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Ben Chananja · 1865-05-03 · 18 (3.5.1865) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
18 (3.5.1865)
Date
1865-05-03
Page
– (sequence 5)
Language
German
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301 302 stngenS, bei denen auch sie während ihrer Anwesenheit dort betheiligt sich befinden." Wer sollte dieser zarten Rücksicht für daS Seelenheil der Badegäste KissingenS nicht seine warme Anerkennung zollen? Auffallender Weise hat Herr DistriktS-Rabbiner Damberger gewagt, in seinem orthodoxen Manifeste den aaerkanntesten rabbinischen Autoritäten geradezu zu widersprechen. Er sagt nämlich, daß zur Vornahme von Trauungen eine ״genaue Kcnntniß der bezüglichen religionSgesetzlichen Literatur erforderlich sei." R. David Ha-Levi, der Verfasser deS kasnistischen Werkes Ture Zahab sagt aber mit klaren und un« zweideutigen Worten daS Gegentheil (Eben Ha-Ezer 49, 1)! Und R. Samuel PhöbuS, auf dem Gebiete des EherechteS eine Autorität ersteu Ranges, stimmt dieser Bestimmung unbedingt bei (Beth Sam. 49, 4)l Man traut seinem Augen kaum, wenn man bei einem Bamberger solche Geringschätzung der größten Poskim wahrnimmt! Sehr schön ist die Aeußerung deS Herrn Bamberger, daß ״die Predigten offenbar keinen andern Zweck haben, als daö Publikum mit den ewigen Wahrheiten der Religion vertraut zu machen, dasselbe von ihrem himmlischen Wesen, ihrer beseligenden Kraft, ihrem erhabenen Einfluß ans die Bildung deS Geistes und die Veredlung deS Herzens zu überzeugen, wahrgenommene Mängel und Schattenseiten liebevoll, aber auch offenherzig und ohne Scheu zu rügen und zu tadeln, deren Abstellung aus ganzem Herzen zu wünschen (die Predigt hat den Zweck, zu wünschenund alles Ernstes anzustreben." So viel gibt also auch Herr Bamberger zu, daß die alten DeraschaS, die in Ungarn (nur in manchen Gemeinden Red.) und in Polen noch an der TageSordnung sind, ihrem Zwecke nicht entsprechen, und daß pilpulistische Kunststücke nicht auf die Kanzel gehören. Die Korrespondenzen deS ״Ben Cbananja" belehren uns, daß sich selbst manche gebildete Nabbinen in Ungarn nicht zu dieser Erkenntniß erhoben haben. Das G r o L. Eine archäologische Studie von Ignaz Reich, Lehrer deS hebräischen und ungarischen Faches an der israelitischen Normalhauptschule in Pest. אם אין קמח אין חורה. (Schluß.-) Eigentliche Backöfen, auf welche wir unhier beschränken, gab <t zweierlei; groß, (סורגי)» die ihr, Mündung seitwärlhalten und sich nur sehr wenig von den heuilgeu Backöfen unterschieden, uuv kleinere (חנור), dir ihre Oeffnung (עין החגור) oben hauen (Ad. Sara 85 b. Raschi). Erster» waren di, öffentlichen Backöfen, wir sie noch jetzt in orientalische» Städten üblich find; letzter, wurden in Haushaltungen gebraucht, wo läglich gebacken wurde. Dir ,Purnewaren gewauert; tie Tannurim beweglich (B. B. 65, a) Die Ansicht der Toßasotb. taß e« gar keine großen Oesen gab (Ab. Sara 65. a), ist daher nicht bkgründet. Den Mädchen wurden klein, niedliche Oefcheu (תנורי בנוח) ongeschaffl. um sie frühzeitig an vir Geschäfte der Häuslichkeit zu ge» wöhnen (Ehul. 124. a. Nidda 26, a.); Der au« Thon oder au- Eisen s.'rfertigtr Tannur hatte dir Form eine« großen, umgestürztru, unten breiten und oben engen Topfeober Kruges von etwa drei Fuß Höbe, worin dazu backeud, Brod ringsherum angebracht, eigentlich ongeklebt wurde. (Sabb. 38. d. Meoach. 