Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 23 (7.6.1865)
- Date
- 1865-06-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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S88 887 zweige, z. B. die Ueberwachuug dcS KoschsrflekscheS, die Ge- Währung von Inkorporationen, die Besorgung der AuShilfS׳ betlokale, des PeßachmehlS, die Besorgung frommer StiftuttgSangelegenheiten rc. entweder einer schon bestehenden Sektion, oder eigens zu bildenden Kommissionen zuzuweisen. §. 44. Der Gesammivorstnnd, als Zentralorgau der I Gemeinde, ist für die Anfrechthaltung der Statuten und für die Ausführung aller Beschlüsse der Gesammtrepräsentanz verantwortlich. Derselbe ist ermächtigt, von einer Reprasentantenversammlung bis znr ander» über nicht sistemisirte Ausgabe» bis zu einem Gesammtbetrage von 500 fl. selbst, ständig zu verfügen. Vorsteher-Kollegium. 8. ck5. Der Präses und die 5 Scktionövorstehcr sind vorzugsweise dazu berufen, sammtliche Gcmeindcangelegenheilen bestens zu leiten, im geordneten Znsammcnhange und im gedeihliche» Fortgange zu erhalten, zu überwachen und zu fördern, sowie bei jeder Gelegenheit daS Ansehen und die Würde der ReligionSgemeinde zu wahren und ihre Interessen würdig zu vertreten. Dieselben bilden unter sich ein Vorsteher- Kollegium, versammeln sich so oft eS nöthig erscheint, um alle Verhandlungen in den Vorstands- und Repräsentantensiyungen gehörig vorznberciten, und die eracte Ausführung aller von den betreffenden Vorstandsnnd Repräsentanten« berathungen gefaßten Beschlüsse strenge zu kontrolliren, allfällige Versäumnisse oder Mißbräuche zu rügen und abzustellen, wichtigere ämtliche Aktenstücke zu prüfen und im Namen der Gemeinde zu nnterfertigeu. Sie habe!» über ihre Sipuilgcu ordnungsmäßige Protokolle zu führen, und dieselben in der nächsten Sitzung t-eS Gesammtvorstandeö verlesen.zu lassen. 8- ^6. In besonders wichtigen und dringenden Fällen, ls wo Gefahr im Verzüge ist, ist daS Vorsteher-Kollegium beß rechtigt, unter eigener Verantwortlichkeit einen Beschluß zu ß fassen, nnd den betreffenden Gegenstand in Ausführung zu bringen. Sollte aber derselbe mit GcldauSlagen verbunden 8 sein, so darf keinesfalls die dem Gesammtvorstande cingeräumte Ermächtigung (8- 4-i) überschritten werben. Jeden- | falls ist aber in der nächsten Sitzung deS Gcsammtvorstau^S ein motivirter Bericht zu erstatten. E (S ch l u ß f o l g >.) Korrespondenz. Ausland. L. Berlin, Ende Mai. Dkr M tki ze- N u ba mtm* SB tr c iu vcröffrntiichl einen Ausruf zur Unurflü&ung feiner Bestrrbuuge», welche für tie jüdische Lilrralur von so hoher Bedeutung sind. Für Ocüerrcich macht der ZobrrSbcitrag vier Gulden: in Deutschland 2 LHIr.; in Frankreich 8 Franks. 2m nächsten Jahr» erhalten die Abnehmer seigende Werke: Fortsehung dcS Pachad Zizchak; Malmad ba-Thalmidiw von R. Jakob Anotoli (noch airmals gedruckt erschiene»): Kommentar zur Thora von Sam. Dav. Lnzzatto; Admoth Eham, ei״ Reisewerk von Zakob.Safir. Sobald die Zahl der Mitglieder 1000 übersteigt, wird dir Zahl der htrauSjugedeudeu Werke vermehrt. Der le,lende Ausschuß besteht aus folgenden, Bertrauen einflößendeu Männern: Moses Mentefiore, Sam. Dav. Lnzzatto, Albert Cohn. Dr. köwy. L. Silbermann. Ageulrn für Ocsterrrich: 3. Knöpfelmacher und Söhne und Adolf Kuopstmacher in Wien; Dr. D. Ehrmann in Prag; Feiwrl Goldstoff in Krakau; Chajjiw M. P. Murgolie« in Brody. Für Preußen: Dr- M. Peppelauer in Berlin; H. 2- Süßmann in Posen. Für Deulschland: I. Kauswann in Frankfurt am Main; Wolf 3os«f in Lampertheim. Für Holland: 3oachim««bal in Amsterdam. Für Moldau-Walachn: Mich. Astel in Bukarest. Für Serbien: S-2. Atauia in Belgrad. Für Rußland: 3. Mrchalowsly in Wilna; M. E. BelinioLn in Odessa; K. Echapira in Warschau. Möge der Verein recht erfolgreich gedeihen.' Inland. 8m. Wien, 2. 3uni. Meiner Behauptung, daß ia der Ge, meiude gegen die Ueberfledlung de« verdienstvollen 3ellinek in die Stadt heftig agilirt wird, begegnete 3hr bieflger v.