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Ben Chananja · 1865-07-05 · 27 (5.7.1865) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
27 (5.7.1865)
Date
1865-07-05
Page
– (sequence 6)
Language
German
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btf vertrauen» übrrr-fchr« dürft», so iS t« doch ,frit'l« t>,|tr»if»ln׳ -dafr flch soa Neue« brn Mühen uoteeziehru wird. dir rr lange Zeit mit <5br,n grtragra. Drr zu« Sizepräfe« eraauatf Herr De. Wiener ha«, diesen Fall vvrau-srhend, sich gegen dir Uebrrtrogung der'PeLfireutschaft auf ihn durch dir Brgründoog verwahrt, daß er fich in da« kuttuekte Fach nicht riogeweiht genug erachte, um einem solchen Amt» mit Erfolg vorstehe« zu können. Wir Eie sehen, ist e« un« nicht beschiedeu, an« dem ewige« Provisorium heraus zu kommen, und wird e« noch längere Zeit dauern, bi» wir einen definiiiveu Vorsteher und definitive Zustände bekommen, heute ist daeinzige Definitive, worüber ich Zdnen zu berichten hätte, die definitive Austestung de» Dr«. Kämpf 01« — Prediger der h'rfigeu Tempeigemrind,.' — Sie staunen, daß rin Mann der bereit« zwanzig Jahre sein Amt verwaltet, erst heute von seiner Gemeinde ougestellt wird, und Sie wissen diesrm D.siuilivum keinen andern Sinn zu geben, als den. daß durch diesen Akt dem Heren Prediger von seiner Gemeinde für den Fall der Dienstlinfäbigkkit sein voller Gehalt oder doch eine entsp. cheude Pension zugesichert wurde? Sie find im Jrrthume! gegen eine solche Aufsaffiiug bat sich der vorfichrige Vorstand der Tempel« gemeinde dokumentarisch verwahrt, e« läßt derselbe sich nämlich gegen dadefinitive Austellungsdekret von Dr. Kämpf die schriftliche Per, flchrruog ausstellrn, daß er iw Falle der Dienstunfähigleit fich bezüglich der Peufion dem Ausspruche de« Vorstände» unterwerfe, welcher zu jener Zeit am Ruder sein wird; und so ist deuu dies, dekretirte definitive Anstellung wirflich nicht« weiter, ol« die tröstliche Versicherung, daß dir Tempklgemeiude ihren Prediger nach zwanzigjährigrr Amt«lrist»ng nicht — sortschickeu werde! Eingeweihtere grbeu denn doch diesem punctum honoris einen gewissen Hintergrund. Bekanntlich urgirr Herr Dr. Kämpf den Dan eine« neue» Tempel« i» seinen Predigte« auf« Gewifflnhafiefte, r« soll die« Thema da« onvtorum eonseo seiner Reden gewesen sein. Nu» ader iah fich die lctzic Generalversammlung der Tempelgemeindr durch die Ungunst der Ziffern veranlaßt, diesra Bau etwa« weit hinan« iu« Blaue zu rücken, n»d der Schmerz der Enltäu« schuug. den sir hirrdurch bervorrirs, sollic nicht «»begleitet sein von cinrm Beweis, de« gueen Will.׳»«, so reblickee in derselben Versamm« lung diese definitive Anstellung da« Licht der Welt! Weil ich denn schon beim Aufzählen dr« Definitiven in unserer G. likiiidr bin. will ich nicht übergehe», daß auch Heuer wie alljährlich an Rosch-edodeich Thamu« bei drr BeerdigungSbrüberschaft . definitiv gegessen wurde! Ich darf diese« Bankett schon um der Rede Willen nicht übergehen, die der greise Navoport bei dieser Gelegenheit hielt; der rblwüidige Rabbi sprach dem Frieden da« Wort, er will diesen Frieden nicht u»r im Seboße der Brübceschafl, er will ihn in drr ganzru Kemeilldr herrschend wissen. Hat die Gemeinde ihre rechtschaffenen ach« lnngswerthr Männer, so ehre und schätze flr dieselben. Wozu weiter Zank und Streit! Verstehen wir recht, so war da« rin Zugrstäadniß au die Macht der vollzogenen Tbatsachen und hier wir anderswo scheint dastarre von possumus nicht mehr so unerschütterlich fest zu stehen. Wirklich wäre «ine Verständigung zwischen dem jüngern und ällcrn Taddioate und ein aufrichtige« Zniammengeden beider von wahrhaft fegeurrichea Folgen für uns,re Gemeinde; ater so friedlich auch dir vre« söi'Iichen Jiiienlionen unsere« Oderrabbmeee sind, am Widerstande dr« heil. Cüllvgii wird jeder Versuch der Aunäberung und Vereinigung scheitern uud hätten wir auch einen — Degezzi, der mit Pietät und Geschick die Uttierhaiidluogro zu leiteu wüßte! Wie soll auch *ine Tran«« akiiou oder gar eme Vcelchmrlzung der jüngern Rabdiaateelrmrot« mit der Lltera zu rinrm Kollegium möglich sein, wo jede neue Traouog dir aus fremdem Gebiete von feembeo Händen vollzogen, al« eine Nechifbeeiuträchtigung angesehen wird, welche den Verlust immer frisch in Erinnerung häti. Len da« Pairimonium durch die Tiudring« Uugr erliiitk da,! Wer könutr uo« herrlicher dir praktische Anwendung jener gepriesenen Fr״deo«ib,orireu zeigen, al« da« Radbiaat selber? E« versucht einmal uud lasse dir Scheidewand fallen, dir e« zwischen stch oud die jüngere» Rabbineu hinzustestru oemüdt ist. e« versuche ei», mal uud bahne ,in aufrichtige« ernstgtuitint,« herzliche« Einvernehmen a». und e« wird sehen. m>l welchem Jubel die ganze Gemeinde eine!