Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 31 (2.8.1865)
- Date
- 1865-08-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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535 536 bin Sau (tat# ttftun Echulhause« in Auzriff jo nehmen. Da« gegeu» wärlige Schulhau« brr Norwalhauptschnle ist nach htm Ultheilt aller Sachkenner so miserabel, baß brr berührte Neubau wirklich al« eine bringende Nathwenbigseit betrachtet werben muß. Gott gebe, baß ba« zeitgemäße Unternehmen auch von den geitumständea begünstigt werbe. K. /taiferbad (Ofen), 26. Juki. Herr Jerrmia« Löw. Rab« bioer zu Ujhely iw Zemplioer Komitat, welcher da« hiesige Dab ge« braucht, empfängt Leben, der iba besucht, mit weltmännischer Feinheit und Höflichkeit. Nur bie Jünger per Altofaer Jeschiwadürfen r« nicht wagen, ״in ferne vier Ellen" zn kommen. Herr Löw kann e« seinem Altosver Kollegen Hirsch nicht verzeihen, baß er sich dazu hergab. an der Sltt«* arbeitung eine« Seminarplane« Theil zu nehmen. Herr Löw unb seine Genoffen stehen noch immer auf ihrem frühern Standpunkte, unb der Versuch einiger neuorthodoren Rabbiner, ihre altorthodoren Kollegen zu einigen Konzessionen zu bewegen, ist vorläufig vollkommen gescheitert. Die Synagoge der Ofner Gemeinde schreitet rasch ihrer Dostendnng entgegen; in Kurzem wirb da« Gebäude unter Dach stehen. Möge Go t« te« Beistand die strebsame Gemeinde auf jedem Schritte und Tritt« begleiten! A Baden (bei Wien). 27. 3uli. Der berühmteste Chaßidäer, Rabbi, Herr Ehajjim Halberstamm. Rabbiner zu Sander in Galizien, befindet sich seit einigen Wochen hier, um seine erschütterte Gesundheit herzustellen. Wiewol der fromme nnb kluge Mann. der zugleich rin au-gezrtchneter Talmudist ist, durch diese seine Aniveseiihei׳ den äugen, scheinlichcn Beweis liefert, daß er in Bezug aur seine eigene Person zu ersahrungsmäßigen Mitteln seine Zuflucht nimmt. lassen sich dennoch seine zahlreichen Verehrer in Galizien und Ungarn dadurch nicht ah, halten, bei «hm Hilfe zu suchen, und er selbst nimmt, als ob sich die« von selbst verstände, nicht den geringsten Anstand, sich als Retter in der Neid zu geriren. Zn seiner Suite befinden fich nicht lveniger als dreißig Personen. So oft Gottesdienst gehalten «vird. »vaS täglich dreimal geschieht, ist nicht nur die Wohnung der Ehaßidäergesellschaft üderssillt, sonder» auch außerhalb derselben befinden sich zahlreiche Theil« nehmer und Zuschauer. In Folge des damit verbundenen Geräusche« mußte die Gesellschaft bereits ihre Wohnung wechseln. Wie «veit dir Kreile sind, in denen Herr Halberstamm wirkt, ist schon au« dem ttmstände zu ersehe», daß säst täglich telegrafische Dcp-schen aus Rußland eiiilaufen. welche die Erkundigung nach dem Brfinden de« frommen Rabbi z»m Gegenstände haben. R. M. Theresiopcl, 26. 3111«. Dein Eifer und der Energie nnseres geioesene«« Gemetupcoorstebers. Herrn Leop. Oblait, ist es ge« luiigen, bei der hohen k. Slatldalterei znr Erhaltung unb Hebung der hiesige» israel. Schule auf die Dauer von drei Jahren eiue jährliche Subvention von 400 fl. ö. W. aus dem LandtSschulfonde zu erwirken; Herr Oblait bat überhaupt mit lobciiSiverthcm Fleiße sein Möglichste« gelhan, um den Unterricht an der genannt«u Schule zu heben, und ist e« nur zu bedauern, daß er — der allgemeinen 3udifferrnz und der sich seinem Wirken eiitgegenstemmenden kleinlichen Aiifeindungen müde, nach kurzer und erfreulicher Amtsführung seine Stelle niedergelegt. — Ja dem Bescheide, worin die erbetene Demission des Herrn Oblath ange» »ommen wurde, hat fich auch das Bürgermeisteramt unserer k. Freistadt mit schiiieichelhaster Anerkennung über dessen Amisihäligfeit