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Ben Chananja · 1864-08-16 · 33 (16.8.1864) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
33 (16.8.1864)
Date
1864-08-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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570 680 trachte ,inen Toast au«: »Auf da« gemeinschaftlichr Zusammenwirken der deutschen und sranjSsischen Rabbinen!״ (Jr bod hervor. wir bisher die Rabbinen beider großer Länder fich nicht aneinander grschlos» sen. ja vielmehr sich gegenseitig iguoeirt haben. E» fanden von Zeit zu Zeit «Versammlungen nnirr den Rabbinen de»ter Länder statt, ohnr daß fich die de« einen an denen de« andern Lande« betheiligten. Hieran wögen beide Tbcilr Echnid haben. Die französischen Rabbinen, weil flr fich ihrer beffeeen potttischeo Stellung wegen bevorzugt glauben und daher auf un« Deuischr etwa« stolz hreabblickra; wir Denttchr, weil wir — ob m,t Recht oder Nurecht, will »Redner nicht weiter erörtern — un« in den theologiichen und filoiofischin Wiffensidasttn mehr zu, «raue». Aber dakan» .und darf nicht mehr lange so soridaiier«. Wenn wir anch als Deutsche n»d Feanzösen verschiedenen Nationen an, gehören, und auch echte Deut,'che und Franzosen find, so sind wir doch ai- Jude»בני איש אהד כני ישס&ל אחע »nv so»ערבים זה »״ בוה «» Beziehung auf unsere gen,einschas ttlche« israelitischen Derhäliniffk und die jüdische Wifirnichaft. Unser Freund und Rolle.,r, Hrrr Isidor, beweist uu« au, evidenlesten, wir falsch die hervorgeliv« bene» TrenniingSgrüiide find. Denn obgleich der Oberrabbmer der ersten Gemeinde Frankreich« n»d dekorirt mit dem franzöfischen Orden, ist er einer der liebe,1-wnrdigstrii nnd descheite»ste» »Rabdinen. die »Redner kennt. Zugleich ist er groß ({;™ml Rabbin) >u den jülisch-Ikeologischen und ander» Wiffenschafien n»d »ichl minder vorzüglich als Redner, wie dessen beide gedruckte Rede» (ich werde solche. wenn es Ihnen genehm ist, 23״ וווו. (Sit." belpirche» *), die er mir übergebe» hat, beweiset«. Somit ei» Hoch aus das Ziisanimrnwirken der sranzösttchen und denkscheu »Rabbine» in, Allgemeinen »no auf de» grand Rabbin Isidor insbesondere! Mit Begeisterung wurde in diese» Toast rjngestimiiit. Herr Isidor sprach hieraus »»gesähr Folgende-: Ich rede z» Ihne», meine lieben denlsche» Rollegen, i» »iriuee, der französiiche» Sprache, wc l ich der deutsche» Sprache nicht so, wie Eie, die Iiiiigcr des große» Mendelssohn-, deersten »VeebeeiteeS de« Hochdeiillckei« unter de« Iiide«, mächtig bin '?Iber dir seanzösische Sprache ist auch eine heilige, denn sie hat zuerst die beide» »Wörter: Iii»,-rtü und i'gulitd auch in Beziehung ans uns Inden ausgesprochen und alle» Nationen, vo» einem bis znm andern Ende der Erde — feierlichst proklamirl. (Siüriuischer »Beifall). Ich stimme aus vollsten, Herzen de», Toaste des BorrednerS bei »Wir. i» den verichietenstc» Länder», sind alle »Rabbiur» in der große» Geiiieinschast IeichnrnnS, ״nd «IS solche haben wir mir da« eine Ziel, si'ir deren ioziale und religiöse Itttereffe» gemriiischalllich z» wirlc». 