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Ben Chananja · 1865-07-19 · 29 (19.7.1865) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
29 (19.7.1865)
Date
1865-07-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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506 606 Parilebhaft betheiligt». Nach fünfstündiger, höchst iutrr«ssa»ter Debatte wurde der Entwurf in brilirgender Fassung anzrnommr» ($. dro Gnu wurf au der Spitze dieser Nummer. Red.) Nachdem der Derein flch provisorisch konstituirt hatte, wurde beschloffrn. daß das provisorisch» KomilL aus S Milgliedern bestehe. Fünf derselben find au« Frankfurt am Main und dessen Umgebung, vier au« anderen Gegenden z» wählen. Zu »iuer definiliveo Beschlußfassung müssen dieselben fufowintnlrtUn. Zu auSwärttgen Milgliedern wurden gewählt: Dr. Goldschmidt au« Leipzig. Dr. Philippso» au« Bonn. Dr. Wolfs au» Gotbenburg und Herr Wertbeim au« Berlin. Der Verfitzende drückte Ven Anwesenden für ihre Theilnabwe und ihren regeu Eifer seinen wärmsten Dank au«, und legte e« deufrlbeii nachdrücklich an« Her,, für da« Ge- Leiben de« Verein,« thaikräsiig zu wirken. Schließlich sei noch erwäbnt. daß Herr Horkheim unaufgefordert seinen Salon der Versammlung zur Verfügung stillte, und den Redefluß der Redner durch Speise und Trank kräftig ,interstützle. Herr I. Hechr bekundete seine Tkeilnabnie durch ein Geschenk von 100 st. Möge der so viel verheißend« Anfang befruchtend ans die Blnthe und da« Gedeihen de- Vereine« wirken! ^:Berlin, 11. Juli. 2״ M. Poppel aller« Bnchhand. lung hier, neue Friedrich-flraße Nr. 01, findet sich eine reiche Auswahl photographischer Porlrait« von Rabbinen. Predigern, jütischen Gelehrten und berühmten Israeliten. Visiienkarten-Formal mit beigelruckiem Na» men ä 3 Sgr. Die ältere Schule ist in dicier Auswahl beionderS vre» ireien, doch fehlt eS auch nicht an Repräsentanten der neuern Nichlunz. Dir Sammlung wird übeigeus fortgesetzt und ergänzt. Hamburg. Das Testainciit des Bankiers B. F. Karl Heine ist an, LO-Iei, d. M. hier; publizire ivorden. De» Armen find 10.000 Mark Eourant anSgesctzt, das Bctli Hriiie'schr Krankenhaus erhält rin Legal von 00,000 Mark Aaiiko. die Hermann Heinc'scke Sufluiig 100.500 M., der israelililchr Temvelorrrin 200.000 M., an Hamburger WohlthäligkcilSaiistallen solle» nach dem Ermesse״ der Frau de« Verstolbcii.n lind seiner Erckuloren 20.000 M. vcrlhcilk werten. Die Galrrie t,r hainburgischcii Kunstkalle erhält ei» Kapital von 200,000 M.. terru Ziliseii zum Ankaus^'guter Bilder vorzugsweise hauiburgi'chrr Künstler zu verwenden find; nach 20 Jäher» verfügt der Vorstand der Kunst, hallt mit Geiirhuiigung drS Srnale« über das Kapital. Dir Pariser WohltliätigkeitSaiistallen bekomme» 50.000 Fr., das Kompkotrperlcnal' — 8 Personen — ist mit Legaten im Betrage von znfanimen 205.000 M. Bbedacht. Jeder Kommis, der 5 Jäher und länger im Geschäft, bekommt 10.000M.« die kürzere Zeit darin waren. 