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Ben Chananja · 1865-08-02 · 31 (2.8.1865) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
31 (2.8.1865)
Date
1865-08-02
Page
– (sequence 12)
Language
German
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551 552 Hr. Oppert?erlangt dessenungeachtet das Wort, um seinen Antrag zu entwickeln. Eine Wahl auf neun Jahre erscheint ihm so abnorm, dass die Wähler vom vergangenen 21. Mai ohne Zweifel die Dauer der Gewalt selbst nicht ahnten, welche ihr Votum den erwählten Mitgliedern übertrug. Der zweite Theil seines Anträges würde den Wählern die Möglichkeit lassen, die Arbeiten des Comitö’s während des dritten Jahres seiner Thätigkeit zu bcurtheilen, bevor sie zu einer neuen Wahl schreiten. Das ebrenwerthe Mitglied glaubt auch, dass cs die Aufgabe des Centralkomit6’s war, den Wählern die Liste der Candidatcn zukommen zu lassen, um sie dadurch in den Stand zu setzen, die Ansprüche dcrselben einer vorläufigen Erörterung zu unterziehen. Hr. Javal ist von der Behauptung überrascht, dass die Wähler von der Tragweite ihres Votums und der neunjährigen Dauer der Funktion des Comitö’s keine Kenntnis gehabt hätten. Das ebrenwerthe Mitglied bittet den Hr. Präsidenten, die Versammlung über die Regelmässigkcit der Wahloperation zu befragen. Der Hr. Präsident antwortet, dass im Hinblicke auf den klaren Text der Statuten die durch den ehrenhaften Hr. Oppert ausgesprochene Meinung unzulässig sei. Das Comitö hat sich’s zur Richtschnur gemacht, sich jeder Einmischung in die Wahlen zu enthalten. Es liess allen Candidaturen die Freiheit, sich geltend zu machen, und 68 liess alle zu seiner Kenntnis gelangten Candidaturen in dem Saale affichircn, wo die Wahlen vollzogen wurden. Der Hr. Präsident erklärt, nachdem er die Ver- Sammlung über den Antrag des Hr. Javal befragt hatte, den Zwischenfall für beendet. Der Antrag des Hr. Oppert wird mit der grössten Sorgfalt vom Centralkomitd geprüft und wenn statthaft, der nächsten Generalver- Sammlung vorgelegt werden. Hr. Carvallo fügt hinzu, dass das Comitö seit der letzten Versammlung den zweiten Antrag bezüglich der Zeit der Wahlen angenommen habe. Hr. Alexander Crähangc fordert die Versammlung auf, ihre Theilnahme an der frischen Trauer der französischcn Judcnhcit um den ehrwürdigen Ullmann, Ciossrabbincr des Centralkonsistoriums, öffentlich kund zu geben. Der Hr. Präsident macht sich zum Dolmetscher der Versammlung, indem er die Dienste, die der ausgczeichnete, betrauerte Ullmann der französischen Judenheit erwiesen, den Anwesenden ins Gedächtniss ruft. Die Versammlung nimmt diese Worte mit anhaltendem Beifall auf. Der Hr. Präsident kündigt an, das im Sitzungs- Protokoll hievon Erwähnung geschehen wird. Mit dem Originale gleichlautend. Der Sekretär: ־FTi «K ־ק&ר־ SOL« Der Präsident: Druck vou Gigmuod Durste r in Szegtdiu.

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