Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1865-05-10 · 19 (10.5.1865) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
19 (10.5.1865)
Date
1865-05-10
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2542917-2543219-2543239--4217-2548170
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ha-tlroch, •0פ brm b« Midrasch (B«reschith rabba 97) sag«: »Ueberall. t»0 der lauge R.Joße fich zeigte, war auch Rabbi sder R-ffi) zu seheu." Sine aufrichtige Freundschaft bestaub auch iwischeu R. Cimo». dew Sohne R. Jehuda Ha-Naffl« I. und R. Ehija, den» der Sah» de« Nassi war fiel» bereit, seine Subsistenzmittel wie seinem armen Freuode zu «heileu, ja er nah« t* sogar nicht übt«, weun der größer, Tbeil derselben der zahlreichen Familie R. Ch'ja« zu Kote kam (Bezah 26. a.) Dir Freundschaft R. Zochauao b. Nasha« mit dem Naffi seiner Zeit R. Gawalirl III. oder N. Zehuda II. war nach der Gemara (Sola 2l. d) eine sprichwörtliche. Darum staden sich auch Rügen, wie sie R. Joße au« Maon, R. Simon b. Lakisch und andere Zeitgeooffen gegen da« Raffibau« ausgesprochen. (>. Jeruschalmi Syuhedriu 2. 1 und 6). bei R. Jochaua« nicht. Innig befreundet waren auch Rabba b. Nachmeoi uud R. Josef, denn ol» R. Josef zum Gchuloberhaupt gewählt wurde verzichtete jener ans diese Eteslr zu Künsten seine« Freunde« Rabba. Ueberdie« brachte auch R. Josef, obschon er an Gelehrsamkeit seinen Freund überragte, den größleo Tbeil seiner Muße im Hause Rabba« zu. (H:r:::h Tube. Beeachotb 69. a.) Palästina stell» zu den FreuiidschastSbüudniffen, wie wir sehen, ein viel arößere« Kontiugent» al« Babylonien und wirklich standen die babylonischen Gelehrten uichr io dew Ruse einer besonder« freuiidschasilicheu Gesinnung gegen rinander (s. Peßachim 113. b. Syu» hedrio 24. ».) I. WieSner, KrriSrabbiuer. Ai. 5. In Nr. 14 dieser geschätzten Blätter wird da« geistreiche, nach allen Seilen in gleicher Weise zu lesende Akrostichon in Betreff de« Bienenhonig« mitgetdeilt. Mancher Leser würde wahrscheinlich auch die Erklärung diese« Gebichlchrn« gewünscht haben, da drffe» Sinn nicht so leicht ausjlisasten ist. Wir wollen hiermit eine doppelte Erklärung und zugleich die Regel angeben, wonach e« jedem in der hedräischeu Sprache eiwa« Geübten möglich werden wird, ein derartige« Kunststück selber anzusertigen. Im Talmiib (Bechor 7. d) wird die Frage aufgr» werfen, wie der Heuig, der einem unreinen Jnirkle entspeingt, dennoch zum Genüsse erlaubt werden kann? Die Antwort geht dahin, weil die Biene den Honig nicht von ihrem eigeneii Wesen (HDU מתרצית), sondern au« den Krämern proknzirt. die sie io sich anfnlmmt. Hierauf wird von den Kommeulaioreu (Jore-Dea 8l. 8 nicht 114, ü, wie e« in obiger Nummer sälichlich heißt) ,ine zweite Frage erörtert, wie der Honig noch immer erlaubt werden kann, da ja Tdeile vo» der Biene selbst darin vermengt zu sein pst.geu? Diesen Einwauv will obige« Ge׳ dichichen widerlegen. Unter Abgesonderte« rufen die Birnen dem Honigflkffee zn. ist in der Menge der Masse vernichtet lind verzehrt worden 1'בםלבם). Eine zweite, und wie mir scheint, viel richtigere Eelläeung ist lolgendr. Im Syrischen heißt der Stachel: פלשא« wovon auch vir hebräiiche Sprache da« Zeitwort W1Q in der Bedeutung vo «Stechen" besitz, (Svr. 23. 32.) Unser Gedichlchen ist eine Apostroph der Diene an den Honigfreffer, daß er sich uubrlümmert dem Honiggenuffe hiiigebcn möge, da die Kraft de« etwa darin zurückgebliebenen Stachel« bereit« verloren gegangen und vernichtet worden ist. Wir kommen nun zu uusrrm zweiten Thrile, nämlich nach wrlcher Reael derartige Gedichte anzuseriigeii sind. Obige« Gebichicheo ist nicht ziitällig entstanden, sondern beruht uns eiiier mathematischen Berech» uung. Zur irichtern Neberficht geben wir solgeube« Schema: Mau sieht, daß jede dieser sünszifferigen Zeilen nach alte» Seiten ein gleiche- Resultat gibt, uuu braucht man blo« statt der Ziffern Buch» staben zu wählen, au« denen eiu Satz hervor« geht, wir viel Buchstaben in einem Wort, so viele Zeiten find erforderlich. Al« Regel ist Folgende« zu deachleu: 1) Man wähle »in Wort, welche» zurückgeleiru ebeofall« ein Wort gibt, erstere« bildet dir erste und letzt,re« die letzte Zeile. 