Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 20 (17.5.1865)
- Date
- 1865-05-17
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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343 344 zufrieden, unb dir Frage wirb vor da« Forum de« Stubiea»Ob,rdirek, tor« zuPreßburg, vielleicht gar vor da« de« k. Slatthaltereirathe« kowmeo. Der Rabbiner von St. Peter, eiuer brr Sau-kulotlen-Chaßidärr, reiste vor Kurzem über Losonz unb strengte sich baselbfl sehr au, da« orthodore Häuflein zur Ausdauer aufzumuotera. Schulwesen. 8r. Pest, im Mai. Der Lehrer Heinrich Nosenberg hat von dem Gemeindevorstande folgende« ämlliche Schreiben erhallen: ״In Würdigung der vollkommen befriedigende» unb lobenswertbeu Lei» stungen, welche Si, bereitsei« mehreren Jahren bei brr vrovisorischen Stilung der Mädchenschule belhätigten. hat die Gemeiude-Plenarver» sammlung am 7. b. M. Ihnen die Stelle de« Oberlehrers unb inner״ Leiter« der Mädchenschule definitiv übertragen. Indem wir hierüber gleichzeitig dem löbl. Direktorate die pflichtschuldige An׳ zeige machten, gratuliren wir Ihnen, und hoffen, daß Sie nun mit doppeltem Eifer das Gedeihen und Emporblühen der Ihrer Leitung aovertrauten Lehranstalt zu fördcru bestrebt sein werden. Mir Ach, Hing. Pest, am S. Mai 1803. Der Vorstand der Pester isr. Kultus» gemeiude Dr. Grünhut. Vorsteher; Jgna, Barnay. Sekretär." /*■ Wien, 11. Mai. Das allgemeine österreichische israeli» tisch, Taubstnmmen-Jnstilut-hat soeben seinen eilsten Dencht verös» fentlicht. Im abgelaufenen Schuljahre befanden fich 73 Zöglinge im Institute, und zwar 52 männliche und 21 weibliche. Enllaffen wurden 8: 5 Knaben und 3 Mädchen; jene wurden dem Handwerke zugeführt, diese kehrten zu ihren Eltern zurück. Neu ausgenommen wurden 12, so daß die Anstalt gegenwärtig 77 Zöglinge zählt: 54 männliche und 23 weibliche. In Folge der allgemeinen GeschästSkalamiläten find die Svenden in diesem Jahre spärlicher zugeflossen, als iu früheren Jahren. Merkwürdiger Weise sind in der ganzen Monarchie nicht mehr al« se ch S jüdische Gemeinden, welche als solche dem Institute eine Unter» stützung zukommen lassen: Arad. Nikolsburg. Groß-Kanischa, Schaffa, Neurauönitz, Sssegg. verausgabt wurden in diesem Jahre 20.394 fl. lf> fr. Die höchsten Rubriken sind: Menage für 73 Individuen 9912 st.; Gehalte für das Institut-personal 5164 fl.; Bekleidung der Zöglinge 1107 fi.; Wascherei, Heizung 1080 fl. An die Stelle des sei. Ernst Wrrtbeim ist Herr Sigmund Frankel in den Instituts-Vorstand ge» treten. Am Sterbetage Mannheimerwird in dem JnstitutStempel all» jährlich eine Seclenfeier abgehalten werden. Die Vorsteher: die Herren Ignaz Edler von HofmonnSthal, Friedrich Doschan, Hermann Götsch. Josef Hildburgbäuffer, Moriz Ritter von KönigSwarter. Sigmund Frän» kel; und die Vorsteherinnen: di, Frauen Julie Schlesinger, Marie Schnapper, geb. Edle Werlheimstein und Fanni Edle von Hofmanns» tbal, widmen der Anstalt wahihoft väterliche und mütterliche Sorgfalt. Die pädagogische und didaktische Seele derselben ist nach wie vor der trefftich, Direktor. Herr Joel Deutsch. Mil Recht sagte vor Kurzem ein Hebraist: לאלם ה;נבךי הן לא היה נואל!