2i3ir sranzösiiche» Rabbine״ wissen »ich,- von einer Trennung zwischen »nS uut> den den,,che» Rollegen, (äs ist wol wahr, daß wir nicht so rüstig nnd ,häiig in Bezirhling ans Organisirniig de« Rnliu«, wie Sie uieiue Herren , hervortreten. Aber dirliegt in unserer gesetzlichen, starliche» Organisation, gleich de» übrigen Rulten, gemäß wrlcher Allegeregelt nnd geordnet ist. was jedeiisalls da- Gute hat, daß hierdurch Nuei»,gkeit und Zer» splitirrniig unmöglich geworde» find. Sollten wir anch dr» denischen Grlrhrtrn in de» südisch-Ideologischt» und filosvfiichr» Wisse״schäften Nachsteh,». — wie überhaupt die Deulschen größere Forscher sind — so mögen Sie doch r« »״« wieder zu Gute halten, daß wir die großen!חכמי צדסו o>« unsere BoegLnger Haiti» . deren Gelehrsamkeit und Vrrdiriiste wir uns znm Vordilde nehmen, und denen nachziiahmen wir un« stetbestreben. Nachdem der Redner ״och jedem Einzelnen seinen innigen Dank und seine aufrichtige Auerstliiiunz, vorzüglich dem Borredner al« seinem Ll,ern Freunde, an-gedrück, ha«, schloß er mit einem begeisterten! Hoch aus dasegen-volle gemeinschastliche Wirken aster gestn»»»g«lüch« ilgen Rabbinen aus der ganzen Eide")! Ein anhaltende« deovo, bravo! sdlgte dieser so schönen Rede. Herr Dr. Bärwald sprach in einer finnrrichen Weise ungefähr! Folgeude«:! Außer den uusern Krei« verherrlichenden Damen sind wir — I wein Vater und ich — dir einzigen Laien in Ihrer (Will», und so sie. 1 *) Ich bitte ergebenst darum. Red. § ") Dir Rabbinen, die dem Panier ,B- Eb.-" folgrn, srndrn I dew sranzöflschrn Toastrrdner und seinen deulschen Tilchgruoffra in (8m• 1 ty״n wärmsten Brndrrgenß: כה לחי t Red. hen wir hier gleichsam unter geistlicher Herrschaft! Wol pflegt» in alter Zeit in dieser Gegend der Krummstab zu herrschen, indem sich unweit von hier di» Gebiete der deri Ehuefüesteu berührten; allein schwerlich dursten sich unsere damal« in engem Ghetto eiiigepferchteo Boesabren unter deren Gewnllherelchaft zn einem ,0 fröhlich,» und ge. mulhfichen Mahle im traulichen Kreise versammeln. Danken wir darum der göttlichen Vorsehung und d«r Zivilisation unserer Zeit, daß ,« ander« ge« worden. Jene Ehursürsten eristiren nicht mehr; dafür begrüßen wir ober unsere hier gegenwärtigen Geistlichen au« deren ehemaligen Gebiet,»; und so mögen den», unser ehrwürdiger Rabbiner au» Heidelberg den Pfalzgrasen am Rhein, ttiiser Rabbiner au- Trier den dortigen (5hur« sü,steil, iinser Rabbiner von Mannheim den Ehursürsten von Mainz, und iinser Rabbiner von hier dr» Ehnrsürste» von Köln vertreten. — Aber anch einen kosmopolitischen Eharallcr hat uiiscre heniigr Beesamm» lnng. iiideni geistliche Wnettiilrägtr au« aste» vier LFeltgrgendrn hier beisammen sind: aus den« Norden Here Dr. Heinenian». audem Oste» Rabbiner Buchholz, au« dein Weste» (.leand-Rabbiu Isidor (der Lüde״ resp. Rom ist leider »ich verirete»). Und so eehebei, Sie da« Glas »iid lrilikcn Sie in der Freude über diese Berkinignug aus da» Wob» der ehrwürdigen Herren