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Ben Chananja · 1865-08-09 · 32 (9.8.1865) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
32 (9.8.1865)
Date
1865-08-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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561 562 »utzt: ich weine da» Wohlgefallen Göltet. Sein Dir«st ist die wahr» Freiheit, di» Demülhiguug vor ihm di» wahr» Ehr». ' Juda Halevi, AuSri 5, 25. 25. Denn wenn der Mächtig» d»« Etat« ermüdet, Wirft er bebend auf den geringen Mann, Der arglo« ihm gedient, den blut'gen Mantel Der Schuld, und leicht gereinigt stehi rr da. Die Braut von Messina. הוו זהירין ברשות שאין מקרבין לו לארם אהא לצורך עצמן נראין כאוהבין בשעת הנאתן ואין עומרין לז לארם בשעת רחקו. Meide die Dornehmen, denn sie würdigen den Geringer« ihre« Umgänge« nur, wen» ste seioer bedürfen; so lange stc sri»,r genießen, heucheln sie Freundschaft und verlassen ihn kalt in seiner Nolh. Abot 2. 8. 2ü. Die Worte des Wahns. Verscherzt ist dem Mensche» de« Leben« Frucht So lang er die Schalle» zu Haschen sucht, ff. כל המטתכל בארבע דברים וב". Wer folgenden vier Dingen nachforscht, dem wäre besser, er wäre uir geboren, waobrr ihm, wa« unter ihm. wa« vor ihm, wa« nach ihm sei. Mischna Chagiga 2, 1. 27. Jeden ander» Meister erkennt man an dem, was er ausspricht Wa« er wem verschweigt, geigt mir den Meister des Styl«' Der Meister. סייג לחכמה שתיקה. Da« Schwelgen ist der schützende Zaun der Weisheit. Abot 3. 13. מלה בסלע משתוקא בתרין. Wenn Las Reden ein Silbcrsti'iek werlh ist. so ist das Schweigen zwei Werth. Mrgilla 18. 28. Doch dem mar kaum das Wort rnlfahren. Möchl er'S im Buse» gern bewahren. Die Kraniche des JbykuS. אם החרשת .אתה יבול דבר אחר שר,הרשת, אך אם דברת, אין אחה יכול להשיב מה דברת. Hast du geschwicgen, so kannst du später sprechen, hast du aber geredtl, so kannst du taS Gesprochene nicht wieder zurücknehme». Samuel Hanagid, Ben Mischle. (Schluß folgt.) Noch ein Wort über Tranungsgebrauche. Bon Bczirk-rabbiner Strass er in Aula. Zu der von Ihnen, hochgeehrter Herr Redakteur, i» Nr. 24 und 25 d. Bl. gegebenen trefflichen Abhandlung über dir Trauung in oder außer der Synagoge erlauben Sie mir solgente Notizen hinzuzufügen. Die Berschltieruug der Braut wurde nur daun als wesentlicher Tbeil des TrauakieS oder als Chupah betrachtet, wenn ste in dieser Berschleie» rung ihre« BaterS Hau« verließ, um sich in da« Hochzeit-Hau« ihre« Bräutigam« zu begeben, wie au« Raichi zur Mischna I, Abschn. ll. de« Trakt. Ae,hübet. und Toß. Joma 13 . b. Schlagw. חרא und au« andereu Stellen ersichtlich ist, wie überhaupt in der talmiidischen Zeit der Bräutigam oder dessen Bater Hoch,ei» wachte und das HochzcitühauS herstekür. Wenn aber die Braut im Haui'e ihre« Va. ,er« bleib,, wainsonder« srüber. wo in dessen Hof die Chupah stattfand, geschah, so daß die Braut während der ersten Woche ihrer Hochzeit gar nicht audem Hauie kam — oder vom väterlichen Hause in die Synagoge und von dort wieder zurück in ihre« Baker« Hau« geht, so ist e« meiner Meinung nach gleichviel, wo und wie da« Bedecken geschieh». Und da einmal die Trauung in der Synagoge stattfinde« und statlfinden sollte, so gewinnt dieselbe nur an Weih», wen, alle« dazu Gehörige, also auch da« Bedecken in der Synagoge stattfindet. Da aber hrulzulage in unserem Laude nur dir Braut allein und nicht auch der Bräutigam bedeckt wird, so fästt die Bedeutung de» Vedecken» als Chupah hinweg, und hat diese« Bedecken der Braut noch »inen andern Grund, und zwar wie 'ב״י א״הע סי׳ לא im Namen de» רשבא und auch der ר״ביא im א״הע סו׳ לאיסעייב׳ zitirt. .damit dir Braut ihr Augenmerk nicht aus den Werth de« Trauringe« richten könne und sich in ihrer mulhmaßkicheo Schätzung getSuschl finde, sondern blindling« in den Aauf eingehe.