63, a. Kelim 5, 7.) Ost war um den Ofen eine steinerne Nmgeboug angebracht (מירח החגור), wo daau« demselben gewonnene Brod zur Abkühlung hing,legt Word,; oben war ,in Supplement-Ofen (מוסף התנור) hinzog,fügt. (K.um 5.') *) Sdi, vorig, Nummer. Erwihnrn-wrrth find auch dl» verschledenen Offengattungen. E< gab nämlich zerlegbar, Oefen (מחותך T»), der vom Hafner an, ,lnzelnen Tafeln zusammengesetzt und mittelst Spangen (למוריו) befestigt tourt*; ferner Echlangenöf.n (ח׳ של עכנאי), wo ,wischen je zwei irdenen Platten eine Eandschichte angebracht ward, bi« da« Ganze die Form ,in,« Topfe« bildete, den man von Außen mit Lehm beklebt,. E« gab auch einfache Gruben, .arabisch, Kessel- (יורות הערביים) genannt, deren Wände mit Lehm beschmiert und geglättet, einen Ofen bildeten» wir er Heu»» noch in vielen ungarischen Gegenden auf den Feldern und in Preßhäusern improviflr« zu werden pfleg«. (Kelim 5 ) Diese Keffel dienten jedoch nur al« Nothöfen, da zum Backen der Tannur bestimmt war. Die Repariruog oder Errichtung von Oefen fand gewöhnlich vor den Feiertagen statt. (M. Kat. 11, a) Die Heizung der Oefen gr>chah entweder innerlich, e« worden nämlich Kiesel gestählt, oder Feuer in eine Vertiefung gebracht und der Ofen darüber gestürzt; — oder es geschah dir erforderliche Feuerung äußerlich in der Umgebung de« Ofen« oder gar oberhalb de-selben, in welchem Falle zumeist in ärmeren Haushaltungen noch die Borkehrung getroffen wurde, dir Wände de« Ofen« mit Lehm oder Cip« zu umge» den (טפלה), um durch deren Derdichtung die Wärme anhaltender zu > machen. (Sabb. 125, a. Raschi; Ebub. 123, b.) Noch müssen wir einer andern Art de« Backen« erwähnen, di« nach Wiener (Wrtrb. S. 150) im Oriente noch jetzt sehr üblich ist, und darin besteht, ״daß man in einer 1'/, Schuh liefen Grube Kiesel, steine glühend macht, welche, wenn sie da« Loch hinlänglich erwärmt haben, heran-genommen werden, um den zu backenden Kuchen Plezu machen; oder daß man einen Krug mit heißen Kieselsteinen halb an« füllt und auf dies׳» den Teig auSbreitet. Die Brodbereitung ist vielleicht unter 1) עגת רציפים Kön. 19, 6) gemeint. Daß die Art de« Heizen« jedenfalls mit Arbeit verbunden war. ist au« dem Gesagten deutlich zu ersehen, we«halb auch die Feur« ru»g am Sabbathe streng untersagt war. Da« Zeitmaß betreffend, welche« zum Durchglühen eine« gewöhnlichen Backofen« erforderlich war. — so geht au« einer leisen Anden« tung (Hos. 7. 3—7) hervor, daß die« di, Zeit vom Kneten de« Teig,« di« zu dessen vollendeter Gährung nicht selten in Anspruch nahm. Bezüglich de-Heizmaterial« war die« in der Regel Holz(Zesoj. 44, 15), dessen Fällung zum HLu«lichen Feuerbedarfe in Palästina'« waldreichen Distrikten noch in Jeremia« Zeiten ganz frei zu sein schien. »Unser Wasser trinken wir für Bezahlung. Holz müssen wir un« für Geld verschaffen (Klagel. 5. 4)" ruft der Profet in bitterer Webmnib über de» Verfall seine« schönen Baterlande« au«. Wenn nun selbst in solchen Gegenden häusig getrocknete« Gra«. zerhackte« Stroh oder gar Blätter nnd Stengel al« Heizunglmittel in Anwendnng waren (Sabb. 36. b); so konnte die« wol mehr au« Bequemlichkeit, al« an« Noth geschehen. Indeß gibt ,« im Orient,, wie Lrolo S. 482 versichert, auch ganze Striche, wo da- Brennholz nach dem Gewichte verkauft wir.d- Da sah man sich natürlicher Weise genilhigt. nicht blo« zu den angeführten Materialien, sondern auch zu animalischen Misten seine Zuflucht zu nehmen (Ez. 4. 15.). Au« solchen Orten nun. wo da« Heizen mit vielen Kosten verbunden war. mag wol dir eigenlhümlich, Rede« weise herrühren, unter בר מייחם חגורי (Peß. 49, a) einen Der« schwender zu verstehen, bei dem der Ofen ft.׳«« glühen wüßte. ״Dir Sonne am Sabbathe ist de» Dürftigen au-schltrßlich, Wonne-; »eil er im Sommer sich im Freien ergehen, im Winter leichter in ungr» heizter Stube weiten kann. ״Wer ein kleine« feuchte» Stückchen Holz aushebt. «Hut e« nur, weil er dessen Stelle benützen will-; denn zu» Heizen ist e« untauglich. Da« Herau-nehmen de« Brode« (1“יפת H'T)) war mit keiner besondern Mühe verbunden. Man bedient« sich mancher Dorthrilr dabei, we-halb r« auch heißt: חכמה ואינה מלאכה (Rosch.hajchana 1», b.) L« rresp-nbr»,. Inland. Sm. Wien, 20. April. Dir Toleranz der hiesigen Zonen»- listik erklitt •tW ,Kiechenzeitungdamit: »Eie sind ja all, Zndenbl-tter-

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