5000 Mark Banlo; außertrm jeder Kommis, wrlchcr 12 Jahre unk darüber im Geschäfl und 40 Jahr» alt. rinr lebenslänglichr Nenir von 1000 M. seine eiwaige Witwe die Hälfte. Folge» zahlreiche andere Legate an Diener, Arbeiter. Frrnndr »nd Brrwandlr. Die bisberigr Firma soll erloschen und da« -Gkl'chäsl ohne Uchereiliing liquirirt ,rerde». Privatschullru unter 1500 M. B. werden auf Verlangen gänzlich erlassen, größere sind unter vcllüändigrc Verschwiegenheit weder Lurch Mahnung, noch gerichtlich eiiizlitreibrn. AuSsläutr über 40,000 Mark D-.blciben aus Verlangen noch ein ganze- Jahr zu bisherigen Zin« stehen. Kopenhagen, im Juli. Hrrr Oberrabbiner Dr. A. A.Wclss hat vor Kurzem im Aufträge und aus Kosten der Negierung eine N»atreife im Lande vorgcnommrn, »m die religiösen Angelegruhciten der in Jütland »»Id auf Fühnen befindliche» jüdischen Gemeintea zu prüfen »nd zu ordnen. (S< hantelt sich hierbei namentlich »IM die Reorgaui. firung der jüdische» Katrchetämter, zu deren Dolirung die Regierung sich uun entschloffcu hat, jährlich einen Zuschuß aus der Slaiskaffr zu geben. Hrrr Dr. Wolff hat in den verschiedeura Gemeinden gepredigt, in Odense. Horsen« und Ränder« Konfirmation der Jugend a'ogehalleu. und in Fredrriria drn Grundstein zu einer neuen Synagoge gelegt. Uederall strömte die christliche Bevölkerung zu sriorn Predigten herbei nnd selbst die christlichen Geistlichen ließen sich dir Grlegeohei» nicht euigiht». Uw dr» brrühmten Kaazrirrduer zu höre«». London, ׳m Juli. In AylrSdury, Graffchost Buckingham, wurde wieder ein Rothschild in« Parlament gewählt. 8. M. Bukarest» 12. Juli. Scho» wieder klopfe ich «a dein» Thüre, kampfgerüsteter .Ben Cbananja!" Vor Kurzem rlef ich driiira Beistand grgöa uaseer äußer»» Frlnb« an. heule nehme ich drin« Hilf« gegen vnser» Widersacher in unserer eigenen Milt» in «nspruch. Lktzirr, müssen vollständig befieg» werbe», wenn ,« au» gelinge» soll, Erster«« di« Waffe» au« den Händen zn urhme». Und non gehe ich z» der Mttiheiluug über, die ich zu wache« Hab«. In Folge »ine« sürftlichea Dekeele« vom vorlgea Iahet müsse» die Bewohner der Grenzstädtr au« ihrer Mittr Grenztzächler sGräniczareo) ausbeben. Einig, jüdische Gemeinten haben diesen Dienst mit Geld ab» gelöst. Die jüdische Gemeind« zu Leova, einem Orte, wUcher seit nicht langer Zeit zu Romaniea gehört. — faßt, den Beschluß, rin Gleiche« zu thnn; dieselbe gehört zu den wohlhabrndra Gemeindea de« Lande«. Ein bieher entsaiibter Vcc.'rcker tollte fowot beim Senalr. al» auch brim OoosiluI <10 Statu die ihm cingkhäiidiglea Pelittonrn einreichen, um zu erwirke», daß die Regierung bro Jude» in Leova gestatte, den zu leistenden Waffeulienst durch Abtragung einer gewisse״ Summe ablös,a zu dürfen. Zn der Sitzung der Senatoren am 1. d. M.. welcher ich zufällig beiwohnt,, kam dir Petition zur Sprach,. Ich tausch!, ml« ge, spaniiier Aufmerksamkeil der Vorlesiiiig der Pelilio»; leider bekam ich aber riilietzliche Dingt zn hören. Die jüdische Gemeinde zn Leova wolivirle ibr Ansuchen mir folgend,» Worten: ״Da wir Iudrii ANr in gvnerv Feiglinge sind, die auch gegen einen Hasen niiiie di, Waffen zu führen verstrhrn. weshalb wir auch unser h,iligr«.Land