auSgespro« chen, und bitte ich Sie, diesen Zeilen geeigneten Raum in Ihrem ge« schätzten Blatte zu gönnen, damit die Verdienste de« Herrn Oblatt auch öffentliche Anerkennung finden. D u p l i k. Aus meine Replik im »B. Eh." l. I. Kol. 436 sagen Sie in der Anmerkung "1, daß der jerusalemische Talmud selbst nach ר׳יהוש־ feststes!», daß der Ehalal zum Priesterdienste ganz untauglich wird, sobald dessen illegilimt Nbluusl behördlich konstalirt wurde. allein diese« kümmert auch wenig, da wir uns immer nur nach dem babyl. Talmud richten und Main«.' (Biatb Hamikdasch V. 10) ausdrücklich dessen Altar« dienst selbst nach dessen behördlicher Kenstatirung als Ehalal noch für giltig eeklärt, wegen dr« Verse«,ברך ה־ הילו ופועל יריו תרצד (S. 1 כ״מ■ St.) — Wenn mein Gegner ferner behauptet, daß wvk»> üesekim heißt veranlassen. eine Frau zu trauen. wir העלוהו לבית אבטינם; worauf ich erwieberlt. daß dir Pietform in dieser Bedeutung fich im gauzeu Talmud nicht findet, so begreife ich auch nicht Ihre Be» haupkuug. baß משיאין nur bei ConsmnniÄtio Matrimonii (wirklicher Dofiziehung der Ehe) gebraucht wirb, während Mrkkabbefchiu heißt in dessen Namen eine Trauung vost,leben; so blieben Sie auch den De« wei« schuldig, baß irgendwo im Talmud Mekabbekchiu al« t» dessen Namen eine Trauung vollziehen, gebraucht wirb. Daß aber Me» kad d e schin auch im Talmud vorbrreiien bedeutet, findet fich im Ierus. (נשבה בנך ונתקדש (תענית סיד היה wo der ״ »» קר״ע*!!! durch שהוומן להרבה או לטומאה erklärt, roNkommen wie רש״׳ da« Wort הקדשה (Der. 18. 2t)שהיא מוומנת לובית erklärt, ober wir Onktlo« und Raschi וקרשחבם היונם ומהר (Schew. IS. 10) התקדשו למהר (®amib. 11, 18) 3) והקדשם ליום הרנה«mn. 12, 3) erklären. H. M. P i n r l e«. Inserate. Konkurs. (3-3) Zur Erweiterung de« hebräischen Sprachunterricht,« hat die h. kön. LandkSbehördt die Bestestung noch eine« Lehrer« au der hiesigen köa. israelitischen Musterhanpischule genehmigt und unter Zahl 45.582 vom 20. Juni hat brr hochl. k. ung. Statthalterrirath den Konkurs ausgeschrieben. Bewerber haben ihre an den hochl. k. ung. Statthaltereirath gerichteten Gesuche bei der Großwarbciner kön. Sludien׳Oberdirestion bi« 3. Atlguft d. I. einzubrinzen und Belege über ihr Alter, ihren Stand, ihre Befähigung als ReligionSlehrer und Lehrer de« hebräischen Sprachfache«, sowie ihre Befähigung al« Hauptschullehrer beizufügen. Gehalt: 525 fl. Temesvar, 12. Juli 1605. Der Vorstand -er isr. Äiiltusgemeinde: Samuel Scharmann. Zehrerstelle. Für die hierortig, israelitische Hauptschule 4. Klaffe ist die Steste eines Lehrers für nächstes Schuljahr mit eiuew ZahreSgehalte von 450 fl. zu besetzen. Bewerber haben ihre Moralität-׳, ReligiöfltätS- und Desähi« gttNgSzrugnisse, sowie über ihre bisherige Verweiidung im Unterrichte der ungarischen, deutschen unb besonder« der hebräischen Lehrfächer au öff-nilichcn Schulen bis zum 15. September l. I. franko einzu« Au die israelitische KultuS-Vorstehung. Mark KottnK, Prüfe«. MiSkolrz, 27. Juli 1805. (1—3) BaMsteirstelle. Tin musikalisch gebildeter Bassist ober Tenor findet sogleich iu dieser Tigenschast mit der Obliegenheit eine« Ehordirigenten (unverhei, ratet« bevorzugt) eine Anstellung für den ueuen Tempel der hiesigen Gemeinde mit 300 fl. JahreSgrhalt. Bewerber haben glaubwürdige Nachweisungeu ihrer Befähigung und ihre« streng religiösen und sittlich moralischen Vorleben« bi« IO. September 1. I. franko einziiseuben An die israelitische Kultuö-Dorstehung. Mark Kollkk, Prüfe«. MiSkolrz. 27. Juli 1865. (1-S) Szegedi», I Leipzig, Srlbßvrrlag brr »rbaktioN.! »°mmtsliou«.vrrla, von Frau, wagurr. Hierzu ei» Bogen Beilage. Druck von Sigmund Burger in Szegedi».