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Ben Chananja · 1865-05-24 · 21 (24.5.1865) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
21 (24.5.1865)
Date
1865-05-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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355 356 Kandidaten aufdeu Umstand erlassene« Reskripte, dadie Inden daselbst al« medici graduirtwerden. Hierauf replizirte die Universität: »Wir wollen au« der gegen Euer Vf. apostol. Majestät rrflnnlich und schuldigster Ehr» furcht nicht widersprechen, daß an den k. f. Uoiversttät,n auch Jure« al« medici graduirt werden; es waltet aber ob hierinueo ein zwrifa» cher und wichtiger Unterschied. Ja Ansehen deren aubjeotorum ist ein Znd der Römisch Eatholischen Religion bey weitem nicht so gefährlich, wie ein Protestant ist. In Ansehen de« Objerti aber hat die medizini« sche Wissenschaft gar keinen Einfluß auf die Gemüiher und die Religion, welche» Einfluß alle übrigen Wißeoschafteu habe."?. Pest, 17. Mai. שלשה ספרים נסתחי׳! Drei Wahl, bogen wurden dieser Tage an die Wähler unserer Gemeinde versendet: einen Bogen füllte die Orthvdorie mit Lieblingen ihre« Herzen« und mit denjenigen au«, die sie überhaupt nicht umgehen konnte. In letzterer Beziehung bereut sie jetzt, den trefflichen Moriz Wahrmann nicht in ihre Liste aufgeoouimrn zu haben, da dir hiesige Gemeinde au Männern von dem Kaliber Wahrmann« eben keinen großen Ueberfluß hat, so daß die hiesige Orthodorie sich durch diese Unterlassungssünde sehr kompro» mittirt hat. Der zweite Bogen ging von der Jntestigenz au«; derselbe ist mit vieler Umsicht zusammengeflellt, und man fi.ht demselben da« Bestreben an. aisrii vorhandenen Elementen der GtuieindreRrchnung zu «ragen. Dieser Bogen macht jedenfalls die Kräfte namhaft, welche, wenn vielleicht auch nicht in nächster Zukunft, so Loch jedenfalls iu Zu« fuuft die Angelegenheiten der hiesigen Gemeinde leiten werden. Den drillen Doge» emillirte eine dritte Partei, deren Genossen sich weder zu den Oelbodoren, noch zu den Iiilelligeiilen zählen wollen. Eine de, deutende Anzahl von Name» wiederholt sich auf allen drei Degen. Bor dem Wochenslstt wird, wie ich höre, das Resultat de« Skrulinium« jedenfalls verlautbart werden. Ofen, im Mai. Die hiesige Gemeinde hat vor Kurzem sol» gendeS Zirkular versendet: Unsere Kuliusgemeinde zu Ofen, — die ihr weitverbreitet,« Re» nonimä eben nur dem Ilmstandr zu verdanke» hat, daß sie sich zufällig in der Landesbanplstadl Ungarns befindet, und Zahr aus Jahr ein von scheinbar und wirklich kranken Hilfsbedürftige» au« allen Weltgegenden — des hiesigen großen Kurplatzes halber — in einem, alle Vorstellung übtsstkigriiden Grade in Anspruch genommen wird, dabei aber das Nu» glück ha», wol an -100 Familien, jedoch darunter nur eine sehr geringe Anzahl mittlerer SlandrSklasse z» zählen, — diese unsere Gemeinde ist soeben in de» Fall gkloiume», ihre Berühmtheit für ein heilige« Vor» haben zu benützen, wofür sie während eine« Zeiträume« ron kaum drei Dezennien an mehr als hundert Gemeinden ihr Schärflein brigelragen hat. Bereits vor zehn Zähren haben beschränkte Räumlichkeit und Baufälligkei» unserer, sei» 1810 bestehenden kleinen Synagoge einen ge» räumigen Neubau dringend erheischt; in Folge dessen wir auch au« Mangel an Mitteln znm Ankanf eine« freien Bauplatze« — auf dem alten eig'nen Grunde ein neue« Gebäude aufzusüheen bereit« entschlossen waren, wozu uu« auch im August 1854, von der k. k. Fortifikation rin Stück Grund zum Erweiterungsbau käuflich überlassen wurde. — Schon waren wir in diesem ernsten Vorhaben soweit vorgeschritten, daß dir Baupläne sammt Kostenüberschläge sogar bereit« »cm hohen k. k. Hof» kriegSrolh genehmigt worden waren, — al« Ulivorhergrsebene«. aber auch unabwendbare«, weil ein hochwichtige- Ereigniß den größten Tbril unsere« für diesru Bau reservirten Stammkapitalabsocbirte, — und wir undamit begnügen mußieu. mit kostspieligem Geldaufwand» — blo« da« morsche Gebäude mittelst Neparaiureo soviel al« möglich vor der Hand haltbar zu machen. Allein onch diese Haltbarkeit nimmt all» wälig ein Ende twie die« in unten nachfolgender Copie Smtlich beflä» tiget wird) und wir sind sonach auf einen gründlichen Neubau strikte avgewiksru. und zwar fest dieser Neubau eine derart erweiterte Räum» lichkei» bieten, daß dieselbe sogleich für dir Anzabl sämmtlicher Fawi» lieu hier ausreichr, damit teua doch einmal dir bisher auf