“ Ob daher die modernen durchfichtigen Schleier diesem Zwecke entsprechen und die PerborreSrenz derselben sei« lens unserer Hyperorihotcren so ungerecht sei?! Indessen können wir uu« mit der Erfahrung trösten, daß »iiserr heutigen Dräute es mit dem iiiiicrn absolut:» Werthr de« Trauringe« wirklich nicht genau nehmen, also nicht מק£יד sind, wie auch, daß sie ihn größtentheil« schon früher gesehen haben, also da« Bedecken de« Gesichtedennoch nicht« nützt; zudem gebraucht ker רמיא »ur den Ausdruck מהנין ונוי Ol. welche« auf keine strikte Verpflichtung hiuweisrt. Bei Gelegenheil muß ich auch tiugtstelieu, daß e« mir ganz uubekannt, woher der frühere Gebrauch des treimaligeu Herumgehens der Braut um de» Bräutigam entspringt und woraus er sich gründet,, da hiervon sich meines Wissen« nicht» in den coticiesten Schriften, ja auch nicht im Rokeach 353, wo alle Trauungszeremonirn genau beschrieben sind, findet, wen» er nicht viel« leicht in Irre», 31. 22 seinen Stützpunkt suchet. Ebenso unbegreiflich ist e« mir, warum so vieles bei der Trauung, wa« im Talmud seinen Anhaltspunkt und seine Begründung findet, z. B. das Bestreuen de» BrSiitigaiiihaupteö mit Asche (L. K. 60. b. B. 8. E. II. 45, l.J oder da« Bewerfen de« Bräutigam« mit Früchte» und vorzüglich mit Weizenkörncrn [Bcrach. 30, b. 0. Ch. 151, 83] selbst von vielen Orlhodoren, lrtzierr« sogar von den enragirtrstrn Orihodoren, heiue mehr keine Deachinng findet und da« nichissagendc n»d schwach begründete Gla-zerbrrcht». wilche« nur als ויש מקומית שנהנו לשבר את הבוס im Rema [E. II. 65, §. 3] verkömmt ]siehe Rokeach 353] eine in manchcn Gegenden nnzrrbrrchlichr Aras, und Dauer besitzt. Historische Anfragen nnd Bemerkungen. Bo» A. Harkavy, Studiosus in St. Petersburg. (Fortsetzung.') IV. Atiknüpseiid an die vorhergehende Anfrage dürfte folgender Nachweis einr« trdeiiteiitrn Jrrthiime« nicht ohne Interesse sein. Vor 29 Jahren schrieb der hruiige Professor zu Erlangen, Franz Delitzsch. ״Im 12. Jahrhundert gab e« schon eine nicht unbedeutende jüdisch.russische Literatur (!) eine russische Urbrrsrtzung de-Pentateuch schon 1094 " Als Quelle für diese Nachricht heißt e« in einer Anmerkung: ״vgl. den trefflichen Aufsatz äpergu «ur kes Juifs do Pologno, pnbliö en 1818 par Vincent Corvin Cowtc Krozinski, in dem Tableau de la Po* logne von MolUSBrun und Chedzko" (Znr Geschichte der jüdischen Poesie, Leipzig 1838. p. 83.) Gestützt auf diese Angabe und ohne dir Quelle zn untersuchen, schreibt H. M. Steinschneider noch im Jahre 1850: Fortlaufende llebersetzungeo namentlich vom Pentateuch k. ein» russische vom Jahre 1094". wobei tlo« da- Datum 1094, welche» aber zutreffend ist. in Frage gestellt wird ]Enzyklopädie von Ersch und Grubec Art. jüd. Lit. p. 412). Nun beruht aber dir ganze Nachricht auf rinem Mißvrrständniffr und geradr in dem Wrrke, wo Delitzsch al« tüchtiger Hebräist auftrat, zeigte er sich zugleich al« schlechten Frauzoseo. Der Passus, drr obige Nachricht rnlhalten soll, lautet nämlich folgen» dermaßen: ״Dana Io Cafnlogue de la bib du Vatlcan. Nr, 300 p. 288 se «fouve un fameux ouvrago d’Alf-IIathore, qui expllque leo livres do Moise, £crit en Kassie en 1094“ (Tableau de la Pol. Paris 18- 0 p. 107; bei Krozinski, Apcrqu ect Paris 1818, den ich verglich, befindet sich dieser Passus p. 10). Offenbar fand hier eine Der« wrchslunz de« en Kassie mit en russe statt. Wir bemerken noch, das ArozinSki ausdrücklich sagt, daß er dies, Nachricht dem Szocki. den wir in der II. Anfrage zi'tirteu. entnommen habe. Ob Herr Steinschneider in der englischen Bearbeitung seine« Artikel« (Jewish Literatur« fron»- ~ •) 6. oben Nr. 29 Aol. 410-411.

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