יחמול אל;גליו יישלח את יואל. B. Wien, 15. Mai. Daß der hiesige Gemeinberath aus An» trag bewährter Schulmänner beschlossen hat, die Vertheilung von Prä» miea in Volksschulen abzuschaffen, verdient auch von Ihnen rrgisirirt ,0 werden, indem die Summen, welche an jüdische Volksschulen zur Anschaffung von Prämien verwendet werden, viel' zweckmäßiger aus Gründung und Erweiterung von Schul, und Temeindebibiiothekeo ver» weodet werden könnte». Literarischer Äolbo (12^). xxxvi. FS ergeht dem jüdischen Gelehrten nicht selten, wie e« den Jubea überhaupt oft ergangen unb noch ergeht. Wie diese häufig von ihre« Gegnern für Fehler verantwortlich gemacht wurden, die eine oatür« licht Folge ihre« Drucke« find, 10 wird jener zuweilen von seinen Rezeuientrn für Fehler verantwortlich gemacht, die nicht« weiter al« eben Druckfehler find. Von einer solchen Verantwortlichkeit sollte »in ge» lehrler Verfasser doch wenigsten« in dem Falle ganz freizusprrcheu sein, wenn er selbst bereit« den beirrffendeu Fehler al« einen Druckfehler de» richtigt hat. Daß ibn aber selbst diese« Präservativmittel nicht immer vor dem Tadel der Rezensenten schützt, davon liefert Nr. 8 de« המניר neuerdings einen Beweis. Unter andern Ausstellungen an Jost'« .Ge» schichte des JudenthumS und seiner Sekten" weist dort Hier Rabbiner Dr. David Jcöl aus II B- S. 188 bin. wo al- Beleg seiner Be» haupiung, '.daß da« Volk den Rabbinen in Babylonien nicht sonderlich zugethan war, die in Sanhed. 100 erwähnte Redensart anführt: ״Was helfen uns die Rabbinen? niemals erlauben sie Raben zu essen (obgleich dir« in der Schrift nicht verboten ist); so wenig wi, fic die Taube verbiete»." An dieser Parenthese uimmt rin Herr Dr. Jcöl viel Aergerniß und verweist nicht nur auf Levit. 11, 15 und Deut. 14, 14, sondern möchte den seligen Geschichischreider sogar an« dem Himmel in die Kinderschule schicken 1יל קרא בי רב הוא. Der Re» zeusent hätte natürlich dem sel. Jost so viel Dibelkenntniß Zutrauen dürfe», daß ihm da« ערב למינו nicht unbekannt war und daß es fich hier lediglich um ,inen Schreib» oder Druckfehler handle. Der Zusam» menhang läßt auch keinen Zweifel übrig, daß da« nicht iu dieser Pa» renthese gar nicht an seinem Orte ist. Hätte der Rezensent aber, bevor er seine Bemerkungen niederschrieb, fich nur die Mühe genommen, die im lll. B. S. 404 angegebene Fehlerverbefferung nachzuschlagen, so hätte er diese Ausstellung ganz ersparen können, ca dort selbst bereit« da« ״nicht" als Druckfehler gestrichen hat. Dr. M. Mielzioer. Inserate. Konkurs. (1-3) An der israelitischen öffentlichen Volksschule zu Kula im Baiser Komilate ist mit nächstem Hcrbstsemester die Stelle eine« Lehrer« der ober» Klasse mit dem JabreSgehalte von 500 fl. ö. W. z» besetzen. Geprüfte Hauptschullehrer, welche der hebräischen, drulscheu und ungarischen Sprache vollkommen mächtig sind, wostrn Ihre Offerte nebst Dokumenten bis Ende Juli 4. e. an die gefertigte Schulkom» misfion portofrei einsendra. Bewerber. die auch Unterricht in den Handelslehrgegenstätibeu und in der französischen Sprache erlhcileu, oder deren Gattin die Weib» lichenJndustriearbeiten unterrichten könveu, steht ein bedcutenb größere« Einkommen in Aussicht unb erhalten solche auch den Vorzug. Kula, 8. Mai 1865. Die isr. Volksschul-Kommijsion. Konkurs. (1-3) In der hiesigen Kultusgemeinde ist die Stelle eine« Rabbiner«, verbunden mit dem Gehalte bi« 1000 fl. ö. W. vakant. Vollständige talmudische rabbinische Befähigung, angemessene moderne Bildung, tüchtige« Rednertalent. sowie pädagogisch.didaklische Kenntnisse, in«be» sonder« »in streng-religiöser, moralischer und fester Charakter werde» von dem zu erwählenden Rabbiner al« Eigenschaften gefordert. Dir geeigneten Herren Reflektanten wollen bi« Ende Inut 1» 3. ihre Gesuche, sowie die Zeugnisse im Original portofrei einseu» den an de» Vorjlnnä äer isr. JullusZemeiricke. Kaschau. 1. Mai 1865. Szegedi«, Selbßvrrlader Stbalttk»». Leipzig, Lommlstions-Vtrlag von Franz Wagner. Druck von Sigmund Burger in Sz,gebin.