2) Man wähle rin zweite« Wort, da« mit dem zweiten Duck« staben der ersten Zeile 14) beginnt und mit dem vierten Buchstaben 12) schließ». Diele« Wort muß ebrosall« auch rückgängig gelesen werdeR löuueu. erstere« diene für di» zweite, letztere« für die ssrlrtztr Zeile. Sind die Zeilen blo« vierbuchstäbig. so ist da« Gedichicheu hiermit schon vellendet nub würde auch nicht viel Schwierigkeiten bieten: zwei derartige Wörter find leicht za find,» und in einen Zufamwenhang zu 3) Die Hauplfchwierigkeit besteht bei einem füusbuchstäbigru Ge« dichte, dir mittlere Zeile herau-zufiudeu. Diese muß mit dem milllrren * I * I 3 | 4 | 5 2 18,7,6,4 3 | 7 , 9 | 7! 3 4 | G | 7 | 8 | 8 8 5,4,3,2,1 Buchstabett der ersten Zeile (3) beginnen und auch schließen, ferner muß der mittlere Buchstabe der zweiten Zeile (7) hier al« zweiter und vierter Buchstabe figuriren und blo« der fünfte. d. b. der hier zur Mitte ge« uommeor Buchstabe (9) kann wistkürlich gewählt werden, so daß diese mittlere Zeile vor« und rückgängig gelesen, da-i'rlb, geben muß. Ader auch da« ist leicht zu find,«, da r« im Hebräische« Reduplikation«» Stämme gibt, die mit Sufireu bi« uud wider gelesen «erde« könne«, wie z. B. ירידי . כציצך . ישמשו. Wir wolle« einige Beispiele für die vier und sünsbuchftäbige Gedichlchen wittheile«. חמורך וו אביך עשר משתמר בגני שרש ותבתו ינגב רשע ר ם ת ש ם כיבא II ברומח Der Sinn de« fünkbuchstäbigen Gedichlchen« ist: Dein Esel wird wohl grhület, stille nur seinen Futterkasten hoch wie eine Lanze auf. Ma« siebt, daß alle diese Gedichte nach alle« Seit,« zu lesen find. Wer jcdoch der Bersaffer de« Honig-Gedicht,»«, ist mir unbekannt und glaube ich kaum, daß e« der geniale Jbu-Esra gewesen, dem kasuistisch« Spielereien kein Lieblingsthema waren. Juveß hat die Tradilio« ein andere- Kunststück von diesem Kraftgenie ausbewahrt, da« wir hier millheilcn wolle». 8« enthält eine Nachricht an seine Kinder. daß er ingeiäumt bald zurückkebren werde, da« Brieschen vor« und rückwärt« gelesen, gibt denselben Sinn und lautet: דעו מאביכם כי לא בוש אבוש שוב אשוב אליכם כ' בא מועד Rechtiitz, im Monate Avril 1865. . Dr. M. Zipfer, Oberrabbiner. Inserat. Allerneueste wiederum bedeutend mit Gewinnen vermehrte 2 Millionen 677,250 Mark, in welcher nur Gewinne gezogen werden, genehmiget und gnranlirl yoq der Slals ־ Regierung. Ein Stats-OriginalloS kostet 7 st. ö. W. Ein halbe« ״ kosten 3'/, » . . Zwei viertel« 3 ״ ״ Bier Achtel» ״ ״ ״ ,/'3 ״ ״ Unter 17.900 Gewinnen befinden fich Hauptreffer von U Mark 250.000, 150.000, 100.000, 50.000, 2 mal 25.000, 2 | 20.000, 2 mal 15.000, 2 mal 12.500. 2 mallOOOO, 1 mal 7500. 5 mal 5000 , 5 mal 3750, 2 mal 3000, 85 mal 2500. 5 mal 1250, 105 mal 1000, 5 mal 750, 130 mal 500, 245 mal 250, 10.050 mal 117 k.k. Beginn der Ziehung am 15. Mal Unler meiuer tu weitester Ferne bekannte» uud all ge» mein beliebten Geschäft«» Dev ise: ״Gottes Segen bei djofm!“ habe ich bereit« 19 mal da« große LoS und erst kürzlich am 17. Februar wieder den allergrößte« Hauptreffer au«b,zahlt. Auswärtige Aufträge mit Rimesse« in allen Sorte« Papier» geld oder Freimarken führe ich selbst nach den entferntesten Gegenden prompt und verschwiegen au«, uud srudr amtliche Ziehungslisten und Gewinngelder sofort nach der Entscheidung zu- Xiaz. Samo. Oolm » Sanqnler ii Hamburg. Tzegedin, Srlblvrrlag der Htbakll•«. Leipzig, Lommllko«,.Verlag vo« Frau» wag,et. Druck »o« Stamund Burger in Szrgrdt«. Hierzu eis Viertel Bogen Bellage.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.