Magistrate« wurde von dem k. k. LandeS-Äene» rallomniaiito in Teinr-var laut Erlasse« vom 19. April ausricht er« Hollen. Dieser Erlaß dernfl sich auf einen hoilriegSrälhlichen Erlaß vom 17. Juli 1841, 3. 3k'15, wrlcher ״»,»er Hinweisung auf die we« gen de« Aiisenihallrder Israeliten i» der k. k. Militärgrenze bereit« senber erlasstiieii Vorsihristen seftsetzt, daß einem Israeliten kein längerer Aiifeiihali an einem Orte in der Militärgrenze als 24 Siniide» oder längstens drei Tage werken darf, und der Paß, welchen ein Ji'eaelit von seiner lompeienten Behörde i» Händen ha«, denselben blo« zur Neiie in der Militärgrenze und z» einem kurzen Aujenlbalte von Ort zu Ort zur Beiichiigniig seiner Angelegenheiten. keinrSWeg« oder zu ,1,11״, forlgesetzie» länger» Aiisenlhaltc an einem Orte gegen Allerhöchste BorscheiNen berechliget." Hieschler hat gegen diese Eulscheitung an da» s. l. Kijegsministkrium rekurrirt. Man sieht mit Spannung dem Re» sultalr diese« Resurse« entgegen. Viele Ehrisien wünschen, w»r »ch Sir veisicbern kann, einen günstigen Bescheid herbei Ein hiimaurr Gerbe, zur. vr. Jv it sch. soll sich, wenn ich recht unterrichtet bin, bereit ge» zeig» haben, dem Nrliirrenlen mit Ralb und Thal beiznsiehru. An« einein Winkel Böhmens, im August. Daß dir böhmi» scheu Juden bi« zur ueurste» Zeit zu jenen .glücklichen Mrnichensinder, gehörten, die am Gängeldaudr von §§. ans Teilt und Scheit» di« in ihre iutimstin FamilienverhLllniffe wir von Schildwachen mit stammen» den Ebeeubschweeieen begleit,» waren, ist wäiiliiglich bekannt. All,« br» wegte sich in den angelegten Bahnen und Niemand kam audem Se» leise. Nach eben wie nach unten kannte man wenige Gemeiadeu oder Köeperschasleu, sondern blo« jüdische Jntivitueu, steueezableode and rekeulriisiekleiidr Juden, dir au der Scholle kleben mußten, wohin da« Geschick fie cbeu grsctzt. In den meisten drr an 400 (?) böhmischen Gemeind,» find daher, ich wisi nicht sagen, keinr Semeindrst-tuten. sondern kennt ich selbst «inr 300 Jahre oll, Gemeinde. — da« ist au« einem ihrer Leichenstrine aus ihrem Gollr«acker erflchtlich — die bi« aus den heutigen Tag noch kein Sitzung-protoko» führ,! Wozu wir» da« auch nützlich gewesen? Da« Soll und Haben der Regirrung War ja fiel« in bester Ordnung. dafür werdrn di, Mairikenführer ja imwrr und beule »och in Eid genommen — und die Steuern hob jo iu jede» Kreis, ein jüd,scher Steuer,inaehmer ,In... nnd di, .Rebbe«" Leherr, Echochatim und Kantoren — aNznos« ast, vier in Sinrr Person? di» aus drm Kä-warlt zu Pclscn aquirirt vurdru, macht«, den gute, Leute,