Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 17 (26.4.1865)
- Date
- 1865-04-26
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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289 290 (cfit veranstaltete und die beträchtlich» Summe voa 41 |L t. W. zu. samweobrachte. Schreiber dieser Zeilen kann nicht umhin. allen jenen sich an diesem Wohlthätigkeit-akle betheiligendrn edlen Meuscheofreunden im Na. men seine« kranken Kollegen hiermit einen »iesgefühlten Dank au«zu. sprtchkv. Wilhelm Singer, Hauptschullehrer. Mako, im April. Zu Nr. 14 de« 93״. Eh." erschien ein Be. eicht au« Makü, der. wenn auch kurz gefaßt, doch deutlich genug die malitiöse Absicht verräth, unfern hochverehrten und allgemein geliebten Herrn Oberrabbiurr Fischer in einem schiefen Lichte erscheinen zu lassen, und den Glauben zu verbreiten, e« bestände in hiesiger Gemeinde eine Partei, die e« wagen könnte, gegen desselben Opvrjltion zu machen. Wenn e« auch nicht Sache de« KultuSvorstande«, jedem tendeu. tiösen Berichte über die Verhältnisse der Gemeinde berichtigend entgegenzutreten , so ist doch die Art und Weise wie in dem erwähnten Be. richte von der Stellung unsere« hochgeachteten und vielverehrten Herrn Oberrabbiner« gesprochen und ein an sich so harmlose« Ereigniß io böswilliger Absicht auSgebeuiet wird, zu verletzend, als daß der gefer. ligte KnltuSverstand sich nicht dazu verpflichtet fühlen sollte, eine derich. tigente Erklärung abzugebeo. Es gibt in hiesiger Gemeinde nicht ein einzige« Mitglied, davielleicht den Wunsch hegt, sicherlich aber keines, das wagen dürste, den Anordnungen de« Hrrrn OberrabbincrS sich zu widersetzen. Die als An» Hänger des h. Hillel bezcichneien, der Anzahl, wie ihrer Persönlichkeit nach ganz unbedeutenden Mitglieder der Gemeinde zeigen sich wenigstenS als persönliche Berchrcr unsere« sowol Wege» sci׳;׳S gediegenen Charakters. als wegen seines heilsamen Wirken« aufrichtig geachteten Herrn Oberrabbiners. Dieselben halten vermöge ihrer eigenen Betheurung nicht im Entferntesten die Absicht, da« כשרות des unter Aufsicht de« Rabbiners bereiteten Ostermehls anzuzweiseln. was sie dadurch bewiesen, daß sie zum großen Theile ihren Bedarf von demselben gedeckt. Nur v i er Gcmeindemiiglieder hatten sich diesmal, wie dies auch bei Lebzeiten des seligen Oberrabbiner« Mlmann der Fall war, ihr Schmurr. Mehl in einer besondern Mühle bereitet, und da sie. ihrer devote» Be. theurung gemäß ans Versehen unterließen. die pflichtgemäße Anzeige hiervon bei dem Rabbinate zu machen, mußten sie eS sich gefallen lasse», daß ihr Mehl erst dann in den Backhäusern zugelaffen wurde, nachdem die übrige» Gcmcindemitglieder ihren Mazzothbedarf gedeckt Betressend die naseweise Demerluug des Berichterstatters über die geist» und gemülbvollen Kanzelvorlräge unseres verehrten Herr» OberradbinerS, wo die Frage מה העברה זאת לכם durLschimmert, muß bemerkt werden בי לא אלמן ישראל> daß nicht nur die ״Hillelianer" in Nah ung Fern, sondern auch alle Mitglieder unserer, wie jeder große» und allen Gemei ׳.de Israel« zu viel Pietät für die aus uns überkommenen heiligen Sitten und Gebräuche »nserer Väter hegen, als daß sie nicht gerne sehen sostten, wenn dem alten Usus gemäß, besonders am שבת הגרול und שבת תשובה ein halachit'cher Vortrag im GollcShause gehalten wird, zumal wie bei un« ein Geist und Gemülh ansprechender Kanzelvortrag folgt, der alle Zuhörer zur Bewun- Lerung hinreißt und Zedermaun die Ueberzeugung einstvßt, daß der Redner kein אש זרה kennt und keine andere Absicht hegt, als da« Wort Gotte« in seiner Wahrheit und Klarheit zu lehren. Seine Worte kommen au« dem Herzen und dringen deshalb in die Herzen und wecken allgemeine Begeisterung. Da der famose Derichlerstatler sich gewiß nicht zu den ״Hillelianrrn" zählt, ist mit Recht vorauSznsetzru, daß, wenn er auch nur Einen Kauzetvvrtrag unsere« vielverehrten Herrn Oberrabbiner« beigewodiit hätte, er gewiß ״bekehrt" worden wäre, wenn er ander« «ich, rin solcher ist. von dem e« heißt אלי היה שם .לא היה נגאל! Der isr. KulI u«vor sta nd. עז. Pecfe-Neudorf, 15. April. Da« hiesige Rabbinat ist durch Herr» MoseS Großpürc, welcher vorige« Zahr bei der antisemiuaristischen Rabdinerversammlung zu Nyirrgyhnza als Sekretär sungirt hat. beseht worden. 