in »»Irrer Milt, »iid indem ich an die Worte meines 'Vorredners Herrn Obrrrabbincr Rahn anlnüpsr. bitte ich Sie )»gleich ans die Bereinigniig der demsche» und seanzösischen Glau« bciisgeiivffen znr Förderung der düegrrlichei, Freiheit nnd Lee jüdischen Missenschast die Gläser zu leeren. Sie leben hoch! (Aklgen,einer Brisall.) Noch andere sehr sinnige und humoristische Vorträge wurde» ge« halten und fehlte es auch nicht a» דברי תודה. so daß wir uns rrst ,1», 5 Uhr NachinillagS gestärkt a» Rörpcr »iid Geist Ireiinle». mit dein Vorsape, uiiser» geschloffe»,» FreimdschaftSbund auch nach der Tee»- uung immer mehr nnd mehr zu befestigen. Ich schließe diesen Bericht mit einen, kurzen Toaste, den ich ans iinser» Heren Hochstätter beachte: ״Obgleich »ach ״״!,״ taliiiiidischen ׳.iiisspriichc אין ארם זוכר. לשני שולהניח kann es dennoch sei», daß אדם מוכה לשני שולהנוה: dies hat Herr Kollege Hoevstädler soeben bewiese» durch seine gediegene geistliche Rete in der Synagoge beim heilige» GslitSdienste, »iid jetzt durch diese- 'Mahl in seiner Behausung. Er möge daher auch forlan מרה כעד מרה belohn«, und selbst זוכה לשני שולחנות werden." Diese- ״Iller gcmeiiischasilichcsZusam» lileiliriii wurde von sehr vielen hiesigen israelitischen Rurgästen sehr gut aiisgeiioiiiiiitn. Deiiiioch sehlieii auch wieder die Bileam« nicht, dir raisviililelru, nnd vielleicht auch fluchlen, daß die Nadbine» am ״Schwarz SchabdeS" z»sam1»tu ״zrchrli". welchr Aeußeriiiig ich selbst von einem Schwarzen vernahm, drm ich aber nur knrz erwiderte: Dieses Euer ,Rudelnלשון הזיע ״ ist eil, כד לחורבן! «Nb somit sind wie יוצא. I. Kahn, Oberrabbinrr in Trier. Inland. Mion, 8. August. Nachstehende« Programm ivuede dieser Tage veesetidrl: ״Die u״ter Oberausfich» der k. k. Regierung grstellie private ko m bi niete Lehranstalt für lsraelitischr Iün gltnge in Wien, Stadt, Wipptingerstraße Ne. 10 ersten Stock veröffentlicht hier« mit folgendes Programm auf da« Studienjahr 1865—1860. Tag und Slundt der Eröffnung werden besonder« angezeigt. Der Zweck dieser Anstalt ist: Israelitische, der Schulpflicht e»t« Wachsen, Jünglinge für da« Obeeghmiiaflum, wi, auch für die Ober» reallchule oder für da« Kommerzielle unter möglichst angestrebter Gleich« Mäßigkeit zwischen den Schärfen de- Geiste« und dem Veredkl״ de« Geniülht« zu bilden. — Zur Erlangung de« oben ausgesprochenen Zweckehaben die in der Emeichlung dieser Anstalt gebotenen Mittel zu führen. Betrachten wir daher die Einrichtung. Dieselbe besteh« und diele» di, Mittel in der Kombination ziveier Hauplbestandtheilr der in dieser Anstatt zu behandelnden Lehrgegenstände. Der eine Haupldestaiidtheit läßt sich mit drm Au-drucke: Realgymnasial-Unt»reicht, der zweite aber mit drm Au-drucke: Studium der hebräischen Klassiker dezrichiirn. Dermiltelst de- Ersteren soll da« Schärfen de« Geiste« und vermiilelst de« L-tzleren soll dir Deerdlung de« Gemüthe« zu Stande kommen. — Für den erßern Bestandiheil benützen wir auf da« Gtudirn«

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