-Korrespondent mit der Nachricht, daß eS eine ausgemachte sei, daß 3rllin,k in die Stadt über, siedelt. Da mich diese Nachricht sehr angenehm b,rührte, war ich selbst geneigt, derselben Glauben zu schenken, obschou mir, ganz abgrseheu von der Agilaliou der Orthotoren, auch das öffenlliche Geheimniß nicht uiibekaun» war. daß manche Mitglieder unsere» Vorstände» und unserer Dertretung dem Herrn Dr. 3elli»ek nicht sehr geneigt sind. 3ch schenkte der Nachricht aber dennoch Glauben, weit man eben glaubt, wa» man wünscht. Nun aber hatte ich ia letzterer Zeit Gelegenheit, mich zu wie« derbolteu Malen zn überzeugen, daß r» leider auch heule noch keine abgemachte Sache ist, daß 3eklinek in die Stadl kömmt; ich sage heute, denn damals, als ich meine ersten diesbezüglichen Korrcjpondtnzeo schrieb, schien es i» Wirklichkeit abgemachte Sache zu lei», daß 3rllinek nicht in die Stadt kömmt. Die« zur Ergänzung der, mir von 3hrem '!'.-Korrespondenten zn Thril gewordenen Derthritigung gegen den optimistischen Berichterstatter mt« der Chiffre v- X. Wien, -1. Mai. Unter den Orthodorr» herrscht große Ausregung: Nabbiiur Spitzer ist im ״Di-niabad" unbedeckten Hauptes auf- und abgegangen. Wie ich ans sonst verläßlicher Quelle höre, sollen mehrere orlhodore Rabbinen ausgeiordeel worden sein, ihre Meinung über diesen ״schreckliche» Vorfall" abzugeben. Wien, 20. Mai. Löbliche Redaktion! Durch die im heurige» 3ahre ungewöhnlich große Anzahl dem Handwerke sich zuwendendcu Knabe», welche ans ollen Thrile» der Monarchie, »»-besondere au- Nn» gar», zur Ausnahme in den biestge» Handwerk-Verein sich gemeldet habcn, hat die Anzahl der Zöglinge eine Höhe erreicht, die ohne Ucbersibreilung der BereinSzuflüffe nicht vermehrt werden darf. Der gcferklglc Vorstand sieht sich daher bei dem Umstande, Laß die letzten 3ahrc derertS konsequent ein Defizit auSweisen, in die unangenehme Lage versetzt, die fernere Aufnahme von Zöglingen bis aus Weitereriustrllen zu müssen, und erlaubt sich die Bitte, diesen in der VorstaudSfitzung vom 23. Mai d. Z. gefaßten Beschluß in Ihrem, die jüdischen 3nteeeffc» vertreleuden, weit verbreiteten Journale gefälligst miltheileu zu wollen, um neue Ankömmlinge vor unliebsamen Eiilläiiichungen zu dewahre». *) Empsaiigen Sic tu Versicherung der vorzügliche» Hochach« tung. mit der ergebenst zeichnet. Für den Vorstand des isr. Handwerks - Vereines. W. Wer «heim. א״ת• Pest, 4. Juni. Die Nachricht Ihre-!'.׳Korrespondenten vom 23. v. M. war diesmal ganz unrichtig. Der Bürgermeister »var wol auf dem Grmrindrhause. verabschiedete aber nicht da- WablleilungSkouiilö, sondern belobte vielmehr dasselbe und■ ermunterte cs, die schwierige Arbeit zu Ende zu führen. Das Wahlprotokokl liegt noch bei der hohen Slalthalterri und dürste die Bestätigung der gewähiun Repräsentanz dieser Tage herabiangeu. Im anderen Lager heißt ef wol, daß da« Wahlresnllat von einer gewisse» Agitation beeinflußt worden sei. Doch wo gibt eS eine Wahl obur Agitation? WaS man gleichwol deu Siegern vorwerscu kann, ist. daß sie durchaus keinen Pardon gegeben, und selbst berückstchtigungSwertbe Persönlichkeiten, wir Dr. Brote und Sigm. Wolsner über die Klinge springen ließen. Daß der dochverdiente Dr. Hauser auder Liste weggeblirdcn. wird wol auch vielfach mißbilligt, ich erkenne aber darin nur einen richtigen Takt der Wähler, die sich de» לעג לרש nicht schuldig wachen wollten. Die Direktion der kön. isr. Musterhauprschole bar von der hohen Schulbehörde die höchst eefreulichr Nachricht erhalten, baß Sr. Majestät während 3hre« Aufenthaltes iu hiesiger Stadt obgenaonte Anstalt mit Ihr,« Allerhöchsten Besuche beglücken werden. •) Wir können dem Verlangen desehr verehrten Herrn Borstände« nicht entsprechen, ohne über die in dem vorliegenden Schreiben dargestrlittu Bereinsverhältoissc unser tiefe« Bedanrro auSzudrücken. Wenn wir recht unierrichlet sind, wird dem wahrhaft gemeninütztgeo. vertieustvollcn Vereine in nächster Zukunft von .den jüdischen Kanzrlu Wien« da« Wort geredet werden: ein Wor«, da» flcherkich nicht erfolglo» verhallen wird. R rd.