«ich» Verbrüderung begrüßen wird, uud e« wird sehen, wir da« alt» Radbinät in verjüngtem'Glanze »icter afafflrafiffn wtrv l-Döch zu welchen Utovirn lassen wir vn» da hlnreißen? Einige Ftitveo«worte bei einem Bankette von nnem ehrwürdigen 'greisen'Manne gesprochen, worden׳ für ua« die Perspektive, dardie wir mit Eotjückeu seht«: ״Da« «ns,re Gemeinde werden könnte!" in der Thal aber ׳find dttfe Frier,««Proklamationen nicht« weiter, ol« der 'trockene Kowmeotär |« dem alten ^peuche:"דפתורא־ סרש מחלוקת׳ אולא Wik oder׳drr Tisch abgedrckt wird, kehren die alten Zustände wieder zurück. Ei« Narr, der noch ׳weiter daran denk» und'Nachhaltigkeit erwartet!! (Schluß f.) il. Prag, 30. Juni. Der hiesige Rabbiner Hübsch hat, wie ich Sie verfichrru kann, auf die Wiener Predigerstelle nicht kookutrlrt. Schulwesen. K. Austerlitz, 23. Juni. Die gestern im Beisein unsere« um die hiefige Gemeinde höchstverdieustlichen Bezi.'svorstande«, Herr« v. Ritiman». vcu der SchuldistriktSaufncht in unserer Schule vorge» aowmene Bifitariou har die erfreulichste« Beweise der rühmlichen Leistnngen unsere» Lehrerpersonale«, besonder« dir de» Oberlehrer« Herr« Lichienstrin. — geliefert; und ist e« nicht nur der Unterricht au« den deutschen Lrhrgegeustäiideu, sondern auch der der umsicht-vollen Leitung unsere« ehrwürdigen Nabbiuee» Herrn H. Duschak unterstehende Unter» richt auden hebräischen Lehrfächern, welcher un« zu den besten Er« Wartungen von unserer Schule berechtigt. Die Sabbaihgesellschast. *) IV. Heute beginne ich meine literarischen Mittheilungen mit drr Bor» sührung eine« geboben.populäreo dogmatischen Werke«: Grundlage zu einem wlssenichastlichen Unterrichte in der Mos. Religion. Don Dr. Joief Aub. Mainz, 1805. Mor. Jourdan. 8. ll. 138. Dafür de« Koiifirmandenuorrrricht bestimmte Buch zerfällt in zwei Tbeike: iu die Glaubenslehre (-1 — 123) und in die Sittenlehre (124—158). Nach Bor» anichickung zweier Kapitel, welche die Einleitung bilden, bespricht dir Glaubenslehre: Bedeutung und Werth der Offenbarung in Verbindung mit andern Erkeaniiiißqiiellen; Mose« und die Sinoioffenbarung; die Ewigkeit der mosaischen Lehre und ihre Glaubensartikel; Gotte« Wese« und Eigenschaften; da« Verhäitniß Gotte« zur Welt; der Mensch uud seine Bestimmung; die Lehre von guten und bösen Geistern. Die Sitten« lehre besprich«: Bedeutung und Einthrilung der Pflichten; Pflichten ge« gen uv« selbst; Pflichten gegen Andere; die Zeremonialsahungen. Uebrr dir Tradition sagt drr Drf. Z. 35. unter Anderem: ״Da r« dir Hohr Bestimmung der Tradition war, die Fortbildung und Brrvoll« komwuung de« religiösen Geiste» zu fördern, so durste sie nicht schriftlich obgefaßt werdrn, weil fle sonst nicht zum Fermente, gegentheil« zur VersteinerungSmasse der Religion geworden wäre." Sir können schon au« dieser Arußerung den Geist de« mit gründlicher Gachkenntoiß ge« schrieb,neu Buche« erkeunea. Ausgezeichnet schön vorgetragrn ist die Lehr, vom Messia« (5. 79-81). und schon dieser 88wegen sollte da» vvrliegrndr Du ch in jeder grdil» beten jüdischen Familie Eingang finden. Bei der Gründlich« keil de« Herrn Des. ist e« jedoch aussastend, daß auch er den Jrrlhum «heilt, al« hätte Josef Aldo nur drei Prinzipien der mosaischen Re« ligiou ausgestellt. Dem Lehrgehakte nach stimmt Albo dem Maimoaide« bei, und uuterschetdet fich von demselben nur rückficht lich drr Anordnung. Auch durften Albo« sech« spezifisch.mosaischen Wahrheiten nicht außer Acht gelassen werden. (S. Jkkarim 1. 10. 23. 26. Löw'« ha.Maflrach S. 206 ff.) Da« neueste poetische Erzeugniß auf dem Gebiete der jüdische» Literatur ist : Tofrt und Eden, oder Divina oomocki» dt» Immanuel b. Salomo au» Rom. Au« dem Hebräischen übersetzt von M. E. Ster«. Wie». 1865. Herzfeld uud Bauer. 8. 82. Die Urdersrtzuag ließ fich ') S. vor. Jahrg. 881. 998. 1019. Gtgeaw. J-Hra. Nr. 14. Kol. 235.

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