Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 31 (2.8.1865)
- Date
- 1865-08-02
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
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549 650 Die Einnahmen zum Behuf der Unterstützung Air Tunis ergaben 13,083 fr. 20 cent. Von dieser Summe wurden nicht mehr als 7000 fr. vertheilt; bleiben demnach zurück 6,043 fr. 20 cent., über deren Verwendung später beschlossen werden wird. Die Zahl der Mitglieder, die sich bis zum 31. Mai, 1864 auf 2,898 belief, betrug am 15. Mai 1865 3,900. Die Mitglieder sind folgendcrinassen vcrtheilt: Baris wirft eine Zahl von 567 auf; die Departement mit Algerien 896: Deutschland 19; England, Gibraltar und Malta 35; Oesterreich mit Venedig 130; Belgien 3; Brasilien 5; Berberei 259; Aegypten 12; Curacao 90, die Vereinigten Stuten 254; Spanien 2; Griechenland 72; Italien 462; Neu-Granada 27; die Niederlande 145; Prcusscn 73; die Moldau-Walachei 109; Bussland 3; St. Thomas 45; Serbien 57; Schweden 2; Schweiz 91; Venezuela 22; die Türkei 550; Summe 3,900. Der Herr Präsident eröffnet die Debatte über den Bericht, indem er das Wort Herrn Professor Ltinel erthcilt. Herr Ltinel nimmt mit Befriedigung die wachsende Zunahme der Alliance zur Konntniss und beglückwünscht die Gesellschaft ob der glänzenden Besulfate. Das Interesse der Sache erheischt aber, dass diejenigen, die an der Spitze des Vereines stehen, in Bezug der rein rcligiösen Fragen die grösste Zurückhaltung beobachten müssen. Nun glaubt er, dass eines der Mitglieder des Gentralkomites durch einen jüngst in den Spalten des Archivcs erschienenen Artikel von diesem Grundsätze abgewichen sei. Das ebrenwerthe Mitglied wünscht zu wissen, ob jene Verlautbarung vom Gcntralkomitd ausgieng, oder ob dieselbe nur den persönlichen Gesinnungen des Verfasse.rs Ausdruck verlieh. Herr Königswarter erwiederf, dass er aus eigenem Antriebe eine, von falschen Ansichten strotzende Broclnirc wiederlegte; der fragliche Artikel ist übrigens nur der Ausdruck seiner persönlichen Meinung, nicht der des Comite s. Herr Garvallo fügt hinzu, dass das Comifö selber noch vor der Generalversammlung die Frage in Erwiihnung zog und auf (5rund des Gomitebeschlusses war Herrn Königswarter gewilligt, dass er allein wegen seines Briefes verantwortlich sei. Der Herr Seeretiir verliest folgenden Bericht über die von der Gesellschaft ausgeschriebenen Preisfragen. Die Alliance israelite universelle hat am 18-te11 Juni 1863 folgende zwei Proisfragn ausgeschrieben. Man bearbeite die Geschichte der auf die Emanzipation der Juden bezüglichen Literatur; man analysire die Schriften, die seit dem letzten Viertel des XVIII. Jahrhunderts, Dohm Gregoire, Mirabeau — bis auf uni sere Tage von niehtisraelitisehen Autoren zu Gunsten der Emanzipation veröffentlicht, sowie auch die Beden, die in dieser Angelegenheit in öffentlichen Versammlungen gehalten wurden. Man weise die mehr oder weniger vollständigen Lösungen nach, die die Emanzipationsfrage in den verschiedenen Ländern Europas gefunden hat und fasse die Vortheile zusammen, die daraus sowohl für die Israeliten, als auch für die europäischen Nationen im Allgemeinen erzielt worden sind. Eine goldene Medaille im Werthe von 1500 Fr. war bestimmt für den Verfasser der Arbeit, der die Preisfrage am entsprechendsten löst. IL Frage: Man schreibe nach authentischen und amtlichen Dokumenten die Sozial- und Kriminalstntisfik der Israeliten von Frankreich seit dem Jahre 1830 bis auf unsere Tage von fünf zu Ainf Jahren; man .untersuche einerseits, in welchem Verhältnisse sich die Israeliten an den wissenschaftlichcn und künstlerischen Laufbahn beiheiligt und welche Sie mit Vorliebe gewählt haben, und prüfe anderseits, welche Verbrechen und Vergehen man ihnen vorwerfen konnte, und welches die verhältnissmässige Zahl der gerichtlichen Verurtheilimgen aller Grade war. Den statistischen Tabellen lasse man die allgemcineu, auf das proportionale Verhältniss der israelitischen, zur allgemeinen Bevölkerung gegründeten Befrachtungen folgen. Zu diesem Konkurse wird eine jede Arbeit zugelassen, die irgend ein Land Europas zum Gegenstand bat, wo die Lage der Israeliten dieselben Punkte der Vergleichung bietet. Eine goldene Medaille im Werthe von 1000 Fr. sollte dem gediegensten Bearbeiter dieser zweiten Frage xukommen. Die statistische Frage betreffend, haben wir keine einzige Arbeit erhalten. In Bezug der ersten Frage haben wir eine einzige Arbeit entgegengenonunen mit folgender Aufschrift: ״Lihört(* eivilc et politiquc pour tont de Monde." Clianning. Dieselbe ist in englischer Sprache abgefasst, gutgesebriehen, entspricht aber den Bedingungen des Programme» nicht. Der Autor beschäftigt sich weniger mit der Ge- .schichte der Literatur des gegebenen Gegenstandes, als mit dem Fortschritte der Emanzipation selbst;• zudem bandelt er vorwiegend von der Emanzipation in Deutsehland; den Übrigen Ländern Europas ist ein verschwiudein! geringer Platz eingeräumt. Der Gegenstand ist | also nicht im Sinne unseres Programmes entwickelt. Hiezufügen müssen wir noch, dass der Autor in der Anseinandersefzung seiner eigenen Ideen sehr kurz ist, er hätte aus der ganzen Arbeit viel weiter gehende Schlüsse ziehen können. Kurz, wir sind der Meinung, «lass cs «lern Antor an der nölliigen Zeit gebrach, um sein Werk zu vcrvollkommenen und indem die Alliance israelite universelle dieselben Preisfragen wieder nnsselireibf, gibt sie sieh I der Holfnung hin, dass es dem Autor, der jeder Auf-! lmmfcrung würdig ist, gelingen wird. eine gediegene Arbeit zu liefern und «len Preis Air «las Jahr 1867 zu erlangen.*) Die Tagesordnung fordert den Beschluss über einon doppelten Antrag des llr. Oppert, welcher folgendermassen lautet: 1.) die Mitglieder des Ccntralkoniitö’s zum Drittlieile jährlich zu erneuern; 2.) zu besehliossen, dass die jährliche Generalversammlung der Wahl der Gomifemitglieder voranzugehen habe. Der Hr. Präsident macht!darauf aufmerksam, dass diese Anträge «1er Abstimmung* der Versammlung nicht unterbreitet werden können, da jede Aeuderung der Statuten vorher durch das Centralkomitö nach zweimaligem Abstimmen in monatlichen Zwischenräumen - gutgeheissen sein muss. Bier fo’״t der in Nr» L'fi d. IN. «!•"•■druckte Vortrag C'röin t-ux'k. Die dcntaclicn .Mitglied•׳!• finden denselben auch io dem 8״j1d r;d)d:ueke des vo,liegenden liciicfites.