Filial» und Autdilss.Detbäuser zersplil»er״u Teltkräfte zrutrolisirt bleiben können. — Da j»doch unsere eigrur Opserbereitlvtstigkeit allein dafür nicht aus» reicht, so sind wir genöihigt. gleich vielen anderen Gemeinden in äbn» licheo Fällen die sekundliche Uorerstützuug auch auswärtiger Glaubru«» brüder in Auspruch zu nehmen. Indem wir Sie vurr.hiemit um gütig, Beroulaffnng von Sa«», lungen freiwilliger Beiträge tu Ihren Kreisen für diese« unser« heilige» Zweck bitten (deren Resultate Sie au die Adresse de« ,israel. Kult»«» Sewrindr-Dorstaude« io Ose«. Ungarn* gelange« lasse« wolle«, war, über die Kootrole i« de« öffentlich,« Blätter« z« finde» sei« wird), erlaube« wir nn« al« Motiv für unsere Bitte, de« Umstand hrrvorzu» beben, daß den hier weilenden Kurgästen während der ganze« Sommer» zeit die Mühe erspart wird, sich einen weihevolle« und genußreiche« Gottesdienst erst in Pest aussuchea z» müsse«, indem die« ihnen auch hier — sobald r« die Räumlichkeitgestattet — reichlich wird geböte« werden können. Urberdie« gewährt Zhnea Zhr humaner Beitrag auch noch da« erhebenee Bewiißiseiu. sich in der Metropole unsere« große« Vaterland»« Ungarn rin viele Generationen überdauernde« Denkmal errichtet zu habe«. Mit Hochachtung und Liebe: der israelitische KnltuSgeweiode» Vorstand in Ofen, Philipp Nenman». Präses. Moriz Hatschik. De. Al» bert Frankl. Wolf Löbl. Leopold Beck. Gesehen: Karl Kovic«, Vize» Sladthauptmauo und Gemeinde.Kowmiffär. (Copie.) Aemtliche Bestätigung. Ueber Aufforderung der Osuer israelitische« KultuSgemeiode» Vorstehung wurde der in Ofen, Wasserstadt Nr. 103 befindlich, Tempel der genannten Gemeinde durch die Gesertigteu in allen!einen Räum» lichkeiten untersucht und befunden, daß Erstens der Plafond, welche aus Düppelbödea besteh«, vor weh» rer׳n Jahren schon mittelst Durchzüge und Eisenschienen wegeu Mangel an Haltbarkeit befestigt worden; da aber seit Jahren in diesem feuchten Orte doü Holz, woran die Eisenbrstandtheile befestigt sind, wie auch das Auflager der Düppelbäume morsch geworden ist. somit die Haltbar, keil de« genannten Plafondsehr zweifelhaft und für persönliche Sicher« heit bedenklich erscheint. Zweitens ist da« Dach de« Tempel« schon in sehr schlechtem Zustande. Dritten« ist der Tempel für die Besucher an Tagen, wo der» selbe von Vielcu besucht wird, der Gesuutheit höchst schädlich, da er im Ganzen viel zu niedrig ist, zu wenig Licht und keine Lufiernrue» rungS-Vkniiir besitzt; die Mauern größtentheilS feucht, al« auch im Winier bei großer Ansammlung von Prrionen schwitzen; überhaupt dir Atmosphäre wehr die eine» Kellers, als eine« Tempels ist, daher au« SaniiätSuud polizeilichen Rücksichten für die Gemeinde nur vom höch» steu Nachtheile sein kann. Ösen, am 20. April 1865. Konstantia Pe« troviis w p., Siadlhauptman». Lropold VüraSty w. p., Oder»Jage» nieur. Ignaz Knabe m. p., Baumeister. D EprricS, im Mai. Was Ihnen von Kaschau berichtet wurde, war nichtSweniger.als richtig. Der Rabbiner Koh» von Mätö» Szalka, der daselbst konkurrirte. trug der Temrinde kein Darlehen an, und konnte er. da ihm die Mittel dazu lebten, ein solche« nicht an« tragen. Der Gemeindevorstand würde einen solchen Antrag mit Indiz» Nation zurückgewieien haben. Der Rabbiner zu Nagy-Jda hat gegen Herr» Kohn nicht polrmisirt. Er sagte in einer Drrascha: ״Vor Zette« gab e« ganze, jetzt gibt rS nur halbe Menschen, d. i. halbe Poschkim und halbe Zaddikim. Der liebe Gott entzieht dieser Welt der Halben seinen Segen, und daher liegt der Erwerb ganz darnieder.* Manche wollten dir« auf den Kaichauer Konkurrenten beziehen; der verehrte Redner versichert obre, gar nicht au denselben gedacht zu haben. Derlei Lapalien werden iu den jüdischen Kieisra unserer Gegend vielfältig de» sprachen und biskutirt!! — Debreezin, im Mai. Der nrugegründete, von dem k. ung. Statthaltereirathe bereit« »aiiktt'oiiirte Verein zur Derbe,itung de« Ackerbau,« uud der Handwerke hat seine Statute» und einen Aufruf zur Tbeiluahme versende». Möge ihm diese i« reichstem Maße zu Theil werde«! 2. T. A. Ujhrly, 14. Mai. Gegenwärtig gibt hier eine junge jüdische Künstlerin Nameu« gröblich mit ihrer jungen Schwester uud ihrem Bruder Konzerte aus der Violi« und erfreut sich mit Recht de« allgemein.» Beifalle«. 1L. Temesvar, im Mai. Die Trauerfeier «m de« gottselige« Wiener Prediger I. N. Mannheimer ist am 7. d. adgehallen worden,

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