verloren kabrn, und seil 2000 Jahren lies darnirderlirgen; so lSunen wir dem Lande als Miliz nichi nützlich se>». Drshalb würd, di, Negierung wohl daran Iliuii. fiat, unscrer Söknr unirr Geld anzunebmen." Der BikichterstaNer Halle dies, Wort, kaum verlese», als die Senatoren in ei» suechlbareS Gelächter ausbrachen. Nur Heer Eostosoru«, der virlbewährlt edle Mrnichenfkruud, sprang entsetzt von seinem Sitz» auf, und rief aus: »Was? Die hebräische Gemcinde selbst hak diese« P-mpklet geschrieben?" Der Berichierstatter bejakic und wiederbolie die zi« tirlcii Worte. Die Senaioeen schienen sich zu amufire», nnr der humane EoslosoeuS fand e« unglaublich, daß eine Grmr:»te sich nnv ihre GlaubtilSgenoffen so sehr eriiielrigrn könne. Er wriß freilich nicht, daß in Leova ei» chaßidäischer Häiipiliiig, R. Bärina. haust, und daß nnr unter solch fanatischem Einflüsse eine so eriiietrigente Ebiklul Ha-Schem verursachende Pelilio» fabrizirt werde» kau». .Anfgereg« von dem, wa« ich hörte, eilte ich z» dem Präs,« de« l»,fl.,r» Zweigverein« der Alliance, Herr» E Hrin eich Go« Irr. Wir beschlossen nach reiflicher Erwä« g»»g der Umstände, dem Delegiere» von Leova da« Verteeblich, der riiigereichie» Petition begreiflich z» mach,», wa« uns auch vollständig gelang. Hoffentlich wird e« gelingen, die Angelegenheit in da-erwünichl, Geleise z» bringen.') N Tchabacz, im Juli. Am 30. v. M. Abends um lO llbr verschwand ein jütische« Mädchen au« drin Hause seiner Mutier. Di« Nachsorschuiigen bei der Polizei blieben rrsolglc«. Sonntag am 2. d. Ä. wurde das Mädchen gelaust. DaSselbc ist kaum 10 Jahr« alt. Da über die Tanfe jüdischer Kinder hier zu Lande gar kein Gesetz vorhanden ist, koniiteu auch die Vorstellungen beim Bischof keine Wirkung baden. Unlrr den hiefizen Inten herrscht liefe Niedergeschlagruheit und Be» irübniß. Ihre Lage ist in der Tha« eine sehr traurig,. Möge e« de« Alliance gelingen, die Fürsprache der humaneren Regirrungea zu Guu« ste» der hierläntischen Juden zu erwirken! Bi« die« gelingt, müssen die Ellern mit verdoppelter Sorgfalt ihrr Kinder vor Brrsührunz bewachen i Inland.. *. WitN, 10. Juli. Der Herr Oberrabblnrr Fassek war nicht genau unterrichtet. Die hiefige Ortbodorle, für welch, Peeßburg maß. gebend ist, halt, gegen die Aufbahrung in ter Synagoge an fich nicht da» Geringste tinzvwevdrn; fie grnielr nur der Unistand. baß Aanv» krimer derselben Auszeichnung gewürdigt weide» soll, welche einem N. •) Die Aufrrgnng. welch« dir Petition bei den Bukarest»« Juden bervoerief. ist sehr begreiflich. Zu ihrer Beeubigung biene die Tbatsache, daß r« eine Zeit gab. wo auch die mährklche». böhmischen und ungari. schen Juten au« Mißverstand grgr» di, Militärpflicht petiliouirten. Jetzt fällt e« selbst den Ehaßidäern >u Uugaea nicht ein. an eine solche Peiilicil zu denken. De» gebiltelereu Juden in t,n Dcuausürstealbü. mern lieg, r« ob. die Faktorei, der Gesetzgebuug und die Regierung über da« wahr, »nd ׳.rchlverst-oteor Interesse de« kaute« und der In. den aufjuklärev. Red.

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