6. Preßburg, IS. Adril. Es scheint mir erwäbnenlwerth, daß hiesige jüdische Buchhändler die von R. Hillel und ,'einem Schwirgersohoe herauSgegebeoen Schriften nicht verkaufen dürfen. Der jtd. Gem'indevorstand soll »« ihnen verboten haben, und die Herrra fanden sich veranlaßt, sich dem Derbolr zu fügen. Den Maggid Fischmana habe ich gehört. Er hat, wie leicht zu erkennen ist, Ealomoo Pleßarr zu» Muster und Vorbild» gewählt, steht aber demselben sowol an Belesen, heit, al« an Korrektheit der Sprache bei weitem nach. Sollte seine Be. rufung nach KüllS erfolgen, dürste die hiesige Stelle lange unbesetzt bleibe». L. Lemberg, 10. April. Unser Glaubensgenosse. der weck, vr. Lazar Dub«, Gutsbesitzer und Landtag-abgeordurter der Stadt, gemeinde Kolowea, ist am 3. d. in Majdan gestorben. Sein biederer Charakter und seine nationale Gesinnung — Dnb« war durch und durch Pole — erwarben ihm die allgemeine Achtung der Bevölkerung, die ihn bei verschiedenen Gelegenheiten ao«zeichoete. Die polnischen Jour, nale widmen dem Verblichenen sehr schön gehaltene Nachrufe. . Literarische Anzeigen. Gedächtnißreden auf Mannheimer. Vier Gedächtnißreden liege» uu« vor: zwei von'Wien, zwei von Prag. Mit jenen machen wir billig den Anfang. Iellioel'« Rede s Verlag von Herzseld und Bauer in Wien. 8. 24) entfaltet uach Zn« halt und Ausdruck, nach Anlage und Ausführung eine de« Gegenstände«- de, Zeit, des Ortes und des berühmten Prediger« vollkommen würdige Beredsamkeit, indem sie zeigt, was Mannheimer war und wirkte, und beherzigen lehrt, wa« er der Wiener Gemeindr und Alle», die von ibm Kunde erlangten und erlangen werden, sein und bleiben soll im Lichte de« ZudenthumS. Wie müssen'« un« versagen, Auszüge au« dieser, sich an Richter 6, 12 schwach anlchnenden, trefflichen Predigt zu liefern. Zu den zahlreichen Stellen, welche auf dir Zuhörer einen überwilligenden Eindruck machrn mußten, gehören ohne Zweifel folgende Worte: ״Die Erinnerung an das Leben und Wielen de» Verewigten soll uns endlich eine Mahnung bleiben, sein Testament gewissenhaft zu vollstrecken. Sei» Testament? Wanu hat er r« geschriebru? Wer hat e« eröffnet? Wie lautet dessen Inhalt? — Wann er e« geschrieben hat? Zm ersten Zahre seiner segensreichen Thätiglrit in unserer Mitte hat er r« begonnen und im letzten beschlossen! Za, vierzig Jahre arbeitete er daran, Tag für Tag! Den» die Männer der Geschichte, wie der Der׳ ewigte, welche die besten Kräfte 1,»d die besten Jahre ihre« Leben«, die Frischt des Manne«, und die Erfahrungen des Greikcnalter« einem großen erhabenen Ziele uiiauSgesetzt widmen, schreibe» nicht ihren letzten Willen kurz vor ihrem Tode nieder; was sie ihr ganzes Ledeo gewollt, erstrebt und zum Theile auszesührt baden. ihr erster Wille bleibt ihr letzter Wille, ist ihr Testament. Darum kann ich das Testament de« Verewigte» in dieser großen Versammlung eröffnen und vorlesrn." Der Inhalt desselben wird aus vier Worte reduzirt: Thora, Aboda, Grmiluth Chaßadim, Schalomi Es ist sehr natürlich, daß Dr. Jellinek seinen älter« Kollege» studir» und sich über dessen Wirken und Walten al« Seelsorger, Prediger, Organisator. Schriststeller und Apologee eia Urtheil gebildet hat. Da ibm wol auch der schriftliche Nachlaß Mannheimer« zugänglich sei» dürfte, wäre er vor vielen Anderen de.useo. da« Bild M.'« für dir Nachwelt zu zeichnen. Sollte er sich entschließen, diez» «hu», wird er manche« in der vorliegende» Predigt Gesagte berichtigen oder modi. fiziren, und sich überzeugen, daß seine Grdächtnißred, Spezialität,» enthält, die kaum dabin gehören. Wir deukeo hier zunächst an da« S. 8 vorgetragene Urtheil über M. al« Uebersetzer der hebräische» G», bete: ein Uriheil, in welche« sicherlich Niemand eiustimmen wird, der da« Hamburger Gebetbuch und Stein« Bearbeitung alter Gebete kennt. Bei dem praktischen Zwecke, deu Miw Auge hatte, kann man ihm dir paraphrastische UrbrrsrtzungSwrisr nicht zum Vorwurf» machen. Andere Uebersetzer. welche die gleicht Tendenz verfolgten, befolgten dieselbe Methode. Um so weniger ist e« zn rechtfertigen. daß er sich zuweile, ängstlich an da« Wort de«Oligin-l« »lammer«. So üdersetzt er לעתיד לבוא mit den Worten: ,IN der Zeit, die kommet"; andere Uebersetzer haben: ״in einer andern Well", waden dogmatischen Sion der de-